Ein Traum: Der Lindenhof in Eggenburg

Januar 6th, 2026 von ulli

Ein wunderbares Projektkonzept, das da kommende Woche am 16. und 17.1.26 in Eggenburg vorgestellt wird. Es geht um die zukünftige Nutzung eines Areals, das wirklich – wie Projektentwicklerin Elisabeth Schuh es nennt – Magie und Inspiration ausstrahlt.
Den Lindenhof. Glaubst du nicht auch, dass diese Gebäude und dieser Park wachgeküsst werden möchten?

Schau dir einfach das Filmchen, die Bilder und Ideen an:

https://zukunft-lindenhof.at/

Mögen die Träume wahr werden!

Das Erbe der Käthe Leichter

November 26th, 2025 von ulli

ist gross. Riesengross. Und Käthe Leichters Enkelin Kathy Leichter ist eine würdige Erbin – indem sie ist, wie sie ist und tut, was sie tut.


…In diesem Zusammenhang noch ein Zusammenhang…

Ich bin seit kurzem Mitglied im Verein „Rote Spuren„. Dort wird Geschichte von unten aus ArbeiterInnenperspektive erzählt. Die kürzlich besuchte Führung mit Brigitte Drizhal auf dem Zentralfriedhof zum Thema „Widerständische Frauen“ wird mir unvergesslich bleiben.
Wir haben dort u.a. die Gruppe 40 besucht, seit 2013 eine nationale Gedenkstätte für die von den Nationalsozialisten hingerichteten WiderstandskämpferInnen.
Hier die Website dazu mit Porträts von den ermordeten Menschen.

Dass es zu dieser Gedenkstätte kam, ist vor allem Käthe Sasso zu verdanken. Einer grossartigen Frau, die erst 2024 verstorben ist: Hier ein paar Infos zu ihrer beeindruckenden Lebensgeschichte. Einen sehr sehenswerten Dokumentationsfilm über Käthe Sasso „Erschlagt mich, ich verrate nichts!“ kannst du auf vod anschauen. Ihre Menschenliebe blieb trotz des Erlebten ungebrochen.

Ingrid hat mir erzählt, dass Käthe Sasso noch in hohem Alter den 2010 verstorbenen Heinz Leichter kennengelernt hat, den Sohn von Käthe Leichter, den Vater von Cathy Leichter. Die beiden hätten sich glänzend verstanden.

So schliessen sich die Kreise. Schon spannend, oder?

Es tut gut…

November 26th, 2025 von ulli

… dieser Frau zuzuhören und ihren Gedanken zu folgen. Sie strahlen so eine tiefe Sicherheit aus, obwohl so offen. Aber vielleicht gerade deshalb?
Eine Weile kannst du das Interview mit Eva Masel auf Ö1 noch nachhören. Ich habe die Leiterin der Palliativstation des Wiener AKH hier schon einmal erwähnt, weil mir das Interview mit Florian Ploberger so gut gefiel.
Bei Ö1 Menschenbildern spricht sie mit Mari Lang. Die Fragen sind gut, die Antworten hochinteressant, die Stimmung entspannt.

Wenn du magst, hör selbst:
Leben und Sterben

Übrigens ein sonderbarer Ort für ein Interview: „Einen Ausgleich findet Eva Masel im Stadthallenbad in Wien, wo sie mehrmals pro Woche zum Schwimmen geht. „Für mich ist das wie Psychotherapie“, erzählt sie im Gespräch mit Mari Lang. Sie hat die Palliativmedizinerin beim Sortieren ihrer Gedanken im Wasser begleitet und mit ihr über ihr Aufwachsen und ihren persönlichen Weg in die Palliativmedizin gesprochen.“

Achtsamkeit an Schulen

Oktober 28th, 2025 von ulli

Im folgenden Artikel geht es um Achtsamkeit für Lehrende und Lernende:
https://www.schule-der-wertschaetzung.at/wp-content/uploads/2025/10/Kurier-Artikel-2025-09-2.pdf

Was für ein wichtiger Beitrag. Hier findest du die Website zur Initiative „Das Herz der Schule neu entdecken“:

Ein Brief an Gerhard

Oktober 14th, 2025 von ulli

Gerhard ist ein alter Freund, einer, der seit vielen Jahren monatlich ein „Rundmail“ ausschickt, an uns, seine „Rundmailgemeinde“. Das sind mehr als 100 Menschen, die er persönlich aus seinem politisch engagierten Leben kennt, die er auf dem Laufenden hält, wie es ihm geht, für die er Gedichte verfasst oder für die er wiederum zur Info-Drehscheibe wird. Gerhard freut sich auch über echte Ansichtskarten und schickt uns öfter Statistiken von wem er wann von wo eine Karte bekommen hat. So einer ist Gerhard, und ich muss sagen, ich schätze ihn sehr. Heute morgen habe ich ihm ein Mail geschickt, in dem ich ihn bitte, eine Info auszusenden.
Das war die etwas längere Einleitung zu dem, was ich hier eigentlich teilen wollte:

