Posts Tagged ‘Übungen’

Ayya Santacitta in Wien!!

Donnerstag, Juli 29th, 2021 von ulli

Ich habe in einem früheren Beitrag schon über Ayya Santacitta geschrieben.
Sie ist eine spannende Person, eine buddhistische Nonne, die in Kalifornien ein Theravada Kloster mitbegründet hat und aus der Steiermark stammt.  Ich besuche seit Herbst einen Onlinekurs bei  ihr und bin sehr angetan von der Qualität und Tiefe ihres Lehrens. In diesem fundierten Kurs stellt Ayya Santacitta zur Inspiration die Therigata vor, die in Gedichtform überlieferten Texte der ersten buddhistischen Nonnen. Du findest im Quellenmaterial von Ayya Santacittas Website verschiedene Übersetzungen dazu.

Nun ist Ayya Santacitta seit Mitte Juli in Wien und wird sogar im August an den Mittwoch Abenden im buddhistischen Zentrum in Wien lehren:  Loslassen durch Klarsicht (auch online unter diesem Link).

Hier kannst du  Ayya Santacittas Vorträge und Anleitungen hören und ihre weiteren Termine in Österreich, Deutschland und der Schweiz sehen: https://alokavihara.org/deutsch

In diesem Interview auf Deutsch, (Close Up, Bruck/Mur, Österreich, 2016 (11:36)) bekommst du einen sehr guten Eindruck von ihr.

Ich freue mich sehr über ihr Kommen! Möge sie sehr lange bleiben!

Dankbarkeit

Freitag, Mai 7th, 2021 von ulli

Von Bruder David Steindl-Rast habe ich auf diesem Blog schon öfter berichtet.  Hier nun in seinem Geiste eine wunderbare Initiative. Ich habe eben die letzten Wochen mitgemacht und kann bestätigen, dass Dankbarkeit ein wundervoll leichter Weg zu einem friedlichen Geisteszustand ist. Schau dich selbst um auf www.einfach-dankbar-leben.eu

Da findest du folgendes Angebot und noch vieles mehr:

„Gratis: Online-21-Tage-Wohlfühlexperiment
Wir laden Sie ein, für drei Wochen die Wirkung von Dankbarkeit selbst zu erfahren. Mit 21 Impulsen wollen wir Sie ermutigen, inspirieren und Ihnen praktische Tipps für Dankbarkeitsübungen geben.
Wir wissen, dass Sie das Führen eines Dankbarkeitstagebuches alle anderen Übungen besonders intensiv und wirksam erleben lässt. Deshalb empfehlen wir Ihnen, genau das zu tun.
Der Aufbau ist für Einsteiger ebenso gedacht wie für Menschen, die ihre bereits erworbenen Kenntnisse ver-tiefen und ihre Dankbarkeitsarbeit mit neuen Impulsen beleben wollen.“

Danke Gerhard und Ihr anderen Schatzsucher*innen!!

Kohärentes Atmen

Montag, Mai 3rd, 2021 von ulli

Ich habe auf diesem Blog schon einmal über die Methode des kohärenten Atmens berichtet. Kürzlich habe ich  ein Seminar dazu besucht und kann sie jetzt noch besser verstehen und darum auch motivierter üben. Bei Herzrasen hat mir die Methode in den letzten Jahren schon gut geholfen. Was früher ein paar Stunden Hektik auslöste, ist mittlerweile in fünf bis 10 Minuten weggeatmet. Das überzeugt. Aber die Atemtechnik kann noch viel mehr leisten. So heisst es bei der Beschreibung des Videos:

„Eine ausgezeichnete Methode, um den Herzschlag und Blutdruck über die Atmung zu regulieren und zum Ausgleich von Sympathikus und Parasympathikus im autonomen Nervensystem zu gelangen.“

Das Buch ist ebenso überzeugend wie das Video und erklärt im Detail die wissenschaftlichen Hintergründe und Anwendungsgebiete. Das Android App “Paced Breathing” macht das Üben kinderleicht. Aber auch im Internet ist mit www.spacerpacer.com/ das Üben ganz einfach. (Du kannst die Einstellungen dafür auch speichern, hier die meinen).

Wilfried hat beim Seminar auch von dem grossartigen Projekt des „English National Opera“ berichtet, in dem OpernsängerInnen Atemübungen mit LongCovid Betroffenen durchführen. Das Projekt wurde jüngst ausgeweitet, weil so erfolgreich. Ist das nicht TOTAL ERFREULICH? Hier der Artikel in der New York Times dazu und hier direkt zur ENO Breathe.

Ich bin ein grosser Fan von Wilfried Ehrmann. Er ist Atemlehrer, Psychotherapeut, Buch- und BlogAutor, aber vor allem ein überzeugender Mensch. Ich kenne wenige so tiefgründige, gelassene und weise Menschen persönlich. Ein Vorbild. Sein Büchlein „40 Tore der Weisheit“ ist eine regelmässige Quelle der Inspiration. Ein Absatz genügt und nährt dich für den Tag. Das neuestes Buch zum Thema Scham steht auch in meinem Buchregal, das Video dazu gibt einen ersten Einblick zu diesem schwierigen und so zentralen Gefühl.

Hier ist Wilfrieds Website zu kohärentem Atem, die dich auch zu seinen anderen Websites führt.
Neugierig geworden?

 

Netzwerk Achtsame Wirtschaft (NAW)

Samstag, April 17th, 2021 von ulli

Der aktuelle Newsletter des NAW von Kai Romhardt ist so gehaltvoll, dass ich ihn dir unbedingt ans Herz legen will.

