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Gutes neues Jahr und eine Vision für die Zukunft

Sonntag, Januar 3rd, 2021 von ulli

Visionen schaffen Zukunft. Wie wärs mit einer ganz grossen Vision?

Gutes Leben für alle

Dienstag, Dezember 15th, 2020 von ulli

schmidtkunzIch bin ja eine grosse  Ö1 Hörerin. Nur 3% Reichweite hat der Sender in Österreich, oder soll ich sagen, „grossartige 3%“ Reichweite? Es kommt wie so oft auf die Perspektive an. Das sind sicher eine Menge Menschen, die wie ich regelmässig das ö1 Magazin im Vorhinein auf spannende Themen durchblättern oder auf „7 Tage Ö1“ nach Empfehlungen suchen. Wie schön, dass es dieses Qualitätsradio gibt und Menschen, die es hören wollen!

Über die Empfehlungen bin ich auf das Gespräch von Renata Schmidtkunz mit dem Philosophen Markus Gabriel gekommen. Eine Stunde beste „Geistnahrung“! Es hat mich inspiriert und irgendwie hoffnungsfroh gestimmt, wie Menschen sich über schwierige Dinge auseinandersetzen können, und wo sie Lösungen sehen. Renate Schmidtkunz ist sowieso für mich eine der grössten InterviewerInnen unter der (Medien)Sonne. KeineR interviewt wie sie, blitzgescheit, voll fundiert und auch nicht ohne Humor.

„Es gibt moralische Tatsachen“

ist der Titel der Sendung von letzter Woche, die du leider nicht mehr lange nachhören kannst, aber allein die Info dazu ist schon interessant. „Gutes Leben für alle“ bildete das abschliessende Resumee. Das wertvolle Dazwischen musst du dir schon selbst anhören.
Hier kopiere ich die Literaturliste her, denn eins ist mir klar, davon will ich mehr hören/lesen:

Literatur von Markus Gabriel:
„Neo-Existentialismus“, Verlag Karl Alber, 2020
„Warum es die Welt nicht gibt“, Ullstein, 2013
„Ich ist nicht Gehirn. Philosophie des Geistes für das 21. Jahrhundert“, Ullstein, 2015
„Sinn und Existenz. Eine realistische Ontologie“, Suhrkamp, 2016
„Der Sinn des Denkens“, Ullstein, 2018
„Fiktionen“, Suhrkamp, 2020
„Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten: Universale Werte für das 21. Jahrhundert“, Ullstein, 2020

Hier mehr Info über ihn.

PS: Ein (brisantes) Interview  vom September ist übrigens noch länger online zu finden: „Unsere Demokratie ist in Gefahr“ – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Martin Haditsch, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin

PS2: Und siehe da, beim Suchen bin ich eben auf ein Interview mit Renate Schmidtkunz als Interviewter gestossen. Das will ich mir auch anhören: Im Blickpunkt, Freies Radio Freistadt. Aber das ist eine andere Geschichte…

Ernährungssouveränität

Montag, Dezember 7th, 2020 von ulli

Im Newsletter der Foodcoop Krems (www.krekoodel.at) findet sich ein sehr feiner Videofilm, der sehr wichtige Info zu unserem täglichen Essen auf den Punkt bringt. In nur 4 Minuten wird die EU Agrarpolitik und die  aktuelle Diskussion um die GAP (gemeinsame Agrarpolitik) thematisiert. Publiziert wurde das Video von den unermüdlichen AktivistInnen von Attac. Schau dir das Filmchen an:

Im Newsletter heisst es unter anderem:

„Ernährungssouveränität ist das Recht von Menschen, über die Art und Weise der Produktion, der Verteilung und der Konsumtion von Lebensmitteln selbst zu bestimmen. Sie ist das Recht zur demokratischen Gestaltung des eigenen Agrarsystems, ohne dabei Anderen oder der Umwelt zu schaden.“

Bei der internationalen Initiative „Nyéléni“ findest du noch mehr Information dazu. Nyéléni ist übrigens der Name einer legendären malischen Bäuerin, die eine zentrale Figur für die Ernährungssouveränität ihrer Region und Gemeinschaft innehatte.

Wie gut, dass wir unser wöchentliches Gemüsekistl aus dem Kamptal haben. Damit schmeckt unser Essen doppelt, dreifach, vielfach gut!!!

Und ein grosses Danke an alle, die sich für dieses wichtige Thema einsetzen, politisch, als LandwirtInnen oder als KonsumentInnen..

Helga Pohl

Mittwoch, Dezember 2nd, 2020 von ulli

Dr. Helga Pohl: Unerklärliche Beschwerden? - YouTubeIch habe ja vor kurzem hier in einem Beitrag von Hanna Somatics berichtet, einer Fortführung des Feldenkrais Ansatzes. Das Buch „Hanna Somatics- Beweglich sein, ein Leben lang“ von Thomas Hanna finde ich genial und seit einem Monat begleiten mich täglich die dort empfohlenen Katzstreckübungen. Kurz und hilfreich. Sehr empfehlenswert.

Auf der Suche nach deutschsprachigen VertreterInnen bin ich auf eine Weiterentwicklung seines Ansatzes gestossen: Die sensomotorische Pohltherapie von Dr. Helga Pohl. Ihr Buch lese ich eben mit grossem Vergnügen: Unerklärliche Beschwerden? Chronische Schmerzen und andere Leiden körpertherapeutisch verstehen und behandeln

Du musst keine chronischen Schmerzen haben, um dich damit zu befassen. Es genügt, wenn du deinen Körper besser verstehen willst und dich dir selbst von innen mit ganzem Spüren nähern willst – Achtsamkeit auf den Körper eben. Was gibt es Schöneres?