lieber gerhard
ich habe kürzlich bei einer sehr berührenden veranstaltung chris kennengelernt. chris arbeitet mit beim verein lichtspiel, der das historische kino in allentsteig neu belebt. das filmarchiv austria hat in allentsteig einen film von 1988 gezeigt, in dem die absiedlung von 42 dörfern mit rund 7000 menschen von 1938 bis 1942 aufgearbeitet wurde. der saal war voll. viele alte menschen, selber noch „aussiedlerkinder“ mit ihren kindern und enkelkindern waren da. du kannst dir vorstellen, wie besonders diese stimmung war. weil gar nicht alle interessierten platz hatten, wird die veranstaltung an einem sonntag mitte november wiederholt: https://www.lichtspiel.at/
davor wurde ein französiches filmdokument gezeigt, das u.a. den alltag im offiziersgefangenenlager auf dem gebiet des heutigen truppenübungsplatz zeigt, ein unter lebensgefahr versteckt gedrehter film. wer weiss heute noch, dass in diesem lager mit rund 6000 französischen offizieren im 2. weltkrieg eine universität gegründet wurde, deren abschlüsse nach der befreiung in frankreich anerkannt wurden? wozu menschen fähig sind!
aber eigentlich wollte ich dich fragen, ob du vielleicht das projekt von chris in deinem rundmail bekannt machen wollen würdest. er dreht einen film über das thayatal und hat ein crowd-funding projekt gestartet, das noch bis zum 27. oktober läuft und es fehlen noch 700 euro. ich finde es schön, diese jungen engagierten menschen unterstützen zu können:
https://www.startnext.com/thaya-dyje
wenn es nicht passt für dich, ist es auch okay. dann hab ichs halt probiert. ich bin nicht mehr bei facebook oder ähnlichen plattformen und dein rundmail ist für mich immer noch das beste „soziale medium“

vielen dank und aus dem waldviertel liebe grüsse, besonders auch an gudrun
und wenn dus ausschickst, an die ganze rundmailgemeinde
ulli

hier stellt chris sein projekt vor. unterstützenswürdig, findest du nicht auch?

Und, was glaubst du hat Gerhard gemacht? Er hat meinen Brief schon heute nachmittag ausgeschickt. So ein Schatz, dieser Mann. Vielen Dank lieber Freund!

Meditation, Focusing und Alexandertechnik

Oktober 6th, 2025 von ulli

Alexandra Pfohlmann, eine wunderbare (tibetisch buddhistische) Meditationslehrerin, spricht in folgendem Video über Mediation und Focusing, eine seltene Kombination. Hörs dir an, falls dich das Thema interessiert. Alexandra hat einen feinen Humor und eine lebendige alltagsnahe Herangehensweise, die mir gut gefällt.


Von Alexandra kommt der Hinweis auf David I. Rome, der in seinem Buch ebenso Focusing und Meditation verbindet:
Your Body Knows the Answer: Using Your Felt Sense to Solve Problems, Effect Change, and Liberate Creativity

Es wurde auch auf deutsch übersetzt, ist aber im Netz nicht so leicht zu finden. Es heisst: Dein Körper gibt die Antwort (Nicht zu verwechseln mit dem Buch: Dein Körper weiss die Antwort von Martin Siems – auch ein gutes Buch, das sich aber allein mit Focusing befasst)

Alexandra hat weiters auf Kevin McEvenue hingewiesen, ein kanadischer Lehrer, der Focusing und Alexandertechnik zusammenfügt:
https://wholebodyfocusing.com/.

Schön, wenn die Dinge, die eine interessieren, aus unterschiedlichen Richtungen zusammenkommen. Findest du nicht auch?

PS: Alexandra bietet übrigens im Haus Engl in Bayern ein Seminar zu Meditation und Focusing an. „Das Engl“ ist ein Retreatzentrum in der Nähe von Passau, das ich dir aufs Allerwärmste empfehlen mag.
PS2: Falls du in Passau vorbeikommst, schau dir unbedingt das Glasmuseum an. Was für eine unglaubliche Fülle an Glaskunst! In einem unglaublich schönen Gebäude.

PS2: Das deutsche Focusing Institut (DFI) hat im letzten Newsletter auf einen feinen Blog hingewiesen. Da gibt es einen Beitrag, der sich mit dem Zusammenbringen verschiedener Ansätze befasst, aber noch viel mehr Spannendes: https://www.deutsches-focusing-institut.de/focusing/focusing-blog

Buchempfehlungen

September 2nd, 2025 von ulli

Das erste Buch ist weniger eine LeseEmpfehlung, denn mehr eine PraxisEmpfehlung oder Einladung zum Studium. Wenn du dich ernsthaft damit auseinandersetzen willst, wie dein Geist funktioniert und dich darin üben magst, klarer, wacher und klüger zu werden, dann magst du dich vielleicht mit diesem 560 Seiten starken Buch befassen. Was aber heisst, nicht nur lesen, sondern dich täglich hinzusetzen und darüberhinaus Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren. Falls dich das interessiert, musst du schon sehr entschlossen sein. Aber warum nicht? Es ist nie zu spät, die Perspektive zu verändern. Hier zum Verlag mit einer Leseprobe von Handbuch Meditation von Culadasa John Yates. Ich hab mich nach den ersten 200 Seiten schon an die Dichte und Komplexität gewöhnt und schon jetzt als MeditationsErfahrene viel Neues und Wesentliches gelernt. Also mag ich es empfehlen und bei dieser Gelegenheit ein grosses DANKE an Franz aussprechen, der es mir empfohlen hat. 🙂