In dem Newsletter befindet sich ein „Frühlings-Praxispaket zum Achtsamen Arbeiten„, das ich hier in voller Länge herzeigen will:

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Wenn ihr über das Thema Arbeit meditieren möchtet: 

Meditation zu Verbundenheit in und mit meiner Arbeit

Geleitete Meditation zu Urteilen

Selbstfürsorge in Corona-Zeiten (Metta-Meditation) (Audio)

Anstöße und Inspirationen zu Selbstreflexion und Kontemplation:

NAW-Emotionscheck (Duft meiner Arbeit in emotionalen Spannungsfeldern)

Mindful Business Commitment (3. Übungsfeld = Achtsam Arbeiten)

Meine Arbeit und Ich (Lückentext zur Selbstreflexion – Zweiseiter)

Praxisstimmen aus NAW-Retreats zur achtsamen Arbeit

Kontemplationen für achtsames Arbeiten und beschäftige Leute (Kurzversion)

Kontemplationen für achtsames Arbeiten und beschäftige Leute (Langversion)

Contemplations for busy people

Wenn ihr eure Arbeit praktisch erfrischen möchtet:  (mehr …)

gut denken UND gut körpern

Donnerstag, April 8th, 2021 von ulli

Wieder etwas Grossartiges entdeckt. Das Buch ist schon bestellt und unterwegs:  Im Körper zu Hause sein. Mit Zapchen Somatics zu Leichtigkeit und Wohlbefinden. Es wurde von Cornelia Hammer geschrieben und im Auer Verlag schon in der zweiten Auflage publiziert. Der Auer Verlag veröffentlicht von Cornelia Hammer jede Woche eine kleine Übung aus den Zapchen Basics und du kannst in einem kurzen Video schauen oder in einem Podcast hören, worum es dabei geht.

Zur Beschreibung des eben verlinkten Podcasts „Carl-Auer Sounds of Science: Zapchen Somatics: kinderleicht – wirksam – entspann‪t“‬  heisst es:

„Zapchen, ein Wort aus dem Tibetischen, hat einen großen Hof an Bedeutungen. Das Verhalten ungezogener Kinder, die gewohnte Ordnungen irritieren, kann dort genauso Zapchen genannt werden wie spontanes, wohltuendes Verhalten erleuchteter Weiser, jenseits gewohnter Regeln.“

Ich werde also in nächster Zeit mehr gähnen, summen, schnauben, lächeln oder schaukeln… Das alles gefällt meinem Körper gut.

In Zeiten wie diesen auch hilfreich: das  „Zapchen Hygienekonzept“

Zum Zusammenhang von  Körper, Geist, Stimung und Gefühlen mit unserem Verhalten gibt es ja schon einiges an Erkenntnissen, die langsam den Weg in die Mitte der Gesellschaft finden. Bewegung, Atmung und Stimme geben wunderbare Einflussmöglichkeiten auf unser Wohlbefinden. Ich werde mich bis das Buch kommt auf Cornelia Hammers Website bei „Artikeln und Texten“ noch ein wenig umsehen, was es da noch zu wissen, vertiefen und zu üben gibt.

Begeistert bin ich deshalb, weil sich bei Zapchen der Ansatz von somatics mit Buddhismus verbindet, und sogar in einer Broschüre von Cornelia Hammer ein Bezug zur Hospizarbeit hergestellt wird: EINFACH SEIN – Wege aus der Anstrengung – Eine Einladung für Menschen im Hospizbereich. Alles Themen, mit denen ich mich seit Jahren intensivst befasse!

Die Gründerin von Zapchen ist die Amerikanerin Julie Henderson, die in jüngeren Jahren auch mit Paul Ekman, dem grossen Gefühlsforscher, zusammengearbeitet hat. Ihr Ansatz hat also Hand und Fuss. 2010 wurde sie von Buddhimus aktuell interviewt, hier der schöne Beitrag. Ihre Bücher wurden tw. auf Deutsch übersetzt und klingen sehr spannend. Da gibt es etwa ein ganzes Buch nur übers Summen! Hier ihre Website: https://www.zapchen.com Hier die Website zu zapchen in Deutschland: https://zapchen.de

Julie Hendersons Zapchen-Ansatz fokusiert auf „Well-Being“. Wenn wir in Schwierigkeiten stecken, sollen wir uns im ersten Moment um unser Wohlbefinden kümmern und von diesem Ort aus  im zweiten Schritt nach einer Lösung suchen (von der wir uns im Normalfall das Wohlgefühl versprechen). Diese Umkehr von Ursache und Wirkung gefällt mir. Denn das wissen wir aus eigener Erfahrung: erst mit klarem Geist können wir gute Lösungen finden.

Schön, dass es auch in Österreich mit Heidrun Mäntele-Frick and Jens Frick VertreterInnen dieses Ansatzes gibt:  https://zapchen.at

Das Buch habe ich übrigens im Bücherschatz der Achtsamkeits-Akademie entdeckt. Da lässt es sich gut stöbern. Danke Susanne!

Lehrende Frauen im Buddhismus

Donnerstag, März 11th, 2021 von ulli

Young woman with samurai swordDiese Woche war Frauentag und es gab dazu viele Beiträge und Diskussionen in den Medien. Sehr erfreulich. Langsam bewegt sich etwas.

Welche Lehrerinnen gibt es eigentlich im Buddhistischen, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe?

Ich besuche grade online alle zwei Wochen den Kurs von

Santacitta Bhikkhuni
Sie ist buddhistische Nonne, die in Kalifornien ein Theravada Kloster mitbegründet hat und aus der Steiermark stammt. Sehr spannend. Sie unterrichtet auf Deutsch und kommt diesen Sommer nach Österreich. Hier kannst du ihre Vorträge und Anleitungen hören. In diesem fundierten Kurs stellt Ayya Santacitta zur Inspiration die Therigata vor, die in Gedichtform überlieferten Texte der ersten buddhistischen Nonnen. Du findest im Quellenmaterial verschiedene Übersetzungen dazu. Eine inspirierende Nachdichtung von Matty Weingast unter dem Titel „the first free women“ wird demnächst im Shambala Verlag neu aufgelegt. „Like opening a window and letting a clean freh wind blow through my being“ kommentiert Joanna Macy die erste Auflage. Du findest auf diesem Blog wiederholt Beiträge mit  Joanna Macy, der von mir so geschätzten Vertreterin der Tiefenökologie.. So schliessen sich die Kreise… oder wachsen die Ringe…

Eine weitere Österreicherin, die schon lange im Ausland lebt und lehrt, genauer in Thailand, ist Mae Chee Brigitte Schrottenbacher. Sie hat eben eine neue Website bekommen und bietet coronabedingt auch online Meditationskurse an: https://www.meditationthailand.org/ 2020 hat eine Gruppe ihrer SchülerInnen einen Verein gegründet, um ihre Lehrtätigkeit und sozialen Projekte tatkräftig zu unterstützen: Mind and Metta. – Mit MC Brigitte gemeinsam habe ich auf der Fahrt zu einem Retreat in der Slowakei  (aus dem sicheren Auto) einen echten wilden Bären gesehen. Unvergesslich.

