Posts Tagged ‘konstruktiver Umgang’

Assistierter Suizid

Dienstag, März 1st, 2022 von ulli

Ich nehme eben an einem OnlineSymposion des österreischischen Hospizdachverbands teil zum Thema assistierter Suizid: Ehrenamtssymposium „Werte an der Grenze“. Sehr spannend.

Die österreichische Palliativgesellschaft hat auf ihrer Website ein Papier zum Umgang  mit Sterbe- und Suizidwünschen  publiziert, das du dir hier in Kurzversion und Langversion ansehen kannst.

Die Vorträge informieren zum neuen gesetzlichen Stand und regen zum Nachdenken zu einem existentiellen Thema an. Warum wollen Menschen nicht mehr leben? – soo leben? Und wie gehen wir damit um, wenn wir diesen Fragen begegnen?

Es geht um Umgang mit Krankheit und Krisen, um Autonomiewünsche und Einsamkeit, um staatliche Regelungen, Einrichtungen im Hospiz und Palliativbereich, Menschen in Pflege, Medizin und Ehrenamt, es geht um Vorstellungen vom eigenen Tod, um eigene Welt und fremde Welt.. Um Würde und Akzeptanz. Fragen, die das Leben berühren und damit uns alle.

Zwischen den Vorträgen finden sich, was mich besonders freut, Achtsamkeitsübungen und Hinweise auf die Wichtigkeit zur Selbstfürsorge.
Wie schön, dass es solche Veranstaltungen gibt!

The Dissident Goddesses Network

Mittwoch, Februar 23rd, 2022 von ulli

Diese Woche flatterte mir das Magazin morgen ins Haus, ein niederösterreichisches Kulturmagazin. Hier kannst du die meisten der Beiträge online lesen.

Auf der Titelseite und im Interview die unwiderstehlich kreative Elisabeth von Samsonow. Sie ist Mitbegründerin von „The Dissident Goddesses Network“, das im nahen Weinviertel spannende Sachen veranstaltet und interessante (Blog)beiträge publiziert. Hier denken Künsterlinnen und Wissenschafterinnen zusammen und sprengen herkömmliche Grenzen. Matriarchat ist dabei keine historische sondern eine gesellschaftliche Denkposition.

Spannend auch wie Samsonow sich mit der einheimischen Bevölkerung vernetzt und den Menschen auf Augenhöhe begegnet, Winzerinnen, Jägern, Bauern..  Sie ist wahrlich keine abgehobene Kunstprofessorin.

Schon in Kürze, ab 12.März 22, aber leider nur bis zum 1.Mai 22, wird es in Krems in der Landesgalerie NÖ eine Ausstellung des dissidenten Göttinnennetzwerks geben: Die Erde lesen.

Da muss ich hin. Du auch?

Ein Bild von der Website des Netzwerks. Schön, oder?

Inspirationen – in Buch und Internet

Mittwoch, Februar 16th, 2022 von ulli

Ich bin seit einigen Jahren Teil einer wundervollen Frauengruppe zum Thema „“Übergang in die Pension“, entstanden aus dem Projekt der AK Wien „Frauen 50+ – Gestalterinnen ihres Lebens“.

Gestern hatten wir wieder ein spannendes Treffen. Danach habe ich dieses Mail mit ein paar Literatur- und Videotipps verschickt. Die Hinweise könnten auch für Dich interessant sein. Schau mal…

ich wollte euch die links schicken zum
lesenswerten buch „zuversicht“ von zeitredakteur ulrich schnabel
https://www.ulrichschnabel.de/de/buecher/Zuversicht.php

und zum buch „kompass neues denken“ der philosophin natalie knapp (zu dem ich über erstes buch gekommen bin):
http://anders-denken-lernen.de/publikationen/
knapps buch liest sich nicht ganz so flüssig wie schnabels, ist aber sehr gehaltvoll und bringt erfrischend neue perspektiven. so eine erfreuliche kluge frau!

und ein tipp für die pensionistinnen unter uns, die zeit haben (sind schon zwei bedingungen 🙂 ):
falls du erbauliches längeres gespräch anhören willst, kannst du hier die beiden im lebhaften dialog hören zum grossen thema „wahrheit“:
https://www.youtube.com/watch?v=zyG8mA3M7Gs

beim niederösterreichischen dialogikum phönixberg, wo dieses gespräch geführt wurde, gibt es übrigens noch viel mehr an feinster „geistnahrung“:
https://www.phoenixberg.at/dialogikum-phoenixberg/videos.html

auch die ak vorarlberg hat mit ihrer vortragsreihe „wissen fürs leben“ einen wunderbaren schatz an videos online gestellt:
https://vbg.arbeiterkammer.at/wissenfuersleben

ich sehe grade, der letzte vortrag von anfang februar 22 handelt vom buchGlobo – Eine neue Welt mit 100 Menschen.“
ein ganz wunderbares projekt.