Zweitens: Wenn du schon mit Meditation Erfahrung hast, weisst du auch, dass sich das Denken willentlich nicht steuern lässt. Was kommen da mitunter für Gedankeninhalte zum Vorschein, über du sich nur so wundern lässt! Wenn es sich um stark selbstkritische Gedanken handelt, dann solltest du dir deinen „inneren Richter“ vielleicht einmal näher ansehen. Besser als Byron Brown es in seinem Buch tut, hab ich es noch nirgendwo gelesen. Die Beschreibungen und Fallbeispiele machen in ihrer Detailgenauigkeit zwischendurch richtig sprachlos. Einfach wundervoll!
Ja, unser „Über Ich“ hat schon Kraft und Macht. Wenn wir es besser verstehen, wird vielleicht eines Tages aus dem Richter ein Verbündeter?
Mit diesem Link mache ich dich gleich mit dem Zentralen Verzeichnis antiquarischer Bücher – ZVAB bekannt. Byrons Buch „Befreiung vom inneren Richter: Die Intelligenz der Seele erkennen“ ist noch nicht soo alt – 2001 erschienen – , aber hier kannst du es gebraucht und günstig erwerben: https://www.zvab.com.
Ich war zu Beginn ein wenig irritiert von (für mich wenig greifbaren) Begriffen wie „wahrer Seele“, und bin froh, dennoch weiter gelesen zu haben.

Als drittes ein Buch, das sich mit der speziell schwierigen Lage nach einer Trennung befasst. Ich habs gelesen, bevor ich es einer Freundin geschenkt habe und bin überzeugt, dass dieses Buch in dieser besonderen Lebenslage wirklich Trost und Balsam bieten kann. Wie Stöhring ihre inneren Stimmungen genau beschreibt ist sehr besonders. Und wie sie sich nach der ersten Trauerphase selbst zu helfen weiss, ermutigend: Ulrike Stöhring: Vielen Dank für alles. Trennung – glücklich überlebt.
Folgender PresseKommentar bringt es auf den Punkt:
Ratgeber für Verlassene gibt’s zahlreich. Doch Ulrike Stöhring hat hier ihre persönliche Geschichte beschrieben und das recht unterhaltsam. Das Buch ist nicht nur für Betroffene eine schöne Lebensunterstützung.“

Alle guten Dinge sind drei –
vielleicht war auch etwas für Dich dabei.

schreib.raum

Juli 29th, 2025 von ulli

so heisst Alexandras Peischers Website und ich würde dir empfehlen, dich dort einmal umzusehen: https://www.schreibraum.com

Ich komme eben von Goldegg zurück, wo ich bei Alexandra ein Schreibseminar besucht habe.
Titel: „Im Schreiben Ruhe und Kraft finden“.
Goldegg im salzburgischen Pongau kennst du vielleicht von den Goldegger Dialogen. Das Schloss, in dem die Dialoge und Seminare stattfinden, macht viel von dem Reiz der gemeinsamen Aktivitäten aus. Auch eine Malakademie logiert im Schlösslein sowie ein Schlosscafe mit 13 verschiedenen Mehlspeisen, eine besser als die andere, mit riesengrossen Portionen. Nicht zu vergessen, die Berge rundum und der kleine Moorsee vor dem Schloss, den du in kaum einer halben Stunde umrundest und an dem dich eine nostalgische Badeanstalt mit alten Holzkabinen entzücken lässt.

In dieser Umgebung lässt sich gut kreativ sein, und wenn dann eins eine Seminarleiterin wie Alexandra hat, darf es auch stundenlang regnen und du bist trotzdem fröhlich. In Einheiten von drei bis vier Stunden hat uns Alexandra mit einer Vielfalt von Schreibansätzen zum Nachdenken, Reflektieren, zum Fantasieren und zum Nonsensieren gebracht.

Wir haben Morgenseiten, unrühmliche Hirnentleerungen, Hirnschwapps und Lobeshymnen verfasst, Gedichte in vielerlei Wort- und Silbenanzahl komponiert, und danach mit Freude und manchmal Verwunderung den anderen zugehört beim Vorlesen ihrer Texte und WortBlüten. Das Vorlesen des Eigenen war immer eine besonders spannende Geschichte. Wir Menschen sind uns ja so wichtig, und Gruppen haben eine eigene Kraft.

Das Seminar war weniger literarisch angelegt, sondern eher als kreative Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt. Das war nicht unanstrengend und so war es gut, den Nachmittag für sich zu haben und das herausgedachte und niedergeschriebene verdauen zu können.

Auch in dieser Hinsicht zeigte Alexandra grosse Kompetenz. Waren SchreibkollegInnen von ihren Prozessen emotional stark betroffen und brachten das in die Runde ein – manche mehr, manche weniger -, nahm sie das konstruktiv in ruhiger und aufmerksamer Weise auf und half es zu integrieren, für die Person als auch für die Gruppe. Das kam nicht so oft vor, hätte aber bei weniger geschicktem Umgang zu längeren Irritationen führen können. So störte es nicht weiter und gab Sicherheit fürs Weiterschreiben. Nicht umsonst ist Alexandra auch im Coachingbereich für Persönlichkeitsfragen zu Hause.

