Posts Tagged ‘Waldviertel’

„Im Grunde gut“

Sonntag, März 15th, 2020 von ulli

Eine spannende Buchempfehlung von Claudia. Sie hätte Rutger Bregmans Sachbuch „Im Grunde gut“ in zwei Tagen durchgelesen und wäre sehr erbaut gewesen. Ich habe mir eben das Interview mit dem Historiker Bregman auf 3 Sat angesehen, bin auch erbaut und werde mir das Buch auch besorgen.

Hier der Link zum Buch mit Leseprobe. In der Beschreibung heisst es unter anderem:

„… Anders als in der westlichen Denktradition angenommen ist der Mensch seinen Thesen nach nicht böse, sondern im Gegenteil: von Grund auf gut. Und geht man von dieser Prämisse aus, ist es möglich, die Welt und den Menschen in ihr komplett neu und grundoptimistisch zu denken. In seinem mitreißend geschriebenen, überzeugenden Buch präsentiert Bregman Ideen für die Verbesserung der Welt. Sie sind innovativ und mutig und stimmen vor allem hoffnungsfroh.“

Angesichts der aktuellen Situation können wir sehen, wie konstruktiv Menschen auf Krise reagieren und wie schnell sie einander unterstützen. Sicher gibt es auch den angstgetriebenen Egoismus, aber übersehen wir dabei nicht die guten Beispiele, wie diese im Standard zitierte Initiative:

„Bereits seit einigen Tagen erobert die „#Nachbarschaftschallenge“ die Sozialen Netzwerke. Junge, weniger gefährdete Menschen bieten älteren Nachbarn Hilfe an. Die Idee ist einfach: Im Wohnhaus wird ein Zettel aufgehängt, auf dem Mitbewohner informiert werden, dass man mit Rat und Tat zur Seite steht und älteren Personen Erledigungen und Einkäufe abnimmt.“

oder dieses Beispiel  im Waldviertel …

Hilfe für Angehörige von Risikogruppen formiert sich.

Ich wette, das ist nur der Anfang von vielen solcher Initiativen. Was meinst du?

Waldviertel Autobahn?

Sonntag, März 8th, 2020 von ulli

eurospangeEnde Februar wurde von der Initiative Lebenswertes Waldviertel in Waidhofen an der Thaya zu einer spannenden Diskussionsveranstaltung eingeladen. Mit 600 Interessierten kamen doppelt so viele Menschen wie erwartet.  Die Autobahn soll von Freistadt bis Hollabrunn führen und wird als „Eurospange“ schon jetzt indirekt als Transitroute gehandelt. Wie in Tirol heute die LKWs von Nord nach Süd donnern, wäre das dann morgen die Route von Ost nach West.

Unternehmer wie Gutmann (Sonnentor), Kastner (Grosshandel Zwettl), Kienast (Grosshandel Gars) und Staudinger (Gea) haben sich bei der hervorragend organisierten und moderierten Veranstaltung gegen das Projekt ausgesprochen. Auch die Stimmung im Publikum war eindeutig gegen das von Wirtschaftskammer NÖ und ÖVP favorisierte Projekt.

Ich bin erleichtert. Wie man in Zeiten von Klimakrise noch über neue Autobahnen nachdenken kann, ist mir ein Rätsel. Das vom Land NÖ beauftragte Prüfverfahren ist allerdings bereits im Gang. Es wird noch weitere Aktionen brauchen, um das Projekt zu verhindern. Wie gut, dass es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen. Danke!

Hier gibt es die Veranstaltung auf Video.

Hier findest du die aktuellen lokalen Pressemitteilungen:

NÖN Waidhofen
Kronenzeitung
Tips.at
Bezirksblätter Waidhofen

 

Vegan für Profis – und Nicht-Profis

Donnerstag, Februar 27th, 2020 von ulli

 Andrea Wittmann hat mit ihrem neuen Buch „Vegan für Profis“ wirklich etwas Grossartiges in die Welt gesetzt. Es ist kein herkömmliches Kochbuch, sondern mehr eine Anleitung, wie sich die herkömmliche Ernährungsweise einfach und praktisch auf pflanzliches Essen umstellen lässt.

Das Buch richtet sich an Gastwirte, die ihre Speisekarte um pflanzliche Kost erweitern möchten. Vegan ist nicht nur ein flüchtiger Trend, sondern immer mehr Menschen wollen aus den unterschiedlichsten Gründen auch unterwegs kein tierisches Eiweiss mehr essen. Und wie Andrea richtig sagt, nicht jeder Gast möchte mit der Kellnerin die Bestellung diskutieren. Vegan muss auf die Speisekarten und in die Schaufenster!

Ich finde, das Buch ist für auch für nicht-Profis ein grosser Gewinn.

Andreas langjährige Erfahrung und Kompetenz spricht in den Zeilen zu dir. Ich habe das Büchlein in einem Zug durchgelesen und auf den rund 60 Seiten so viele neue Impulse und Inspirationen bekommen wie schon lange nicht. Allein, wie das Essen ganz grundsätzlich und neu zusammenstellbar ist und dass es das viele abgehobene Supermarktzeug nicht braucht, ist wertvolle Information. Ganz normale heimische Küche ohne viel Bramburium. Sattmachend und wundervoll schmeckend. Mit gutem Gewissen herrlich essen. Was braucht es mehr?