ist es nicht grossartig, dass es diese perlen an wissen und weisheit so leicht zugänglich gibt?
wir brauchen uns nur ein wenig auszurichten und auszustrecken…

An allen Ecken und Enden kollektives Wachsen…

Mittwoch, Februar 9th, 2022 von ulli

…what wants to come forth in each of us as we collectively co-create a society that addresses the great challenges of our time.

was für inspirierende Worte aus dem Newsletter von wisdom 2.0, 

und er endet mit: „If there is one thing the past two years have taught us it is the enormous value of quality human connection.

Wenn dir das Englische nicht so behagt, so findest du hier die wunderbare wertvolle Initiatvie von pionieers of change, die im niederösterreichischen Oberwölbling seinen Ausgang nimmt und sich nun auch online in alle Richtungen verbreitet.

Oder futurzwei, Stiftung Zukunftsfähigkeit. Geschichten des Gelingens.

Ich habe eben das Buch „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel fertig gelesen, eine grosse Empfehlung. Es macht dich leicht und froh. Spannend auch, dass im letzten Kapitel des Buchs das „Buch der Freude“ zitiert wird, das ich in meinem letzten BlogBeitrag genannt habe. Zufall? Ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg 🙂

Und von Ulrich Schnabel aus bin ich auf das Buch und die Arbeit von Natalie Knapp gekommen: „Kompass neues Denken“. Da heisst es:

„…offenbar funktioniert in einer hochgradig dynamischen und vernetzten Welt unsere bisherige Art des Denkens und der Zukunftsplanung nicht mehr. Unerwartete Ereignisse werfen unsere Pläne und Ideen immer öfter über den Haufen. Deshalb müssen wir lernen, Ungewissheiten auszuhalten und flexibel auf Unvorhergesehenes zu reagieren. Wir brauchen die Fähigkeit, neue Denkwege zu beschreiten und unerwartete Lösungen zu finden. „

Ich bin grad dabei das zirkuläre Denken zu erkunden. Spannend wie ein Thriller.
Vielleicht auch für Dich?

 

Die Freude ruft!

Montag, Februar 7th, 2022 von ulli

Mission: Joy – Finding Happiness in Troubled Times (2021)

Da gibt es einen neuen Film, der sehr weise und bezaubernd daherkommt. Bei dem du mitlachen kannst und dich wunderst, wie zwei alte Männer mit so unterschiedlicher Herkunft, aber doch ähnlichen Geschichten und dramatischen Biografien sich an den Händen halten und lachen, lachen, lachen.

Dazwischen sagen sie auch sehr kluge Dinge, müssen sie auch. Schliesslich handelt es sich um den Dalai Lama und Desmond Tutu (der leider letzten Dezember verstorben ist). Obwohl sie aus verschiedenen Religionen kommen, klingen die Kernaussagen ähnlich. Nicht der Wunsch oder das Streben nach Freude macht freudig, sondern das Teilen mit anderen. Wir suchen so oft am falschen Ort nach Glück und Freude. Wir suchen diese Qualitäten im Äusseren, aber sie sind vor allem im Inneren zu finden, in einem gelungenen Leben und vor allem im guten Umgang miteinander. Auch Krisen und schwierige Zeiten verhindern nicht ein Leben mit Freude. Es kommt nur auf den richtigen Umgang an. Und vielleicht sind es gerade die schwierigen Erfahrungen, die zur Lebensfreude beitragen?

Es geht bei dem Film um Die Freude und das rundherum ist auch nicht schlecht. Misson Joy, ist der Name der Initiative, die den exzellenten Film gemacht hat, die dich über die wissenschaftlichen Hintergründe zur Freude aufklärt und dich auffordert, deine Geschichten der Freude zu teilen. Denn damit wird noch mehr Freude geschaffen. Einen Newsletter gibt es auch, zu dem es heisst „Sign up to get some booster shots of joy„.

Hier gehts es zum Film auf vimeo. Ich hatte die Freude, zur vollen Filmversion eingeladen worden zu sein und weiss jetzt nicht, ob auch du hier den ganzen Film sehen kannst. Aber das findest du sicher selbst heraus. Allein der Trailer ist sehenswert.

