Death Cafe Wien

April 9th, 2021 von ulli

Eben war ich wieder bei einem Treffen des Death Cafe Wien.
Jedes Mal anders, jedes Mal ein kleines Abenteuer, jedes Mal horizonterweiternd. Immer verbindend und wesentlich.

Alexandra Kleinheinz hat wirklich ein gutes Händchen dafür, viele verschiedene Menschen zu einem Thema an einen – heute sogar virtuellen – Tisch zu versammeln.

Auf ihrer Website beschreibt sie den Hintergrund der weltweiten Bewegung und ihre persönlichen Beweggründe, zum Death Cafe in Wien einzuladen. Seit kurzem gibt es ein witziges Video dazu: „Gute Stimmung im Death Cafe“.

Danke Alexandra!

gut denken UND gut körpern

April 8th, 2021 von ulli

Wieder etwas Grossartiges entdeckt. Das Buch ist schon bestellt und unterwegs:  Im Körper zu Hause sein. Mit Zapchen Somatics zu Leichtigkeit und Wohlbefinden. Es wurde von Cornelia Hammer geschrieben und im Auer Verlag schon in der zweiten Auflage publiziert. Der Auer Verlag veröffentlicht von Cornelia Hammer jede Woche eine kleine Übung aus den Zapchen Basics und du kannst in einem kurzen Video schauen oder in einem Podcast hören, worum es dabei geht.

Zur Beschreibung des eben verlinkten Podcasts „Carl-Auer Sounds of Science: Zapchen Somatics: kinderleicht – wirksam – entspann‪t“‬  heisst es:

„Zapchen, ein Wort aus dem Tibetischen, hat einen großen Hof an Bedeutungen. Das Verhalten ungezogener Kinder, die gewohnte Ordnungen irritieren, kann dort genauso Zapchen genannt werden wie spontanes, wohltuendes Verhalten erleuchteter Weiser, jenseits gewohnter Regeln.“

Ich werde also in nächster Zeit mehr gähnen, summen, schnauben, lächeln oder schaukeln… Das alles gefällt meinem Körper gut.

In Zeiten wie diesen auch hilfreich: das  „Zapchen Hygienekonzept“

Zum Zusammenhang von  Körper, Geist, Stimung und Gefühlen mit unserem Verhalten gibt es ja schon einiges an Erkenntnissen, die langsam den Weg in die Mitte der Gesellschaft finden. Bewegung, Atmung und Stimme geben wunderbare Einflussmöglichkeiten auf unser Wohlbefinden. Ich werde mich bis das Buch kommt auf Cornelia Hammers Website bei „Artikeln und Texten“ noch ein wenig umsehen, was es da noch zu wissen, vertiefen und zu üben gibt.

Begeistert bin ich deshalb, weil sich bei Zapchen der Ansatz von somatics mit Buddhismus verbindet, und sogar in einer Broschüre von Cornelia Hammer ein Bezug zur Hospizarbeit hergestellt wird: EINFACH SEIN – Wege aus der Anstrengung – Eine Einladung für Menschen im Hospizbereich. Alles Themen, mit denen ich mich seit Jahren intensivst befasse!

Die Gründerin von Zapchen ist die Amerikanerin Julie Henderson, die in jüngeren Jahren auch mit Paul Ekman, dem grossen Gefühlsforscher, zusammengearbeitet hat. Ihr Ansatz hat also Hand und Fuss. 2010 wurde sie von Buddhimus aktuell interviewt, hier der schöne Beitrag. Ihre Bücher wurden tw. auf Deutsch übersetzt und klingen sehr spannend. Da gibt es etwa ein ganzes Buch nur übers Summen! Hier ihre Website: https://www.zapchen.com Hier die Website zu zapchen in Deutschland: https://zapchen.de

Julie Hendersons Zapchen-Ansatz fokusiert auf „Well-Being“. Wenn wir in Schwierigkeiten stecken, sollen wir uns im ersten Moment um unser Wohlbefinden kümmern und von diesem Ort aus  im zweiten Schritt nach einer Lösung suchen (von der wir uns im Normalfall das Wohlgefühl versprechen). Diese Umkehr von Ursache und Wirkung gefällt mir. Denn das wissen wir aus eigener Erfahrung: erst mit klarem Geist können wir gute Lösungen finden.

Schön, dass es auch in Österreich mit Heidrun Mäntele-Frick and Jens Frick VertreterInnen dieses Ansatzes gibt:  https://zapchen.at

Das Buch habe ich übrigens im Bücherschatz der Achtsamkeits-Akademie entdeckt. Da lässt es sich gut stöbern. Danke Susanne!

Schmerz, der Schmerz heilt

März 15th, 2021 von ulli

Alle paar Tage kommt ein Newsletter von Soren / Wisdom 2.0. Eigentlich zu viele Newsletter für meinen Geschmack.

Aber dann lese ich doch hinein und meistens lese ich weiter und freue mich an der Weisheit, die hier an Tausende Menschen weltweit vermittelt wird. Danke Soren für dein Engagement und deine Beharrlichkeit.

Schau mal was Soren im heutigen Newsletter schreibt:

„One of my teachers, Stephen Levine, used to say, „There is the pain that causes more pain, and the pain that heals pain.“

The pain that causes more pain is fairly easy to see: when we feel hurt and we let that hurt cause us to lash out at another person. Pain causes more pain. 

The pain that heals pain is when we allow ourselves to feel the reservoir of unacknowledged grief in our lives — all the feelings, disappointments, hurts, that we have not embraced.
This is the pain of opening a tightly held fist. The pain we feel is toward growth. „

Das hat was. Findest du nicht auch?

Dazu passt auch das Zitat von Sorens letztem Newsletter

„When you see the suffering inside yourself, you can see the suffering in the other person, and you can see your part, your responsibility, in creating the suffering in yourself and in the other person.”   — Thích Nhất Hạnh

Wenn du mehr davon hören willst, dann kannst du das hier tun: https://www.wisdom2summit.com/

Lehrende Frauen im Buddhismus

März 11th, 2021 von ulli

Young woman with samurai swordDiese Woche war Frauentag und es gab dazu viele Beiträge und Diskussionen in den Medien. Sehr erfreulich. Langsam bewegt sich etwas.

