Archive for the ‘Umgang mit Konflikten und Krisen’ Category

Vertrauen in Aggression? und ein Film über Alice Schwarzer

Mittwoch, Mai 18th, 2022 von ulli

Vertraust du darauf, dass Konflikte mit Gewalt zu lösen sind? Dann heisst das eigentlich, dass du auf Aggression vertraust.
Als ich diesen Ausdruck „Vertrauen in Aggression“ zum ersten Mal gehört habe, hat es mich eine Weile richtig durchgeschüttelt. Das war hilfreich. Denn so habe ich erkannt, dass irgendetwas in mir bei jedem Wutanfall denkt, ich könne das Problem, das mich so wütend macht, mit Gewalt aus der Welt schaffen. Sei es auch nur mit verbaler Gewalt. Dann schwingt es innerlich kraftvolle gerechte Reden mit Argumenten, die – wie es glaubt – kein normaler Mensch widerlegen kann.  Der gerechte Zorn wischt jeden Zweifel weg und auch jedes differenzierte Hinsehen.

Versteh mich nicht falsch, Wut hat die wichtige Funktion, Grenzverletzung aufzuzeigen, aber beim Lösen von Interessenunterschieden ist diese Emotion fehl am Platz und führt meist nur zu einem stärker oder schwächer… Das aber bringt uns nicht weiter, wie die Geschichte der Menschheit zeigt.

Ich lehne den Krieg ab. Ich bin tief überzeugt, dass einem Krieg nicht mit noch mehr Krieg begegnet werden kann. Nicht nur Bertha von Suttner oder Thich Nhat Hanh haben mich das gelehrt, sondern meine ganze persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass das einfach nicht funktioniert. Da braucht es Innovation, Kreativität und Bemühen in eine ganz andere Geisteshaltung. (Hier zur Erinnerung an abfang.org, wo in diese Richtung nachgedacht wird)

Also habe ich diesen offenen Brief, der in der Zeitschrift Emma publiziert wurde, unterschrieben:

Offener Brief an Kanzler Olaf Scholz

Hier ein Artikel in „Der Presse“, der die bis heute folgende Entwicklung zeigt mit Gegenbrief und Diskussionen.
Ein Dank an Alice Schwarzer, dass sie sich einmal mehr als Gallionsfigur zur Verfügung stellt. Der offene Brief ist schliesslich nicht nur von ihr, sondern von 28 Intellektuellen und KünstlerInnen geschrieben worden.

Apropos Alice Schwarzer, heute werde ich mit Freundin Ilse den neuen Film über diese wunderbar starke Frau anschauen: Alice Schwarzer.

Dank an Sabine Derflinger, die mit ihrem Film schon Johanna Dohnal ein würdigendes Denkmal gesetzt hat. Wie ich sie mag, diese unkonventionellen mutigen Frauen! Du auch?

The Art of Cultivating Peace…

Montag, Mai 9th, 2022 von ulli

erzählt am Leben und Werk von Thich Nhat Hanh in „A Cloud Never Dies“, ein kurzer eindrucksvoller Film von Peter Coyote. Aktueller denn je:

 

Wenn du dich tiefer mit seinem Werk befassen willst, dann kannst du hier gleich weiterstaunen. Eine Aufnahme von 1993, ein Abend mit Thich Nhat Hanh in Kalifornien „Touching Peace“ – eröffnet von meiner so bewunderten Joanna Macy,

Online-Community mit Sylvia

Freitag, April 29th, 2022 von ulli


Ich bin schon von Anfang an dabei und kann dir diese Online Gruppe sehr empfehlen. Allerdings kostet die Teilnahme einen monatlichen Beitrag, wobei es auch Ermässigungen für Menschen mit geringerem Einkommen gibt.

Ich stelle den ganzen Newsletter hierher, da auch ein spannender You Tube Hinweis dabei ist.

 Newsletter, 28. April 2022

Online-Community mit Sylvia
… wir geben der Welt die Tiefe zurück!

…ein guter Zeitpunkt, um mit dazu zu kommen!
im Oktober letzten Jahres konnte es endlich mit der Online-Community losgehen. Ermutigt durch die Erfahrungen in den letzten zwei Jahren ist ein alltagstaugliches Online-Projekt entstanden.

Einige unserer zugrundeliegenden Fragen lauten:

•     Wie können wir angesichts all dieser Krisen wach bleiben, empfindsam, bereit zur Anteilnahme und zum Helfen?

•     Wie können wir unseren Aufgaben nachgehen, in unserer Kraft zu bleiben bzw. die Verbindung zum inneren Möglichkeitsraum wieder herstellen, wenn er verlorengeht?