In der amerikanischen Zeitschrift für Buddhismus „Tricycle“ gibt es einen kleinen schönen Bericht über den Film. Dabei wird auch auf das Buch zu dem Projekt verwiesen, das, schon 2016 entstanden, es zum New York Times Bestseller gebracht hat: The Book of Joy: Lasting Happiness in a Changing World. 

Ich hoffe, Buch und Film werden bald ins Deutsche übersetzt. Der Film spricht jedenfalls eine universelle Sprache, die von Humor, Weisheit und Freude.

 

 

HOPPLA, da ist das Buch ja auch auf Deutsch! Mit dem Titel: Das Buch der Freude.

Auf der Website des Verlags befindet sich eine schöne Rezension mit dem sehr passenden Zitat:

„… Beide haben in ihrem Leben Leid erfahren und wissen, wovon sie sprechen, …: „Leid lässt sich nicht vermeiden, erklärten sie während der gemeinsamen Woche, aber wie wir dem Leid begegnen, das ist unsere eigene freie Entscheidung. Keine Besatzung oder andere Unterdrückung kann uns dieser Freiheit berauben.“

Wirklich ein Mutmachbuch, ein Mutmachfilm und ein Mutmachprojekt: Mission JOY

 

Die Rolle der Medien in der Corona Berichterstattung

Freitag, Februar 4th, 2022 von ulli

Ich schaue gern bei Luisa Francias Tagebuch vorbei. Ich schätze sie als kritische politische Frau, die sich mit Lebenskunst gut auskennt. Hier schreibt sie:

„das schlimmste an der pandemiezeit ist der alarmismus finde ich. fast alle medien fallen ständig „in d’froasn“, das heisst regen sich total auf und warnen die leserschaft vor immer neuen gefahren. darüber geht die traumzeit verloren. doch die traumzeit ist der wesentliche bestandteil eines glücklichen lebens. das träumen, das innere lächeln, die vergnügte entspanntheit sind die voraussetzung, dass wir uns in der welt wohl fühlen, dass wir uns gut zurechtfinden. es gibt nur eine möglichkeit, der allgemeinen schreckensverbreitung auszuweichen: fernseher smartphone computer immer wieder ausschalten, hinausgehen, die poesie des alltags entdecken und den körper mit frischer luft und flüssigkeit wach und lebendig machen, um geschmeidig durch die herausforderungen des lebens zu gleiten.“

Ich habe übrigens heute an den ORF, den Standard, den Falter und die Wiener Zeitung mails geschrieben, ob sie nicht mit der Reflexion ihrer Corona-Berichterstattung beginnen wollten.
Aufhänger war ein ZDF Beitrag, den ich in den news von Zukunft-jetzt entdeckt habe. Er ist wunderbar wohltuend.

Hier mein mail an den ORF…

sg damen und herren
im zdf wurde kürzlich ein beitrag über die gelassene c-politik in schweden gebracht („Schwedens lockerer Corona-Kurs | auslandsjournal“).
bei uns wird eben die impfpflicht beschlossen, kontrollieren sich die menschen gegenseitig in kultur, gastronomie und handel, müssen kinder mit masken im turnsaal rumlaufen, sperren sich menschen vor angst wochenlang in ihren wohnungen ein, sind familien und freundschaften zerbrochen….
ich sehe in der entwicklung in erster linie kein versagen der politik, sondern der („qualitäts“)medien“, die ja die politik kommentieren/unterstützen/kritisieren sollten. ganz vorne dabei der orf.
der verbreitet monatelang verwirrung, angst und konformitätsdruck und startet danach eine „lasst uns reden aktion“.
beginnen sie doch besser innerhalb des orf einen reflexionsprozess, schauen sie, was sie ausgelöst haben, was dazu geführt hat.. was vielleicht mit guter absicht begonnen hat und dann aus dem ruder gelaufen ist… entschuldigen sie sich für ihre fehler. sagen sie uns, was sie daraus gelernt haben und dass das nie wieder passiert.
mit besten grüssen …

Hast du gewusst, dass sich eine dänische Zeitung bei ihren Leser*nnen für ihre Berichterstattung entschuldigt hat?

Als ich vor vielen Jahren Forschungsberichte für die Europäische Kommission verfasst habe, zählten zu den beliebtesten Methoden der Kommission „best practise – Vergleiche“. Wie wäre es diesmal mit einem Best Practise der EU Staaten zur Corona Politik? Ich glaube Schweden würde wirklich sehr gut abschneiden. Hier das oben angesprochene Video:

Hier ein Vergleich der Impfquoten von Österreich zu Schweden: zum heutigen Tag 74% und 75% ….
mit unterschiedlichen Wegen zum gleichen Ziel.