Was mir an Helga Pohl auch gefällt, ist, wie grosszügig sie ihre Übungen in ihrer Mediathek zur Verfügung stellt. Da findest du sicher etwas für kleine und grössere Beschwerden, aber auch die Cat Stretch Übungen von Thomas Hanna sind in ihrer ganzen Tiefe und Bandbreite zu sehen. Wenn du die einzelnen Teilübungen mal langsam durchgegangen bist und v.a. durchgespürt hast, genügt jeden Morgen ein 10 minütiges zusammenfassendes Wiederholen.  So kann der Tag gut beginnen.

Schau mal, ob da etwas in dir anspringt…

Nachtrag: Auch das Buch von Renate Bruckmann ist fantastisch. Sie ist Pohltherapeutin und befasst sich in ihrem Buch „Unter der Gürtellinie“ mit Beschwereden im urogenitalen Bereich. Hier ihre Website: www.alternative-schmerzbehandlung.de/

„Wir können die Spielregeln ändern“

Montag, November 16th, 2020 von ulli

BuchcoverDiesen Beitrag auf ORF News zu lesen, tut gut.. Schau am besten selbst:

„Wir können die Spielregeln ändern“

Darin heisst es u.a.

„Man hat uns einfach die falschen Geschichten erzählt. Wir wurden alle einer Gehirnwäsche unterzogen. Wir müssen erkennen, dass Fürsorgearbeit eine menschliche Aktivität ist und sowohl Frauen als auch Männer dazu in der Lage sind“

Riane Eisler, diese grosse Denkerin, wurde übrigens in Wien geboren… (Passend dazu liegt die DVD Vienna`s Lost Daughters auf meinem Schreibtisch – ich habe den Film eben aus der Wiener Bücherei ausgeborgt..)

Eislers Buch wurde nun auch auf Deutsch übersetzt: Die verkannten Grundlagen der Ökonomie

Zum Thema fällt mir auch eine Ö1 Sendung von letztem Freitag ein: Die ganze Welt als 100 Seelen Dorf, Wenn du es nicht mehr nachhören kannst, vielleicht magst du das Buch lesen? GLOBO – Eine neue Welt mit 100 Menschen

Ach, würden das bloss alle Kinder in der Schule lernen!

 

501 – Zuversicht

Sonntag, Oktober 4th, 2020 von ulli

foto 010Dies ist der 501. Beitrag in diesem Blog, den ich vor vielen Jahren als mein virtuelles Schatzkistchen angelegt habe..

Heute funkelt die Zuversicht als besonderer Edelstein darin.. Ich habe vor kurzem einen OnlineVortrag von Ulrich Schnabel gehört mit dem Titel: Die Kraft der großen Sache. Wie man in Zeiten des Wandels die Zuversicht bewahrt und welche innere Haltung dabei hilft.
Der Vortrag wurde vom LKW Hamburg und dem Netzwerk Ethik heute veranstaltet. Hier vorweg die drei wichtigsten Links dazu

Ulrich Schnabel: Zuversicht – Wie wir in Krisenzeiten die innere Freiheit bewahren
LKW- Buddhistisches Stadtzentrum Hamburg
Netzwerk Ethik heute

 

Und das waren die Buchempfehlungen und andere Beiträge zur Veranstaltung am 2.10.20, die ich jetzt nach und nach sichten werde.
Allein die Titel klingen schon wunderbar, findest du nicht auch?

Ulrich Schnabel: Zuversicht. Die Kraft der inneren Freiheit und warum sie heute wichtiger ist denn je. Blessing 2018, 22 Euro
Ulrich Schnabel: Muße. Vom Glück des Nichtstuns. Blessing 2010, 14,99 Euro
Alexander Batthyany: Die Überwindung der Gleichgültigkeit. Sinnfindung in einer Zeit des Wandels. Kösel 2017, 20 Euro
Victor Frankl: …trotzdem.Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager. Erstveröffentlichung 1946. Penguin TB, 10 Euro
Michaela Haas: Stark wie ein Phönix. Wie wir unsere Resilienzkräfte entwickeln und in Krisen über uns hinauswachsen. O.W.Barth 2015, 22,99 Euro
Sebastian Junger: Tribe. Das verlorene Wissen um Gemeinschaft und Menschlichkeit. Blessing, 2016, 19,99 Euro
Maja Göpel: unsere Welt neu denken. Eine Einladung. Ullstein 2020, 17,99 Euro
Natalie Knapp: Der unendliche Augenblick. Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll sind. Rowohlt 2016, 22 Euro
Andrea Löhndorf: Kintsugi. Die Kunst, schwierige Zeiten in Gold zu verwandeln. Scorpio 2020, 16 Euro
Harald Welzer: Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand. Fischer Taschenbuch 2014, 9,99 Euro
Rainer Mausfeld: Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien. Kopp 2019, 14 Euro
Antje Boijens: Weise Hoffnung kultivieren. Über den Umgang mit aufwühlenden Nachrichten. https://ethik-heute.org/weise-hoffnung-kultivieren/
Birgit Stratmann, Interview mit Rubikon: Die Lust am Guten. https://www.rubikon.news/artikel/die-lust-am-guten
Pema Chödrön: Wenn alles zusammen bricht. Hilfestellung in schwierigen Zeiten Goldmann Taschenbuch 2001, 8 Euro
Sylvia Kolk: Segeln im Sturm. Mit Leidenschaft den spirituellen Alltag meistern. Theseusverlag 2009, 16,95 Euro

Kinderbücher zum Thema Tod und Vergänglichkeit

Montag, September 7th, 2020 von ulli

IDer Tod gehört zum Leben | BIORAMAch habe Martina nur kurz gefragt, ob sie mir vielleicht einen Tipp zum Thema geben könnte… und binnen kurzen sind die Tipps nur so gesprudelt..

Wo fangen wir an. Am besten bei einer

Übersicht im Standard:

Vergänglichkeit – Kinderbücher zum Thema Tod – eine Auswahl

7 Bücher werden in dem Beitrag kurz vorgestellt, und die Beschreibung klingt so spanned, dass man sie am liebsten gleich alle in der nächsten Bücherei bestellen würde ..