Folgenden Tipp  gab es kürzlich von Hannes Huber. Klingt interessant. Beth Upton war 10 Jahre lang Nonne und unterrichtet jetzt Meditation, auch online, auf Englisch: https://bethupton.com

Auch in Belgien wird seit einigen Jahren das Nonnenkloster „Tilorien“ aufgebaut, was ich erst aus Ayya Santacittas Newsletter erfahren habe. Zu den Anliegen der Klostergründung heisst es auf der Website: „Wir bieten einen Ort für die Praxis, der Bhikkhunis und anderen weiblichen Ordinierten Vorrang einräumt. Gleichzeitig unterstützen wir Angehörige unterrepräsentierter Gruppen wie etwa Menschen, die sich als LGBTIQ+ identifizieren, sich im Dhamma zu entwickeln.“ Interessant, oder?

Meine jahrelange Meditationslehrerin, die ich über alles schätze, ist Sylvia Kolk. Eben bietet sie wieder ein Online Kurzretreat an: „Nur wer sich selbst erkennt, versteht die Welt!“. Ich habe bisher noch keins ihrer Online Retreats versäumt und bin seit 2007 ihre dankbare Schülerin. Der Weg nach Deutschland zu ihren Retreats war mir nie zu weit. Was habe ich schon von dieser humorvollen klugen Frau gelernt!!  https://www.sylvia-kolk.de Du kannst ihre Meditationsanleitungen auch auf (dem kostenlosen Handy App) https://insighttimer.com/sylvia-kolk hören. Das besondere an ihrer Lehre sind Art und Ausmaß, wie fundierte buddhistische Weisheit mit aktueller gesellschaftspolitscher Reflexion verbunden wird. Und jeder Schritt, den Sylvia tut, intensiviert diesen Zugang auf kreative Weise. Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht und angetan. Wer weiss, was daraus noch alles entsteht. Hör dir bitte die Laudatio von Prof. Susanne Rohr an, die sie Sylvia zum Abschied von dem buddhistischen Zentrum in Hamburg, das Sylvia bis 2020 geleitet hat, gehalten hat. Das Gesagte trifft Sylvias Qualitäten genau. Da geht es auch um weibliche Genealogie – und das Herz geht dir auf!

Sylvia wurde zum Lehren autorisiert von Ayya Khema, einer ausssergewöhnlichen Frau und spätberufenen buddhistischen Nonne, die ein erstaunliches Lebenswerk hinterlassen hat. Sie hat u.a. in Bayern das Buddha Haus aufgebaut und den Jhana Verlag gegründet. Ihre Lebensgeschichte ist in einem Buch, das sich wie ein Krimi liest, zusammengefasst: Ich schenke euch mein Leben. Du findest viele ihrer Vorträge im Netz, und ihre Bücher sind eine grosse Empfehlung: https://www.buddha-haus.de/

Auf Sylvia Kolk bin ich über Sylvia Wetzel gekommen. Über ihr Buch „Das Herz des Lotos – Frauen im Buddhismus“. Auch sie ist eine wunderbare Lehrerin und Autorin: http://www.sylvia-wetzel.de/ Ich sehe eben, dass sie auch Literaturempfehlungen zum Thema Frauen und Buddhismus auf ihrer Website anführt. Grossartig, wie wir in Wien mit ihr Dhamma Texte zu deutschen Schlagermelodien gesungen haben!

Grossartige Bücher gelesen habe ich von Joko Beck, Tara Brach, Marie Mannschatz, Pema Chödrön, Sharon Salzberg, Ruth Denison, Tsültrim Allione,  Joan Halifax und Tenzin Palmo. Du kannst sie selbst in den Weiten des Internet suchen, sie sind bekannte Autorinnen und Lehrende. Vielleicht ein Büchlein als Geheimtipp: Amy Schmidt: Dipa Ma, furchtlose Tochter des Buddha..

Es ist im Arbor Verlag erschienen. Der Arbor Verlag ist eine starke Quelle im deutschsprachigen Raum für „Wege der Achtsamkeit“. Unter den spannenden Autorinnen findest du etwa Kristin Neff, die zum Thema Selbstmitgefühl forscht und lehrt. Dazu fallen mir gleich die feinen Achtsamkeitslehrerinnen Christine Brähler und Britta Hölzel und – ganz in meiner Nähe lebend – Petra Tschögl ein.

Wunderbare Kurse und Retreats habe ich bei Andrea Huber besucht. Nicht zu vergessen Ursula Lyon, eine wunderbare buddhistische Lehrerin der ersten Stunde in Österreich! Wenn ich an sie denke, klingt ihr fröhliches Lachen in meinem Ohr.

Renate Seifarth kommt mir in Erinnerung, die auch gerne viel lacht und bei der ich wochenlange Retreats im Haus Engl in Bayern besuchte.

In meinen ersten Jahren der Praxis gab es im wunderschönen Buddhistischen Zentrum Scheibbs ein Frauenretreat mit Linda Lehrhaupt. Es war ein Zen Seminar, das ich nicht vergessen werde. Nicht zuletzt deshalb, weil Linda bei der Rückreise am winzigen Bahnhof Neustift bemerkte, ihren Rucksack im Zentrum vergessen zu haben und uns bat, den Zug aufzuhalten. Hast du schon mal einen Zug aufgehalten? Ich weiss noch, wie entgeistert der Lokfahrer auf meine Bitte hin geschaut hat… und Linda schaffte es rechtzeitig zurück, bis er sich von seinem Staunen erholt hatte. Linda Lehrhaupt hat übrigens mit dem  Institut für Achtsamkeit eine überaus erfolgreiche MBSR Ausbildung im deutschsprachigen Raum gegründet.

Bei Lisa Freund habe ich im gleichen Zentrum in Scheibbs fünf Module der wunderbaren Reihe „Wege der Heilung“ besucht. Lisa kommt aus der tibetischen Tradition und vermittelt ihr unglaubliches Wissen zum Thema Tod, Sterben und Trauer überkonfessionell. Diese intensiven Tage haben mich tief für mein Leben beeindruckt. Das von ihr (mit)gegründete Online Magazin Elysium-digital ist eine ergiebige Quelle zum Thema „Leben – Sterben – Tod – Werden“.