Welche Lehrerinnen gibt es eigentlich im Buddhistischen, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe?

Ich besuche grade online alle zwei Wochen den Kurs von

Santacitta Bhikkhuni
Sie ist buddhistische Nonne, die in Kalifornien ein Theravada Kloster mitbegründet hat und aus der Steiermark stammt. Sehr spannend. Sie unterrichtet auf Deutsch und kommt diesen Sommer nach Österreich. Hier kannst du ihre Vorträge und Anleitungen hören. In diesem fundierten Kurs stellt Ayya Santacitta zur Inspiration die Therigata vor, die in Gedichtform überlieferten Texte der ersten buddhistischen Nonnen. Du findest im Quellenmaterial verschiedene Übersetzungen dazu. Eine inspirierende Nachdichtung von Matty Weingast unter dem Titel „the first free women“ wird demnächst im Shambala Verlag neu aufgelegt. „Like opening a window and letting a clean freh wind blow through my being“ kommentiert Joanna Macy die erste Auflage. Du findest auf diesem Blog wiederholt Beiträge mit  Joanna Macy, der von mir so geschätzten Vertreterin der Tiefenökologie.. So schliessen sich die Kreise… oder wachsen die Ringe…

Eine weitere Österreicherin, die schon lange im Ausland lebt und lehrt, genauer in Thailand, ist Mae Chee Brigitte Schrottenbacher. Sie hat eben eine neue Website bekommen und bietet coronabedingt auch online Meditationskurse an: https://www.meditationthailand.org/ 2020 hat eine Gruppe ihrer SchülerInnen einen Verein gegründet, um ihre Lehrtätigkeit und sozialen Projekte tatkräftig zu unterstützen: Mind and Metta. – Mit MC Brigitte gemeinsam habe ich auf der Fahrt zu einem Retreat in der Slowakei  (aus dem sicheren Auto) einen echten wilden Bären gesehen. Unvergesslich.

Folgenden Tipp  gab es kürzlich von Hannes Huber. Klingt interessant. Beth Upton war 10 Jahre lang Nonne und unterrichtet jetzt Meditation, auch online, auf Englisch: https://bethupton.com

Auch in Belgien wird seit einigen Jahren das Nonnenkloster „Tilorien“ aufgebaut, was ich erst aus Ayya Santacittas Newsletter erfahren habe. Zu den Anliegen der Klostergründung heisst es auf der Website: „Wir bieten einen Ort für die Praxis, der Bhikkhunis und anderen weiblichen Ordinierten Vorrang einräumt. Gleichzeitig unterstützen wir Angehörige unterrepräsentierter Gruppen wie etwa Menschen, die sich als LGBTIQ+ identifizieren, sich im Dhamma zu entwickeln.“ Interessant, oder?

Meine jahrelange Meditationslehrerin, die ich über alles schätze, ist Sylvia Kolk. Eben bietet sie wieder ein Online Kurzretreat an: „Nur wer sich selbst erkennt, versteht die Welt!“. Ich habe bisher noch keins ihrer Online Retreats versäumt und bin seit 2007 ihre dankbare Schülerin. Der Weg nach Deutschland zu ihren Retreats war mir nie zu weit. Was habe ich schon von dieser humorvollen klugen Frau gelernt!!  https://www.sylvia-kolk.de Du kannst ihre Meditationsanleitungen auch auf (dem kostenlosen Handy App) https://insighttimer.com/sylvia-kolk hören. Das besondere an ihrer Lehre sind Art und Ausmaß, wie fundierte buddhistische Weisheit mit aktueller gesellschaftspolitscher Reflexion verbunden wird. Und jeder Schritt, den Sylvia tut, intensiviert diesen Zugang auf kreative Weise. Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht und angetan. Wer weiss, was daraus noch alles entsteht. Hör dir bitte die Laudatio von Prof. Susanne Rohr an, die sie Sylvia zum Abschied von dem buddhistischen Zentrum in Hamburg, das Sylvia bis 2020 geleitet hat, gehalten hat. Das Gesagte trifft Sylvias Qualitäten genau. Da geht es auch um weibliche Genealogie – und das Herz geht dir auf!

Sylvia wurde zum Lehren autorisiert von Ayya Khema, einer ausssergewöhnlichen Frau und spätberufenen buddhistischen Nonne, die ein erstaunliches Lebenswerk hinterlassen hat. Sie hat u.a. in Bayern das Buddha Haus aufgebaut und den Jhana Verlag gegründet. Ihre Lebensgeschichte ist in einem Buch, das sich wie ein Krimi liest, zusammengefasst: Ich schenke euch mein Leben. Du findest viele ihrer Vorträge im Netz, und ihre Bücher sind eine grosse Empfehlung: https://www.buddha-haus.de/

Auf Sylvia Kolk bin ich über Sylvia Wetzel gekommen. Über ihr Buch „Das Herz des Lotos – Frauen im Buddhismus“ (hier eine Leseprobe daraus). Auch sie ist eine wunderbare Lehrerin und Autorin: http://www.sylvia-wetzel.de/ Ich sehe eben, dass sie auch Literaturempfehlungen zum Thema Frauen und Buddhismus auf ihrer Website anführt. Schon 2008 bekam sie eine Auszeichnung für ihr Tun. Grossartig, wie wir in Wien mit ihr Dhamma Texte zu deutschen Schlagermelodien gesungen haben!

Grossartige Bücher gelesen habe ich von Joko Beck, Tara Brach, Marie Mannschatz, Pema Chödrön, Sharon Salzberg, Ruth Denison, Tsültrim Allione,  Joan Halifax und Tenzin Palmo. Du kannst sie selbst in den Weiten des Internet suchen, sie sind bekannte Autorinnen und Lehrende. Vielleicht ein Büchlein als Geheimtipp: Amy Schmidt: Dipa Ma, furchtlose Tochter des Buddha..