 

Als ganz neues Buch für Kinder ab 5 Jahren ist Martina dieses hier eingefallen:

Mechthild Schroeter-Rupieper, Imke Sönnichsen: Geht Sterben wieder vorbei? Antworten auf Kinderfragen zu Tod und Trauer

Der Baum der Erinnerung wurde von Britta Teckentrup geschrieben und wird als „Der Klassiker zum Thema „Abschied nehmen“ vorgestellt (Verlag und Leseprobe):

„Das Bilderbuch vermittelt einfühlsam Kindern ab 4 Jahren, aber auch Erwachsenen, dass der Tod eines geliebten Menschen keinen endgültigen Abschied bedeutet. Die zeitlose Botschaft wird durch die Perspektive von Waldtieren erzählt, deren Freund gestorben ist. Die ruhigen Illustrationen von Britta Teckentrup unterstreichen die poetische Geschichte.“

Ein Film: Der alte Dachs…

„Eines Tages beobachtete der Dachs, wie der Maulwurf und der Frosch den Hügel hinunter liefen. Er wäre gern mit ihnen gelaufen, doch er wusste, dass seine alten Beine es nicht erlauben würden. Der Dachs war schon sehr alt, und er wusste fast alles. Er war so alt, dass er wusste, er würde bald sterben…“

so beginnt das Video  „Der alte Dachs – Die Sendung mit der Maus“ , das für alle Altersstufen gut geeignet ist und rund 7 Minuten dauert.

Lektüre für Kinder und Eltern…

Prinzipiell sind ja alle Kinderbücher auch für die Grossen interessant. Wir haben ja alle noch unsere inneren Kinder in uns, die oft mehr verstehen als „die Grossen“.

Das Buch, das die Kinder mit ihren Eltern lesen sollten, ist dieses: Melanie Brockamp / Patricia Mennen: Abschied, Tod und Trauer

In der Beschreibung dazu heisst es: „Der Tod macht uns sprachlos, doch Kinder fragen trotzdem: Was passiert, wenn man stirbt? Wie trauern wir? Darf ich lachen, wenn ihr traurig seid? Was ist eine Beerdigung? Dieses Buch bietet Antworten und hilft dabei, mit Kindern offen und ehrlich über den Tod zu sprechen. Mit einfühlsamen Bildern und Sachtexten.“

Ente, Tod und Tulpe

so heisst eins der Bücher (von Wolf Erlbruch), das im Standard Artikel schon vorgestellt wurde. Hier ein kleiner Trickfilm (10 min) dazu. Ich hab ihn mir eben angesehen, er ist schön traurig, traurig schön und von feiner Poesie.

Beim Dachsfilm und bei dem „Baum der Erinnerung“ geht es um „Erinnerungen“ bzw. um das Begreifen des Todes…
„Abschied, Tod und Trauer“ und „Geht sterben vorbei“ sind eher „Sachbücher“, in denen alles zum Thema Tod behandelt wird….

so Martinas Beschreibung abschliessend.

Martina ist eine von mir sehr geschätzte Kollegin aus der Hospizgruppe Horn, die einen „Trauertreff für Kinder & Jugendliche“ ins Leben gerufen hat.

Danke Martina!!

Nachtrag (ich werde die Sammlung laufend erweitern):

Ein schräges Buch für Kinder ab 5: Das platte Kanninchen

und ein Film: Der Leben- und Sterben-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi

und nicht zu vergessen: Die Sarggeschichten, wo es heisst:

„Wir machen Kurzfilme über das Sterben, über Abschiednehmen und Beerdigen und über Trauern und Erinnern. Unsere Filme stehen allen Menschen kostenlos zur Verfügung. Die Sarggeschichten können Gedankenanstöße sein für Zwischendurch oder als Impulse und Bildungsangebote für Kitas, Schulen, Jugendclubs oder Seniorengruppen verwendet werden.“

Noch mehr Tipps von Martina

Das Trauerland Spiel

Dazu heisst es auf der Website des Verlags: „Das Trauerland-Spiel ermöglicht es, in der Psychotherapie und Pädagogik einen altersgemäßen Zugang zum Thema Tod und Trauer zu finden.“

Und hier aus dem Wiener Bestattungsmuseum:

Der Tod aus LEGO: Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof präsentiert LEGO-Produkte

..

 

 

Alles Gute zum Geburtstag!

Montag, Juni 29th, 2020 von ulli

Das ist das letzte Video der Zoom Sessions mit Jon Kabat-Zinn, die zur Zeit der Corona Pandemie über 13 Wochen wochentags gelaufen sind: 66 Abende!!  Was für ein Reichtum. Du kannst hier jederzeit in diese Video Schatzkiste bei Wisdom 2.0 greifen. Ich war öfter dabei und es war wirklich etwas ganz Besonderes. Ganz betroffen gemacht hat mich das erste Mal, als am Ende der Sitzung die Mikros frei geschalten wurden und Hunderte Menschen gleichzeitig in allen Sprachen Danke und Hallo sagten, ein Durcheinander der besonderen Art. Wunderschön.

Jon spricht in diesem letzten Video einige wertvolle Ressourcen an, die ich hier sammeln will:

https://www.mindandlife.org/ bzw. https://www.mindandlife-europe.org/

https://www.centerhealthyminds.org  gegründet von Richard Davidson

https://www.buddhistinquiry.org/

sowie die Bücher:
Rainbow Painting by Tulku Urgyen

Democracy in Chains: The Deep History of the Radical Right’s Stealth Plan for America by Nancy MacLean

The Age of Surveillance Capitalism: The Fight for a Human Future at the New Frontier of Power by Shoshana Zuboff

Auch die wertvollen Bücher von Yuval Noah Harari werden öfter angesprochen.

Es ist die Verbindung von Innerer Arbeit und äusseren kulturellen gesellschaftlichen Bedingungen, die hier hergestellt wird. Das gefällt mir. So fragt Jon Kabat-Zinn inmitten seiner Ausführungen:  „Are you free from hatred, greed and delusion?“

(Wäre Jon Kabat-Zinn in Europa zu Hause, hätte er vermutlich folgende zwei Ressourcen hinzugefügt: Bodhi College und Sylvia Kolks „Umdenkprozesse“. Auch hier werden die Lehren des Buddhismus mit aktuellen gesellschaftlichen Themen verbunden und nutzbar gemacht.)