Nur von Online Kursen kenne ich die Lehrenden des Bodhi College: Christine Feldman, Martine Batchelor und Yuka Nakamura. Sie alle haben mich überzeugt mit ihrer Klarheit und ihrem Wissen.

In einem feinen italienischen buddhistischen Meditationszentrum (Pian dei Ciliegi) war ich auf einem Retreat bei Beate Glockner, einer Vipassana Lehrerin, von der ich viel gelernt habe. Dort unterrichten neben Andrea Huber (die ich schon erwähnt habe) auch andere Frauen wie Patricia Genoud-Feldman oder Venerable Daw Vimalañani Salayay, die ich noch nicht kenne.

Wieder in Wien zurück, fallen mir folgende Frauen ein: Andrea Husnik von der tibetischen Gelug Tradition (https://gelugwien.at/ueber-uns/), Tina Draszczyk von der Karma Kagyu Sangha (http://www.karma-kagyu.at/ueber-uns/referentinnen.html), Sabine Putze vom Shambala Wien (https://wien.shambhala.info/) und  Erika Erber  (https://erber-yoga.at/home/yoga7-erika-erber).

Erika hat mich übrigens auf das spannende Buch „Das verborgene Licht“ aufmerksam gemacht, in dem die Hauptfiguren und Zen-Kundigen alle weiblich sind. Hier ein Artikel im Buddhismus aktuell dazu. Von Buddhismus aktuell ist es nicht weit zu Ursula Richard, der langjährigen früheren Chefredakteurin des Magazins (jetzt ist das Susanne Billig). Ich habe Ursula Richard kürzlich bei einem Online Event der Buddhistischen Akademie Berlin Brandenburg erlebt, auf deren Referent*nnenliste eine grosse Anzahl weiblicher Lehrender zu finden ist. Einige davon sind hier schon erwähnt, einige noch nicht, wie etwa Angelika BaurSister Dieu Ly, Annabelle Zinser,  Kirsten DeLeo  und noch viele andere mehr. Es ist spürbar, dass Vorstand und Kuratorium der traditionsübergreifenden buddhistischen Akademie von Frauen besetzt sind.

Auch unter den ÖBR RepräsentantInnen finden sich österreichweit für den Buddhismus sehr engagierte Frauen und Lehrerinnen: Marina Jahn (BGLD, ausserdem Vizepräsidentin und wundervolle „Zeremonienmeisterin“), Sylvie Hansbauer (Wien, ausserdem Vorsitzende der Buddhistischen Gemeinde) , Brigitte Bindreiter (OÖ) oder Inge Brenner. Letztere leitet das buddhistische Zentrum Bad Gams in der Steiermark und ist im interreligiösen Dialog Graz enorm engagiert. Inge ist zudem Mitglied der Organisation Sakyadhita („Töchter des Buddha“), die 1987 – u.a. von Ayya Khema – als Netzwerk buddhistischer Frauen im indischen Bodhgaya gegründet wurde.

Evi Zoepnik ist Vizepräsidentin des ÖBR und wird hier im ÖBR Magazin vorgestellt. Einem Medium, in dem immer wieder Lehrerinnen und engagierte Buddhistinnen aller Traditionen zu Wort kommen. Nicht zu vergessen Karin Ertl, die zuständig ist für die Ausbildung von buddhistischen ReligionslehrerInnen.

 Jetzt lasse ich es einmal gut sein. Das ist doch eine Fülle! Das hätte ich gar nicht gedacht, bevor ich diesen Beitrag begonnen habe. Was für ein Schatz!

 

Helga Pohl

Mittwoch, Dezember 2nd, 2020 von ulli

Dr. Helga Pohl: Unerklärliche Beschwerden? - YouTubeIch habe ja vor kurzem hier in einem Beitrag von Hanna Somatics berichtet, einer Fortführung des Feldenkrais Ansatzes. Das Buch „Hanna Somatics- Beweglich sein, ein Leben lang“ von Thomas Hanna finde ich genial und seit einem Monat begleiten mich täglich die dort empfohlenen Katzstreckübungen. Kurz und hilfreich. Sehr empfehlenswert.

Auf der Suche nach deutschsprachigen VertreterInnen bin ich auf eine Weiterentwicklung seines Ansatzes gestossen: Die sensomotorische Pohltherapie von Dr. Helga Pohl. Ihr Buch lese ich eben mit grossem Vergnügen: Unerklärliche Beschwerden? Chronische Schmerzen und andere Leiden körpertherapeutisch verstehen und behandeln

Du musst keine chronischen Schmerzen haben, um dich damit zu befassen. Es genügt, wenn du deinen Körper besser verstehen willst und dich dir selbst von innen mit ganzem Spüren nähern willst – Achtsamkeit auf den Körper eben. Was gibt es Schöneres?

Was mir an Helga Pohl auch gefällt, ist, wie grosszügig sie ihre Übungen in ihrer Mediathek zur Verfügung stellt. Da findest du sicher etwas für kleine und grössere Beschwerden, aber auch die Cat Stretch Übungen von Thomas Hanna sind in ihrer ganzen Tiefe und Bandbreite zu sehen. Wenn du die einzelnen Teilübungen mal langsam durchgegangen bist und v.a. durchgespürt hast, genügt jeden Morgen ein 10 minütiges zusammenfassendes Wiederholen.  So kann der Tag gut beginnen.

Schau mal, ob da etwas in dir anspringt…

Nachtrag: Auch das Buch von Renate Bruckmann ist fantastisch. Sie ist Pohltherapeutin und befasst sich in ihrem Buch „Unter der Gürtellinie“ mit Beschwereden im urogenitalen Bereich. Hier ihre Website: www.alternative-schmerzbehandlung.de/

Sylvia Kolk

Montag, Oktober 12th, 2020 von ulli

Ich habe hier schon öfter von dieser wunderbaren Meditationslehrerin geschwärmt, einer Frau, der es vortrefflich gelingt, Bewusstseinsarbeit mit politischem Engagement und moderner Didaktik zu verbinden. Da ich die letzten 13 Jahre auf Retreats zu ihr fahre, kann ich die Qualität ihrer Lehre am eigenen Leib – und v.a. am eigenen Geist – voll anerkennen. Danke Sylvia!