Fast ein ganzes Heft haben wir ausgeschrieben und es macht sicher Sinn, den Texten später in Ruhe nachzugehen und das eine oder andere nachhallen oder weiterspinnen zu lassen. Was war damals in Bali ausser dem Mondmeerschwimmen eigentlich noch erinnerungswürdig?

Vielleicht magst du auch einmal ein Seminar bei Alexandra besuchen? Zum Beispiel im Oktober in Alexandras schreib.raum in Innsbruck: „Selbstfürsorge und achtsames Schreiben.“ Wenn ja, solltest du schnell sein, es ist vielleicht bald ausgebucht.

Vor kurzem hat Alexandra auch ein Buch publiziert. Ich habs mir mitgenommen und freu mich schon aufs Durchstöbern: Versuchen Sie’s mal mit schreiben – Ein effektives Werkzeug für Coaching, Beratung und Erwachsenenbildung.

Ich bin nach dem Seminar jedenfalls sehr lebendig heim gekommen und werde in nächster Zeit wieder öfter und bewusster schreiben. Vielleicht vergnügte Gedichte wie Mascha Kaléko? hier im Blog schon 2010 zitiert und immer wieder eine Freude…

Kreativität ist jedenfalls ein Lebensmittel. Findest du nicht auch?
Wo pflegst du eigentlich deine Kreativitätsquellen?

Trauernd?

Juli 16th, 2025 von ulli

Falls du oder jemand anderer in deiner Umgebung grad eine harte Zeit mit dem Abschied naher Menschen durchmach(s)t, so kann ich dir den Ansatz von Roland Kachler als Unterstützung empfehlen. Ich habe den deutschen Psychotherapeuten Roland Kachler vor kurzem bei einem Vortrag im Kardinal König Haus in Wien erlebt und mir eins seiner Bücher mitgenommen.

Vortrag und Buch haben mich so überzeugt, dass ich tags darauf in der Herder Buchhandlung in der Wollzeile fünf Expemplare des eben gelesenen Buchs gekauft habe und seitdem rundherum verschenke. Es heisst „Meine Trauer wird dich finden.“ und ist schon in der 12. Auflage erschienen. Hier Zusammenfassung und Leseprobe.

Was mir an seinem Ansatz so gut gefällt? Kachler hat den Zugang zu konstruktiver Trauer aus eigener Betroffenheit nach dem Verlust seines jugendlichen Sohnes entwickelt und sagt selbst, dass er zuvor ganz andere Theorien vertreten hatte. Er spricht nicht vom „Loslassen müssen“, sondern vom Pflegen und Weiterentwickeln der Beziehung zu den Verstorbenen. Ja, dass sich Konflikte sogar noch nach dem Tod eines nahen Menschen klären lassen. Er plädiert für das Zulassen des Schmerzes, einer ja natürlichen Reaktion auf den Verlust, und hält nicht viel von den kolportierten Trauerphasenmodellen.
Was mir besonders gut gefällt: Er meint, in der ersten Trauerzeit sei man „im Auftrag des Verstorbenen unterwegs“ und solle dem Bedürfnis nachgeben, viel über gemeinsame Erinnerungen zu reden. Wozu man im Idealfall gute ZuhörerInnen finden sollte. Vielleicht Dich?

Hier der Link zu seiner Website, wo du noch weitere Bücher von ihm findest, darunter auch Sachbücher für TherapeutInnen: https://kachler-roland.de/

Da werde ich mich auch noch weiter umsehen. Gerade zu diesem existentiellen Thema können wir nicht genug Kompetenz aufbauen. Meinst du nicht auch?

Worte wirken Wunder

Juli 16th, 2025 von ulli

wie diese in einem Gedicht des polnischen Dichters
CZESŁAW MIŁOSZ. Spür in dich hinein, BEVOR du dir das Gedicht – am besten laut – vorliest – und spür DANACH nochmals in dich heinein.

also JETZT bist du davor ;-). Spür mal kurz aufmerksam durch deinen Körper.

Gabe
Der Tag war so glücklich.
Der Nebel fiel früh herab, ich hatte im Garten zu schaffen
Die Kolibris rasteten an der Blüte des Kaprifoliums.
Es gab in der Welt kein Ding, das ich hätte haben wollen.
Ich kannte niemanden, den ich beneiden müßte.
Was Böses geschehen war, hab ich vergessen.
Ich schämte mich nicht zu denken, ich sei, wer ich bin.
Ich spürte keinerlei Schmerz im Leibe.
Aufgerichtet sah ich das blaue Meer und die Segel.

Berkeley, 1971

Und jetzt wieder durch den Körper spüren. Einen Unterschied gemerkt?
Wenn nicht, dann hat es nicht geschadet, die Übung des Körperspürenwunders zu vertiefen. Damit du das Wortewirkenwunder vielleicht bei anderen Gedichten erleben kannst.

Dazu ein Zitat von Albert Schweitzer:
Der Mensch braucht Stunden, wo er sich sammelt und in sich hineinlebt.“

PS.: Kaprifolium ist der lateinische Name fürs Gartengeissblatt.

Sind die weissen Tauben müde?