Bei den frei zugänglichen Online Treffen (die auch über Youtube live verfolgt werden konnten) waren täglich 1000 Teilnehmende aus allen Zeitzonen und Weltgegenden versammelt, die ihre Situation schildern und Fragen stellen konnten. Aus Jons Antworten konnten wir alle viel lernen.

Ein Ende, das ein Neuanfang ist…

Aus der wunderbaren Initiative ist ein Projekt entstanden, die Community Map of Love Website. Sie wurde Jon zu seinem 76. Geburtstag geschenkt. Da heisst es:

What started as a 13-week-retreat built uncountable connections between participants, started individual transformations and keeps unfolding moment by moment.

​Our intent with this website and the Map of Love is to offer a space for the community to facilitate whatever is unfolding. We provide access to the Map of Love, share resources related to the retreat, allow people to connect via the communication platform Slack and get informed about community events.

May this be an anchor and a reminder that our true refuge is in the heart. 

Frankreich zeigt, wie es gehen könnte

Samstag, Juni 27th, 2020 von ulli
 Der Newsletter der Süddeutschen Zeitung hat mich eben richtig zuversichtlich gestimmt…

So könnte es gehen.. Ich würde sofort zusagen, wenn mein Telefon klingelte. Und du?
Was würdest du tun?IMG_2916

 Der Newsletter von Pia Ratzesberger von der Süddeutschen Zeitung in vollem Wortlaut:
Liebe Frau Pastner,

stellen Sie sich einmal vor, in dieser Sekunde würde ihr Telefon klingeln. Sie nähmen den Hörer ab und eine unbekannte Stimme am anderen Ende der Leitung fragte Sie, ob Sie nicht bei einem neuen Gremium mitmachen wollten, das von nun an die Politik beraten solle – Sie und 149 andere Menschen aus Deutschland.

Nehmen wir einmal an, Sie würden Ja sagen. Sie würden die anderen 149 kennenlernen, die von dem Anruf genauso überrascht gewesen wären wie Sie, und gemeinsam würden Sie eine Art vielfach verkleinertes Deutschland abbilden, weil die Menschen am anderen Ende der Leitung bei allem Zufall darauf geachtet hätten, dass alle Generationen und alle Milieus vertreten wären.

Müssten Sie und die anderen 149 Menschen nun, sagen wir mal, konkrete Vorschläge zur Klimapolitik ausarbeiten –  glauben Sie, Ihre Vorschläge würden weiter gehen als die der deutschen Bundespolitik?

Wenn ich hier in meiner Wohnung aus dem Fenster schaue und die Parkplätze sehe, die breiten Autos, die übervollen Müllcontainer, diese eine Baustelle, auf der Arbeiter gerade die Erde ausheben müssen, damit dort irgendwann Besitzer teurer Appartements mit ihren Limousinen in die Tiefgarage kurven können – dann wäre ich nicht allzu optimistisch.

Deshalb hat mich eine Nachricht aus Frankreich diese Woche auch ziemlich überrascht.

Dort nämlich gibt es nun ein solches Gremium, einen Klimarat mit 150 Menschen aus ganz Frankreich, aus allen Regionen, allen Generationen. Dieser Rat hat in der vergangenen Woche seine Vorschläge dazu präsentiert, wie Frankreich innerhalb der nächsten zehn Jahre seine Treibhausgasemissionen um 40 Prozent reduzieren soll – wie gesagt, niemand wurde in den Rat gewählt, weil er sich ohnehin schon für Klimaschutz engagierte oder sich für das Thema interessierte.

Trotzdem gehen die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger Frankreichs viel weiter, als es die Politik sich bislang traut.

Eine Auswahl der 149 Empfehlungen: Auf Autobahnen soll in Zukunft ein Tempolimit von 110 Kilometern pro Stunde statt 130 Kilometern gelten. In fünf Jahren soll es keine Inlandsflüge mehr geben, keine neuen Flughäfen sollen mehr gebaut werden. Es soll keine Werbung mehr für Produkte geben, die besonders klimaschädlich sind, wie etwa SUVs, keine Fleischgerichte in Kantinen und keine Beleuchtung von Geschäften in der Nacht.

Die Vorschläge reichen von detaillierten Empfehlungen bis hin zu grundlegenden Änderungen der Verfassung: Der Klimaschutz soll in die erste Präambel aufgenommen werden; der Schutz der Umwelt hätte dann den gleichen Status wie der Schutz des Individuums, schreibt Annika Joeres auf Zeit Online, wäre also leichter einzuklagen. Der Rat der Bürgerinnen und Bürger empfiehlt zudem, den Tatbestand des Ökozids, also der Zerstörung der Umwelt, ins französische Strafrecht mit aufzunehmen, auch das würde Prozesse gegen Klimasünder leichter machen.

Die Vorschläge sind erst einmal nur Vorschläge und nicht rechtlich bindend, aber Staatspräsident Emmanuel Macron wird sich sehr wohl mit ihnen auseinandersetzen müssen, da er den Klimarat selbst ins Leben gerufen hat. Der Rat war seine Idee, um dem Populismus der Gilets jaunes, der Gelbwesten, die vor allem im Protest gegen die CO₂-Steuer des Präsidenten zusammenfanden, mehr Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger entgegenzusetzen.

Nun ist direkte Demokratie eine komplizierte Sache, und es gibt genügend gute Gründe, warum wir eine repräsentative Demokratie haben, auch wenn sie in unserer polarisierten Gesellschaft oft unter Druck steht.