Nun gibt es ein neues Interview mit ihr im Buddhismus aktuell:

Interview mit Sylvia Kolk Teil 2.

Schon im Juli gab es Teil 1. Was für eine Freude, dass Sylvias Ansichten verstärkt Verbreitung finden. Sie sind so ungemein wichtig.

Auch ihr Abschied von dem von ihr gegründeten buddhistischen LKW Zentrum ist sorgfältig durchdacht und begleitet:  Hier könnt ihr euch das Video dazu ansehen.

Wer von euch nun Lust hat, per Livestream bei Sylvias Vortrag am 18.10.2020 um 19.00  im Buddhistischen Stadt-Zentrum dabei zu sein, kann sich gerne noch anmelden. Thema: „Die Nicht-Ich-Lehre im 21. Jahrhundert: Vom Ego zum Öko“.

Ich werde sicher auch dabei sein.

Alles Gute zum Geburtstag!

Montag, Juni 29th, 2020 von ulli

Das ist das letzte Video der Zoom Sessions mit Jon Kabat-Zinn, die zur Zeit der Corona Pandemie über 13 Wochen wochentags gelaufen sind: 66 Abende!!  Was für ein Reichtum. Du kannst hier jederzeit in diese Video Schatzkiste bei Wisdom 2.0 greifen. Ich war öfter dabei und es war wirklich etwas ganz Besonderes. Ganz betroffen gemacht hat mich das erste Mal, als am Ende der Sitzung die Mikros frei geschalten wurden und Hunderte Menschen gleichzeitig in allen Sprachen Danke und Hallo sagten, ein Durcheinander der besonderen Art. Wunderschön.

Jon spricht in diesem letzten Video einige wertvolle Ressourcen an, die ich hier sammeln will:

https://www.mindandlife.org/ bzw. https://www.mindandlife-europe.org/

https://www.centerhealthyminds.org  gegründet von Richard Davidson

https://www.buddhistinquiry.org/

sowie die Bücher:
Rainbow Painting by Tulku Urgyen

Democracy in Chains: The Deep History of the Radical Right’s Stealth Plan for America by Nancy MacLean

The Age of Surveillance Capitalism: The Fight for a Human Future at the New Frontier of Power by Shoshana Zuboff

Auch die wertvollen Bücher von Yuval Noah Harari werden öfter angesprochen.

Es ist die Verbindung von Innerer Arbeit und äusseren kulturellen gesellschaftlichen Bedingungen, die hier hergestellt wird. Das gefällt mir. So fragt Jon Kabat-Zinn inmitten seiner Ausführungen:  „Are you free from hatred, greed and delusion?“

(Wäre Jon Kabat-Zinn in Europa zu Hause, hätte er vermutlich folgende zwei Ressourcen hinzugefügt: Bodhi College und Sylvia Kolks „Umdenkprozesse“. Auch hier werden die Lehren des Buddhismus mit aktuellen gesellschaftlichen Themen verbunden und nutzbar gemacht.)

Bei den frei zugänglichen Online Treffen (die auch über Youtube live verfolgt werden konnten) waren täglich 1000 Teilnehmende aus allen Zeitzonen und Weltgegenden versammelt, die ihre Situation schildern und Fragen stellen konnten. Aus Jons Antworten konnten wir alle viel lernen.

Ein Ende, das ein Neuanfang ist…

Aus der wunderbaren Initiative ist ein Projekt entstanden, die Community Map of Love Website. Sie wurde Jon zu seinem 76. Geburtstag geschenkt. Da heisst es:

What started as a 13-week-retreat built uncountable connections between participants, started individual transformations and keeps unfolding moment by moment.

​Our intent with this website and the Map of Love is to offer a space for the community to facilitate whatever is unfolding. We provide access to the Map of Love, share resources related to the retreat, allow people to connect via the communication platform Slack and get informed about community events.

May this be an anchor and a reminder that our true refuge is in the heart. 

Guter Umgang mit Sterben und Tod…

Sonntag, März 15th, 2020 von ulli

baumschönheitIch habe in den letzten Jahren einiges zum Thema gelesen und mag hier meine aktuelle Sammlung an Literatur und Links mit dir teilen. Nicht alle, aber viele kommen – näher oder ferner – aus dem buddhistischen Kontext:

Ostaseki, Frank (2017): Die fünf Einladungen. Was wir vom Tod lernen können, um erfüllt zu leben. Hier im spannenden Gespräch mit Tara Brach:  Heavenly Messengers

Hohensee, Thomas und Georgy, Renate (2017)  Der Tod ist besser als sein Ruf

Borasio, Gian Domenico (2014): Selbst bestimmt sterben. Was es bedeutet. Was uns daran hindert. Wie wir es erreichen können.  (Leseprobe) bzw. ein weiteres Buch:
(2013) Über das Sterben. Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen  (Leseprobe)

Gottschling, Sven (mit Lars Amend) (2018): Leben bis zuletzt. Was wir für ein gutes Sterben tun können. (hier noch weitere seiner Bücher)

Freund, Lisa (2014): Sterben können. Wie wir uns darauf vorbereiten, wie wir Abschied nehmen, wie wir Nahestehende begleiten. – Mitbegründerin von http://www.elysium.digital

Longaker, Christine (2009): Dem Tod begegnen und Hoffnung finden: Die emotionale und spirituelle Begleitung Sterbender.

Sogyal Rinpoche (2010): Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben: Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod. Hier ein Vortrag von ihm: Sich dem Tod zu stellen heißt, sich selbst ins Auge zu schauen. Bzw. hier die Website von Rigpa

Ware, Bronnie (2015): 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden.

Reuter, Wilfried (2013): Der Tod ist ganz ungefährlich: Buddhistische Hilfen im Umgang mit Alter, Krankheit, Tod. Hier ein nettes Video mit ihm.

Thich Nhat Hanh (2011): Versöhnung mit dem inneren Kind. Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit. Hier als freies Hörbuch.