Die Welt sind wir

Freitag, Januar 28th, 2022 von ulli

Home 38

Eine Filmempfehlung! Gemacht von deeply human ist der Film „Die Welt sind wir“ gerade in den Kinos angelaufen. Du kannst ihn aber auch online anschauen. Ein Film über Mut und Widerstand, Achtsamkeit und Meditation, Kulturwandel und Schönheit. Einfach und erfrischend, still und voller Tiefgang. So bunt sind unsere Möglichkeiten. Über Innen und Aussen, Licht und Schatten und neue mutige Wege.

Danke Andreas Frickinger und allen, die diesen Film gemacht und darin mitgewirkt haben.

Tanja und Roland aus dem Film haben vor kurzem übrigens die „Schule des Herzens“ gestartet: https://nyanabodhi.de/

Aufmerksam wurde ich auf das Filmkunstwerk durch den Newsletter von pioneers of change. Falls du diese konstruktive Initiative noch nicht kennst: Ebenso eine Empfehlung 🙂

Und im gleichen Newsletter findet sich auch ein Hinweis auf ein neues kostenloses ebook von Tania Singer: Mitgefühl: In Alltag und Forschung

Das wird das nächste Mal gesichtet. Jetzt darf erstmal der schöne Film nachwirken.

 

Mindful Piano Pieces

Mittwoch, Januar 26th, 2022 von ulli

Regine hat mich auf Rosey Chan hingewiesen. Eine britische Pianistin, die im Lockdown begonnen hat, Familie und Freunde mit ermutigenden Musikstücken zu versorgen. Daraus entwickelt hat sich ein spannendes Projekt und Musikalbum: SONIC APOTHECARY. Auf ihrer Website schreibt Rosey Chan:

I’m very excited to launch this album because it’s the culmination of 3 months of hard work and study, and learning about the effects of music on the brain.

During this time, I met some of the world’s best and most knowledgeable experts in the fields of sleep, well-being and neuroscience and they shared their advice and guidance with me.

I’d like to share this subconscious therapeutic experience with others.
Think of this as your personal musical pharmacy !

Auf ihrer Website oder hier kannst dus hören. Ich konnte es gar nicht glauben, dass sie frei zur Verfügung gestellt sind! Was für ein Geschenk!

Hast du gewusst, dass am 19. März der „World Sleep Day“ stattfindet? Auch dazu gibt es einen Beitrag auf ihrer Website. Wie Musik zu gutem Schlaf beitragen kann, ist auch Gegenstand in diesem Interview mit Rosey Chan, das mir Regine empfohlen hat: How music soothes us.

Es ist ein Podcast des „Greater Good (Science Center) – Magazine – Science Based Insights for a Meaningful Life“, angesiedelt an der kalifornischen Universität Berkeley.

Ich denke, dieser Adresse kann eine noch mehr Aufmerksamkeit widmen. Fürs erste habe ich mir den Newsletter bestellt.

Ist es nicht wunderbar, was es schon an konstruktiven positiven Initiativen gibt!

 

 

 

Schlechte Gewohnheiten ersetzen mit guten…

Sonntag, Januar 23rd, 2022 von ulli

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A simple way to break a bad habit. 17 Millionen Mal ist dieser Ted Talk mit Judson Brewer (ein „Mindful Addiction Doctor“) schon aufgerufen worden. Und das nicht zu Unrecht. Judson Brewer erklärt darin ganz einfach, wie wir Suchtverhalten wie Rauchen oder FrustKuchenessen verstehen und mit Achtsamkeit begegnen können.

Die Ausgangsbasis: Evolutionär üben wir Gewohnheiten ein mit der simplen Formel „Auslöser-Verhalten-Belohnung“. Wir lernen also als Gewohnheit „Nahrung – Essen – Dopamin“ ein. Dann allerdings setzen wir das bewährte Muster auch ein, um unliebsamen Emotionen wie Traurigkeit oder Ärger zu begegnen. Wir erinnern uns an die Belohnung beim Kuchenessen und greifen zur Mehlspeise. Der Auslöser ist dann der Frust und nicht die Nahrung. Da der Verstand da nicht so schnell mitkommt, wundern wir uns, warum wir so etwas Ungesundes tun.

Auf gleiche Art können wir schädliche Gewohnheiten wieder entlernen, indem wir uns ein „besseres Angebot“ machen. Statt der (unbewussten) Belohnung durch Dopamin, können wir (bewusste achtsame) Neugier einsetzen und unsere Körper-Geist-Prozesse Moment für Moment beobachten. Was sich dann besser anspürt. So ähnlich..

