Archive for the ‘Auszeit, Muße, Langsam sein’ Category

Humor und Geduld – und ein Buchtipp „Buddha at home“

Montag, März 3rd, 2014 von ulli

Humor und Geduld hat uns Renate zum Abschied gewünscht. Uns 25 Teilnehmenden nach 5 Tagen Retreat im Zentrum Scheibbs (hier die Ankündigung).

Es war eine wunderbare Zeit, wenngleich Retreats sich im allgemeinen nicht durch permanent grossartige Gefühle auszeichnen. Also unter „wunderbar“ darfst du dir kein „Dauerhoch“ vorstellen. Es geht vielmehr darum herauszufinden, wie unser Geist funktioniert, welche Gewohnheiten uns bestimmen und uns immer wieder einholen, und wie wir bestmöglich damit umgehen. Doch gibt es etwas wundervolleres, als sich selber näher zu kommen und sich besser zu verstehen? Und dadurch Klarheit, Weisheit und Gelassenheit zu entwickeln? Doch diese Worte sind etwas gross…

Die Illusion der Kontrolle unserer Gedanken,

das Auf und Ab der Emotionen, der Umgang mit Schmerz und Müdigkeit, das Aushalten beissender Obsessionen. Das ist es, was dich zumeist bewegt im tagelangen  Schweigen. Aber auch die zunehmend bunten Farben, Momente der Stille und Freude und die Kostbarkeit des Augenblicks. Das alles im abwechselnd still sitzen oder hin und hergehen, in einem vorgegebenen disziplinierten Zeitablauf, den du mit anderen teilst. Andere, die dir immer näher und vertrauter werden, obwohl du mit einigen von ihnen noch kein Wort gewechselt hast.

Und der Hintergrund dazu Renates fundierte, strukturierte und klare Anleitungen. Die Ernte war reich.  „Ich bin mir zum ersten Mal nicht unfähig und blöd vorgekommen“ so die Rückmeldung einer erfahrenen Meditierenden, oder „Ich habe endlich verstanden, was genau ich auf dem Kissen tun soll“ die einer zweiten Teilnehmenden.  Von den 6 NeueinsteigerInnen waren einige erstaunt, wie schwierig es ist, sich 45 Minuten lang einigermassen ruhig und unbewegt zu halten. Einige hatten Schmerzen beim Sitzen, andere waren irritiert vom unüberschaubaren permanenten Gedankenwirrwarr, und eine  Teilnehmerin fand die in sich gekehrten Gestalten der letzten Tage nicht gerade anziehend: „Das soll die in Aussicht gestellte Freude und Leichtigkeit der Meditation sein?“

Doch am Ende hatten sie alle strahlende Gesichter,

(mehr …)

Weihnachten, Feiertage, Jahresende, Jahresanfang

Montag, Dezember 30th, 2013 von ulli

Ich hoffe, du bist nach der dichten Adventzeit mittlerweile  in ruhigen Gewässern angelangt. Ich möchte einen der letzten Tage des Jahres nutzen, um ein paar Dinge zu sammeln, die gut getan haben und die für dich vielleicht auch von Wert sind.

Worauf bist du stolz?

Als erstes möchte ich mich an die feine Wintersonnwendfeier bei Christine erinnern. Keine 10 Tage her und schon so weit weg…  Wir standen ums Feuer und warfen Unmengen von Kräutern in die Flammen, alle von Christine selbst gepflanzt und geerntet: Lavendel, Johanniskraut, Frauenmantel und Salbei.
Das war ein Geruch und ein Geknister und wunderschön anzusehen!

Christine las ein Gedicht vor von Marianne Williamson – „A Return To Love“, wo es heisst, dass es unser  Licht ist und nicht unsere Dunkelheit, was wir am meisten fürchten. Das Gedicht (hier schon einmal besprochen), das auch durch Nelson Mandelas Antrittsrede berühmt wurde, beginnt mit den Zeilen: „Unsere tiefste Angst ist nicht, ungenügend zu sein. Unsere tiefste Angst ist es, dass wir über alle Maßen kraftvoll sind.“
Wir schwiegen lange im Nachklang dieser ungewöhnlichen Sichtweise. Uns klein zu machen nutzt der Welt nicht. Wie das stimmt! Doch ist es nicht eine unserer liebsten Gewohnheiten, uns im Mangel und Defizit zu sehen und uns mit anderen zu vergleichen? Ich denke, es braucht schon einiges an Übung, uns gegen den Strom zu bewegen (wie ja auch Rick Hanson meint mit seiner Praxis von „Taking in the Good“, die ich hier schon mal beschrieben habe).