Es ist im Arbor Verlag erschienen. Der Arbor Verlag ist eine starke Quelle im deutschsprachigen Raum für „Wege der Achtsamkeit“. Unter den spannenden Autorinnen findest du etwa Kristin Neff, die zum Thema Selbstmitgefühl forscht und lehrt. Dazu fallen mir gleich die feinen Achtsamkeitslehrerinnen Christine Brähler und Britta Hölzel und – ganz in meiner Nähe lebend – Petra Tschögl ein.

Wunderbare Kurse und Retreats habe ich bei Andrea Huber besucht. Nicht zu vergessen Ursula Lyon, eine wunderbare buddhistische Lehrerin der ersten Stunde in Österreich! Wenn ich an sie denke, klingt ihr fröhliches Lachen in meinem Ohr.

Renate Seifarth kommt mir in Erinnerung, die auch gerne viel lacht und bei der ich wochenlange Retreats im Haus Engl in Bayern besuchte.

In meinen ersten Jahren der Praxis gab es im wunderschönen Buddhistischen Zentrum Scheibbs ein Frauenretreat mit Linda Lehrhaupt. Es war ein Zen Seminar, das ich nicht vergessen werde. Nicht zuletzt deshalb, weil Linda bei der Rückreise am winzigen Bahnhof Neustift bemerkte, ihren Rucksack im Zentrum vergessen zu haben und uns bat, den Zug aufzuhalten. Hast du schon mal einen Zug aufgehalten? Ich weiss noch, wie entgeistert der Lokfahrer auf meine Bitte hin geschaut hat… und Linda schaffte es rechtzeitig zurück, bis er sich von seinem Staunen erholt hatte. Linda Lehrhaupt hat übrigens mit dem  Institut für Achtsamkeit eine überaus erfolgreiche MBSR Ausbildung im deutschsprachigen Raum gegründet.

Bei Lisa Freund habe ich im gleichen Zentrum in Scheibbs fünf Module der wunderbaren Reihe „Wege der Heilung“ besucht. Lisa kommt aus der tibetischen Tradition und vermittelt ihr unglaubliches Wissen zum Thema Tod, Sterben und Trauer überkonfessionell. Diese intensiven Tage haben mich tief für mein Leben beeindruckt. Das von ihr (mit)gegründete Online Magazin Elysium-digital ist eine ergiebige Quelle zum Thema „Leben – Sterben – Tod – Werden“.

Nur von Online Kursen kenne ich die Lehrenden des Bodhi College: Christine Feldman, Martine Batchelor und Yuka Nakamura. Sie alle haben mich überzeugt mit ihrer Klarheit und ihrem Wissen.

In einem feinen italienischen buddhistischen Meditationszentrum (Pian dei Ciliegi) war ich auf einem Retreat bei Beate Glockner, einer Vipassana Lehrerin, von der ich viel gelernt habe. Dort unterrichten neben Andrea Huber (die ich schon erwähnt habe) auch andere Frauen wie Patricia Genoud-Feldman oder Venerable Daw Vimalañani Salayay, die ich noch nicht kenne.

Wieder in Wien zurück, fallen mir folgende Frauen ein: Andrea Husnik von der tibetischen Gelug Tradition (https://gelugwien.at/ueber-uns/), Tina Draszczyk von der Karma Kagyu Sangha (http://www.karma-kagyu.at/ueber-uns/referentinnen.html), Sabine Putze vom Shambala Wien (https://wien.shambhala.info/) und  Erika Erber  (https://erber-yoga.at/home/yoga7-erika-erber).

Erika hat mich übrigens auf das spannende Buch „Das verborgene Licht“ aufmerksam gemacht, in dem die Hauptfiguren und Zen-Kundigen alle weiblich sind. Hier ein Artikel im Buddhismus aktuell dazu. Von Buddhismus aktuell ist es nicht weit zu Ursula Richard, der langjährigen früheren Chefredakteurin des Magazins (jetzt ist das Susanne Billig). Ich habe Ursula Richard kürzlich bei einem Online Event der Buddhistischen Akademie Berlin Brandenburg erlebt, auf deren Referent*nnenliste eine grosse Anzahl weiblicher Lehrender zu finden ist. Einige davon sind hier schon erwähnt, einige noch nicht, wie etwa Angelika BaurSister Dieu Ly, Annabelle Zinser,  Kirsten DeLeo  und noch viele andere mehr. Es ist spürbar, dass Vorstand und Kuratorium der traditionsübergreifenden buddhistischen Akademie von Frauen besetzt sind.

Auch unter den ÖBR RepräsentantInnen finden sich österreichweit für den Buddhismus sehr engagierte Frauen und Lehrerinnen: Marina Jahn (BGLD, ausserdem Vizepräsidentin und wundervolle „Zeremonienmeisterin“), Sylvie Hansbauer (Wien, ausserdem Vorsitzende der Buddhistischen Gemeinde) , Brigitte Bindreiter (OÖ) oder Inge Brenner. Letztere leitet das buddhistische Zentrum Bad Gams in der Steiermark und ist im interreligiösen Dialog Graz enorm engagiert. Inge ist zudem Mitglied der Organisation Sakyadhita („Töchter des Buddha“), die 1987 – u.a. von Ayya Khema – als Netzwerk buddhistischer Frauen im indischen Bodhgaya gegründet wurde.

Evi Zoepnik ist Vizepräsidentin des ÖBR und wird hier im ÖBR Magazin vorgestellt. Einem Medium, in dem immer wieder Lehrerinnen und engagierte Buddhistinnen aller Traditionen zu Wort kommen. Nicht zu vergessen Karin Ertl, die zuständig ist für die Ausbildung von buddhistischen ReligionslehrerInnen.