•     Und: Was ist die Quelle und wie finden wir immer wieder dorthin?

Die Menschen der Online-Community möchten in diesen krisenhaften Zeiten einen Unterschied machen, Teil der Transformation sein, der sich auf das Bewusstsein bezieht. Da betrifft unser Denken, die Kommunikation und unser Handeln!

Entsprechend entwickeln sich unsere Zoom-Treffen zu einem WIR- und EntwicklungsRaum, der sowohl der Meditation, des Austausches, der Inspiration durch Vorträge und der Freundschaft dient.

Warum der Zeitpunkt gerade günstig ist, mit dabei zu sein?

Vom 5. – 11. Mai 2022 findet die zweite Challenge statt.

Das heißt, wir sehen uns jeden Abend von 19 – 20.30 Uhr. Das Thema ist die Metta-Praxis und die führt mitten hinein in die Frage: Wie können wir Anteilnehmen und uns öffnen – konkret bezogen auf den Krieg in der Ukraine,  wie auch weiteren Konflikten und Krisen – ohne überschwemmt zu werden, verloren zu gehen oder sich taub zu machen?

Übrigens: wenn du mal an einem Abend verhindert bist, die Vorträge und Meditationen werden gleich am nächsten Morgen in die Mediathek gestellt.

Vielleicht spricht dich diese Möglichkeit an, dann geh einfach auf meine Website für weitere Informationen. Und falls Fragen entstehen, einfach schreiben: online@sylvia-kolk.de

(mehr …)

Frauenvorbilder gab es schon immer – und wir können nie genug von ihnen hören

Dienstag, April 26th, 2022 von ulli

Erika hat mir wieder mal einen guten Tipp gegeben.

Auf der philosophisch theologischen Diskussionsplattform – geführt von Prof. Georg Simbruner – gibt es aktuell eine Reihe spannender Vorträge über grosse Frauen auf diesem Gebiet, z.B. Hildegard von Bingen, Hannah Arendt, Simone de Beauvoir, Theresa von Avila, Ayya Khema und Joan Halifax…

Hier geht es zu den Videos.

Kamp-Tage am 29. und 30.4.22

Samstag, April 23rd, 2022 von ulli

Das Kamptal vom Kraftwerk Rosenburg flussaufwärts ist eine der schönsten stillen Flussidyllen, die ich kenne. Bisher konnte der Ausbau des EVN Kraftwerks von Naturschützer*nnen verhindert werden. Nun gibt es vor Ort in Rosenburg eine feine Veranstaltung „Vorträge und Diskussion zur Zukunft des Kamp“.

Hier gehts zum Programm. Bitte Info weiterverbreiten!

 

Ostermarsch für Frieden und Abrüstung und Weg des Friedens im Waldviertel

Montag, April 18th, 2022 von ulli

Heute Ostermontag sind wir beim Ostermarsch in Wien gewesen.
In der Ankündigung hiess es:

Ostermarsch für Frieden und Abrüstung
Unter dem Motto „Die Waffen nieder! – Frieden für alle!“ marschieren wir gemeinsam von der Russisch-Orthodoxen-Kirche zur Ukrainischen Kirche und dann zum Stephansplatz zur Abschlusskundgebung. Mit dem Ostermarsch durch die Wiener Innenstadt wollen wir ein Zeichen setzen: • gegen den Krieg und eine neue Rüstungsspirale • für eine Welt ohne Atomwaffen • für eine aktive Neutralität Österreichs, das sich für eine neue Friedensordnung einsetzt.

Es waren nicht die Massen Menschen versammelt, aber die Stimmung war gut und die Inhalte haben mir gefallen in ihrer Ausgewogenheit und Aussagekraft.
Organisiert wurde die Veranstaltung von verschiedenen Friedensinitiativen. Voran von ABFANG, einem Aktionsbündnis für Frieden, Aktive Neutralität und Gewaltfreiheit.  Auf der seit 2019 bestehenden Website abfang.org  (wo du auch einen Newsletter bestellen kannst) findest du eine Menge Grundsatzüberlegungen, diverse Termine und differenzierte Texte von hochqualifizierten AutorInnen.
Unter den BündnispartnerInnen  ist mir v.a.  FriedensATTAC aufgefallen, da sie bei der Demonstration stark vertreten waren.

Im ORF fand sich dazu ein Beitrag von rund einer Minute, aber immerhin wurde die Veranstaltung von einem Filmteam begleitet. Hier ein Bericht von Abfang.