Am besten Ted Talk selbst anhören (ev. deutsche Untertitel einstellen) und das Gesagte kritisch überprüfen, ob es für dich überzeugend klingt und du es ausprobieren willst.

Du kannst dich auch weiter umschauen – und umhören auf Judson Brewers Website. Brewer hat einige Apps entwickelt, die Menschen mit Angststörungen und Suchtverhalten unterstützen. Angewandte Achtsamkeit, die uns zu mehr emotionaler Intelligenz verhilft. Das gefällt mir.

 

Zukunft Jetzt…

Dienstag, Januar 18th, 2022 von ulli

Eine Initative, die heute meine Stimme bekommen hat:

https://zukunft-jetzt.at/

Eine Initiative, die hoffentlich dazu beiträgt, das gesellschaftspolitische Eis ein wenig schmelzen zu lassen. Eine mutige Aktion. Und nicht die erste, wie die offenen Briefe zeigen, die ich bisher nur aus den Medien kannte und mir – wenn ich sie selbst lese – eigentlich gut gefallen. In den Medien kamen sie nicht gut weg, wie auch die alternative Corona Strategie (Ein versöhnlicher Weg aus der Krise) von einigen Basisgrünen. Es ist also angesagt, sich selbst ein Bild von den Originalquellen zu machen. Wie gut, dass es das Internet gibt!!

Wir können uns die Köpfe heissreden und uns die Argumente um die Ohren schlagen, für oder gegen die Impfung, für oder gegen diese oder jene Massnahme, für oder gegen diese Strategie..

Vielleicht geht es gar nicht um die Fakten oder ums Recht haben oder das Überzeugen, sondern dass wir lernen, miteinander geschickter umzugehen.

Die Gelegenheit ist günstig. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Medienbeitrag für Medienbeitrag. Gespräch für Gespräch.

Und dazu passt gut, das Magazin auf meinem Tisch von moment by moment: Kommunikation: Sprechen und Zuhören mit Wertschätzung und Präsenz.  Wirklich eine Empfehlung.

Ich bin jedenfalls GEGEN die geplante Impfpflicht, weil ich denke, dass der Schaden grösser sein wird als der Nutzen.
Und ich werde versuchen, die Auseinandersetzung dazu mit Mitgefühl, Freundlichkeit und Grosszügigkeit zu führen. Haltet mir die Daumen!

hier noch einige interessante Links von Initiativen, die ich mir näher ansehen werde:
Demokratie und Grundrechte
Aufruf zum feministischen Systemwechsel
Corona Aussöhnung (das Papier der Initiative wird hier von ARD Faktenfinder kritisch besprochen – was hier wiederum von Christian Felber thematisiert wird …)

 

 

Mango oder Apfel, egal

Sonntag, Dezember 19th, 2021 von ulli

Stell dir vor, du hast einen Apfel mit verfaulten Stellen. Wenn du klug bist, nimmst du ein Messer und schneidest die faulen und wurmigen Stellen weg.
Dann isst du den Apfel.
Wenn du nicht klug bist, dann schneidest du die fauligen und wurmigen Stellen weg, und isst … die fauligen und wurmigen Stücke.
Den guten Apfel bemerkst du gar nicht.
Er bleibt ungegessen.

Diese kleine Anregung – mit einer Mango statt einem Apfel – stammt von Ajahn Lee, einem thailändischen Meditationslehrer.  Hier das Zitat in englischer Übersetzung :

„If a mango has a rotten or a wormy spot, take a knife and cut it out. Eat just the good part remaining. If you’re foolish enough to eat the wormy part, you’re in for trouble.“ (Ajahn Lee, 1957: „At the Tip of Your Nose“)

Als ich das Zitat zum ersten Mal hörte, musste ich laut lachen. Es hat mich an die menschliche Gewohnheit erinnert, den unangenehmen Dingen weit mehr Aufmerksamkeit zu geben als ihnen entspricht. Du brauchst nur die Nachrichten einzuschalten und wirst davon weggeblasen.. Wie weit trage ich bei zu diesem kulturell gut eingeübten Muster? Wo versuche ich gegenzusteuern? Übe ich mich darin, gegen den Strom zu schwimmen? Bemerke ich den Strom überhaupt?

Wie Buddha meinte: Nichts bringt grösseres Leiden als ein untrainierter Geist. Und nichts bringt grösseres Glück als ein trainierter Geist.

Wie geht es dir damit?