Ayya Khema (2008): Das Geheimnis von Leben und Tod. Hier ein Audiovortrag „Leben und Tod“, Die Liste ihrer Bücher und noch mehr Vorträge: www.buddha-haus.de

Prein, Martin (2019): Letzte-Hilfe-Kurs: Weil der Tod ein Thema ist

Francia, Luisa (2016): Wer nicht alt werden will, muss vorher sterben. Nachdenken über die letzte Lebenszeit (Leseprobe)

El Souessi, Karim (2015): Die Angst vor dem Tod überwinden. Sterbemeditation und Sterbebegleitung (Verlag via nova) (im Anhang zahlreiche Hinweise zu Literatur und Filmen in unglaublicher Vielfalt)

Jorgos Canacakis (2009): Ich begleite dich durch deine Trauer: Lebensfördernde Wege aus dem Trauerlabyrinth

 

Hier auch noch ein BlogBeitrag mit Buch-und Filmbeiträgen für Kinder.

Eine wunderbare Initiative ist das Death Cafe, zu dem es auch in Wien Treffen gibt.

Nachtrag:

ein feiner Beitrag im Standard: Altersschwäche ade? Warum anscheinend niemand mehr daran stirbt

 

Die Weisheit des Körpers-Peter Doobinin

Sonntag, März 8th, 2020 von ulli

Berlin Dharma - Develop Meditation Practice and Mindfulness Skills Heute zufällig im Netz entdeckt: Vorträge zu Einsichtsmeditation von Peter Doobinin. Auf der Website von Berlin Dharma findest du Peters  wöchentliche SonntagsVorträge. Sie sind in englischer Sprache gehalten, denn Peter kommt aus den USA. In seiner Lehre stellt Peter Zusammenhänge her zwischen westlichen Ansätzen von Focusing oder Somatic Experiencing mit buddhistischer Praxis, konkret der Achtsamkeit auf den Körper. Sehr klar und sehr anschaulich. Eine Leseprobe dazu findest du auf Buddhismus aktuell. Da heisst es einleitend:

Wer die Meditation des Buddha praktiziert, wird ein „verkörpertes Bewusstsein“ entwickeln – ein Bewusstsein für den ganzen Körper. Das erläutert der Theravada-Lehrer Peter Doobinin, der in der thailändischen Waldklostertradition ausgebildet wurde. Die klassische buddhistische Achtsamkeitspraxis ist der Weg, um sich der inneren Landschaft des Körpers bewusst zu werden, einschließlich der mentalen Erfahrungen, die sich in körperlicher Form zeigen. Auf diese Weise lässt sich Leiden annehmen und schließlich auflösen.

„Wisdom of the Body“ wird sicher nicht der letzte Vortrag sein, den ich mir heute morgen angehört habe. Mittlerweile ist der nächste Vortrag online gestellt:
„Happiness Is Felt“.

Hier Peters Website und noch ein weiterer Artikel von ihm , der mir auch sehr gut gefällt: Reclaiming Our Agency

Nachtrag Mai 2020: In der Zwischenzeit habe ich online einige Seminare von Peter besucht und einiges von ihm gelernt.
Sein Buch „The Skill of Living“ gefällt mir ausserordentlich gut.

Hier ein Vortrag an der buddhistischen Akademie Berlin:

Eine der vielen spannenden Aussagen:  „When there is concentration awareness is informed by wisdom.“

(Sellbst)Mitgefühl und Achtsamkeit in Coaching und Therapie

Sonntag, Februar 2nd, 2020 von ulli

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Kürzlich habe ich für zwei Studentinnen ein wenig überlegt, was mir zu dem Thema einfällt. Diese Zusammenschau möchte ich hier „parken“..

Was mag ich dir empfehlen.

  1. konkrete Praxis

zum Üben von „Achtsam sprechen, tief zuhören“ kann ich dir den online Einsichtsdialog von Harald Reiter empfehlen, das ist feinste direkte Praxis (gegen Spende).
https://haraldreiter.com/einsichtsdialog-2/einsichtsdialog-weisheit-mitgefuel/

  1. Personen, die Coaching oder Therapie mit Schwerpunkt Achtsamkeit und SelbstMitgefühl (SMG) anbieten

wie schon gesagt, unterscheide ich zur Vertiefung des Themas nicht so sehr zwischen Coaching (ein sehr inflationär gebrauchter Begriff) und Therapie, wenn es um den Einsatz von Achtsamkeit oder (Selbst)Mitgefühl in der „Kunst der Begegnung“ geht. Zum Bereich Psychotherapie gibt es einfach mehr Forschung und wissenschaftliche Befunde. „Coaching“ ist mitunter in tendenziell kommerziellen Kontexten angesiedelt, da gibt es auch viel „Werbung“ mit wenig Tiefe.

Bietet jemand „Coaching mit Schwerpunkt Achtsamkeit und Mitgefühl“ an, schaue ich auf den Hintergrund der anbietenden Personen und hege dann die Vermutung:  je buddhistischer, umso mehr Tiefgang. Bisher bin ich gut damit gefahren, das heisst aber nicht, dass das immer so sein muss.. Bilde dir dein eigenes Urteil.

Auf jeden Fall MUSS die Person eine lange und stabile formale Praxis haben, sonst weiss sie nicht, wovon sie spricht… Wir müssen die Mango schmecken, um anderen den Geschmack vermitteln zu können.

Gut gefahren bin ich damit z.B. bei Tineke Osterloh

https://www.tinekeosterloh.com/

auf deren Website und Büchern du dich umsehen kannst.. ich habe schon sehr gute Artikel von ihr gelesen und sie hat ein Buch „Dharma Coaching“ geschrieben, meint das aber mehr im Sinne von ehtischer Selbstführung.: https://www.borromedien.de/produkt-1/dharma_coaching/1659357

oder Akincano  https://www.akincano.net/

der seinen Ansatz „dialogische Prozessbegleitung“ nennt, eine Bezeichnung, die ich ganz wunderbar finde. (Er ist auch Vortragender bei Bodhi College, das grossartige Seminare anbietet: https://bodhi-college.org/mission-statement/ – das geht schon in die Tiefe des Buddhismus, ist aber sehr westlich orientiert)

Den Link zum https://www.karunatraining.de/ habe ich dir ja schon geschickt, wo u.a. Judith Fabach aus Wien mitarbeitet. Ich sehe grade, dass es dort auch spannende Online Angebote gibt: https://www.karunatraining.de/fakultaet/

oder auch Christoph Köck http://www.christoph-koeck.at/

Christine Brähler in München empfehle ich auch sehr gerne. Sie teilt auf ihrer Website grosszügig Ressourcen und war eine der ersten mit dem Thema Selbstmitgefühl im deutschsprachigen Raum:

https://www.christinebraehler.com/

Ihr kleines Büchlein verschenke ich sehr gerne an Freundinnen, denen es grad nicht so gut geht:

https://www.scorpio-verlag.de/Buecher/169/Selbstmitgefuehl-entwickeln—Achtsam-leben.html

Sie hat auch schon mit Britta Hölzl publiziert, die sehr fundiert wissenschaftlich unterwegs ist. Ich sehe grade, dass Britta Hölzl in Elternzeit ist, also ihr zweites Kind bekommt (wie schön!):

https://www.brittahoelzel.de/

Auch Andreas Knuf Humor schätze ich neben seiner Kompetenz sehr: https://www.andreas-knuf.de Seine Bücher haben mehr Ratgeberfunktion, haben aber Tiefe und lesen sich sehr gut.