Hast du gewusst, dass es einen Weg des Friedens im Waldviertel-Südböhmen gibt? Ich auch nicht.

Mir fällt eben ein, dass es im Südburgenland schon seit den 80er Jahren ein Friedensforschungsinstitut besteht: Das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) wurde 1982 gegründet und befindet sich auf Burg Schlaining im Südburgenland. Aktuell gibt es dort bspw. Veranstaltungen für PädagogInnen, wie mit Kindern über Krieg geredet werden kann.
An der Uni Klagenfurt gibt es im Rahmen der Erziehungswissenschaften das Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung.

Es ist die passende Zeit, sich vertieft mit dem Thema zu befassen. Wie schön, dass es Menschen gibt, die sich schon so viel Kompetenz erworben haben und die Inhalte teilen.

Danke!

Zusatz und Nachtrag:

Ich war in der Folge am Freitag, den 22.4.22 in Gmünd zur Eröffnung eines Teilabschnitts des Weg des Friedens und bin sehr gestärkt nach Hause gefahren. Es tut einfach gut, zu sehen, wieviele Menschen an dem Thema Frieden interessiert sind. Den Verantwortlichen der Veranstaltung schrieb ich danach ein Email:

„…Es war eine so stimmige Veranstaltung, bei der alles gepasst hat. Der Ablauf, die Organisation, die Orte, die Inhalte, die Menschen… War es nicht wunderschön, wie wir gemeinsam gesungen haben? Ich bin jetzt noch ganz berührt…

Es ist so schön, dass es Menschen wie Sie gibt, die sich dieser wichtigen Themen annehmen.
Ich bin ebenso wie Sie überzeugt, dass wir das Leiden unserer Vorfahr*innen, das durch menschliche Abgründe und Gewalttätigkeiten entstanden ist, niemals vergessen, ja würdigen müssen. Für sie und für uns. Es ist eine so wertvolle Geste dem Unrecht gegenüber und sie mahnt uns, wach zu bleiben.
Und dass wir uns des Mutes und der Taten von „Held*innen“ in düsteren Zeiten erinnern, ist genauso wichtig, ehrt diese Menschen und stärkt uns in schwierigen Zeiten. Sie zeigen uns das Potential an Menschlichkeit und Grossherzigkeit, das in uns allen (auch) wohnt.
Wir erinnern uns, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern allzeit in uns, im Dialog und sozial und gesellschaftlich hergestellt werden muss. …“

Hier auf der Abfang Website ein paar Worte zum Ablauf und ein paar Fotos.

2. Nachtrag…

nun gibt es auch ein nettes Filmchen über die Veranstaltung in Gmünd:

Mit Unsicherheit gut umgehen

Sonntag, April 3rd, 2022 von ulli

Dank Marlies war ich letzte Woche online bei einem wunderbaren Interview von „Freunde der Zeit“ mit der Philosophin Natalie Knapp. Hier zum Nachschauen:

So kommen wir gestärkt durch Zeiten der Unsicherheit

Eines der besten Interviews, die ich bisher gehört habe. Schau dirs am besten selbst an.

pionieers of change Newsletter

Donnerstag, März 31st, 2022 von ulli

In diesem Newsletter von pioneers of change sind einige Links, die mir weiterverfolgenswert scheinen, vor allem jene zum Medienkonsum in Krisenzeiten. Titel: Welchen Informationen vertraust du?

Hier ein Auszug daraus:

„Den Ukrainekrieg verstehen & konstruktiv helfen
Hier teilen wir täglich neue Infos und Perspektiven – teilweise direkt von unseren Summit-Speaker*innen. Heute haben wir einige konstruktive Nachrichten zum Ukrainekrieg zusammengetragen:

  • Perspective Daily (ein konstruktives Nachrichtenmagazin) fasst in einem Artikel zusammen, wie du dich gut informieren und was du kannst – sehr empfehlenswert. >> HIER

  • Mit Empfehlungen für eine andere Diplomatie wartet ein weiterer Artikel in Perspective Daily auf >> HIER

  • „Warum Medienhygiene jetzt wichtig ist“ fasst das enorm-Magazin >> HIER zusammen.

  • „Wie erkläre ich Kindern den Krieg?“ auf diese Frage antwortet der Moderator der Kindernachrichtensendung „logo“ Tim Schreder in einem Interview im Freitag >> HIER nachzulesen.“

Ich kannte diese Nachrichtenmagazine noch gar nicht. Perspective Daily oder enorm Magazin. Sehr interessante Quellen.