Dazu passt gut Rick Hansons Buch: „Das Gehirn eines Buddha“ – in dem er diesen Hang zum negativen Denken aus einer neurophysiolgischen Perspektive  gut beschreibt. Ich habe es vor Jahren gelesen, und einiges davon ist mir in bester Erinnerung geblieben.

Vielleicht der passende Lesestoff für die Weihnachtsfeiertage?

 

Ein Vorbild

Samstag, November 20th, 2021 von ulli
Ich erlaube mir, diese kürzlich erfolgte Aussendung eines (mir bekannten) Chefs an seine MitarbeiterInnen in anonymisierter Form hier widerzugegeben.
Mit einer tiefen respektvollen Verbeugung.
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Betreff: An meine lieben und wertvollen Kolleg*innen

 Liebe Kolleg*innen

Die anhaltende Problematik mit der Pandemie ist für uns alle eine frustrierende Situation. Die Infektionszahlen sind auf hohem Level stark steigend. Diese Tatsache und der gesellschaftliche Umgang führt zu vielen Diskussionen oder Verdrängungen im Alltag und auch zu Ängsten, die sehr unterschiedlich sein können: Angst vor Ansteckung und Erkrankung, Angst vor Ausgrenzung, Angst vor Bevormundung, Angst vor Isolation, Angst vor Ungerechtigkeiten, Bedrohung des friedlichen Miteinanders, Angst vor Impfstoff oder -stich, Angst vor Virus, Angst vor einer Weltverschwörung, Angst vor bösen Mächten, Angst zu Sterben, Angst betrogen zu werden, Angst vor Versagen von Entscheidungsträger*innen, und vieles andere mehr…

Ein gutes Miteinander ist nur möglich wenn wir auf einer gemeinsamen Basis arbeiten können und uns auf gemeinsame Regeln und Vorgangsweisen verstehen. Momentan sind 1,7% der gesamten österreichischen Bevölkerung Covid19 positiv. Das heißt es ist sehr wichtig aufeinander Acht zu geben und ich bitte euch die Regeln einzuhalten und gut miteinander im Austausch zu bleiben.

Wie ihr wisst, gilt die 3G Regel am Arbeitsplatz, was bedeutet, dass nur mit einem aktiven Impfnachweis, einem PCR Nachweis oder einem nachgewiesenen/zertifizierten Antigentest gearbeitet werden darf. Bei Kontakt mit anderen bitte eine FFP2 Maske tragen (und zwar sinnvollerweise über Nase und Mund) und bitte weiterhin Hygiene, Lüften und Abstand beachten.

 In Bezug auf Umgang mit Klient_innen gilt für die Organisation:

Es werden Fragen und Themen auftauchen, die mit Impfung und Abwägung zu tun haben. Unsere Organisation orientiert sich hierbei an gesetzlichen Vorgaben und an wissenschaftlicher Lehrmeinung und empfiehlt sich gegen das Virus impfen zu lassen. Andere Meinungen sind im privaten Kontext und im kollegialen Diskurs erwünscht. In Vertretung nach aussen und im Umgang mit Klient*innen sind Äußerungen, die legitimierte Institutionen und wissenschaftliche Erkenntnisse generell in Zweifel ziehen, unangebracht.

 Der gegenseitige Respekt und das Austauschen von Meinungen und Ängsten sind gerade in dieser Situation sehr wichtig, ebenso wie das Ausrichten nach einer klaren Vorgabe. Wir werden alle daran arbeiten auch in dieser schwierigen Situation eine Atmosphäre zu schaffen, die produktives, freudvolles Arbeiten ermöglicht und die den Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, viel Positives und Mut zu ihrem Weiterkommen mitgibt.

Danke für eure Arbeit und euren Einsatz

Liebe Grüße

 

Joanna Macy

Freitag, November 5th, 2021 von ulli

Hoffnung durch HandelnVon Joanna Macy habe ich hier schon öfter berichtet.

Eins ihrer Bücher auf Deutsch heisst  „Hoffnung durch Handeln“. Ich habe unlängst eine feine Zusamenfassung davon gehört. Sehr inspirierend und anregend.

Hier möchte ich einige Links zu Videos mit ihr hier zusammenfassend auflisten:

Die Klimakrise als spiritueller Weg (englisch, Ausschnitt aus einem längeren Interview)

The Hidden Promise of Our Dark Age:
https://youtu.be/vzmjF1jE2K0

Dankbarkeit (ganz kurz):
https://youtu.be/TS7C8_IHNn8

Den Schmerz um die Welt würdigen (ganz kurz):
https://youtu.be/TN8RKpSAWA0

und hier noch ein feines verschriftlichtes Interview in deutscher Sprache:
https://tiefenoekologie.de/12-politk-des-herzens/9-joanna-macy-die-welt-als-geliebte

ja, die Welt als Geliebte sehen, das ist schon eine wunderbare Idee..