Mai 21st, 2025 von ulli

Hans Peter Graß ist es jedenfalls noch nicht. Ich hab hier schon früher von der bevorstehenden Salzburger Friedenstagung „Raus aus der Erschöpfung“ Mitte Juni u.a. mit Harmut Rosa berichtet. Ich kann leider nicht hinfahren, bin aber Mitglied des Salzburger Friedensbüros geworden und beziehe seither seinen spannenden Newsletter.

Im aktuellen Newsletter wird auf ein Interview mit dem langjährigen Geschäftsführer Hans Peter Graß über Gründung und Entwicklung des Friedenbüros hingewiesen, das ich eben nachgehört habe. Nun kann ich anbinden an meine eigenen Erfahrungen aus den 80er Jahren mit der Friedensbewegung. Wie gut von ihm herauszuarbeiten, dass die aktuelle Situation ähnlich ist, aber doch schon vieles anders. So sind Zivildiener mittlerweile akzeptierte und wichtige Arbeitskräfte in den sozialen Einrichtungen und die „gsunde Watschn“ ist zumindest tabuisiert, wenn noch nicht ganz verschwunden.

Ausserdem weiss ich jetzt, dass es eine Sendung “Begegnungswege” im Freien Radio Salzkammergut gibt. Und dass die “Begegnungswege” von Maria und Matthias Reichl vom Bad Ischler Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit gestaltet werden. „Der Schwerpunkt der Sendung liegt auf nicht  nichtkommerziellen, unzensierten und globalisierungskritischen Weltnachrichten mit Musik.“

Da der Ausschnitt des Interviews ein wenig aprubt endet, werde ich mich da ein wenig weiter umhören. Spannend, was es alles gibt und wie Menschen sich für wertvolle Ziele engagieren. Wie schön.

Ein freier Geist

Mai 16th, 2025 von ulli

Gestern habe ich auf Ö1 „Menschenbilder“ nachgehört. Einige der Gedanken davon tauchen immer wieder auf. Schon der Titel der Sendung ist sehr nett; „Liebe dich selbst, dann kann dich die ganze Welt gern haben.“

Alfred Kirchmayr, Theologe und Psychotherapeut, mag sich selber und ist ein freier Denker.
Er sagt so Sachen wie „Je mehr christlich eine Partei im Namen hat, umso unsozialer ist sie“ oder „Die Kirche missbraucht das Christentum“. Da bleibt dir ja kurz die Luft weg, oder?

Vor vielen Jahren hat er mit Erwin Ringel ein Buch herausgebracht, in dem die katholische Kirche kritisiert wurde. Sie sei zu autoritär (fordere Unterwerfung) , beharre auf einem unrealistischen Reinheitsbegriff und hätte ein schlechtes Verhältnis zu Körper, Gefühlen, zu allem Weiblichen, so auch zu den Frauen.

Dabei sei „Religio“ die Sehnsucht nach Verbundenheit, die Einsicht, dass alles miteinander zu tun hat, die Schönheit, sich aufgehoben zu fühlen in einem Ganzen… So stamme auch das Wort „katholisch“ von „allumfassend“.

Das und viele andere spannende Gedanken, auch zur Psychotherapie, wurden angesprochen. Vielleicht magst dus ja auch nachhören. Eine Weile gehts noch:

https://oe1.orf.at/programm/20250511/794462/Alfred-Kirchmayr-Psychotherapeut-und-Theologe

oder das Buch lesen:

Alfred Kirchmayr und Erwin Ringel: „Religionsverlust durch religiöse Erziehung“, Verlag Der Apfel, Wien, 241 Seiten.

Danke Ö1 und den SendungsgestalterInnen.

Liebe Sybille

Mai 10th, 2025 von ulli

Schön, dass du da bist! Unser Austausch gestern war so fein, dass ich mir dachte, ich möchte dir ein kleines Geschenk machen. Ein Lyrik-Geschenk. Von Marianne Williamson „Return to Love“. Zum Thema „das Licht nicht unter den Scheffel stellen..“ Vielleicht kennst du das Gedicht ja..

Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir unzulänglich sind,
Unsere tiefste Angst ist,

dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten,
nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns: „Wer bin ich eigentlich,
dass ich leuchtend, begnadet,
phantastisch sein darf?“
Wer bist du denn, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst,
dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,
wenn du schrumpfst,
damit andere um dich herum,
sich nicht verunsichert fühlen.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit
Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser eigenes Licht
Erstrahlen lassen,
geben wir unbewusst anderen
Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen
Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart

ohne unser Zutun andere befreien.“

Als Renate gestern von ihrem bedingungslosen Vertrauen sprach, war das ja wirklich ansteckend und irgendwie befreiend. Oder? Wenn ihr das möglich ist… warum nicht auch mir?
Als ich das Gedicht von Williamson zum ersten Mal las, war ich ganz überrascht. Was für grosse Worte! Sie zu leben ist etwas anderes. Trotzdem. Wir können uns in die Richtung unserer Sehnsüchte neigen und uns immer wieder dran erinnern.
Dazu gleich noch ein Häppchen.. Von Hilde Domin; „Nicht müde werden“…

Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.

Bis zum nächsten Austausch! Und noch alles Gute für die Umstellung!