 Jetzt lasse ich es einmal gut sein. Das ist doch eine Fülle! Das hätte ich gar nicht gedacht, bevor ich diesen Beitrag begonnen habe. Was für ein Schatz!

 

Silence isn`t empty

März 8th, 2021 von ulli

Ich habe auf diesem Blog schon öfter über meine Retreaterfahrungen gesprochen. Sie fehlen mir.

Hier konnte ich ein wenig nachspüren. Ein schöner ruhiger inspirierender Film über die Vielfalt und Bedeutung von Meditation:
Silence isn`t emptyarunachala

Sternstunde Philosophie

März 4th, 2021 von ulli

foto 081Gestern habe ich neben dem Hausputz in ein Interview hineingehört und blieb dabei hängen..

Philipp Blom: Die Natur schlägt zurück

und danach kam gleich das nächste spannende Gespräch, so dass ich gar nicht mit dem Putzen aufhören konnte.

Bas Kast – Die Entscheidungen deines Lebens

Grossartige Synergie kann ich nur sagen. Danach hat alles geblitzt, innen wie aussen.

Legendär auch das Gespräch von 2016 mit

Jon Kabat-Zinn: Achtsamkeit – die neue Glücksformel?

das ich mir schon mehrmals angehört habe.

Diese Sendereihe ist keine Wissensdatenbank, sondern eine „Weisheitssammlung“.

Vielen Dank an das Schweizer Fernsehen!

Mitgefühl

Februar 25th, 2021 von ulli

Lust auf eine halbe Stunde guter und inspirierender Geistnahrung?

Mitgefühl – Die Grundlage für menschliches Glück – 30 Minuten Weisheit mit dem Dalai Lama

Der You Tube Kanal Buddhas Lehre ist eine wahre Fundgrube.

Hier findest du zum Beispiel auch Texte von Matthieu Ricard. Dieser hier ist in schwierigen Stimmungen wirklich ein Segen: Wenn die eigenen Gedanken zu unserem schlimmsten Feind werden

Mein Mitgefühl für deine und meine schwierigen Stimmungen. Mögen wir gut damit umgehen lernen 🙂

Awareness

Februar 15th, 2021 von ulli

Seit April letzten Jahres bin ich sonntags so oft ich kann bei Peter Doobinins  OnlineMeditationsgruppe in New York. Seine Vorträge sind für mich sehr hilfreich, seine Art zu lehren passt gut zu meiner Art zu lernen, die Dinge zu sehen und zu verstehen. Oft geht es um den Zusammenhang von Körper und Geist, um Körperachtsamkeit. Und immer geht es darum, wie wir die buddhistischen Lehren in den Alltag unseres ganz normalen Lebens integrieren können. Letzten Sonntag gab es die Empfehlung jeden Tag hinzuspüren, was die Corona Pandemie in uns für Gefühle auslöst, einfach um sich dessen bewusst zu werden und dem nicht auszuweichen. Und es gab die Empfehlung täglich fünf Minuten zu tanzen. Schliesslich verhindert Bewegung und Beweglichkeit das Festsetzen negativer Emotionen im Körper. Ich könnte noch viel darüber schreiben, was in mir Wurzeln schlägt, aber eigentlich wollte ich das Zitat teilen, dass Peter mit uns geteilt hat. Von Ajahn Sumedho, einem der grossen Lehrer der thailändischen Waldtradition, den ich auch sehr schätze. Er kann die Dinge so einfach ausdrücken. Am besten liest du selbst:

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„What I trust is my awareness. It is something for you to find out for yourselves. You can’t just trust what I say. Anything I describe now is simply an encouragement for you to develop this trust in awareness. This inclusive awareness is very simple and totally natural. The mind stops and you are open and receptive. Even if you’re tense and uptight, just open to it by accepting it and allowing it to be as it is. Tension, despair, pain – you allow your experience to be exactly as it is rather than try to get rid of it. If you conceive of this openness as a happy state, then you create a mental impression of it as a pleasant state that you might not be feeling and would like to feel. Being in a pleasant state of mind is not a prerequisite for inclusive awareness. One can be in the pits of hell and misery and yet still open to the experience of being aware, and thus allow even the most upsetting states to be just what they are. I’ve found this to be a real challenge, for there are so many mental and emotional states that I don’t like at all. I’ve spent my life trying to get rid of them. From childhood onwards one develops the habit of trying to get rid of unpleasant mental states by distracting one’s attention, doing anything to try and get away from them. One develops so many ways of distracting oneself from feelings such as despair, unhappiness, depression and fear – one no longer even does so consciously. It becomes habitual to distract oneself from painful experience. The encouragement now is to begin to notice those painful states, even to notice the way one distracts oneself. Inclusive awareness is a state of not really knowing anything in particular. You’re allowing things to be what they are, not the way you think they are or the way you think they should be. You don’t have to perceive them with thoughts or words, or analyze them; you’re simply allowing the experience to be just the way it is. It’s more a case of developing an intuitive sense, what I call ‘intuitive awareness’. When you can begin to trust in this awareness, you can relax a bit. If you’re trying to control the mind, then you tend to go back to your habits of trying to hold on to some things and get rid of others, rather than just allowing things to be what they are. With intuitive awareness we are taking refuge in awakeness – which is expansive, unlimited. Thought and mental conception create boundaries. The body is a boundary; emotional habits are boundaries; language is a boundary; words expressing feelings are also boundaries. Joy, sorrow and neutrality are all conditioned and dependent upon other conditions. Through awakening we begin to recognize that which transcends all of this. Even if what I’m saying sounds like rubbish to you, be aware of that. Open to the fact you don’t like what I’m saying. It’s like this. It’s not that you have to like it. It’s starting from the way it is rather than having to figure out what I’m trying to say.“

Ajahn Sumedho from Intuitive Awareness

Hier gehts zu Peter Doobinins Website: https://www.dharmastudent.org/

Was wenn doch…

Januar 5th, 2021 von ulli

Kunst ist wirklich ein Lebensmittel. Eine Freundin hat mir dieses Video geschickt, und es passt gut zu den Visionen und Utopien fürs neue Jahr.