Viel Freude beim Kennenlernen!

und weil es dazu passt…
Sylvia Kolk meine langjährige Lehrerin aus Deutschland, hat grad ein feines Format im Internet eröffnet:
https://www.sylvia-kolk.de/de/community/Online-Community.php

Die vier edlen Wahrheiten

Sonntag, Oktober 17th, 2021 von ulli

Dieses Büchlein von Ajahn Sumedho erklärt die grundlegenden buddhistischen Prinzipien auf einfache, tiefgründige und verständliche Weise. Unterhaltsam ist es obendrein. Für die Begleitung einer guten buddhistischen  Praxis bestens geeignet. Ich könnte es immer wieder immer wieder immer wieder lesen. Ich glaube das würde als Grundlage genügen. Falls du dich also nicht zu lange mit dem Drumherum aufhalten willst, ein guter Tipp:

Die vier edlen Wahrheiten (als pdf frei downloadbar)

Engel Engelhorn

Freitag, September 10th, 2021 von ulli

„Ich bin Millionärin und möchte besteuert werden!“ – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Marlene Engelhorn, Millionen-Erbin in spe


Eine wunderbare Interviewerin im Gespräch mit einer wunderbaren jungen Frau, die Strukturen neu denkt. Aus der Position der Mächtigen und Reichen. Da bleibt dir fast die Luft weg, so unerhört ist das Gesagte. Wieder mal Ö1, das meinen Horizont erweitert.

„Beziehungsarbeit in Grossformat ist Gesellschaft“, sagt Marlene Engelhorn, und obwohl sie Literaturwissenschaft studiert, denkt sie soziologisch und spricht wie eine Politologin. Ich könnte ihr stundenlang zuhören, so neu ist das Gesagte, so klar ist ihre Stimme, so deutlich ihre Entschlossenheit. Sie erzählt von der Initiative „Ressource Generation“, die innere Strukturen antasten will und zur Reflexion anregt: „Was ist das gute Leben für alle? Was ist genug? Wer entscheidet das?“  Oder hast du schon von der „Guerilla Foundation“ gehört, die Fördergelder vergibt in einem partizipativen multiperspektivischen Prozess?

„Gehen Sie wählen, tauschen Sie sich aus, auch mit mir“, sagt sie und ihre Aufrichtigkeit klingt echt. Ich wünsche ihr guten Austausch und viel Kraft für ihren mutigen Weg.

Das Gespräch wurde im Rahmen der globArt Academy im September 2021 geführt. Thema war „Sinn“. Da gibt es sicher noch mehr Interessantes zu lesen und zu hören.

Ausserdem spricht Renata Schmidtkunz nächste Woche im Rahmen von da capo mit Alice Schwarzer. Auch das wieder ein fixer Ö1 Termin.

Donna Haraway

Montag, August 30th, 2021 von ulli

Was für eine wilde Denkerin! Eva hat mir den Tipp gegeben, das Salzburger Nachtstudio von letzter Woche nachzuhören:
Donna Haraway und ihr radikales Denken der Verwandlung. Auch wenn du die Ö1 Sendung vermutlich nicht mehr nachhören kannst, so kannst du zumindest den zusammenfassenden Text lesen.

Was für verwegene kreative ungewohnt freie Gedanken! Ich bin ganz fasziniert und werde mir sicher noch mehr Stoff der Amerikanerin Donna Haraway, promovierte Biologin und Wissenschaftshistorikerin, zu Gemüte führen. Solch grosse grenzüberschreitende Geister braucht die Welt! Mir gefällt ihr Aufruf: „Make kin, not babies“!

Beziehungen und Interdependenzen in den Mittelpunkt zu stellen und ganz neu zu denken, kenne ich bereits von Andreas Weber, Joanna Macy oder Thich Nhat Hanhs Ansatz des Interseins. Doch derart gefasst, habe ich es noch selten gehört. So lustvoll und kühn.  Mit neuen Wortkreationen und unerwarteten Metaphern. Direkt aus der Erfahrung, mit tiefgehender Analyse, ziemlicher Abstraktion und der Berücksichtigung unterschiedlichster Perspektiven.