Wir machten schliesslich eine Runde zum Thema: „Worauf ich stolz bin, was ich gut ausdrücken kann, worin ich wirklich gut bin..“
Die eine war gut „ehrlich und direkt“, der andere konnte „gut zuhören“, der nächste war „gut beharrlich“. Ich war stolz auf meine Fähigkeit zur Mitfreude, für die ich mich kein bisschen anstrengen muss. Eine junge Frau endete die Beiträge mit den Worten „Ich kann mich gut in andere einfühlen.“ Das war fürwahr ein guter Abschluss.

Worauf bist DU stolz, welches Licht bringst du in die Welt?

Ist es nicht besser, uns auf das zu konzentrieren, was schon da ist, was wir schon umsetzen und einbringen? Und nicht immer nur auf das, was wir anders haben, wohin wir uns verändern wollen? Gerade zu Jahresende ein guter Gedanke. Wäre es nicht grossartig, das Passende und Funktionierende regelmässig zu erinnern und einzuüben?
So wie Anja es mit ihrem 8 jährigen Felix macht. Nach unserer „SelbstWertschätzungsRunde“ erzählte sie uns, dass sie und ihr Sohn schon seit vielen vielen Jahren beim Gute Nachtsagen den Tag damit beenden, fünf Dinge zu finden, die wirklich gut gelaufen waren, worüber sie froh und dankbar seien.  Tag für Tag. Und sie würden immer etwas finden. Wäre es nicht schön, wenn alle Kinder so aufwachsen würden!

Das war also das Feuer zur längsten Nacht des Jahres.

Gefreut hab ich mich auch

— über Lucis WeihnachtsEmail mit folgenden Worten: (mehr …)

Böhmische Küche – Kochkurs an der Grenze

Montag, November 11th, 2013 von ulli

Letztes Novemberwochenende im Waldviertel… etwas ganz Besonderes:

 

How we can live with technology without it swallowing us whole…

Montag, November 11th, 2013 von ulli

Christine hat mich netterweise auf diesen spannenden Artikel in der New York Times aufmerksam gemacht:

Mindfulness: Getting Its Share of Attention

Danke!

Hier nochmal in pdf Form: Mindfulness – Getting Its Share of Attention – NYTimes.

 

Dazu passt ganz gut Rudi Attems mindletter zum Thema Achtsamkeit im Management. Seine kritische Sicht gefällt mir.  Er schreibt:

 Achtsamkeit ist geradezu prädestiniert, von Halbwissen und Unerfahrenheit zerredet zu werden, weil sie keine Methode, kein „Tool“ im engeren Sinn ist, sondern sich dem Interessierten erst durch unmittelbare Erfahrung erschliesst.

Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Qi Gong Kurs in Wien ab 1.10.13

Sonntag, September 22nd, 2013 von ulli

Rosemarie hält ihren ersten Qi Gong Kurs und ich weiss, dass er ganz grossartig wird!

So steht in ihrer Aussendung:

Kennzeichnend sind geschmeidige, spiralförmige Bewegungen, mit Ausrichtung auf eine harmonische Verbindung der geistigen Aufmerksamkeit mit dem Atem und der Bewegung.

Da kriegt man doch gleich Lust drauf. oder?

Rosemarie ist nicht nur frisch ausgebildete Qi Gong Lehrerin, sondern auch erfahrende Expertin für Craniosacrale Balance (ICSB) und Somatic Experiencing (Methode zur Lösung von Stress / Trauma nach Peter Levine). Damit bist du bei ihr wirklich in  besten Händen!

Gratuliere zum Beginn liebe Rosemarie! Zur Erinnerung: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Hier die genauen Daten: Qi Gong Kurs und Privat Unterricht

 

Abenteuer im Alltag

Freitag, September 13th, 2013 von ulli

Heute ist es grau und kühl. Gestern aber noch war es warm und sonnig.
Wie gut, dass ich nicht lange überlegt habe, gestern.

Bei der morgendlichen Fahrt ins Waldviertel bin ich einer spontanen Eingebung gefolgt und einfach eine Station früher aus dem Zug gestiegen. Nicht lange überlegt, sondern einfach getan. Und schon fand ich mich am Bahnsteig wieder, etwas von mir selbst überrascht, und der Zug war weg.

Da stand ich nun um halb 11 am Vormittag in Straning an der Franz Josefsbahn und war gespannt, wies weitergeht. „Geht“ und nicht fährt. Ich ging die schöne stille Kellergasse hinunter und fand das Gemeindeamt. Der nette Herr dort war ein wenig überrascht von meiner Frage, wie ich auf Feldwegen nach Eggenburg käme, doch schliesslich nahm er kurzerhand die Gemeindekarte von der Wand und legte sie auf den Kopierer. So bekam ich eine ganz persönliche Wanderkarte. Ist das nicht schön?! (mehr …)

Der Berg Arunachala

Donnerstag, Juni 27th, 2013 von ulli

Arunachala ist ein Berg in Südindien, der als heilig gilt.