Immer zuversichtlich bleiben, alles andere macht ja keinen Sinn, so ähnlich hat es Sylvia Kolk zum Abschied ihres Kurses gestern formuliert. Solche Lieder sind Zunder für die Zuversicht. Ausserdem geht die Musik direkt ins Herz, und hat Gereimtes sowieso irgendwie magische Qualität .. Für mich jedenfalls…

„Stell dir vor, wir Menschen würden von nun an nur noch Dinge tun, die wir gern tun.. “ so fängt das Lied an.  Am besten schaust du dir das Stück „Das falsche Pferd“ selbst an und erfreust dich an Musik, Reim und Inhalt.

Ich habe zum Künstler Bodo Wartke auf Wikipedia nachgelesen und es gefällt mir gut, was er so alles macht. Unter anderem hat er die „Reimkultur GmbH & Co. KG“ gegründet, ein Unternehmen, das sich der  Gemeinwohl-Ökonomie  verpflichtet.

Ich werde mir beizeiten also noch mehr von diesem Herrn anschauen. Du auch? Hier ist seine Website: www.bodowartke.de

Und wenn ich schon bei Künstlern bin, die Zuversicht verbreiten, dann kann ich hier gleich auch den Kinder- und Jugendbuchautor Philipp Waechter erwähnen, dessen Weihnachtsmotiv mich sowas von fröhlich stimmt jedes Mal, wenn ich es anschaue. Auch wenn Weihnachten schon wieder vorbei ist..

weihnAuch zu diesem Künstler findet sich Bemerkenswertes in Wikipedia. Philip Waechter arbeitet gemeinsam mit sechs anderen freiberuflichen KünstlerInnen im Labor Ateliergemeinschaft, das bereits 1999 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Da geht es kreativ zu!! Das sind Menschen, die Dinge tun, die sie gern tun.

Schon beim ersten Durchsehen stösst du auf ein BuchProjekt wie „Ich so, du so – alles super normal“. Dazu heisst es:
„Es ist ein Buch voller Bilder, Comics, Fotos und Geschichten von uns und von anderen, die Mut machen sollen, so zu sein, wie man ist, und andere sein zu lassen, wie sie sind – normal eben und ganz besonders!“

Womit sich der Kreis zu Bodo Wartkes Lied schliesst.

Lasst uns unser Potential und unsere Vielfalt leben!!

Ein anderer kann es noch schöner sagen:

„Der Planet braucht keine “erfolgreichen Menschen” mehr. Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Arten. Er braucht Menschen, die gut an ihren Plätzen leben. Er braucht Menschen mit Zivilcourage, bereit, sich dafür einzusetzen, um die Welt lebenswert und menschlich zu gestalten. Diese Qualitäten haben wenig mit der Art von Erfolg zu tun, wie er in unserer Kultur verbreitet ist.” – Dalei Lama

Buddhismus und Psychotherapie

Januar 4th, 2021 von ulli

Seit ich den Newsletter des New York Insight Meditation Center bekomme, erweitert sich mein Horizont um US amerikanische Entwicklungen in diesem Feld. Zum Beispiel um den interessanten Ansatz von Mark Epstein, in dem er Psychotherapie mit Buddhismus verbindet.

Der kleine Film oben und folgendes Zitat haben mich angesprochen:

In einem eben besuchten  (wunderbaren!) Online Kurs von Sylvia Kolk sprach ich im ZweierAustausch mit einer Frau, die in den letzten Jahren einiges an Verlust und gesundheitlichen Krisen mitgemacht hatte.  Sie sprach in höchsten Tönen von ihrem Psychotherapeut, der eigentlich angewandten Buddhismus vermittle und vorlebe, was ihr ungemein geholfen habe.

Das kann ich gut nachvollziehen.

Gutes neues Jahr und eine Vision für die Zukunft

Januar 3rd, 2021 von ulli

Visionen schaffen Zukunft. Wie wärs mit einer ganz grossen Vision?

Gutes Leben für alle

Dezember 15th, 2020 von ulli

schmidtkunzIch bin ja eine grosse  Ö1 Hörerin. Nur 3% Reichweite hat der Sender in Österreich, oder soll ich sagen, „grossartige 3%“ Reichweite? Es kommt wie so oft auf die Perspektive an. Das sind sicher eine Menge Menschen, die wie ich regelmässig das ö1 Magazin im Vorhinein auf spannende Themen durchblättern oder auf „7 Tage Ö1“ nach Empfehlungen suchen. Wie schön, dass es dieses Qualitätsradio gibt und Menschen, die es hören wollen!

Über die Empfehlungen bin ich auf das Gespräch von Renata Schmidtkunz mit dem Philosophen Markus Gabriel gekommen. Eine Stunde beste „Geistnahrung“! Es hat mich inspiriert und irgendwie hoffnungsfroh gestimmt, wie Menschen sich über schwierige Dinge auseinandersetzen können, und wo sie Lösungen sehen. Renate Schmidtkunz ist sowieso für mich eine der grössten InterviewerInnen unter der (Medien)Sonne. KeineR interviewt wie sie, blitzgescheit, voll fundiert und auch nicht ohne Humor.

„Es gibt moralische Tatsachen“

ist der Titel der Sendung von letzter Woche, die du leider nicht mehr lange nachhören kannst, aber allein die Info dazu ist schon interessant. „Gutes Leben für alle“ bildete das abschliessende Resumee. Das wertvolle Dazwischen musst du dir schon selbst anhören.
Hier kopiere ich die Literaturliste her, denn eins ist mir klar, davon will ich mehr hören/lesen:

Literatur von Markus Gabriel:
„Neo-Existentialismus“, Verlag Karl Alber, 2020
„Warum es die Welt nicht gibt“, Ullstein, 2013
„Ich ist nicht Gehirn. Philosophie des Geistes für das 21. Jahrhundert“, Ullstein, 2015
„Sinn und Existenz. Eine realistische Ontologie“, Suhrkamp, 2016
„Der Sinn des Denkens“, Ullstein, 2018
„Fiktionen“, Suhrkamp, 2020
„Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten: Universale Werte für das 21. Jahrhundert“, Ullstein, 2020

Hier mehr Info über ihn.