Das Experiment aus Frankreich ist umso wichtiger, weil es beweist, dass direkte Elemente innerhalb einer repräsentativen Demokratie manches offenlegen können, was sonst verborgen bliebe – etwa die Tatsache, dass die Bevölkerung im Klimaschutz schon viel weiter ist als ihre politischen Vertreter. Das französische Gremium nimmt seine Verantwortung dabei durchaus ernst: Der Bürgerrat will nämlich nicht alle seiner Vorschläge zur allgemeinen Abstimmung stellen, sondern nur zwei (die Änderung der Verfassung sowie den Tatbestand des Ökozids), weil seine Mitglieder selbst der Meinung sind, dass die anderen Themen zu komplex seien, um ihnen mit einer Abstimmung gerecht zu werden.

Raphaël Glucksmann, ein französischer Aktivist und mittlerweile Politiker im Europaparlament, hat vor zwei Jahren in seinem Buch „Die Politik sind wir“ argumentiert, dass nur, wenn die Menschen wieder über Wahlen hinaus an der Politik teilnähmen, sie wieder zu aktiven Staatsbürgerinnen und Bürgern werden würden: „Um die Folgen des Klimawandels abzumildern, müssen wir unsere Fernbedienung weg- und unsere clownesken Gewohnheiten ablegen. Wir müssen Bürger werden. Wir müssen unser komisches Verhältnis zur Welt hinter uns lassen, das auf der Idee basiert, jedes Problem sei letztlich ein Missverständnis.“

Er schreibt dann weiter, dass es dazu natürlich noch viel größerer Veränderungen bedarf als lediglich neuer Gremien, damit alle wieder zu aktiven Bürgerinnen und Bürgern werden können – weil man auch die Ressourcen und die Zeit dafür haben muss. Und da wären wir schon bei der nächsten Debatte, bei der ums Grundeinkommen. Vielleicht könnte auch da ein neuer Rat ganz hilfreich sein.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Pia Ratzesberger

(mehr …)

From What is to What if

Donnerstag, Mai 28th, 2020 von ulli

Ich besuchte Anfang Mai den Online Kongress von Global 2000 „Visions for Transition“, bei dem es um notwendige Veränderungen im Bereich der Landwirtschaft ging. Hier eine Zusammenschau der engagierten Veranstaltung:


Der erste Tag drehte sich – in zwei parallelen Sessions –  in vielfältigen Beiträgen um die besorgniserregenden Entwicklungen und Auswirkungen des Agrarbereichs und war wegen technischer Schwierigkeiten ein wenig anspruchsvoll. Dennoch möchte ich dir die spannenden Vorträge ans Herz legen. Am besten gehst du die Videos der beiden Tage durch, die online auf Englisch und Deutsch (und sogar slowakisch) verfügbar sind.
Am zweiten Tag war dann alles leichter, die Technik und die Inhalte. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir zwei Vorträge:

Von Holobionten…

Der fundierte Beitrag von Martin Grassberger: Überleben als Holobiont, in der er über unser Zusammenleben mit Mikroben spricht und Bezüge herstellt zwischen der Artenvielfalt im menschlichen Darm und der im landwirtschaftlich genutzten Boden. Mit den neuesten wissenschaftlichen Befunden wird auch unser Selbstverständnis als menschliches Individuum in Frage gestellt: Wer sind wir eigentlich, und wie sind wir von den in und auf uns lebenden Mikroben bestimmt? Ich habe dann gleich weiter recherchiert und einen zweiten sehr informativen Vortrag von Grassberger im Netz gefunden: Holobionten und ihr Mikrobiom. Der Vortrag wurde im Rahmen des Symposions „Aufbauende Landwirtschaft“ der Gemeinschaft Tempelhof gehalten, auch das eine sehr interessante Initiative.  Was es schon alles gibt!

Imagination statt Frustration

Begeistert hat mich in jeder Hinsicht der Vortrag von Rob Hopkins. Ja, ich glaube, ich bin jetzt ein absoluter Rob Hopkins Fan. Der junge Mann ist, wie es auf Wikipedia heisst, „ein britischer Dozent und Umweltaktivist, der vor allem als Begründer der Transition-Towns-Bewegung bekannt wurde.“ Von der britischen Zeitung „The Independent“ wurde Hopkins unter die 100 wichtigsten Umweltschützer des Landes gewählt. Am besten schaust du dir seinen Vortrag selbst an und lässt dich anstecken von der Kraft der Imagination: „From Imagination to Transition: Welche Kräfte verhindern Transformation, welche begünstigen sie?“

In der Vorschau zu seinem Vortrag heisst es:

„Immer mehr Menschen – ganz besonders junge – nehmen vor dem Hintergrund der großen ökologischen Krise die Zukunft als zunehmend düster und bedrohlich war. Aber muss sie das sein? Nein, meint Rob Hopkins ‒ wir haben die Fähigkeit, dramatische Veränderungen zu bewirken. Sollten wir scheitern, dann nur, weil wir unser wichtigstes Werkzeug verkümmern lassen: die menschliche Vorstellungskraft, also die Fähigkeit, die Dinge so zu betrachten, wie sie sein könnten. Das heißt die Fähigkeit zu fragen „Was wäre, wenn…?“ und wenn es jemals eine Zeit gab, in der wir diese Fähigkeit brauchen, dann jetzt.“

 

Hier sein Blog „Imagination taking Power“ und hier sein neuestes Buch „From What is to What if“ , das hoffentlich die Welt ein wenig bunter macht!

Das absolute Highlight der Konferenz war ein Zoom Workshop mit Rob Hopkins, wo wir in kleinen Gruppen der Frage nachgingen „Was wäre wenn…“. Es wurde ein Feuerwerk an Kreativität und die Stimmung, die sich bei mir und den rund 80 Teilnehmenden entwickelte, lässt mich noch heute lächeln. So entsteht Zuversicht. Der Workshop war von den global 2000 OrganisatorInnen grossartig professionel moderiert und gestaltet. Hier kannst du dir die visuell sichtbar gemachten Ideen sogar ansehen.