Wie gehst du mit Medienkonsum um?
Betreibst du bewusste „Medienhygiene“?
Bist du damit zufrieden?

Dank an die Pionier*nnen des Wandels!

Margarethe von Trotta

Mittwoch, März 2nd, 2022 von ulli

Margarethe von Trotta | filmportal.deDiese grossartige Frau wird dieses Jahr 80.
In der – ihrem Werk würdigen – Dokumentation „Zeit der Frauen“ kannst du ihr Leben, ihre Filme und ihre Wegbegleiter*innen kennenlernen. Ich bin unglaublich beeindruckt von ihrem Mut, ihrer Schaffenskraft und ihrer Persönlichkeit. Was für ein gelungenes Leben.

Was für ein Vorbild.

Die Doku kannst du noch bis Mai 2022 anschauen.

Margarethe von Trotta hat Filme gemacht über Hannah Arendt, Hildegard von Bingen, Rosa Luxemburg, die Schwestern Ensslin und viele andere spannende Frauengeschichten.

Grossartige Schauspielerinnen, mit denen sie gearbeitet hat – und auch befreundet ist – sind Barbara Sukowa, Katja Riemann und Angela Winkler.

Ich wünsche Margarethe von Trotta – und uns – viele viele Nachfolgerinnen, die von ihr inspiriert  wichtige Frauengeschichte schreiben.

Bridging Differences

Mittwoch, März 2nd, 2022 von ulli

Wir brauchen neue Formen des Umgangs mit Konflikten und Unterschieden. Darum will ich mir hier den Link notieren zu „Bridging Differences„, einer Initative des Greater Good Science Center an der kalifornischen Uni Berkeley.

Vielleicht kommt bald die Zeit, wo ich mich vertieft damit auseinandersetzen will.

Vielleicht auch für dich interessant?

Assistierter Suizid

Dienstag, März 1st, 2022 von ulli

Ich nehme eben an einem OnlineSymposion des österreischischen Hospizdachverbands teil zum Thema assistierter Suizid: Ehrenamtssymposium „Werte an der Grenze“. Sehr spannend.

Die österreichische Palliativgesellschaft hat auf ihrer Website ein Papier zum Umgang  mit Sterbe- und Suizidwünschen  publiziert, das du dir hier in Kurzversion und Langversion ansehen kannst.

Die Vorträge informieren zum neuen gesetzlichen Stand und regen zum Nachdenken zu einem existentiellen Thema an. Warum wollen Menschen nicht mehr leben? – soo leben? Und wie gehen wir damit um, wenn wir diesen Fragen begegnen?

Es geht um Umgang mit Krankheit und Krisen, um Autonomiewünsche und Einsamkeit, um staatliche Regelungen, Einrichtungen im Hospiz und Palliativbereich, Menschen in Pflege, Medizin und Ehrenamt, es geht um Vorstellungen vom eigenen Tod, um eigene Welt und fremde Welt.. Um Würde und Akzeptanz. Fragen, die das Leben berühren und damit uns alle.

Zwischen den Vorträgen finden sich, was mich besonders freut, Achtsamkeitsübungen und Hinweise auf die Wichtigkeit zur Selbstfürsorge.
Wie schön, dass es solche Veranstaltungen gibt!

The Dissident Goddesses Network

Mittwoch, Februar 23rd, 2022 von ulli

Diese Woche flatterte mir das Magazin morgen ins Haus, ein niederösterreichisches Kulturmagazin. Hier kannst du die meisten der Beiträge online lesen.

Auf der Titelseite und im Interview die unwiderstehlich kreative Elisabeth von Samsonow. Sie ist Mitbegründerin von „The Dissident Goddesses Network“, das im nahen Weinviertel spannende Sachen veranstaltet und interessante (Blog)beiträge publiziert. Hier denken Künsterlinnen und Wissenschafterinnen zusammen und sprengen herkömmliche Grenzen. Matriarchat ist dabei keine historische sondern eine gesellschaftliche Denkposition.

Spannend auch wie Samsonow sich mit der einheimischen Bevölkerung vernetzt und den Menschen auf Augenhöhe begegnet, Winzerinnen, Jägern, Bauern..  Sie ist wahrlich keine abgehobene Kunstprofessorin.

Schon in Kürze, ab 12.März 22, aber leider nur bis zum 1.Mai 22, wird es in Krems in der Landesgalerie NÖ eine Ausstellung des dissidenten Göttinnennetzwerks geben: Die Erde lesen.

Da muss ich hin. Du auch?

Ein Bild von der Website des Netzwerks. Schön, oder?