Das Buch ist klar strukturiert, mit einigen hilfreichen Wiederholungen und einer Unmenge praktischer Tipps und einigen konkreten Rezepten. Bodennah, anwendungsfreudig und einfach umsetzbar. Da bekommt eine beim Lesen richtig Appetit und Lust aufs Kochen. Andrea wird in unserer Küche sicher noch öfter zitiert werden.

Ach ja, auf Andreas Internetblog findest du viele spannende Rezepte: www.veganwerden.info

Das hat Kraft

Donnerstag, September 19th, 2019 von ulli

Sie ist da, die neue Website, die die Widerstände gegen die geplante Waldviertler Autobahn bündelt. Einfach wunderschön, informativ und kraftvoll. Danke an die Menschen, die diese Website ehrenamtlich erstellt haben!  www.lebenswertes-waldviertel.at

Mittlerweile bin ich zuversichtlich, dass die Autobahn doch nicht gebaut wird.

Sich ein Bild machen…

Montag, Mai 20th, 2019 von ulli
  1. Erdbeben, Vulkanausbruch, kein Stein mehr auf dem anderen..

Wie viele andere habe ich das Wochenende stundenlang im Internet verbracht, um mir ein genaueres Bild zu machen von der politischen Explosion in diesem Land. Wie geht es Dir damit? Ist die Luft nicht viel sauberer nach diesem Gewittersturm? Was bin ich froh über kritische Medien und die Pressefreiheit in Österreich!

Ich denke, es ist an der Zeit, im Internet für Qualitätberichterstattung zu bezahlen. Ich werde bei entsprechender Aufforderung in Zukunft nicht mehr wegklicken, sondern überweisen. Und vielleicht sogar einen guten Medienkanal abbonieren…

Apropos Pressefreiheit. Die Geschichte mit der jüngsten Distanzierung des ORFs von einem Interview mit Jan Böhmermann hatte ich noch nicht gekannt. Ja ich hatte Jan Böhmermanns noch nicht gekannt. Ich muss sagen, sein Interview gefällt mir, auch wenn es heftig ist. Ziemlich heftig.  Wie die Ereignisse dieser Tage …
Kennst du es schon?

2. Was wäre geschehen, hätte es 1933 schon ein Internet gegeben?

Gestern war ich nicht nur am PC, sondern auch in Neu-Pölla im Museum für Alltagsgeschichte. Bei einer spannenden Führung, einer beeindruckenden Filmvorführung und  berührenden Diskussion zur Sonderausstellung „Jüdische Familien im Waldviertel und ihr Schicksal“.  Auch heftig, aber wichtig. Ein grosses Danke an alle Beteiligten!
IchJuden im Waldviertel habe auf diesem Blog schon öfter Einträge über das Museum und die Arbeit von Herrn Dr. Polleroß verfasst. Hier ein Beitrag in der regionalen Zeitung zur Eröffnung Anfang Mai: Juedische Familien im Waldviertel_Sonderausstellung

Die Ausstellung ist noch bis 28. Juli zu sehen (Link mit Folder). Es gibt dazu auch eine Begleitpublikation.
Hier wird sie näher beschrieben auf  der Website: erinnern.at

Ich finde, die Sonderaustellung sollte im Waldviertel dauerhaft gezeigt werden.
Wenn wir uns nicht unserer schwierigen Geschichte zuwenden, können wir die Gegenwart nicht verstehen.
Und genau diese Ausseinandersetzung braucht es heute mehr denn je.
Findest du nicht auch?

Unbedingt anschauen!

Mittwoch, Mai 15th, 2019 von ulli

Ich war schon letztes Jahr in diesem wunderbaren Waldviertler Museum und tief beeindruckt.
Hier ein Filmchen von 2018 über die Eröffnung der Sonderausstellung „Jüdische Familien im Waldviertel und ihr Schicksal“.

Achtung: Der Film ist von 2018. In diesem Jahr 2019 endet die Sonderausstellung Ende Juli.

Dieses Wochenende am 18.5. und 19.5.19 finden spannende Filmvorführungen im Museum statt.

Ich freu mich sehr über diese Art, mit unserer Geschichte umzugehen.
Hier mein Beitrag vom letzten Jahr, in dem ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr herausgekommen bin:
„Es ist nicht lange her…“

Bewahren wir unsere Zauberflüsse und Zauberwälder!

Donnerstag, Mai 9th, 2019 von ulli

zauberbaumIch brauche es dir nicht zu sagen. Es ging ja eben wieder durch die Medien, wie dramatisch der Zustand der Biodiversität ist.  Gemeinsam mit der Mahnung, dass das Diktat des Wirtschaftswachstums unsere Lebensgrundlagen zerstört. Hier ein Artikel im Standard dazu: UN-Bericht: Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht

Was konsumieren wir aus lauter Frust und Unlust! Was wird verschwendet und vergeudet! Was wird produziert auf Teufel komm raus!

