Im Gedenken

an ein Ehepaar aus Gars..
an Gisela Laferl, Gemeinderätin in Wien und an ihren Mann Isidor Wozniczak, die bis zum 2. Weltkrieg gemeinsam die Waldpension führten. Sein Schicksal hat mich besonders berührt und wird auch dich nicht unberührt lassen.
Er wurde kurz vor Kriegsende am 2. Mai 1945 erschossen…
Enkeltochter Barbara Mück führt die Waldpension in Gars am Kamp bis heute weiter. Vorgestern gab es an diesem Ort eine Gedenkveranstaltung, wo Enkelsohn Anton Mück die traurige Geschichte des Grossvaters erzählte.

Es ist so wichtig, diese tragischen Schicksale zu würdigen und nicht zu vergessen.
Du kannst beider Geschichten in diesem Artikel von „DieZeitschrift“ nachlesen: „Die Waldpension„…
…oder am 14.5.25 im Museum Horn bei einer Kooperationsveranstaltung mit dem Bildungs- und Heimatwerk Rosenburg bei einem Vortrag anhören: „Ende und Neubeginn: Horn, NÖ 1945-1955 – Gedenkveranstaltung“.
In einer genaueren Ankündigung heisst es:
Niklas Perzi
(Zeithistoriker am Institut für Geschichte des ländlichen Raums St. Pölten)
referiert über die Lage (Nieder-)Österreichs nach der
Befreiung vom verbrecherischen NS-Regime. Der Vortrag beschäftigt
sich mit dem (Über-)Leben nach 1945, den persönlichen und
wirtschaftlichen Nöten, aber auch mit Aufbruch und Neubeginn und
Perspektiven für das Land und die Menschen.
Anton Mück (Museumsdirektor vom Museum Horn)
widmet sich dem Gedenken zum 80. Todestag seines Großvaters, des Widerstandskämpfers Isidor Wozniczak, der am 2. Mai1945 im Mödringer Graben bei Horn von Nazis ermordet wurde. Seine Gesinnung als sozialdemokratischer Hauptvertrauensmann und Bezirksfürsorgerat ließ ihn für ein demokratisches Österreich kämpfen, frei vom verbrecherischen Nationalismus der NSDAP.
Ein Danke an die Veranstalter.
Dazu passt auch:
Vor kurzem war ich in der VHS Krems bei einem Vortrag von Edith Blaschitz über das Gefangenenlager Stalag XVII b in Krems-Gneixendorf. Ich bin in Krems aufgewachsen und hatte als Kind nie von der Existenz dieses Lagers gehört…
Hier ein interessanter Standard Artikel dazu: Das vergessene Kriegsgefangenenlager der Nazis in der Wachau.
Prof. Blaschitz leistet an der Donau Uni Krems (neu: Universität für Weiterbildung) einen unschätzbaren Beitrag für die zeitgemässe Aufarbeitung der niederösterreichischen Zeitgeschichte. Ihr „Stabsbereich „Digital Memory Studies“ beschäftigt sich mit film- und mediengeschichtlichen Themen, vor allem mit solchen, die mit kollektiver Identitätsbildung, Erinnerungskulturen oder mit Geschlechterrollen im Zusammenhang stehen.„

Dabei werden auch neue Methoden eingesetzt, die die Bevölkerung vor Ort einbeziehen. Im folgenden Link wird die Ausstellung und eine Publikation zu einem spannenden Citizen Science Projekt im Kremser Bezirk beschrieben: NS-Zwangsarbeit und Lager
Einfach grossartig, oder?