Inspirationen – in Buch und Internet

Mittwoch, Februar 16th, 2022 von ulli

Ich bin seit einigen Jahren Teil einer wundervollen Frauengruppe zum Thema „“Übergang in die Pension“, entstanden aus dem Projekt der AK Wien „Frauen 50+ – Gestalterinnen ihres Lebens“.

Gestern hatten wir wieder ein spannendes Treffen. Danach habe ich dieses Mail mit ein paar Literatur- und Videotipps verschickt. Die Hinweise könnten auch für Dich interessant sein. Schau mal…

ich wollte euch die links schicken zum
lesenswerten buch „zuversicht“ von zeitredakteur ulrich schnabel
https://www.ulrichschnabel.de/de/buecher/Zuversicht.php

und zum buch „kompass neues denken“ der philosophin natalie knapp (zu dem ich über erstes buch gekommen bin):
http://anders-denken-lernen.de/publikationen/
knapps buch liest sich nicht ganz so flüssig wie schnabels, ist aber sehr gehaltvoll und bringt erfrischend neue perspektiven. so eine erfreuliche kluge frau!

und ein tipp für die pensionistinnen unter uns, die zeit haben (sind schon zwei bedingungen 🙂 ):
falls du erbauliches längeres gespräch anhören willst, kannst du hier die beiden im lebhaften dialog hören zum grossen thema „wahrheit“:
https://www.youtube.com/watch?v=zyG8mA3M7Gs

beim niederösterreichischen dialogikum phönixberg, wo dieses gespräch geführt wurde, gibt es übrigens noch viel mehr an feinster „geistnahrung“:
https://www.phoenixberg.at/dialogikum-phoenixberg/videos.html

auch die ak vorarlberg hat mit ihrer vortragsreihe „wissen fürs leben“ einen wunderbaren schatz an videos online gestellt:
https://vbg.arbeiterkammer.at/wissenfuersleben

ich sehe grade, der letzte vortrag von anfang februar 22 handelt vom buchGlobo – Eine neue Welt mit 100 Menschen.“
ein ganz wunderbares projekt.

ist es nicht grossartig, dass es diese perlen an wissen und weisheit so leicht zugänglich gibt?
wir brauchen uns nur ein wenig auszurichten und auszustrecken…

An allen Ecken und Enden kollektives Wachsen…

Mittwoch, Februar 9th, 2022 von ulli

…what wants to come forth in each of us as we collectively co-create a society that addresses the great challenges of our time.

was für inspirierende Worte aus dem Newsletter von wisdom 2.0, 

und er endet mit: „If there is one thing the past two years have taught us it is the enormous value of quality human connection.

Wenn dir das Englische nicht so behagt, so findest du hier die wunderbare wertvolle Initiatvie von pionieers of change, die im niederösterreichischen Oberwölbling seinen Ausgang nimmt und sich nun auch online in alle Richtungen verbreitet.

Oder futurzwei, Stiftung Zukunftsfähigkeit. Geschichten des Gelingens.

Ich habe eben das Buch „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel fertig gelesen, eine grosse Empfehlung. Es macht dich leicht und froh. Spannend auch, dass im letzten Kapitel des Buchs das „Buch der Freude“ zitiert wird, das ich in meinem letzten BlogBeitrag genannt habe. Zufall? Ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg 🙂

Und von Ulrich Schnabel aus bin ich auf das Buch und die Arbeit von Natalie Knapp gekommen: „Kompass neues Denken“. Da heisst es:

„…offenbar funktioniert in einer hochgradig dynamischen und vernetzten Welt unsere bisherige Art des Denkens und der Zukunftsplanung nicht mehr. Unerwartete Ereignisse werfen unsere Pläne und Ideen immer öfter über den Haufen. Deshalb müssen wir lernen, Ungewissheiten auszuhalten und flexibel auf Unvorhergesehenes zu reagieren. Wir brauchen die Fähigkeit, neue Denkwege zu beschreiten und unerwartete Lösungen zu finden. „

Ich bin grad dabei das zirkuläre Denken zu erkunden. Spannend wie ein Thriller.
Vielleicht auch für Dich?

 

Die Freude ruft!

Montag, Februar 7th, 2022 von ulli

Mission: Joy – Finding Happiness in Troubled Times (2021)

Da gibt es einen neuen Film, der sehr weise und bezaubernd daherkommt. Bei dem du mitlachen kannst und dich wunderst, wie zwei alte Männer mit so unterschiedlicher Herkunft, aber doch ähnlichen Geschichten und dramatischen Biografien sich an den Händen halten und lachen, lachen, lachen.