Klaus Kirchmayrs Website https://geist-reich.jetzt/ , den ihr ja auch kennt, (und der auch Achtsamkeitscoaching anbietet), ist auch immer eine Quelle für die neuesten Publikationen.

  1. noch mehr Literatur – wenn das Gute liegt so nah..

neben dem, was du auf der Literaturliste findest, bin ich auf das nächstliegende gekommen… Ich habe auf meinem Schreibtisch die neueste Publikation von Helga Luger-Schreiner liegen

Helga hat bei diesem 2020 erschienenen wunderbaren Werk mitgearbeitet, wo du am besten sofort einen Blick reinmachst:

https://www.beltz.de/fachmedien/psychologie/buecher/produkt_produktdetails/38414-therapie_tools_selbstmitgefuehl.html

auf Seite 9 fasst Chris Germer auf einer Seite die aktuelle Entwicklung von Selbstmitgefühl in der Therapie zusammen.. Aktueller geht es nicht.

Das sind die ganz grossen Namen zu diesem Themenfeld:

Tara Brach, Chris Germer, Kristin Neff, Marie Mannschatz, Sharon Salzberg… Paul Gilbert, Rick Hanson, Kabat-Zinn ..

  1. sonstige Quellen

Eine wichtige Website, die ich jetzt gar nicht so schnell gefunden habe unter all den neuen Achtsamkeitsangeboten, ist vom Innsbrucker Psychiater und Therapeuten Michael Harrer (er hat u.a. mit Dietz und Weiss das Achtsamkeitsbuch verfasst):

https://www.achtsamleben.at/

Das ist eine wunderbare Sammlung von Begriffsklärungen, Literatur und Links , auf der du dich unbedingt umschauen solltest..

Harrer hat auch schon 2015 ein Buch über Wirkfaktoren der Achtsamkeit – Wie sie die Psychotherapie verändern und bereichern  geschrieben, das ich noch gar nicht kenne… hier seine Website https://www.achtsamkeitinderpsychotherapie.at/

Die neue Onlinecenter des Arbor Verlags ( https://www.arbor-verlag.de/ , https://www.arbor-seminare.de/ )

ist sicher auch eine grossartige Quelle: https://www.arbor-online-center.de/

Es lohnt sich den Newsletter des Verlags zu bestellen und auch jenen des Verbands für Achtsamkeit

https://www.mbsr-verband.de/achtsamkeit.html

So, an dieser Stelle höre ich auf.. es ist schon ein wenig viel.

ich würde mir die Infos in kleinen Häppchen anschauen. Unglaublich, was es schon alles gibt – und ich bin jetzt auch in grössere Zusammenhänge gekommen.

Zur Erinnerung, der Weg der Achtsamkeit ist prozessorientiert und nicht ergebnisorientiert..

Am besten geht’s immer der Freude nach…

Alles Liebe

Teil der Lösung

Mittwoch, Januar 15th, 2020 von ulli

DSC00623Florian schreibt zu Beginn seines neu eingerichteten Blogs https://teilderloesung.blogspot.com

„Willkommen auf meinem neuen Blog Teil der Lösung!

Heute ist Dienstag, der 31. Dezember 2019 und ab morgen starte ich ein Experiment. Ich habe beschlossen, was den Klimawandel angeht, nicht mehr Teil des Problems zu sein. Damit löse ich keine globalen Probleme, aber ich tue zumindest das, was in meiner Macht steht.

Diesen Blog schreibe ich aus zwei Gründen:
– Erstens, um den Druck auf mich selber zu erhöhen. Es wird nicht immer leicht sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Da hilft es sicher, wenn ich weiß, dass mich andere dabei beobachten, wie/ob ich meinen vollmundigen Neujahrsvorsatz tatsächlich umsetze…

– Und zweitens eröffnet sich durch den Blog zumindest die Möglichkeit, dass andere Lust bekommen, ein ähnliches Experiment zu wagen…“

Und ich bin schon angesteckt! Als erstes habe ich meine persönliche CO2 Bilanz berechnet. Auf der Website, die von Florian getestet und empfohlen wurde:
CO2-Rechner des deutschen Umweltbundesamts

Als Vegetarierin und Nicht-Fliegerin liege ich unter dem österreichischen Durchschnitt, was mich freut. Gleichzeitig liegt der Wert immer noch um ein Vielfaches zu hoch, wenn ich mir Florians Ausführungen zu den Sollwerten durchlese. Beim Durchgehen der einzelnen Punkte habe ich herausgefunden, wo das meiste C02 anfällt, bei uns etwa bei Wohnen und Heizung. Es war auch ganz gut, sich mal den jährlichen Stromverbrauch anzuschauen und die gefahrenen Kilometer zu schätzen. Wir haben schon mehrere Jahre eine Solaranlage fürs heisse Wasser. Die im Dezember installierte Photovoltaikanlage wird erst nächstes Jahr ihre Wirkung zeigen. Das fühlt sich schon jetzt gut an. Das Berechnen hatte also auch gleich einen Lern- und Motivationseffekt.
Willst du es nicht auch versuchen?

Florian hat sich einen Zielwert vorgenommen, den er erreichen will. Ich habe seinen Newsletter abonniert und werde sein Vorhaben verfolgen. Auch wenn ich glaube, dass aktuell besonders Politik und Wirtschaft gefordert sind, finde ich seine persönliche Initative inspirierend und grossartig. Es braucht beides, Initativen von oben und unten, kollektive und individuelle Veränderung.
Wie hiess doch dieses afrikanische Sprichwort?
Viele kleine Leute
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Dinge tun,
werden das Angesicht der Erde verändern.

