{"id":38,"date":"2010-06-14T17:42:49","date_gmt":"2010-06-14T15:42:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/?p=38"},"modified":"2010-06-14T21:33:49","modified_gmt":"2010-06-14T19:33:49","slug":"the-work-seminar-in-der-gea-akademie-in-schrems","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/?p=38","title":{"rendered":"The Work &#8211; Seminar in der Gea Akademie in Schrems"},"content":{"rendered":"<p>Das letzte heisse Wochenende haben Gerhard und ich h\u00f6chst sinnvoll verbracht. Wir waren in Schrems im Waldviertel bei der Gea-Akademie und besuchten ein von Anton Dicketm\u00fcller geleitetes Seminar zu &#8222;The Work&#8220;.<\/p>\n<p><!--more--><strong>Was haben wir da be- und verarbeitet?<\/strong><\/p>\n<p>The Work ist eine von Byron Katie entwickelte Methode zum Aufl\u00f6sen belastender Glaubenss\u00e4tze. Und von denen haben wir ja alle mehr als genug. Ich hatte das Buch mit dem sch\u00f6nen Titel &#8222;Lieben was ist&#8220; zuvor schon gelesen und ein bi\u00dfchen damit herumexperimentiert. Aber bei diesem mit 30 netten Menschen ausgebuchten Seminar hab ich die Methode noch mehr zu sch\u00e4tzen gelernt und bin von ihrer Wirksamkeit \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p><strong>Es ist so simpel<\/strong><\/p>\n<p>Du suchst dir einen Satz, der dir Stress macht, z.B.: &#8222;Mein Kollege sollte mich mehr sch\u00e4tzen&#8220; und gehst allein und SCHRIFTLICH oder mit einem\/einer BegleiterIn folgende Fragen dazu durch:<\/p>\n<ol>\n<li>Ist es wahr? (falls nein, weiter zu Frage 3)<\/li>\n<li>Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass es wahr ist?<\/li>\n<li>Wie reagierst du, wenn du diesen Gedanken denkst?<\/li>\n<li>Wer w\u00e4rst du ohne diesen Gedanken?<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Kehre den Gedanken um und finde jeweils drei Beispiele f\u00fcr jede Umkehrung, die zeigen, dass diese Aussage genauso wahr sein kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beim Durchgehen der Fragen bleibst du ganz eng an dem Ausgangssatz und begibst dich auf keinen Fall weiter ausufernd in deine Geschichte. Nur diese eine Aussage wird durchgekostet und wieder und wieder durchgeschmeckt. Du schliesst v.a. bei Frage 3 und 4 die Augen und gehst ganz auf deine Emotionen ein und versuchst den Unterschied zu sp\u00fcren, wie es sich MIT und wie es sich\u00a0OHNE den Gedanken anf\u00fchlt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Es ist so wirksam<\/strong><\/p>\n<p>Anton hat uns die Methode wirklich sehr gut erkl\u00e4rt und noch besser praktisch vorgef\u00fchrt. Es gab ein paar Demonstrationen, bei denen er\u00a0the Work mit einer Teilnehmerin durchf\u00fchrte und das war unglaublich spannend. Im Denken des Glaubenssatzes zeigten die Gesichter grosse Anspannung, die Menschen qu\u00e4lten sich dramatisch mit\u00a0ihrer Geschichte und schilderten ihr Leiden. Stellten sie sich dann vor, wie es ohne den belastenden Gedanken w\u00e4re, erhellten sich die Gesichtsz\u00fcge, richtete sich die Person k\u00f6rperlich auf und stellte sich auch in den verbalen Beschreibungen Frieden und Wertsch\u00e4tzung ein. Auch wenn es sich bei The Work nicht um ein ergebnisorientiertes Vorgehen handelt, das einen sofortigen Erfolg verspricht, war allein diese erste Wirkung schon sehr eindrucksvoll.<\/p>\n<p>Die Umkehrungen h\u00f6ren sich schliesslich tw. paradox und unm\u00f6glich an, aber gerade bei aufkommenden Widerst\u00e4nden gilt es nachzusp\u00fcren und genau hinzusehen.<\/p>\n<p>Umkehrungen des Ausgangssatzes gibt es in mehrfacher Hinsicht<\/p>\n<ul>\n<li>zu sich selbst<\/li>\n<li>zum\/zur anderen<\/li>\n<li>ins Gegenteil<\/li>\n<li>ev. zu in &#8222;mein Denken&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das w\u00e4re also in unserem Eingangseispiel:<\/p>\n<ul>\n<li>Ich sollte mich mehr sch\u00e4tzen.<\/li>\n<li>Ich sollte meinen Kollegen mehr sch\u00e4tzen.<\/li>\n<li>Mein Kollege sollte mich <em>nicht<\/em> mehr sch\u00e4tzen.