Dazwischen sagen sie auch sehr kluge Dinge, müssen sie auch. Schliesslich handelt es sich um den Dalai Lama und Desmond Tutu (der leider letzten Dezember verstorben ist). Obwohl sie aus verschiedenen Religionen kommen, klingen die Kernaussagen ähnlich. Nicht der Wunsch oder das Streben nach Freude macht freudig, sondern das Teilen mit anderen. Wir suchen so oft am falschen Ort nach Glück und Freude. Wir suchen diese Qualitäten im Äusseren, aber sie sind vor allem im Inneren zu finden, in einem gelungenen Leben und vor allem im guten Umgang miteinander. Auch Krisen und schwierige Zeiten verhindern nicht ein Leben mit Freude. Es kommt nur auf den richtigen Umgang an. Und vielleicht sind es gerade die schwierigen Erfahrungen, die zur Lebensfreude beitragen?

Es geht bei dem Film um Die Freude und das rundherum ist auch nicht schlecht. Misson Joy, ist der Name der Initiative, die den exzellenten Film gemacht hat, die dich über die wissenschaftlichen Hintergründe zur Freude aufklärt und dich auffordert, deine Geschichten der Freude zu teilen. Denn damit wird noch mehr Freude geschaffen. Einen Newsletter gibt es auch, zu dem es heisst „Sign up to get some booster shots of joy„.

Hier gehts es zum Film auf vimeo. Ich hatte die Freude, zur vollen Filmversion eingeladen worden zu sein und weiss jetzt nicht, ob auch du hier den ganzen Film sehen kannst. Aber das findest du sicher selbst heraus. Allein der Trailer ist sehenswert.

In der amerikanischen Zeitschrift für Buddhismus „Tricycle“ gibt es einen kleinen schönen Bericht über den Film. Dabei wird auch auf das Buch zu dem Projekt verwiesen, das, schon 2016 entstanden, es zum New York Times Bestseller gebracht hat: The Book of Joy: Lasting Happiness in a Changing World. 

Ich hoffe, Buch und Film werden bald ins Deutsche übersetzt. Der Film spricht jedenfalls eine universelle Sprache, die von Humor, Weisheit und Freude.

 

 

HOPPLA, da ist das Buch ja auch auf Deutsch! Mit dem Titel: Das Buch der Freude.

Auf der Website des Verlags befindet sich eine schöne Rezension mit dem sehr passenden Zitat:

„… Beide haben in ihrem Leben Leid erfahren und wissen, wovon sie sprechen, …: „Leid lässt sich nicht vermeiden, erklärten sie während der gemeinsamen Woche, aber wie wir dem Leid begegnen, das ist unsere eigene freie Entscheidung. Keine Besatzung oder andere Unterdrückung kann uns dieser Freiheit berauben.“

Wirklich ein Mutmachbuch, ein Mutmachfilm und ein Mutmachprojekt: Mission JOY

 

Die Rolle der Medien in der Corona Berichterstattung

Freitag, Februar 4th, 2022 von ulli

Ich schaue gern bei Luisa Francias Tagebuch vorbei. Ich schätze sie als kritische politische Frau, die sich mit Lebenskunst gut auskennt. Hier schreibt sie:

„das schlimmste an der pandemiezeit ist der alarmismus finde ich. fast alle medien fallen ständig „in d’froasn“, das heisst regen sich total auf und warnen die leserschaft vor immer neuen gefahren. darüber geht die traumzeit verloren. doch die traumzeit ist der wesentliche bestandteil eines glücklichen lebens. das träumen, das innere lächeln, die vergnügte entspanntheit sind die voraussetzung, dass wir uns in der welt wohl fühlen, dass wir uns gut zurechtfinden. es gibt nur eine möglichkeit, der allgemeinen schreckensverbreitung auszuweichen: fernseher smartphone computer immer wieder ausschalten, hinausgehen, die poesie des alltags entdecken und den körper mit frischer luft und flüssigkeit wach und lebendig machen, um geschmeidig durch die herausforderungen des lebens zu gleiten.“

Ich habe übrigens heute an den ORF, den Standard, den Falter und die Wiener Zeitung mails geschrieben, ob sie nicht mit der Reflexion ihrer Corona-Berichterstattung beginnen wollten.
Aufhänger war ein ZDF Beitrag, den ich in den news von Zukunft-jetzt entdeckt habe. Er ist wunderbar wohltuend.