Im Gedenken

Mai 5th, 2025 von ulli

an ein Ehepaar aus Gars..
an Gisela Laferl, Gemeinderätin in Wien und an ihren Mann Isidor Wozniczak, die bis zum 2. Weltkrieg gemeinsam die Waldpension führten. Sein Schicksal hat mich besonders berührt und wird auch dich nicht unberührt lassen.

Er wurde kurz vor Kriegsende am 2. Mai 1945 erschossen…

Enkeltochter Barbara Mück führt die Waldpension in Gars am Kamp bis heute weiter. Vorgestern gab es an diesem Ort eine Gedenkveranstaltung, wo Enkelsohn Anton Mück die traurige Geschichte des Grossvaters erzählte.

Es ist so wichtig, diese tragischen Schicksale zu würdigen und nicht zu vergessen.
Du kannst beider Geschichten in diesem Artikel von „DieZeitschrift“ nachlesen: „Die Waldpension„…

…oder am 14.5.25 im Museum Horn bei einer Kooperationsveranstaltung mit dem Bildungs- und Heimatwerk Rosenburg bei einem Vortrag anhören: „Ende und Neubeginn: Horn, NÖ 1945-1955 – Gedenkveranstaltung“.

In einer genaueren Ankündigung heisst es:

Niklas Perzi
(Zeithistoriker am Institut für Geschichte des ländlichen Raums St. Pölten)
referiert über die Lage (Nieder-)Österreichs nach der
Befreiung vom verbrecherischen NS-Regime. Der Vortrag beschäftigt
sich mit dem (Über-)Leben nach 1945, den persönlichen und
wirtschaftlichen Nöten, aber auch mit Aufbruch und Neubeginn und
Perspektiven für das Land und die Menschen.

Anton Mück (Museumsdirektor vom Museum Horn)
widmet sich dem Gedenken zum 80. Todestag seines Großvaters, des Widerstandskämpfers Isidor Wozniczak, der am 2. Mai1945 im Mödringer Graben bei Horn von Nazis ermordet wurde. Seine Gesinnung als sozialdemokratischer Hauptvertrauensmann und Bezirksfürsorgerat ließ ihn für ein demokratisches Österreich kämpfen, frei vom verbrecherischen Nationalismus der NSDAP.

Ein Danke an die Veranstalter.

Dazu passt auch:
Vor kurzem war ich in der VHS Krems bei einem Vortrag von Edith Blaschitz über das Gefangenenlager Stalag XVII b in Krems-Gneixendorf. Ich bin in Krems aufgewachsen und hatte als Kind nie von der Existenz dieses Lagers gehört…
Hier ein interessanter Standard Artikel dazu: Das vergessene Kriegsgefangenenlager der Nazis in der Wachau.
Prof. Blaschitz leistet an der Donau Uni Krems (neu: Universität für Weiterbildung) einen unschätzbaren Beitrag für die zeitgemässe Aufarbeitung der niederösterreichischen Zeitgeschichte. Ihr „Stabsbereich „Digital Memory Studies“ beschäftigt sich mit film- und mediengeschichtlichen Themen, vor allem mit solchen, die mit kollektiver Identitätsbildung, Erinnerungskulturen oder mit Geschlechterrollen im Zusammenhang stehen.

Dabei werden auch neue Methoden eingesetzt, die die Bevölkerung vor Ort einbeziehen. Im folgenden Link wird die Ausstellung und eine Publikation zu einem spannenden Citizen Science Projekt im Kremser Bezirk beschrieben: NS-Zwangsarbeit und Lager

Einfach grossartig, oder?

Es gibt sie ja doch noch…

April 25th, 2025 von ulli

…. die Stimmen für friedliche Lösungen. Dazu ein Beitrag von Hans Holzinger in den Salzburger Nachrichten von Ende März 2025:

Sicherheit oder Scheinsicherheit? Kritische Anmerkungen zur militärischen Hochrüstung Europas

Liest sich interessant und enthält jede Menge weiterführender Hinweise.

Ich weiss noch, wie mir die von der EU verkündeten 800 Milliarden für Aufrüstung durch Mark und Bein gegangen sind und ich in den Medien eine kritische Auseinandersetzung dazu vermisste. Nun, hier habe ich sie ein wenig später doch noch gefunden.

Im Juni wird es in Salzburg eine Friedenskonferenz geben „Raus aus der Erschöpfung„. Wäre doch spannend hinzufahren. Was meinst du?
PS: Das Friedensbüro Salzburg sucht bis Ende Juni in einer Mission 30 neue Mitglieder. Auch eine gute Gelegenheit diese sinnvolle Initiative zu unterstützen.

Männerseelen

April 22nd, 2025 von ulli

Danke Julia für diesen Tipp. Ende März hast du mir dieses Buch empfohlen und ich habe es mir sogleich bestellt.

Gelesen habe ich es noch nicht. Da war Gerhard, mein Liebster, schneller. Er hat das Buch tagelang nicht mehr aus der Hand gelegt. Sein Urteil hat deine Empfehlung bestätigt. Es ist des Lesens wert. Ich freu mich schon drauf.
Für alle, die es noch nicht kennen und sich von dieser Kurzbeschreibung angesprochen fühlen: „Humorvoll und mit Hilfe vieler Fallbeispiele ermutigt der Diplom-Psychologe Björn Süfke Männer dazu, den verlorenen Zugang zur eigenen Innenwelt wiederherzustellen.“: Männerseelen von Björn Süfke.

