{"id":3092,"date":"2016-01-23T23:16:56","date_gmt":"2016-01-23T22:16:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/?p=3092"},"modified":"2016-02-01T17:46:38","modified_gmt":"2016-02-01T16:46:38","slug":"is-mindfulness-making-us-ill","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/?p=3092","title":{"rendered":"&#8222;Is mindfulness making us ill?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_3110.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3093\" alt=\"IMG_3110\" src=\"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_3110-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_3110-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_3110-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/IMG_3110.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>So betitelt ist ein <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/lifeandstyle\/2016\/jan\/23\/is-mindfulness-making-us-ill?CMP=share_btn_link\" target=\"_blank\">Artikel in &#8222;the guardian&#8220;<\/a> \u00fcber m\u00f6gliche Schattenseiten von verordneter Achtsamkeitspraxis in amerikanischen Unternehmen bzw. im sorglosen Umgang mit Handy Apps. Was bei diesen Angeboten oftmals versprochen wird, wirkt nicht bei allen Menschen gleichermassen. Besonders bei psychisch labilen oder traumatisierten Menschen kann Meditation unbeabsichtigte Folgen haben und zu \u00c4ngsten und Depressionen f\u00fchren. Meditation setzt einen einigermassen gesunden Geist voraus. Verordnete Programme in Unternehmen d\u00fcrften darauf mitunter keine R\u00fccksicht nehmen.<\/p>\n<p>Ein Zitat aus dem Artikel, zeigt wie widerspr\u00fcchlich mit dem Thema umgegangen wird:<!--more--><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;The whole agenda is so fraught with contradictions, between its economic goals and its supposedly spiritual methods.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich glaube auch, dass das Vermitteln von Achtsamkeit sehr grosser Sorgfalt und guter Betreuung bedarf, und dass Achtsamkeit f\u00fcr Menschen mit psychischen Problemen kein Ersatz f\u00fcr eine Therapie oder Behandlung darstellt. Ein im Artikel zitierter Experte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cFor most people, I think if you\u2019re not suffering from any clinical issues, or illness, or from stress to a degree that you\u2019re somewhat disabled, it\u2019s fine. ..We talk about illness as disability, and disability may arise through sadness, it may arise through emotional disturbance, like anxiety. Then, obviously, it becomes a different ballgame, and it would be good to have a guided practice to take you through it.\u201d This runs counter to the drive towards online mindfulness apps, delivered without supervision, and with little to no adaptation to individual needs or problems.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Achtsamkeit macht mitunter bestehende Krankheiten sichtbar und ist kein Allheilmittel f\u00fcr alle Probleme. Auf jeden Fall ist die Freiwilligkeit und das pers\u00f6nliche Einverst\u00e4ndnis absolut notwendig. <strong>Wenn Achtsamkeitskurse in Unternehmen dazu missbraucht werden, strukturelle Vers\u00e4umnisse auf die individuelle Ebene zu verschieben, dann muss das thematisiert werden<\/strong>. Ich denke allerdings, dass Menschen, die mit Meditation bewusster ihre Bed\u00fcrfnisse erkennen, das in einem normalen Setting ohnehin tun. Dennoch, es zeigt sich, wie jede hilfreiche Methode destruktiv eingesetzt werden kann. Nach dem Motto: Mit einem guten Messer kann ich schneiden oder Menschen verletzen&#8230; Was z\u00e4hlt, ist allein die Absicht. In einem <a href=\"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/?p=2579\" target=\"_blank\">fr\u00fcheren Beitrag<\/a> habe ich das bereits behandelt.<\/p>\n<p>Achtsamkeit macht &#8211; bei richtiger Herangehensweise &#8211;\u00a0 klar und unabh\u00e4ngig, braucht aber im Erlernen bestimmte Rahmenbedingungen, um unterst\u00fctzend zu sein. Darum finde ich einerseits den (buddhistischen) Kontext von Weisheit und Ethik sehr hilfreich. Andererseits braucht es erfahrene Menschen, die die Achtsamkeitspraxis vermitteln. Fundierte Achtsamkeitspraxis kann nicht in einem 2 WochenKurs erlernt werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus finde ich spannend, wie stark mindfulness in den USA mittlerweile verbreitet ist. Von einem solchen Ausmass kann in unseren Breitengraden noch lange nicht die Rede sein.\u00a0 Auch wenn mir pers\u00f6nlich die Tendenz des Artikels ein wenig dramatisiert erscheint, sollten die Kernaussagen nicht \u00fcberh\u00f6rt werden. Wir k\u00f6nnen ja auch von den Fehlern anderer lernen. bevor es bei uns Anlass daf\u00fcr gibt\u00a0 \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So betitelt ist ein Artikel in &#8222;the guardian&#8220; \u00fcber m\u00f6gliche Schattenseiten von verordneter Achtsamkeitspraxis in amerikanischen Unternehmen bzw. im sorglosen Umgang mit Handy Apps. 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