Hier mein mail an den ORF…

sg damen und herren
im zdf wurde kürzlich ein beitrag über die gelassene c-politik in schweden gebracht („Schwedens lockerer Corona-Kurs | auslandsjournal“).
bei uns wird eben die impfpflicht beschlossen, kontrollieren sich die menschen gegenseitig in kultur, gastronomie und handel, müssen kinder mit masken im turnsaal rumlaufen, sperren sich menschen vor angst wochenlang in ihren wohnungen ein, sind familien und freundschaften zerbrochen….
ich sehe in der entwicklung in erster linie kein versagen der politik, sondern der („qualitäts“)medien“, die ja die politik kommentieren/unterstützen/kritisieren sollten. ganz vorne dabei der orf.
der verbreitet monatelang verwirrung, angst und konformitätsdruck und startet danach eine „lasst uns reden aktion“.
beginnen sie doch besser innerhalb des orf einen reflexionsprozess, schauen sie, was sie ausgelöst haben, was dazu geführt hat.. was vielleicht mit guter absicht begonnen hat und dann aus dem ruder gelaufen ist… entschuldigen sie sich für ihre fehler. sagen sie uns, was sie daraus gelernt haben und dass das nie wieder passiert.
mit besten grüssen …

Hast du gewusst, dass sich eine dänische Zeitung bei ihren Leser*nnen für ihre Berichterstattung entschuldigt hat?

Als ich vor vielen Jahren Forschungsberichte für die Europäische Kommission verfasst habe, zählten zu den beliebtesten Methoden der Kommission „best practise – Vergleiche“. Wie wäre es diesmal mit einem Best Practise der EU Staaten zur Corona Politik? Ich glaube Schweden würde wirklich sehr gut abschneiden. Hier das oben angesprochene Video:

Hier ein Vergleich der Impfquoten von Österreich zu Schweden: zum heutigen Tag 74% und 75% ….
mit unterschiedlichen Wegen zum gleichen Ziel.

Die Welt sind wir

Freitag, Januar 28th, 2022 von ulli

Home 38

Eine Filmempfehlung! Gemacht von deeply human ist der Film „Die Welt sind wir“ gerade in den Kinos angelaufen. Du kannst ihn aber auch online anschauen. Ein Film über Mut und Widerstand, Achtsamkeit und Meditation, Kulturwandel und Schönheit. Einfach und erfrischend, still und voller Tiefgang. So bunt sind unsere Möglichkeiten. Über Innen und Aussen, Licht und Schatten und neue mutige Wege.

Danke Andreas Frickinger und allen, die diesen Film gemacht und darin mitgewirkt haben.

Tanja und Roland aus dem Film haben vor kurzem übrigens die „Schule des Herzens“ gestartet: https://nyanabodhi.de/

Aufmerksam wurde ich auf das Filmkunstwerk durch den Newsletter von pioneers of change. Falls du diese konstruktive Initiative noch nicht kennst: Ebenso eine Empfehlung 🙂

Und im gleichen Newsletter findet sich auch ein Hinweis auf ein neues kostenloses ebook von Tania Singer: Mitgefühl: In Alltag und Forschung

Das wird das nächste Mal gesichtet. Jetzt darf erstmal der schöne Film nachwirken.

 

Mindful Piano Pieces

Mittwoch, Januar 26th, 2022 von ulli

Regine hat mich auf Rosey Chan hingewiesen. Eine britische Pianistin, die im Lockdown begonnen hat, Familie und Freunde mit ermutigenden Musikstücken zu versorgen. Daraus entwickelt hat sich ein spannendes Projekt und Musikalbum: SONIC APOTHECARY. Auf ihrer Website schreibt Rosey Chan:

I’m very excited to launch this album because it’s the culmination of 3 months of hard work and study, and learning about the effects of music on the brain.

During this time, I met some of the world’s best and most knowledgeable experts in the fields of sleep, well-being and neuroscience and they shared their advice and guidance with me.

I’d like to share this subconscious therapeutic experience with others.
Think of this as your personal musical pharmacy !

Auf ihrer Website oder hier kannst dus hören. Ich konnte es gar nicht glauben, dass sie frei zur Verfügung gestellt sind! Was für ein Geschenk!

Hast du gewusst, dass am 19. März der „World Sleep Day“ stattfindet? Auch dazu gibt es einen Beitrag auf ihrer Website. Wie Musik zu gutem Schlaf beitragen kann, ist auch Gegenstand in diesem Interview mit Rosey Chan, das mir Regine empfohlen hat: How music soothes us.

Es ist ein Podcast des „Greater Good (Science Center) – Magazine – Science Based Insights for a Meaningful Life“, angesiedelt an der kalifornischen Universität Berkeley.