PS: Ein (brisantes) Interview  vom September ist übrigens noch länger online zu finden: „Unsere Demokratie ist in Gefahr“ – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Martin Haditsch, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin

PS2: Und siehe da, beim Suchen bin ich eben auf ein Interview mit Renate Schmidtkunz als Interviewter gestossen. Das will ich mir auch anhören: Im Blickpunkt, Freies Radio Freistadt. Aber das ist eine andere Geschichte…

Ernährungssouveränität

Dezember 7th, 2020 von ulli

Im Newsletter der Foodcoop Krems (www.krekoodel.at) findet sich ein sehr feiner Videofilm, der sehr wichtige Info zu unserem täglichen Essen auf den Punkt bringt. In nur 4 Minuten wird die EU Agrarpolitik und die  aktuelle Diskussion um die GAP (gemeinsame Agrarpolitik) thematisiert. Publiziert wurde das Video von den unermüdlichen AktivistInnen von Attac. Schau dir das Filmchen an:

Im Newsletter heisst es unter anderem:

„Ernährungssouveränität ist das Recht von Menschen, über die Art und Weise der Produktion, der Verteilung und der Konsumtion von Lebensmitteln selbst zu bestimmen. Sie ist das Recht zur demokratischen Gestaltung des eigenen Agrarsystems, ohne dabei Anderen oder der Umwelt zu schaden.“

Bei der internationalen Initiative „Nyéléni“ findest du noch mehr Information dazu. Nyéléni ist übrigens der Name einer legendären malischen Bäuerin, die eine zentrale Figur für die Ernährungssouveränität ihrer Region und Gemeinschaft innehatte.

Wie gut, dass wir unser wöchentliches Gemüsekistl aus dem Kamptal haben. Damit schmeckt unser Essen doppelt, dreifach, vielfach gut!!!

Und ein grosses Danke an alle, die sich für dieses wichtige Thema einsetzen, politisch, als LandwirtInnen oder als KonsumentInnen..

Helga Pohl

Dezember 2nd, 2020 von ulli

Dr. Helga Pohl: Unerklärliche Beschwerden? - YouTubeIch habe ja vor kurzem hier in einem Beitrag von Hanna Somatics berichtet, einer Fortführung des Feldenkrais Ansatzes. Das Buch „Hanna Somatics- Beweglich sein, ein Leben lang“ von Thomas Hanna finde ich genial und seit einem Monat begleiten mich täglich die dort empfohlenen Katzstreckübungen. Kurz und hilfreich. Sehr empfehlenswert.

Auf der Suche nach deutschsprachigen VertreterInnen bin ich auf eine Weiterentwicklung seines Ansatzes gestossen: Die sensomotorische Pohltherapie von Dr. Helga Pohl. Ihr Buch lese ich eben mit grossem Vergnügen: Unerklärliche Beschwerden? Chronische Schmerzen und andere Leiden körpertherapeutisch verstehen und behandeln

Du musst keine chronischen Schmerzen haben, um dich damit zu befassen. Es genügt, wenn du deinen Körper besser verstehen willst und dich dir selbst von innen mit ganzem Spüren nähern willst – Achtsamkeit auf den Körper eben. Was gibt es Schöneres?

Was mir an Helga Pohl auch gefällt, ist, wie grosszügig sie ihre Übungen in ihrer Mediathek zur Verfügung stellt. Da findest du sicher etwas für kleine und grössere Beschwerden, aber auch die Cat Stretch Übungen von Thomas Hanna sind in ihrer ganzen Tiefe und Bandbreite zu sehen. Wenn du die einzelnen Teilübungen mal langsam durchgegangen bist und v.a. durchgespürt hast, genügt jeden Morgen ein 10 minütiges zusammenfassendes Wiederholen.  So kann der Tag gut beginnen.

Schau mal, ob da etwas in dir anspringt…

Nachtrag: Auch das Buch von Renate Bruckmann ist fantastisch. Sie ist Pohltherapeutin und befasst sich in ihrem Buch „Unter der Gürtellinie“ mit Beschwereden im urogenitalen Bereich. Hier ihre Website: www.alternative-schmerzbehandlung.de/

Bruno… und Dennis

Dezember 2nd, 2020 von ulli

raureif-18Bruno hat mir eben geschrieben, dass ihm mein Blog gefällt. Und da schreib ich gleich einen Beitrag, wie mir Bruno gefällt. Immer freundlich, immer wertschätzend, immer weise – immer, wenn ich ihn sehe oder höre 🙂

Im Herbst hat Bruno an der Theravadaschule Wien einen Kurs angeboten: „Achtsamkeit und Liebende Güte und ihre Präsenz in unserem Alltag – Online„. Der findet hoffentlich seine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Ein Vorbild, ja das ist Bruno, ein Vorbild. Danke dir dafür!

Von einem anderen Kollegen habe ich eben den Newsletter erhalten und das passt gut dazu. Auch Dennis kenne ich viele Jahre und es gefällt mir sehr, was er macht: „Kontemplatives Training im Winter“ lautet die Überschrift seines Newsletter. Neben Vorträgen und Onlinekursen macht Dennis auch spannende Übersetzungen. Wie aktuell für Rick Hanson (Neurodharma) und für ein spannendes Buch. Dennis schreibt:

„Die Arbeit an der Übersetzung von Ecodharma: Buddhist Teachings for the Ecological Crisis, die nächstes Jahr bei Edition Steinrichs auf Deutsch erscheinen wird, hat mich neugierig gemacht in Zukunft etwas an der Schnittstelle von Achtsamkeit und Klimaschutz anzubieten.“

Ja, das passt sicher gut zusammen. Das macht Sinn. Das macht mich auch neugierig. Bei der Buchbeschreibung von Ecodharma ist zu lesen,

This book emphasizes the three aspects of Ecodharma:

  • practicing in the natural world
  • exploring the ecological implications of Buddhist teachings
  • and embodying that understanding in the eco-activism that is needed today.

