Ein freier Geist

Gestern habe ich auf Ö1 „Menschenbilder“ nachgehört. Einige der Gedanken davon tauchen immer wieder auf. Schon der Titel der Sendung ist sehr nett; „Liebe dich selbst, dann kann dich die ganze Welt gern haben.“

Alfred Kirchmayr, Theologe und Psychotherapeut, mag sich selber und ist ein freier Denker.
Er sagt so Sachen wie „Je mehr christlich eine Partei im Namen hat, umso unsozialer ist sie“ oder „Die Kirche missbraucht das Christentum“. Da bleibt dir ja kurz die Luft weg, oder?

Vor vielen Jahren hat er mit Erwin Ringel ein Buch herausgebracht, in dem die katholische Kirche kritisiert wurde. Sie sei zu autoritär (fordere Unterwerfung) , beharre auf einem unrealistischen Reinheitsbegriff und hätte ein schlechtes Verhältnis zu Körper, Gefühlen, zu allem Weiblichen, so auch zu den Frauen.

Dabei sei „Religio“ die Sehnsucht nach Verbundenheit, die Einsicht, dass alles miteinander zu tun hat, die Schönheit, sich aufgehoben zu fühlen in einem Ganzen… So stamme auch das Wort „katholisch“ von „allumfassend“.

Das und viele andere spannende Gedanken, auch zur Psychotherapie, wurden angesprochen. Vielleicht magst dus ja auch nachhören. Eine Weile gehts noch:

https://oe1.orf.at/programm/20250511/794462/Alfred-Kirchmayr-Psychotherapeut-und-Theologe

oder das Buch lesen:

Alfred Kirchmayr und Erwin Ringel: „Religionsverlust durch religiöse Erziehung“, Verlag Der Apfel, Wien, 241 Seiten.

Danke Ö1 und den SendungsgestalterInnen.

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