Ich denke, dieser Adresse kann eine noch mehr Aufmerksamkeit widmen. Fürs erste habe ich mir den Newsletter bestellt.

Ist es nicht wunderbar, was es schon an konstruktiven positiven Initiativen gibt!

 

 

 

Schlechte Gewohnheiten ersetzen mit guten…

Sonntag, Januar 23rd, 2022 von ulli

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A simple way to break a bad habit. 17 Millionen Mal ist dieser Ted Talk mit Judson Brewer (ein „Mindful Addiction Doctor“) schon aufgerufen worden. Und das nicht zu Unrecht. Judson Brewer erklärt darin ganz einfach, wie wir Suchtverhalten wie Rauchen oder FrustKuchenessen verstehen und mit Achtsamkeit begegnen können.

Die Ausgangsbasis: Evolutionär üben wir Gewohnheiten ein mit der simplen Formel „Auslöser-Verhalten-Belohnung“. Wir lernen also als Gewohnheit „Nahrung – Essen – Dopamin“ ein. Dann allerdings setzen wir das bewährte Muster auch ein, um unliebsamen Emotionen wie Traurigkeit oder Ärger zu begegnen. Wir erinnern uns an die Belohnung beim Kuchenessen und greifen zur Mehlspeise. Der Auslöser ist dann der Frust und nicht die Nahrung. Da der Verstand da nicht so schnell mitkommt, wundern wir uns, warum wir so etwas Ungesundes tun.

Auf gleiche Art können wir schädliche Gewohnheiten wieder entlernen, indem wir uns ein „besseres Angebot“ machen. Statt der (unbewussten) Belohnung durch Dopamin, können wir (bewusste achtsame) Neugier einsetzen und unsere Körper-Geist-Prozesse Moment für Moment beobachten. Was sich dann besser anspürt. So ähnlich..

Am besten Ted Talk selbst anhören (ev. deutsche Untertitel einstellen) und das Gesagte kritisch überprüfen, ob es für dich überzeugend klingt und du es ausprobieren willst.

Du kannst dich auch weiter umschauen – und umhören auf Judson Brewers Website. Brewer hat einige Apps entwickelt, die Menschen mit Angststörungen und Suchtverhalten unterstützen. Angewandte Achtsamkeit, die uns zu mehr emotionaler Intelligenz verhilft. Das gefällt mir.

 

Zukunft Jetzt…

Dienstag, Januar 18th, 2022 von ulli

Eine Initative, die heute meine Stimme bekommen hat:

https://zukunft-jetzt.at/

Eine Initiative, die hoffentlich dazu beiträgt, das gesellschaftspolitische Eis ein wenig schmelzen zu lassen. Eine mutige Aktion. Und nicht die erste, wie die offenen Briefe zeigen, die ich bisher nur aus den Medien kannte und mir – wenn ich sie selbst lese – eigentlich gut gefallen. In den Medien kamen sie nicht gut weg, wie auch die alternative Corona Strategie (Ein versöhnlicher Weg aus der Krise) von einigen Basisgrünen. Es ist also angesagt, sich selbst ein Bild von den Originalquellen zu machen. Wie gut, dass es das Internet gibt!!

Wir können uns die Köpfe heissreden und uns die Argumente um die Ohren schlagen, für oder gegen die Impfung, für oder gegen diese oder jene Massnahme, für oder gegen diese Strategie..

Vielleicht geht es gar nicht um die Fakten oder ums Recht haben oder das Überzeugen, sondern dass wir lernen, miteinander geschickter umzugehen.

Die Gelegenheit ist günstig. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Medienbeitrag für Medienbeitrag. Gespräch für Gespräch.

Und dazu passt gut, das Magazin auf meinem Tisch von moment by moment: Kommunikation: Sprechen und Zuhören mit Wertschätzung und Präsenz.  Wirklich eine Empfehlung.

Ich bin jedenfalls GEGEN die geplante Impfpflicht, weil ich denke, dass der Schaden grösser sein wird als der Nutzen.
Und ich werde versuchen, die Auseinandersetzung dazu mit Mitgefühl, Freundlichkeit und Grosszügigkeit zu führen. Haltet mir die Daumen!

hier noch einige interessante Links von Initiativen, die ich mir näher ansehen werde:
Demokratie und Grundrechte
Aufruf zum feministischen Systemwechsel
Corona Aussöhnung (das Papier der Initiative wird hier von ARD Faktenfinder kritisch besprochen – was hier wiederum von Christian Felber thematisiert wird …)