Als ich ein wenig im Netz weitergesucht habe, bin ich auf  dorfuni.at – „Bildung für Alle Allerorts“ gestossen. Noch eine spannende Initiative, die in der Steiermark gegründet wurde. Dort war Rob Hopkins am 18.Mai 20 zu Gast, und dieses Video aus dem Videoarchiv der Dorfuni werde ich mir JETZT anschauen.

Was wäre wenn…. wir – mehr als allem anderen – unseren Visionen und Sehnsüchten folgen würden ?

Nachtrag: Da sind schon einige vom Fragen ins Handeln gekommen: Eine besonders interessante Initiative im landwirtschfaftlichen Bereich ist SEZONIERI – eine Kampagne für die Rechte der Erntehelfer_innen in Österreich. Hier einige Links dazu:

https://mosaik-blog.at/erntearbeiter-ausbeutung-corona-sezonieri/

http://www.sezonieri.at/

http://www.sezonieri.at/publikationen/  (Kurzvideos)

Nachtrag 2: Auch die Voices of Climate Change zum Klimavolksbegehren zeigen anschaulich, worum es geht…

„Im Grunde gut“

Sonntag, März 15th, 2020 von ulli

Eine spannende Buchempfehlung von Claudia. Sie hätte Rutger Bregmans Sachbuch „Im Grunde gut“ in zwei Tagen durchgelesen und wäre sehr erbaut gewesen. Ich habe mir eben das Interview mit dem Historiker Bregman auf 3 Sat angesehen, bin auch erbaut und werde mir das Buch auch besorgen.

Hier der Link zum Buch mit Leseprobe. In der Beschreibung heisst es unter anderem:

„… Anders als in der westlichen Denktradition angenommen ist der Mensch seinen Thesen nach nicht böse, sondern im Gegenteil: von Grund auf gut. Und geht man von dieser Prämisse aus, ist es möglich, die Welt und den Menschen in ihr komplett neu und grundoptimistisch zu denken. In seinem mitreißend geschriebenen, überzeugenden Buch präsentiert Bregman Ideen für die Verbesserung der Welt. Sie sind innovativ und mutig und stimmen vor allem hoffnungsfroh.“

Angesichts der aktuellen Situation können wir sehen, wie konstruktiv Menschen auf Krise reagieren und wie schnell sie einander unterstützen. Sicher gibt es auch den angstgetriebenen Egoismus, aber übersehen wir dabei nicht die guten Beispiele, wie diese im Standard zitierte Initiative:

„Bereits seit einigen Tagen erobert die „#Nachbarschaftschallenge“ die Sozialen Netzwerke. Junge, weniger gefährdete Menschen bieten älteren Nachbarn Hilfe an. Die Idee ist einfach: Im Wohnhaus wird ein Zettel aufgehängt, auf dem Mitbewohner informiert werden, dass man mit Rat und Tat zur Seite steht und älteren Personen Erledigungen und Einkäufe abnimmt.“

oder dieses Beispiel  im Waldviertel …

Hilfe für Angehörige von Risikogruppen formiert sich.

Ich wette, das ist nur der Anfang von vielen solcher Initiativen. Was meinst du?

Guter Umgang mit Sterben und Tod…

Sonntag, März 15th, 2020 von ulli

baumschönheitIch habe in den letzten Jahren einiges zum Thema gelesen und mag hier meine aktuelle Sammlung an Literatur und Links mit dir teilen. Nicht alle, aber viele kommen – näher oder ferner – aus dem buddhistischen Kontext:

Ostaseki, Frank (2017): Die fünf Einladungen. Was wir vom Tod lernen können, um erfüllt zu leben. Hier im spannenden Gespräch mit Tara Brach:  Heavenly Messengers

Hohensee, Thomas und Georgy, Renate (2017)  Der Tod ist besser als sein Ruf

Borasio, Gian Domenico (2014): Selbst bestimmt sterben. Was es bedeutet. Was uns daran hindert. Wie wir es erreichen können.  (Leseprobe) bzw. ein weiteres Buch:
(2013) Über das Sterben. Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen  (Leseprobe)

Gottschling, Sven (mit Lars Amend) (2018): Leben bis zuletzt. Was wir für ein gutes Sterben tun können. (hier noch weitere seiner Bücher)

Freund, Lisa (2014): Sterben können. Wie wir uns darauf vorbereiten, wie wir Abschied nehmen, wie wir Nahestehende begleiten. – Mitbegründerin von http://www.elysium.digital

Longaker, Christine (2009): Dem Tod begegnen und Hoffnung finden: Die emotionale und spirituelle Begleitung Sterbender.

Sogyal Rinpoche (2010): Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben: Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod. Hier ein Vortrag von ihm: Sich dem Tod zu stellen heißt, sich selbst ins Auge zu schauen. Bzw. hier die Website von Rigpa

Ware, Bronnie (2015): 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden.

Reuter, Wilfried (2013): Der Tod ist ganz ungefährlich: Buddhistische Hilfen im Umgang mit Alter, Krankheit, Tod. Hier ein nettes Video mit ihm.

Thich Nhat Hanh (2011): Versöhnung mit dem inneren Kind. Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit. Hier als freies Hörbuch.

Ayya Khema (2008): Das Geheimnis von Leben und Tod. Hier ein Audiovortrag „Leben und Tod“, Die Liste ihrer Bücher und noch mehr Vorträge: www.buddha-haus.de

Prein, Martin (2019): Letzte-Hilfe-Kurs: Weil der Tod ein Thema ist

Francia, Luisa (2016): Wer nicht alt werden will, muss vorher sterben. Nachdenken über die letzte Lebenszeit (Leseprobe)

El Souessi, Karim (2015): Die Angst vor dem Tod überwinden. Sterbemeditation und Sterbebegleitung (Verlag via nova) (im Anhang zahlreiche Hinweise zu Literatur und Filmen in unglaublicher Vielfalt)

Jorgos Canacakis (2009): Ich begleite dich durch deine Trauer: Lebensfördernde Wege aus dem Trauerlabyrinth

 

Hier auch noch ein BlogBeitrag mit Buch-und Filmbeiträgen für Kinder.