Klingt nach mehr..

„Wir können die Spielregeln ändern“

November 16th, 2020 von ulli

BuchcoverDiesen Beitrag auf ORF News zu lesen, tut gut.. Schau am besten selbst:

„Wir können die Spielregeln ändern“

Darin heisst es u.a.

„Man hat uns einfach die falschen Geschichten erzählt. Wir wurden alle einer Gehirnwäsche unterzogen. Wir müssen erkennen, dass Fürsorgearbeit eine menschliche Aktivität ist und sowohl Frauen als auch Männer dazu in der Lage sind“

Riane Eisler, diese grosse Denkerin, wurde übrigens in Wien geboren… (Passend dazu liegt die DVD Vienna`s Lost Daughters auf meinem Schreibtisch – ich habe den Film eben aus der Wiener Bücherei ausgeborgt..)

Eislers Buch wurde nun auch auf Deutsch übersetzt: Die verkannten Grundlagen der Ökonomie

Zum Thema fällt mir auch eine Ö1 Sendung von letztem Freitag ein: Die ganze Welt als 100 Seelen Dorf, Wenn du es nicht mehr nachhören kannst, vielleicht magst du das Buch lesen? GLOBO – Eine neue Welt mit 100 Menschen

Ach, würden das bloss alle Kinder in der Schule lernen!

 

Das Licht der Menschen und seine Schattenseite

November 13th, 2020 von ulli

Lichtverschmutzung - Alpenverein Südtirol - Bozen - SüdtirolIch unterstütze aktiv Qualitätsmedien, indem ich einige digitale Abos laufen habe. Ich lese die Zeitungen gar nicht soo intensiv, will sie aber unterstützen. Wie z.B. die SZ, deren Newsletter mir grosse Freude machen. (Die kannst du auch hier bestellen, ohne die Zeitschrift zu abbonieren). Im „SZ Klimafreitag Newsletter“ wird aktuell auf eine besondere Landkarte hingewiesen. Schau dir das mal an. Wie wir Menschen diesen Planeten prägen. Mit Licht. Am besten füge ich den ganzen Absatz des Newsletters ein, weil mir Inhalt und Stil so gut gefallen.

„Es gibt im Netz eine Karte, auf der sich das Licht wie die neonfarbene Flüssigkeit einer Lavalampe verteilt und auf der man ablesen kann, wo die Welt immer heller wird. Deutschland zum Beispiel strahlt besonders, im Schnitt werde das Land mit jedem Jahr zwei Prozent heller, erzählte einer der Initiatoren im vergangenen Jahr dem Spiegel. Das Gute an dieser Karte ist, dass man sehr nah ranzoomen und den ein oder anderen Ort ausfindig machen kann, an dem die Nacht noch wirklich dunkel ist. Man sollte aber vielleicht besser nicht hinfahren, weil man dann ja wieder Licht ins Dunkel… Sie wissen schon.“

Danke Pia Ratzesberger für diese erhellenden Zeilen!  Ich habe mir auf dieser Karte unseren kleinen Waldviertler Ort herangezoomt und mir dann die Übersichtskarte genauer angesehen. Schaut irgendwie aus wie Zellstrukturen…

In dem zitierten Spiegelartikel kannst du die Schattenseite hinter dieser rapiden Lichtzunahme nachlesen. Der Forscher meint dazu,

Als größte Herausforderung sehe ich, dass Millionen Einzelentscheidungen von Privatpersonen, Stadtverwaltern und der Wirtschaft sich zu einer großen Gesamtlage auftürmen.

Vielleicht denkst du daran, wenn du die Weihnachsbeleuchtung aus der Kiste holst. Wieviel Lichterl braucht es, um Freude zu machen? Wo fängt es an, übertrieben zu sein?

Neben den massiven Auswirkungen auf Flora und Fauna ist einer der Nachteile der Entwicklung – und das kann ich für mein kleines Dorf hier voll bestätigen –  das Verschwinden des Sternenhimmels… Da geht uns einiges verloren.

Meinst du nicht auch? Ist dieser Blick ins Unendliche nicht wunderschön?

Martin Prein

November 5th, 2020 von ulli

Martin Prein war letzte Woche im Radio und du kannst das Interview mit ihm hier eine Weile nachhören. Dieser Mann hat schon etwas zu sagen… Hier habe ich schon mal einen Beitrag über ihn geschrieben.

Seine im Interview gemachten Buch- und LinkTipps  will ich hier festhalten, für mich und für dich. Klingt nach guter Geistnahrung:

Ernest Becker: Die Dynamik des Todes – Die Überwindung der Todesfurcht – Ursprung der Kultur (scheint es nur noch in Antiquariaten zu geben)

Walter von Lucadou: „Die Geister, die mich riefen“

Chris Paul: Trauern ist die Lösung, nicht das Problem

Dazu passend ein schönes Zitat aus dem  aktuellen Jahresbericht des Mobilen Hospiz Horn:

„Wer sich mit dem Tod auseinandersetzt, dem begegnet das Leben“ (Kerstin Werner)

Das kann ich nur bestätigen. Du auch?

Ein Zusammenkommen mit Sinn

Oktober 31st, 2020 von ulli


Susanne hat mir den link zu  Andreas Weber geschickt und ich habe seinen Vortrag „Für eine erotische Ökologie“ mit grosser Faszination gelauscht. Am besten hörst du dir das selbst an, und alles weitere auch:
Tage der Utopie

Da hörst du Aussagen zur „ersten und dritten Person Perspektive“, von einer „erotischen Beziehung“ zum Leben an sich, zu Quantenphysik und Relativitätstheroie…  „Liebe ist die Innenseite von Lebendigkeit“, „Wir wissen, wie es lebendig ist, von innen…“ Ist es nicht grossartig, wenn Menschen Worte für das „fast nicht Sagbare“ finden?