Und schon habe ich in den Weiten des Internet mehr Beiträge über die Bücher und das Werk dieser bemerkenswerten Utopistin gefunden: Donna Haraway: Unruhig bleiben. Allerdings gefällt mir der englische Originaltitel ihres letzten Buches besser: „Staying with the Trouble. Making Kin in the Chthulucene„. Da der Stoff ziemlich anspruchsvoll ist, werde ich vermutlich bei der deutschen Übersetzung bleiben. Übrigens.. was ein Chtulucene ist und wie es auszusprechen ist, habe ich schon im Radiobeitrag gehört. …

Ich weiss also, wo es weiter geht.
Interessiert, mit abzuheben?

 

Nachtrag: hier noch ein interessanter Artikel :
Philosophin mit Hirn, Herz und Hund

 

Weisheit unverhofft

Dienstag, August 17th, 2021 von ulli

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So eine Heldinnengeschichte. Solch ein Vorbild für junge Frauen. So unverhoffte Weisheit. Diese Aussage gefällt mir in dem Interview am besten:

I’m old…I’m thirty. I started to realize that all those people that say that they know actually don’t know. – And the ones that know, say that they don’t know.“  Anna Kiesenhofer
Hier gehts zu ihrer Website: www.anna-kiesenhofer.com

Kunst in der Natur

Donnerstag, August 12th, 2021 von ulli

Schon zum 28. Mal findet das Symposium Kunst in der Natur am Wachtberg statt. Das Filmchen darüber ist eine Freude und zeigt die Vielfalt und Kreativität der künstlerischen Ansätze.  Von der ersten Künstlerin im Film, Daniela Gruse, besitze ich einige lieb gewordene Bilder und Werkstücke aus Holz. Was sie angreift, wird zu Schönheit.

Der Wachtberg liegt nahe Gars am Kamp und ist einen Besuch wert.

Auf der Website www.kunstindernatur.at/ findest du folgende Beschreibung:

„Das Veranstaltungsprogramm von Kunst in der Natur umfasst das Kunst Symposium, sowie Musik Konzerte, Tanz und Performance. Jährlich von Mai bis September, an den Samstagen nähst dem Vollmond, finden die Kultur Events statt. Dazwischen liegen Seminare, Workshops, Hochzeiten und andere Aktivitäten.“

Ausserdem heisst es da…

„Auf einem 10km langem Skultur und Objektwanderweg können die bestehenden Kunstwerke ersichtet werden.“

Also. Lust auf einen Ausflug?

Buddhist Action Week – ACTION!!

Dienstag, Juni 22nd, 2021 von ulli

Wie du vermutlich weisst, fühle ich mich der ÖBR sehr verbunden.

Diese Woche, vom 21. –  28. Juni 2021  veranstaltet die ÖBR, die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft, die „Buddhist Action Week„. Sie steht unter dem Motto: Outer Purity & Inner Purity

Auf der Website heisst es dazu:
„Wir wollen mit der österreichweiten Buddhist Action Week 2021 Menschen ermutigen, Maßnahmen zu ergreifen, die der Umwelt, anderen Menschen, unseren lokalen Gemeinschaften und der Gesellschaft zugutekommen.“

Ist das nicht eine feine Sache? Die ganze Woche über gibt es österreichweit spannende Veranstaltungen, Vorträge, Sitz- und Gehmeditationen.

Am besten gefallen mir Aktionen wie die „Wiener Prater Ent-Plastifizierung!“, wo auf den Praterwiesen gemeinsam Müll gesammelt wird und danach bei einem Picknick ein Austausch dazu stattfindet.

Aber sieh selbst, was sich da im Programm alles finden lässt: oebr.at/angebotprogramm/buddhist-action-week-2021

Frei von Hashimoto

Freitag, Juni 18th, 2021 von ulli

Christa Langheiter hat wieder ein grossartig hilfreiches Buch geschrieben, das ich dir sehr ans Herz legen mag. Es heisst „Frei von Hashimoto“ und du kannst es auf Christas (besuchenswerter) Website  oder auch im Buchhandel bestellen.

Kennst du Hashimoto, die Autoimmunerkrankung der Schilddrüse? Sie gilt als unheilbar und wird vor allem bei Frauen – meist erst nach langem Leidensweg – diagnostiziert.

Christa, die nicht umsonst einen Mut-Blog führt, hat 17 Frauen interviewt und ihre Heilungsgeschichten niedergeschrieben. Im Fernsehinterview gefragt, was sie den Leserinnen mitgeben mag, gibt sie spontan die Antwort: Hoffnung.

Ich habe das Buch gelesen und der Geschmack davon ist nicht nur Hoffnung, sondern auch Vielfalt, Kreativität und Eigenwilligkeit.

Qualitäten, die wir in allen Lebenslagen gut gebrauchen können.

Danke Christa für dein neues mutmachendes Projekt!