Was meinst du? Was tust du? Was würdest du gerne tun?

 

Demenz – Wenn das Argumentieren nicht mehr hilft

Mittwoch, Januar 15th, 2020 von ulli

Allein in meinem Bundesland Niederösterreich gibt es rund 22.000 Menschen mit Demenz. Diese Krankheit ist für die Betroffenen selbst unvorstellbar schwierig. Auch die Angehörigen sind schwer betroffen. Du verlierst EhepartnerIn,  Vater oder Mutter nicht mit dem Tod, sondern schon davor. Der Umgang mit zu pflegenden dementen Menschen kann dich – bei aller Liebe – um deinen letzten Tropfen Geduld bringen. Argumente zählen nicht mehr, der gesunde Hausverstand muss kapitulieren. Wir sind auf solche Situationen nicht vorbereitet.

Ich habe vor vielen Jahren eine Methode für den Umgang mit Demenz kennengelernt, die mich fasziniert hat in ihrer Einfachheit und Wirksamkeit: Validation.
In diesem Lehrfilm wird eine Einführung dazu gegeben:

Hier zeigt Naomi Feil in einem berührenden kurzen Video mit einer an Alzheimer erkrankten Frau, wie sie vorgeht:

Naomi Feil hat die Methode entwickelt, sie ist eine Meisterin. Das ist grosse Kunst und wird uns nicht gelingen. Aber wir können uns mit den Prinzipien der Methode befassen und üben.
Für uns und unsere erkrankten Angehörigen.

Meditative Medizin

Donnerstag, Januar 9th, 2020 von ulli

Auf Kur in Bad Tatzmannsdorf kannst du den Kurarzt Dr. Tobias Conrad kennenlernen, der ein Buch über meditative Medizin geschrieben hat. Auf seiner Website kannst du einiges über den medizinischen Nutzen der Achtsamkeitspraxis nachlesen: tobiasconrad.com
Conrad betont dort auch die Wichtigkeit der täglichen Praxis.

Hier noch eine feine Zusammenfassung seiner Arbeit:
Ach, gäbe es in der Medizin mehr Menschen wie ihn. Wo kämen wir da hin..

Die Angst als Lebenskraft willkommen heissen

Dienstag, Dezember 31st, 2019 von ulli

Avi Grinberg über die verkannte Kraft unserer Angst… Welch herrlich integrativer Ansatz. Es heilt allein beim Zuhören und Zuschauen..

 

Die Wahrheit beginnt zu zweit

Dienstag, November 26th, 2019 von ulli

Eine wunderbare Methode, um 2er Beziehungen lebendig zu halten oder zu machen, ist die Methode der „Zwiegespräche“. Sie wurde von dem deutschen Psychoanalytiker Michael Lukas Moeller bereits in den 80er Jahren entwickelt und wird in seinem Buch „Die Wahrheit beginnt zu zweit“ wunderbar erklärt.

Zwiegespräche eignen sich für Beziehungen in der Familie oder ausserhalb, aber freilich am besten für Liebesbeziehungen. Auch und vor allem für langjährige Partnerschaften.

Es ist eigentlich ganz einfach. Jede Woche zur gleichen Zeit setzt du dich mit deinem/deiner Liebsten zusammen und erzählst, wie es dir geht. Und dann hörst du mit grossem Interesse deinem/deiner Liebsten zu. Eineinhalb Stunden ohne Störung und ohne Ablenkung. Nur reden. Mir gefällt der Vergleich, du redest, „als ob du ein Selbstporträt von dir malen würdest“ .

Es geht nicht darum, die Beziehung zu analysieren, nicht, den anderen zu ändern, nicht über Alltagsorganisation zu reden, sondern nur von dir selbst zu erzählen und dem anderen zuzuhören. Der Rest ergibt sich von allein.

Willst du deine Partnerschaft beleben? Am besten liest jedeR von euch zuvor das Buch mit den anregenden Beispielen und dann probiert ihr es einfach aus.

Abenteuer können manchmal so einfach sein.

Nachtrag: Vielleicht braucht es das Buch gar nicht…

Eine Weile nachdem ich diesen Beitrag verfasst habe, fand ich im Netz die Website von Célia M. Fatia, der Partnerin des mittlerweile verstorbenen Lukas Möller. Sie hat mit ihm gemeinsam die Methode weiterentwickelt und bietet nach wie vor unter dem Titel „dyalog“ Seminare, Coaching und Mediation in dieser Richtung an. Auf ihrer Website  heisst es: „dyalog – Die Wahrheit beginnt zu zweit ist ein Projekt zur Entwicklung einer Gesprächskultur und zur Verbreitung von Beziehungswissen.“

Auf  www.dyalog.de findest du unter dem Punkt „Zwiegespräche führen“ eine komprimierte Darstellung der Methode, wozu Zwiegespräche führen und wie genau und was tun, wenn der/die eine die Idee hat und den/die andere dafür gewinnen will…  Wirklich sehr hilfreiche Ausführungen mit vielen spannenden Details. Da kannst du dich in Ruhe umschauen und prüfen, ob das etwas für dich/euch Passendes sein könnte.
Wer weiss, vielleicht geht es euch auch so, wie dem im Buch zitierten Paar: »In den letzten drei Monaten mit Zwiegesprächen haben wir mehr voneinander erfahren als in zehn Ehejahren vorher.«

Ursula Lyon

Dienstag, Juli 2nd, 2019 von ulli

Neuerdings findest du nette kleine Videos mit Ursula Lyon, einer Grand Dame des österreichischen Buddhismus, auf einem eigenen YouTubeKanal: Ursula Lyon
hier etwa zum Thema Wut:

Haltung – innen wie aussen: Andrea Latritsch-Karlbauer

Montag, April 12th, 2010 von ulli

Andrea Latritsch-Karlbauer hat ein Buch geschrieben: HALTUNG fertig los.

Darin beschreibt sie den Zusammenhang von Geist- und Körperhaltungen und wie wir biografisch antrainierte Schutzhaltungen auflösen und damit lockerer und freudvoller werden können. Zur Unterstützung empfiehlt sie eine ganze Reihe von Übungen.
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