Eine wunderbare Initiative ist das Death Cafe, zu dem es auch in Wien Treffen gibt.

Nachtrag:

ein feiner Beitrag im Standard: Altersschwäche ade? Warum anscheinend niemand mehr daran stirbt

 

Waldviertel Autobahn?

Sonntag, März 8th, 2020 von ulli

eurospangeEnde Februar wurde von der Initiative Lebenswertes Waldviertel in Waidhofen an der Thaya zu einer spannenden Diskussionsveranstaltung eingeladen. Mit 600 Interessierten kamen doppelt so viele Menschen wie erwartet.  Die Autobahn soll von Freistadt bis Hollabrunn führen und wird als „Eurospange“ schon jetzt indirekt als Transitroute gehandelt. Wie in Tirol heute die LKWs von Nord nach Süd donnern, wäre das dann morgen die Route von Ost nach West.

Unternehmer wie Gutmann (Sonnentor), Kastner (Grosshandel Zwettl), Kienast (Grosshandel Gars) und Staudinger (Gea) haben sich bei der hervorragend organisierten und moderierten Veranstaltung gegen das Projekt ausgesprochen. Auch die Stimmung im Publikum war eindeutig gegen das von Wirtschaftskammer NÖ und ÖVP favorisierte Projekt.

Ich bin erleichtert. Wie man in Zeiten von Klimakrise noch über neue Autobahnen nachdenken kann, ist mir ein Rätsel. Das vom Land NÖ beauftragte Prüfverfahren ist allerdings bereits im Gang. Es wird noch weitere Aktionen brauchen, um das Projekt zu verhindern. Wie gut, dass es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen. Danke!

Hier gibt es die Veranstaltung auf Video.

Hier findest du die aktuellen lokalen Pressemitteilungen:

NÖN Waidhofen
Kronenzeitung
Tips.at
Bezirksblätter Waidhofen

 

Was für ein Fundus!!

Montag, März 2nd, 2020 von ulli

Ö1Ö1 ist und bleibt mein Lieblingsmedium. Nun hat Ö1 unter dem Motto „Reparatur der Zukunft“ dazu eingeladen, visionäre Ideen vorzustellen. Hier der Aufruf:

Ö1 sucht nach dem Zukunftspotential Österreichs. Wir laden Sie ein, uns in kurzen Videoclips vorzustellen, was Sie neu und anders machen. Nehmen Sie teil am Ö1 Generationendialog über die Gesellschaft von morgen!

Gefragt ist alles, was Impulse zur Veränderung setzt und die Zukunft im Jetzt reparieren will. Alles, was selbstgemacht, selbstorganisiert und selbstgedacht wird. Innovative Ideen, Konzepte oder bereits realisierte Projekte, die Probleme erkennen und Lösungen anbieten: Klimaschutz, Armutsbekämpfung, Startups, Podcasts & Blogs, Energiewende, Sharing-Initiativen, Mobilität, Demokratie und Partizipation, Forschung, Apps, Life-Style und Fashion, Bildung, Events, Ernährung, soziale Innovationen, Musik und künstlerische Performances, und vieles mehr.

 

Schon jetzt hat es die Sammlung von Kurzvideos in sich. Das ist vielleicht ein Quell kreativer Ideen! Da gibt es soziale, ökologische und technologische Initiativen wie „Baumhilfe -Achtsamkeit für Straßenbäume“, „Perspektive Landwirtschaft“ – Hofübergaben von Bauern an engagierte NachfolgerInnen, „Lebendige Felder “ – Patenschaften zur Anlage von Blühflächen, „Dialog mit Andersdenkenden“, Apps gegen Lebensmittelverschwendung, kreative Energiespar- und Wohnmodelle und und und…

Einfach durchhören und durchschauen und Freude dabei haben!
Und sich weiter informieren, z.B. hier bei der Akademie für Zivilgesellschaft. Und am besten die eigene Idee entwickeln und vielleicht sogar umsetzen…

Vegan für Profis – und Nicht-Profis

Donnerstag, Februar 27th, 2020 von ulli

 Andrea Wittmann hat mit ihrem neuen Buch „Vegan für Profis“ wirklich etwas Grossartiges in die Welt gesetzt. Es ist kein herkömmliches Kochbuch, sondern mehr eine Anleitung, wie sich die herkömmliche Ernährungsweise einfach und praktisch auf pflanzliches Essen umstellen lässt.

Das Buch richtet sich an Gastwirte, die ihre Speisekarte um pflanzliche Kost erweitern möchten. Vegan ist nicht nur ein flüchtiger Trend, sondern immer mehr Menschen wollen aus den unterschiedlichsten Gründen auch unterwegs kein tierisches Eiweiss mehr essen. Und wie Andrea richtig sagt, nicht jeder Gast möchte mit der Kellnerin die Bestellung diskutieren. Vegan muss auf die Speisekarten und in die Schaufenster!

Ich finde, das Buch ist für auch für nicht-Profis ein grosser Gewinn.

Andreas langjährige Erfahrung und Kompetenz spricht in den Zeilen zu dir. Ich habe das Büchlein in einem Zug durchgelesen und auf den rund 60 Seiten so viele neue Impulse und Inspirationen bekommen wie schon lange nicht. Allein, wie das Essen ganz grundsätzlich und neu zusammenstellbar ist und dass es das viele abgehobene Supermarktzeug nicht braucht, ist wertvolle Information. Ganz normale heimische Küche ohne viel Bramburium. Sattmachend und wundervoll schmeckend. Mit gutem Gewissen herrlich essen. Was braucht es mehr?

Das Buch ist klar strukturiert, mit einigen hilfreichen Wiederholungen und einer Unmenge praktischer Tipps und einigen konkreten Rezepten. Bodennah, anwendungsfreudig und einfach umsetzbar. Da bekommt eine beim Lesen richtig Appetit und Lust aufs Kochen. Andrea wird in unserer Küche sicher noch öfter zitiert werden.

