{"id":628,"date":"2011-05-24T15:33:07","date_gmt":"2011-05-24T13:33:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/?p=628"},"modified":"2011-05-24T17:08:05","modified_gmt":"2011-05-24T15:08:05","slug":"was-will-ich-was-darf-ich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/?p=628","title":{"rendered":"Was mag ich, was darf ich, was kann ich?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/foto-051.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-366\" style=\"margin: 5px;\" title=\"foto 051\" src=\"https:\/\/www.schule-der-wertschaetzung.at\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/foto-051-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0Ein Freund schrieb j\u00fcngst in seinem Email:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8222;Wir haben eigentlich ein sch\u00f6nes Leben. Und die Welt wird nicht gerechter, wenn ich ungl\u00fccklich herumschleiche und daher habe ich mir vorgenommen, im Rahmen des m\u00f6glichen gl\u00fccklich zu sein. Jawohl, gl\u00fccklich. Ohne den Kampf \u00a0f\u00fcr eine gerechtere Welt aufzugeben. Um mit Bert Brecht zu sprechen: Er organisiert seinen Kampf um den Lohngroschen, um das Teewasser und um die Macht im Staat (Lob des Revolution\u00e4rs). Gl\u00fcck, das ist der Kampf um das Teewasser &#8211; eben auch sehr wichtig.&#8220;<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mein Freund ist ein sehr politischer Mensch und setzt sich stark mit den Ungerechtigkeiten der Welt auseinander. So wie viele von uns. Viele von uns setzen eine Trauermine auf, wenn sie von den j\u00fcngsten Katastrophen berichten &#8211; die n\u00e4her oder weiter von uns entfernt stattfinden &#8211; und ist es nicht wirklich schwer, angesichts der Horrormeldungen in den Medien oder im Bekanntenkreis eine fr\u00f6hliche Grundstimmung zu behalten?\u00a0 Selbst dann, wenn bei eineR selbst grad alles wunderbar l\u00e4uft. Inmitten eines\u00a0stillen, sonnigen Maitags. \u00a0Darf es mir gut gehen, wenn es anderen schlecht geht? Mein Freund bringt es gut auf den Punkt: JA, ohne das Bem\u00fchen um eine gerechtere Welt aufzugeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und ohne das Bem\u00fchen um das eigene Wohlsein in der Welt aufzugeben. Auch daf\u00fcr gilt es sich zu entscheiden. Und sich immerfort daran zu erinnern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vom feinsinnigen Eugen Roth stammt folgender Spruch, den mir Gerhard unl\u00e4ngst zitiert hat:<\/p>\n<p>Ein Mensch &#8211; dass ich nicht Unmensch sag &#8211; meint:<br \/>\nAlles kann man, wenn man mag.<br \/>\nVielleicht &#8211; doch gibts da viele Grade<br \/>\nauch m\u00f6gen-k\u00f6nnen ist schon Gnade.<\/p>\n<p>Also. Ich mag m\u00f6gen- k\u00f6nnen und m\u00f6gen-d\u00fcrfen. Und du?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Ein Freund schrieb j\u00fcngst in seinem Email: &#8222;Wir haben eigentlich ein sch\u00f6nes Leben. Und die Welt wird nicht gerechter, wenn ich ungl\u00fccklich herumschleiche und daher habe ich mir vorgenommen, im Rahmen des m\u00f6glichen gl\u00fccklich zu sein. Jawohl, gl\u00fccklich. Ohne den Kampf \u00a0f\u00fcr eine gerechtere Welt aufzugeben. 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