Doch der Autor ist mir in der Zwischenzeit kein unbekannter mehr. Nach Gerhards Reaktion hab ich mich weiter umgesehen und zwei weitere Bücher von Björn Süfke bestellt. Und nun bekomme ich regelmässig kleine Geschichten daraus vorgelesen. Und die mag ich jungen Eltern – oder Menschen, die heitere Geschichten mit Tiefgang mögen – besonders ans Herz legen.

Papa, du hast ja Haare auf der Glatze – aus dem Alltag eines Vaters„, so heisst das eine und „Die Ritter des Möhrenbreis„, das andere Buch. In einem erzählt Björn Süfke vom Zusammensein mit seinem 11 Monate alten Sohn Tom, im anderen hat Tom bereits eine Schwester Hannah. Von Geschichte zu Geschichte lernst du die kleine Familie – mit Mutter Katharina – immer besser kennen und freust dich auf Fortsetzung. Am Ende des zweiten Buchs wird ein drittes Baby angekündigt. Das kann ja (noch) heiter(er) werden…

Das und noch viel mehr findest du auf Björn Süfkes Website: https://bjoernsuefke.de/
Sie ist einen Besuch Wert.
Auf keinen Fall solltest du den emotionalen Lebenslauf übersehen.
Danke Björn Süfke. Für mich sehen Helden so aus wie du. Ich bemühe mich, deinen Namen auswendig zu lernen. Björn Süfke. Björn. Süfke. Süfke Björn. Björn.
Es lebe die männliche Zärtlichkeit.

KI sehr speziell

April 4th, 2025 von ulli

Auf der Website der deutschen Buddhastiftung findet sich „Frag BuddhAI“. Wie du siehst, habe ich eine Antwort auf meine Frage erhalten (beim ersten Test hat die Anwendung nämlich geschlafen..)

Die Website ist an sich einen Besuch wert. Ich wusste gar nicht, dass es diese Stiftung gibt. Sie stellt sich inhaltlich folgendermassen vor:

„Pragmatischer, säkularer Buddhismus
Jetzt achtsam ethisch leben
Buddhas Lehre für unsere Zeit. Offen für alle Menschen. Auf Basis der relevanten Texte. Ohne Glauben an Jenseitiges. Ohne hierarchische Strukturen.“

Das trifft gut auf mein Verständnis von Buddhismus im Westen.
Auch wenn die Lehre säkular angewandt wird, muss darauf geachtet werden, sie nicht zu verwässern. Die alten Texte sind wichtig für die Praxis.

Darum möchte ich dir hier auch eine weitere KI vorstellen, nämlich

norbu-ai.org „Your Kalyana Mitta (Spiritual Friend), Buddhist AI Assistant.“

Damit kannst du die Lehrreden bis ins letzte Detail erforschen oder etwa fragen, was NORBU bedeutet und erhältst folgende Antwort:

Norbu“ ist ein tibetisches Wort (nor bu), das „Juwel“ oder „kostbarer Stein“ bedeutet. In der tibetischen buddhistischen Tradition wird dieser Begriff oft verwendet, um etwas von großem spirituellem Wert zu bezeichnen. Es steht in Verbindung mit den Drei Juwelen (Triratna) des Buddhismus – Buddha, Dharma und Sangha.
Der Name passt gut zu meiner Rolle als spiritueller Freund (Kalyana Mitra), da er die kostbare Natur der buddhistischen Lehren und der spirituellen Freundschaft symbolisiert.
Möchten Sie mehr über die Bedeutung der Drei Juwelen im Buddhismus erfahren?

Etwas unheimlich, aber schon auch praktisch diese AI, was meinst du?

Eine schöne Geschichte

April 3rd, 2025 von ulli

Ich bin eben von einem 3 Wochen Retreat mit Renate Seifarth im Haus Engl zurück. Ein Abenteuer. Ich könnte viel über diese drei Wochen schreiben. Aber lieber erzähle ich dir, was gestern passiert ist. Ich sehe das als Ergebnis, als direkte Folge dieser dreiwöchigen Auseinandersetzung, als eine Art Ernte. Da ist etwas reif geworden.

Gestern fahre ich wie jeden Mittwoch nach Krems ins Museum. Mit der netten Kamptalbahn. Ich habe mein Handy vergessen und schaue in die schöne Landschaft. Es ist fein ruhig und gemütlich.

Da geht weiter hinten ein Handy los. Oder spricht da nur jemand laut? Nein, es ist ein künstliches Gespräch und es scheint eine Art Sprachkurs zu sein. Schon zum dritten Mal wird monoton der gleiche Satz auf deutsch gesprochen und auf englisch wiederholt. Oh, das nervt. Meine Ruhe ist in Gefahr. Aber ich bin doch so gelassen nach diesen drei Wochen! Kann mich sowas wirklich stören? Ja. Es stört.

Ich drehe mich um und sehe sehr weit hinten einen Mann sitzen, der konzentriert das laute Handy ans Ohr hält. Er fängt meinen Blick auf. Ich halte den Finger an den Mund. Bitte um Ruhe. Er reagiert sofort und macht leise.