Ach ja, auf Andreas Internetblog findest du viele spannende Rezepte: www.veganwerden.info

Wow News – Good News

Montag, Februar 17th, 2020 von ulli

image002Solche Aktionen gilt es weiter zu verbreiten: https://wownews.at

Franziska hat diese Initiative mit einer Sammlung guter Nachrichten gestartet unter dem Mott0: „because only GOOD news are good news“.

Unter kontakt@wownews.at könnt ihr ihren Newsletter abonnieren, Franziska weitere gute news schicken oder ihr alles, was euch am Herzen liegt, mitteilen.

Das ist doch ein Angebot. Danke Franziska!

André Heller im Gespräch auf Ö1

Mittwoch, Januar 15th, 2020 von ulli

André Heller im Gespräch mit Renata Schmidtkunz auf dem weltbesten Radiosender Ö1. Leider nur noch ein paar Tage zum Nachhören:
Da capo725.099: Im Gespräch

Solchen Gesprächen könnte ich stundenlang zuhören. Da geht es um Weisheit, um Entwicklung, um Vorbilder. Ich habe ein paar Zeilen mitgeschrieben und werde mir demnächst ein paar Bücher von Heller und über sein Leben besorgen.
Vielleicht liest du den Beitrag ja noch rechtzeitig und kannst selbst hören, was zwei kluge Menschen der Welt zu sagen haben. Ich kann dir versichern, es wird dich nicht langweilen.

 

Teil der Lösung

Mittwoch, Januar 15th, 2020 von ulli

DSC00623Florian schreibt zu Beginn seines neu eingerichteten Blogs https://teilderloesung.blogspot.com

„Willkommen auf meinem neuen Blog Teil der Lösung!

Heute ist Dienstag, der 31. Dezember 2019 und ab morgen starte ich ein Experiment. Ich habe beschlossen, was den Klimawandel angeht, nicht mehr Teil des Problems zu sein. Damit löse ich keine globalen Probleme, aber ich tue zumindest das, was in meiner Macht steht.

Diesen Blog schreibe ich aus zwei Gründen:
– Erstens, um den Druck auf mich selber zu erhöhen. Es wird nicht immer leicht sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Da hilft es sicher, wenn ich weiß, dass mich andere dabei beobachten, wie/ob ich meinen vollmundigen Neujahrsvorsatz tatsächlich umsetze…

– Und zweitens eröffnet sich durch den Blog zumindest die Möglichkeit, dass andere Lust bekommen, ein ähnliches Experiment zu wagen…“

Und ich bin schon angesteckt! Als erstes habe ich meine persönliche CO2 Bilanz berechnet. Auf der Website, die von Florian getestet und empfohlen wurde:
CO2-Rechner des deutschen Umweltbundesamts

Als Vegetarierin und Nicht-Fliegerin liege ich unter dem österreichischen Durchschnitt, was mich freut. Gleichzeitig liegt der Wert immer noch um ein Vielfaches zu hoch, wenn ich mir Florians Ausführungen zu den Sollwerten durchlese. Beim Durchgehen der einzelnen Punkte habe ich herausgefunden, wo das meiste C02 anfällt, bei uns etwa bei Wohnen und Heizung. Es war auch ganz gut, sich mal den jährlichen Stromverbrauch anzuschauen und die gefahrenen Kilometer zu schätzen. Wir haben schon mehrere Jahre eine Solaranlage fürs heisse Wasser. Die im Dezember installierte Photovoltaikanlage wird erst nächstes Jahr ihre Wirkung zeigen. Das fühlt sich schon jetzt gut an. Das Berechnen hatte also auch gleich einen Lern- und Motivationseffekt.
Willst du es nicht auch versuchen?

Florian hat sich einen Zielwert vorgenommen, den er erreichen will. Ich habe seinen Newsletter abonniert und werde sein Vorhaben verfolgen. Auch wenn ich glaube, dass aktuell besonders Politik und Wirtschaft gefordert sind, finde ich seine persönliche Initative inspirierend und grossartig. Es braucht beides, Initativen von oben und unten, kollektive und individuelle Veränderung.
Wie hiess doch dieses afrikanische Sprichwort?
Viele kleine Leute
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Dinge tun,
werden das Angesicht der Erde verändern.

Was meinst du? Was tust du? Was würdest du gerne tun?

 

Demenz – Wenn das Argumentieren nicht mehr hilft

Mittwoch, Januar 15th, 2020 von ulli

Allein in meinem Bundesland Niederösterreich gibt es rund 22.000 Menschen mit Demenz. Diese Krankheit ist für die Betroffenen selbst unvorstellbar schwierig. Auch die Angehörigen sind schwer betroffen. Du verlierst EhepartnerIn,  Vater oder Mutter nicht mit dem Tod, sondern schon davor. Der Umgang mit zu pflegenden dementen Menschen kann dich – bei aller Liebe – um deinen letzten Tropfen Geduld bringen. Argumente zählen nicht mehr, der gesunde Hausverstand muss kapitulieren. Wir sind auf solche Situationen nicht vorbereitet.

Ich habe vor vielen Jahren eine Methode für den Umgang mit Demenz kennengelernt, die mich fasziniert hat in ihrer Einfachheit und Wirksamkeit: Validation.
In diesem Lehrfilm wird eine Einführung dazu gegeben:

Hier zeigt Naomi Feil in einem berührenden kurzen Video mit einer an Alzheimer erkrankten Frau, wie sie vorgeht:

Naomi Feil hat die Methode entwickelt, sie ist eine Meisterin. Das ist grosse Kunst und wird uns nicht gelingen. Aber wir können uns mit den Prinzipien der Methode befassen und üben.
Für uns und unsere erkrankten Angehörigen.

Ohad Naharin und die Batsheva Dance Company

Montag, Dezember 30th, 2019 von ulli

Ein Film über Körper, Bewegung, Tanz, einen genialen Choreographen, eine geniale Dance Company… und doch ist es viel viel mehr als das alles zusammen. Lass dich mitnehmen in diese Welt und staune…
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