Das Leben ein wenig leichter nehmen
Alltagslyrik von Gerhard Hovorka:
Das Leben ein wenig leichter nehmen
Gestern den verfluchten Kater verscheucht/
und im Schneesturm gemeinsam gegen den Wind gelaufen. /
Den Kopf tief eingezogen, über Eisplatten rutschend /
und auch im knirschenden Schnee noch diskutierend. /
Heute vor Sonnenaufgang im Zug nach Wels /
ein wunderbares Seminar zu Dritt. /
Am Abend zwei Eisenbahnerkinder im Wirtshaus /
direkt an den Schienen beim Bahnhof. /
Und alte Zeiten und Zukunftspläne und wie geht es dir? /
Und haben wir genug gegen den Hunger und den Krieg getan /
oder kann sich das System nun schon ganz auf uns verlassen? /
Nein, das nicht. Noch nicht. /
Aber das Leben ein wenig leichter nehmen. Du und ich.