Es ist schön, zuzusehen, wie er sich im Laufe eines Tages verändert im Spiel von Licht und Wolken.

Was meinen wir eigentlich genau, wenn wir sagen „…wie ein Berg“?

So hat der Arunchala am 19.6. einen Tag lang ausgesehen und so sieht er jetzt aus.

 

KALYANA MITTA – Waldviertler Meditationsgruppe

Montag, Juni 24th, 2013 von ulli

KALYANA MITTA  stammt aus der alten indischen Pali-Sprache und bedeutet übersetzt „edle Freundschaft“. Als Buddha einst gefragt wurde, ob edle Freundschaft  nicht die Hälfte des „heiligen“ Lebens ausmache, so antwortete er „Sage das nicht, Anando, sage das nicht, es ist das ganze heilige Leben, edle Freunde zu haben.“ (Samyutta Nikāya; 45,2)

Beate, Christine, Siegi, Gerhard und ich haben im Sommer 2013  die „KALYANA MITTA – Waldviertler Meditationsgruppe“ gegründet.

Wir sind eine ÜbungsGruppe und treffen uns  jeden ersten Freitag im Monat von 18:00 bis ca. 20:00  zur gemeinsamen Meditationspraxis.
Motto: Wir müssen und nicht innig lieben, nicht die gleiche Partei wählen oder die gleichen Ansichten teilen.  Mit unserem Zusammenkommen in Achtsamkeit und Stille unterstützen wir uns gegenseitig in unserer Praxis. Basis dafür sind Übungen aus dem Kontext der buddhistischen Theravada Tradition, wobei uns die Verbindung  zu den psychologischen und philosopischen Grundlagen des Westens sehr wichtig ist.

WO?
Die Gruppe trifft sich in unserem Haus  (sehr verkehrsgünstig gelegen in der Gegend von Horn, Eggenburg und Gars – die genauen Daten schick ich dir bei Interesse per email).

(mehr …)

Weinviertler Jakobsweg

Montag, Juni 10th, 2013 von ulli

Letzte Woche ging ich mit einer Freundin ein Stück des Weinviertler Jakobswegs. Wirklich ein Genuss.

Wenig bergauf und bergab. Überraschend viel Wald.  Schöne abwechslungsreiche Wege. Gut beschildert, und was wir ganz nett fanden, die Selbstbedienungskeller. So selbst probiert in der Kellergasse in Falkenstein, kurz vor Poysdorf und nach Kleinhadersdorf.  Das funktioniert, auf der Basis von Vertrauen. Schon seit Jahren.

Auch die Unterkünfte waren fein.
Ganz nette Menschen und das wunderbarste Frühstück findest du in Mistelbach, kurz bevor der Jakobsweg die Stadt verlässt, bei Familie Eckel.

Also – Lust auf Wandern oder einen Ausflug? http://www.jakobsweg-weinviertel.at/

„Ruhe und Klarheit“ – Meditation mit Christoph Köck Ende Mai im Stift Geras

Montag, April 15th, 2013 von ulli

Hast du vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 schon was vor?

An diesem langen Wochenende gibt es direkt im Stift Geras im Waldviertel ein Meditationsseminar mit Christoph Köck, das ich dir sehr empfehlen kann.

Ich bekam vor 10 Jahren meine ersten Inputs zum Thema Achtsamkeit von ihm, und du siehst ja auf dieser Website, was daraus geworden ist: ein grosses Interesse und eine Orientierung für alle Lebenslagen. Was braucht es mehr?

Ich weiss nicht, ob mich ein anderer Lehrer auch so hätte motiveren können. Er vermittelt die buddhistische Lehre sehr „unreligiös“ und alltagstauglich. Das war genau das, was ich für den Einstieg in dieses Thema brauchte.

Christoph ist ein sehr erfahrener Lehrer und hält wunderbare Vorträge. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mir einmal dachte:
Es ist so, als ob ein Reissverschluss zuginge – meine Fragen bekommen ein Visavis an Antworten, und alles macht plötzlich Sinn.. falls du dir vorstellen kannst, was ich meine…

Neben seiner Tätigkeit als Mediationslehrer arbeitet er als personzentrierter Psychotherapeut und versteht es aufs trefflichste, die buddhistische Lehre mit den Anforderungen unserer westlichen Zeit zu verbinden. In der Ankündigung heisst es,

„Oft wünschen wir uns entspannter, offener und freudiger durchs Leben zu gehen, wissen aber nicht genau, wie wir das anstellen sollen. Achtsamkeitsmeditation ist ein Weg der sanften Schulung von Klarheit, innerer Ruhe und Wohlbefinden.“

Wenn dich das anspricht, kannst du dich hier genauer informieren bzw. anmelden:

http://www.stiftgeras.at/de/veranstaltungen_seminare.html