Da klingelt etwas in mir. Da klingelt vieles…

Nicht nur der Ansatz von Intersein von Thich Nhat Hanh  und die Bewegung der Tiefenökologie rund um Joanna Macy – dieser so grossartigen Frau –  fallen mir dazu spontan ein..

Sondern auch ganz aktuelle Bezüge. Themen, die mich eben bewegen:

 

Das passt so gut zum Buch von Michael Schmidt-Salomon, das ich eben mit Begeisterung und Andacht gelesen habe: Entspannt Euch! Schmidt-Salomon bezieht sich darin u.a. auf Albert Einsteins Einsichten und eine Weltsicht, die uns allen das Leben sehr viel erleichtern könnte. Besonders gefällt mir Schmidt-Salomons Idee der rationalen Mystik…

Er schreibt im Vorwort:

„Ich bin ein Mensch, nichts Menschliches ist mir fremd“, lautete ein geflügeltes Wort der Antike. So sehr wir Menschen uns in unseren Eigenschaften auch unterscheiden mögen, letztlich verbindet uns untereinander sehr viel mehr, als uns trennt. Daher glaube ich, dass die Einsichten, die mir geholfen haben, eine entspanntere, gelassenere und humorvollere Haltung zur Weltzu entwickeln, möglicherweise auch dir helfen könnten, die „neue Leichtigkeit des Seins“ zu erfahren.

Dabei hat dieses Buch nichts, aber auch rein gar nichts, mit esoterischen Heilslehren zu tun! Im Gegenteil: Ich werde versuchen, dir eine möglichst klare, rationale Sicht der Dinge zu vermitteln. Wenn du dich darauf einlassen kannst, wirst du schon bald eine Lebenshaltung entwickeln, die der große Physiker und Menschenfreund Albert Einstein (wie wir im Verlauf des Buches noch sehen werden) als eine „unerschöpfliche Quelle der Toleranz“ begriffen hat, welche ihm „beim Erleiden der Härten des Lebens immer ein Trost gewesen“ ist – nicht zuletzt auch deshalb, weil sie „besonders dem Humor sein Recht lässt“.

Was noch dazu passt, obgleich es von einer ganz anderen Ecke kommt,  ist der spannende Ansatz von Thomas Hanna zu „Hanna Somatics„.  In einer Weiterentwicklung von Feldenkrais`Ansatz geht Hanna  Muskelverspannungen auf den Grund und führt sie auf stresserzeugte Reflexmuster  (wie wir sie mit Tieren gemein haben) und „sensomotorische Amnesie“ zurück. Ein Blitzlicht dazu: Die Aussenperspektive auf einzelne Muskeln sei zu kurz gegriffen und muss zur Heilung mit einer gefühlten Innenperspektive („Soma“) verbunden werden. Das Untersuchen von aussen, das Messen, Zählen und Konzeptualisieren reicht nicht – es braucht auch unser Fühlen. Das Fühlen von innen heraus, das niemand für uns erledigen kann – zum Glück 😉

Somatics by Thomas Hanna - AbeBooksIn Deutschland hat Beate Hagen, eine Schülerin von Thomas Hanna, den Ansatz zu Sensomotorics weiterentwickelt.

Das muss ich mir ein ander Mal noch näher anschauen.

Ich habe das Buch „Hanna Somatics“ noch gar nicht fertig gelesen, aber ich finde es ganz wundervoll und hilfreich!

 

 

 

Da ist noch ein Buch, das auf meiner Warteliste steht, und ich ahne schon, dass auch das zu diesem Zusammenkommen beitragen wird: „Mut zu wachsen“ von Wilfried Ehrmann.

BildEr beschreibt den Inhalt so:

„In „Vom Mut zu wachsen“ stelle ich die Menschheitsgeschichte als Evolution des Bewusstseins in sieben Stufen dar.  Sie ist mit der inneren Entwicklung, die wir alle durchlaufen, verbunden. Dabei stoßen wir in jeder Stufe auf Ängste und Schatten und auch auf Ressourcen und kreative Impulse. Das innere Wachstum wird von einer Kraft angetrieben, die uns den Mut gibt, zu wachsen und zu heilen.“

Tja, das ist die Klammer… dieses kollektive und persönliche Wachsen zu neuen Perspektiven und neuen Erfahrungen und zu einem anderen Umgang mit uns selber und Welt. Wir sind grad mittendrin. Nur Geduld.

Und Geduld üben…

 

 

Sylvia Kolk

Oktober 12th, 2020 von ulli

Ich habe hier schon öfter von dieser wunderbaren Meditationslehrerin geschwärmt, einer Frau, der es vortrefflich gelingt, Bewusstseinsarbeit mit politischem Engagement und moderner Didaktik zu verbinden. Da ich die letzten 13 Jahre auf Retreats zu ihr fahre, kann ich die Qualität ihrer Lehre am eigenen Leib – und v.a. am eigenen Geist – voll anerkennen. Danke Sylvia!

Nun gibt es ein neues Interview mit ihr im Buddhismus aktuell:

Interview mit Sylvia Kolk Teil 2.

Schon im Juli gab es Teil 1. Was für eine Freude, dass Sylvias Ansichten verstärkt Verbreitung finden. Sie sind so ungemein wichtig.

Auch ihr Abschied von dem von ihr gegründeten buddhistischen LKW Zentrum ist sorgfältig durchdacht und begleitet:  Hier könnt ihr euch das Video dazu ansehen.

Wer von euch nun Lust hat, per Livestream bei Sylvias Vortrag am 18.10.2020 um 19.00  im Buddhistischen Stadt-Zentrum dabei zu sein, kann sich gerne noch anmelden. Thema: „Die Nicht-Ich-Lehre im 21. Jahrhundert: Vom Ego zum Öko“.

Ich werde sicher auch dabei sein.