<\/li>\n<li>Mein Denken sollte mich mehr sch\u00e4tzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vor allem der erste Punkt trifft meistens schon sehr ins Schwarze. Schwierig wird es bei S\u00e4tzen wie: &#8222;Ich besetze meine Depression&#8220; oder &#8222;Mein Denken sollte mich nicht einrauchen&#8220;, aber selbst da ist es total eindrucksvoll, was sich hinter den scheinbaren &#8222;Orakelspr\u00fcchen&#8220; finden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Zur Methode ist schon\u00a0viel publiziert worden, und du kannst vieles in B\u00fcchern und im Netz finden.\u00a0<\/p>\n<p>Mir selbst ist in der Anwendung aufgefallen, wie schwer es ist, wider manche Gewohnheit zu denken und Urteile abzulegen und wie tief Ablehnungen sitzen.\u00a0Mama mia, da l\u00e4sst sich einiges &#8222;beworken&#8220; in mir.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Was habe ich an diesem Wochenende notiert, was ich mir merken will?<\/p>\n<p>Die Welt ist dein Spiegel: Mit The Work lassen sich gut Projektionen erkennen. Wenn uns etwas massiv an anderen st\u00f6rt, hat das fast immer mit uns zu tun, mit etwas, das wir uns nicht eingestehen wollen. Die Methode bringt also Selbsterkenntnis und mehr Ehrlichkeit mit uns selbst.<\/p>\n<p>Es gibt drei Arten von Angelegenheiten: meine, deine und die des Universums. Wenn ich in den Angelegenheiten anderer bin, bin ich hilflos. In meinen Angelegenheiten dagegen kann ich handeln und bin m\u00e4chtig. Und auch verantwortlich.<\/p>\n<p>The Work bringt dich zur Selbstverantwortung. Das ist gut.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen Gedanken nicht auf Befehl loslassen. Den Gedanken mit Offenheit und Freundlichkeit zu begegnen, ist der beste Weg, dass <em>sie uns<\/em> loslassen.<\/p>\n<p>Ein unfixierter Geist ist liebevoll und kreativ. Die Identifikation mit negativen Glaubenss\u00e4tzen macht uns leiden und engt unsere Sichtweisen ein. Wir sehen die Umwelt und den anderen Menschen nicht mehr, wie er wirklich ist. Auch uns selbst nicht.<\/p>\n<p>Oft sind wir verliebt in unser Drama (Meine Mutter hat mich nie geliebt. Mit mir stimmt etwas nicht. Ich bin zu ungeschickt&#8230;) Wir ziehen bekanntes Ungl\u00fcck dem unbekannten Gl\u00fcck vor. Es braucht Mut, die eigenen Gewissheiten in Frage zu stellen, aber es lohnt sich.<\/p>\n<p>Das Universum ist freundlich. Die Wirklichkeit ist wahr. Wozu uns gegen die Wahrheit auflehnen? Die Wirklichkeit ist immer freundlicher als unsere Geschichten \u00fcber sie.<\/p>\n<p><strong>Also hast du Lust auf mehr?<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist auch die Gea Akademie ein wunderbarer Seminarort. Ihr Gr\u00fcnder Heini Staudinger ist eine ganz besondere Person, ungemein authentisch und liebensw\u00fcrdig\u00a0 und soo kreativ. Er fuhr mit uns mittags in einen verzauberten Steinbruch-See, zeigte uns abends die Produktion der Waldviertler Schuhe und die M\u00f6belwerkstatt und erz\u00e4hlte dabei\u00a0mehr von den Wirtschaftsgrausamkeiten als von der Schuhproduktion. Seine poetische Ader kam auch nicht zu kurz. Seine Zeitung, den brennstoff, will ich ohnehin einmal genauer vorstellen.<\/p>\n<p>Auch die Organisatorin Renate ist ein wunderbarer Mensch und das ganze Rundherum war einfach zum Wohlf\u00fchlen.<\/p>\n<p>Hier die links zum Weiterlesen:<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.gea.at\/akademie\/\">http:\/\/www.gea.at\/akademie\/<\/a><\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.thework.com\/\">http:\/\/www.thework.com\/<\/a><\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.thepeaceful-mind.de\/\">http:\/\/www.thepeaceful-mind.de\/<\/a><\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.gabrielekofler.at\/\">http:\/\/www.gabrielekofler.at\/<\/a><\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.ralfgiesen.de\/\">http:\/\/www.ralfgiesen.de\/<\/a><\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.fluss-der-stille.de\/\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das letzte heisse Wochenende haben Gerhard und ich h\u00f6chst sinnvoll verbracht. 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