Was brauchen wir wirklich? Unser Energiehunger ist ungebremst. Nur ein Viertel aller Flüsse sind ungestört, kannst du auf dem Science Kanal des ORF nachlesen. Hören wir diese Meldungen überhaupt noch? Das klingt alles nach ganz weit weg.

Wie sieht es in deiner Umgebung aus?
Kannst du die Entwicklung herunterbrechen? Ich ja.

Beispiel 1 – Kraftwerk Rosenburg am Kamp

Wenn z.B. die EVN den Neubau eines alten Kraftwerks in Rosenburg am Kamp plant, inmitten einer unberührten Fluss-Zauberlandschaft. Die  „Umweltverträglichkeitsprüfung“ UVP – ist im Gange. Zum Glück hat sich Widerstand formiert, den du hier verfolgen kannst: Lebendiger Kamp. 

Am besten gehst du bei einer von der Initiative veranstalteten Wanderungen mit, um den Verlust abschätzen zu können. Die nächste ist am 18.5.19.
Ich habe in dem Tal schon Reiher fliegen sehen.. Einfach unvergesslich.

Die Sachzwangargumentation von Politik und Wirtschaft macht mich oft sprachlos. Umsomehr freue ich mich, wenn Menschen das aussprechen können, was ich denke, ja mehr fühle. Wie hier Ursula Duit, deren Stellungnahme zum UVP Verfahren ich hier für dich eingescannt habe.
Wird hier ausgesprochen, was du denkst? Lies das bitte:  Stellungnahme Rosenburg-Kraftwerk – Ursula Duit

Wie diese Frau will auch ich nicht leben in einer „verarmten, homogenen, eintönigen und durchtechnisierten Umwelt,“ in die mich die Unersättlichkeit anderer Menschen hineinzwingt“.
Ich wünsche mir von den politischen Verantwortlichen, dass sie diese Entwicklung verhindern – und nicht fördern.

Beispiel 2  – Heidenstatt – Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring

Ich war letzte Woche bei einer Wanderung mit der Grünen Gruppe unserer Gemeinde an diesem fast heiligen Ort. Bedroht vom nahegelegenen Steinbruchunternehmen, das sich schon weit in die umliegenden Berge hineingefressen hat. Fein, dass das Interesse so gross war: Führung zur Heidenstatt begeistert angenommen

Ein wichtiger Arbeitgeber für die Region. Liefert wichtiges Material für Grossbauvorhaben, wie …

Beispiel 3 – … die geplante Waldviertelautobahn

Kaum zu glauben, aber wahr. Ein Monsterprojekt, das sich schon in der Prüfphase befindet und von der Landesregierung stark gefördert wird.
Zum Glück gibt es auch hier bereits Widerstand: www.verkehrsforumw4.at/
Falls du dich laufend informieren und engagieren willst, kannst du den Newsletter bestellen und die Petition unterschreiben: waldvierteltransitautobahn.at/

 

zauberbaum2

Hoppla…

Eigentlich wollte ich mich ja in Wertschätzung üben und dir den Beitrag über die wunderschönen Zauberwälder zeigen.
Mit so vielen wunderschönen Bilder, die das Herz berühren: lebendiger-kamp.at/zauberwaelder/

Freuen wir uns über das Bestehende.
Sehen wir seine Kostbarkeit..

Handeln wir entsprechend, um sie zu beschützen.
Und freuen wir uns, dass es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen!

Danke.

 

 

KALYANA MITTA – Waldviertler Meditationsgruppe

Montag, Juni 24th, 2013 von ulli

KALYANA MITTA  stammt aus der alten indischen Pali-Sprache und bedeutet übersetzt „edle Freundschaft“. Als Buddha einst gefragt wurde, ob edle Freundschaft  nicht die Hälfte des „heiligen“ Lebens ausmache, so antwortete er „Sage das nicht, Anando, sage das nicht, es ist das ganze heilige Leben, edle Freunde zu haben.“ (Samyutta Nikāya; 45,2)

Beate, Christine, Siegi, Gerhard und ich haben im Sommer 2013  die „KALYANA MITTA – Waldviertler Meditationsgruppe“ gegründet.

Wir sind eine ÜbungsGruppe und treffen uns  jeden ersten Freitag im Monat von 18:00 bis ca. 20:00  zur gemeinsamen Meditationspraxis.
Motto: Wir müssen und nicht innig lieben, nicht die gleiche Partei wählen oder die gleichen Ansichten teilen.  Mit unserem Zusammenkommen in Achtsamkeit und Stille unterstützen wir uns gegenseitig in unserer Praxis. Basis dafür sind Übungen aus dem Kontext der buddhistischen Theravada Tradition, wobei uns die Verbindung  zu den psychologischen und philosopischen Grundlagen des Westens sehr wichtig ist.

WO?
Die Gruppe trifft sich in unserem Haus  (sehr verkehrsgünstig gelegen in der Gegend von Horn, Eggenburg und Gars – die genauen Daten schick ich dir bei Interesse per email).

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