Und dann ist da ein Impuls. Ohne lange zu denken, stehe ich auf und gehe nach hinten. Der Mann ist irritiert, glaubt vermutlich, es kommt noch mehr Kritik.
Aber nein, ich lächle ihn an und frage, ob er einen Sprachkurs macht. Und als er ja sagt, meine ich, dann wäre es doch besser, wenn er mit mir sprechen würde. Da würde er sicher mehr lernen. Ob er das möchte? Er lächelt erfreut und ist überrascht, ja sicher mag er. Ich gehe meine Sachen holen und setze mich zu ihm.

20 Minuten später steige ich in Krems aus dem Zug. Ich winke Herrn G. herzlich zu. Er winkt herzlich zurück. Was für eine Begegnung! Eigentlich ein Wunder.
Ich kenne nun Herrn G.s Geschichte. Ich weiss, dass er mit Frau und 4 Kindern aus Syrien geflüchtet ist, er dort einer christlichen Minderheit angehörte, deren Stadt überfallen und zerstört wurde. Ich habe die Bilder auf seinem Handy gesehen, vor dem Überfall und danach. Sein Heimweh gespürt und seine Zuversicht, dass es hier besser wird. Er ist ein wunderbarer Familienmensch, in Frau und Kinder verliebt, um die 50, gut qualifizierter Projektmanager, aber mit unsicherem Aufenthaltsstatus. Er fahre jeden Tag 2 Stunden zu einem 3 Stunden Sprachkurs in St.Pölten und wieder 2 Stunden zurück. Er muss jetzt gut Deutsch lernen, um eine Arbeit zu finden. Er ist noch nicht lange da.
Wir sprechen die ganze Zeit auf Englisch. Wir haben einen gemeinsamen Bekannten. Wir freuen uns. Dieter hilft ihm und seiner Familie, mit der neuen Umgebung zurechtzukommen. Vor allem seine 17 jährige Tochter möchte gerne eine Ausbildung machen. Wofür sie sich denn interessiert? Er schaut mich ernst an. Er und seine Familie hätten so vieles durchgemacht. Sie würden deshalb Leiden gut verstehen. Seine Tochter möchte etwas mit Psychologie machen, um anderen Menschen zu helfen.

Ich bin berührt. Ich verstehe. Ich freue mich.
Und ich verstehe auch: Die drei Wochen Retreat haben mich den Menschen näher gebracht.

Pioneers of Change Summit

Februar 23rd, 2025 von ulli


Die Info aus dem aktuellen Newsletter verbreite ich sehr gerne…

„Unser mittlerweile 9. Pioneers of Change Online Summit wird wieder ein Fest an Inspiration: Mit mehr als 30 herausragenden Persönlichkeiten erforschen wir die Kraft der Regeneration – und wie wir in dieser chaotischen Welt Ausrichtung und Zuversicht halten können.
In Jetzt. Hier. Du. – unserem E-Book zum Summit – haben wir rund 300 Möglichkeiten zusammengetragen, wie du ganz konkret wirksam werden kannst (siehe unten). Hinter diesen 300 Tipps stecken tausende Menschen, die hier & jetzt gerade etwas beitragen… Lass dich von ihren Impulsen ermutigen!
Melde dich jetzt an über pioneersofchange-summit.org, hol dir damit auch unser E-Book – und freu dich mit uns auf einen bestärkenden und ermutigenden Summit!“

Ich habe mich eben angemeldet und obwohl die Teilnahme kostenlos ist, das Kongresspaket bestellt. Die letzten summits haben mich sehr inspiriert und mit dem Kongresspaket kann ich die Bewegung auch finanziell unterstützen. Ich freue mich schon auf das Feuerwerk neuer erfrischender Gedanken!

Zum Geburtstag lieber Gottfried…

Februar 22nd, 2025 von ulli

…eine Wertschätzungshymne!

Was ich an Dir schätze..
wenn ich an dich denke, sehe ich dich mit einem Lächeln im Gesicht.
du bist ein grundfreundlicher Mensch. In deiner Gegenwart lässt es sich gut entspannt sein..

Du bist zu Deinen Mitmenschen und auch zu deinem Hund URnett.
Ich glaube, du führst eine sehr harmonische Ehe, du sprichst nur gutes von deiner „Geliebten“.
Vor allem anderen bist du soo ein wacher Geist und so ein offener Mensch,
mit dir lässt sich wunderbar über Grundsätzliches reden und dein Horizont ist riesengross.
Ich kenne dich erst ein paar Jahre, aber unser WhatsApp Austausch umfasst schon mehrere Seiten und zwar vom Feinsten.
Viele Deiner Tipps haben schon den Weg auf diesen Blog und in mein Denken gefunden.

Du bist ein tiefgründiger Mensch. Du willst es genau wissen.
Du sitzt wegen spannender OnlineSeminare schon mal um zwei Uhr früh vor dem PC. Wieviele Bücher hast du eigentlich schon gelesen?

Du hast einen kranken Mann, den du begleitest, interviewt, seine Lebensgeschichte transkribiert und du hast sie ihm als kleines Büchlein geschenkt. Was für eine Freude! Dabei hast du nebenbei einige Softwareprogramme ausprobiert und kannst darüber eine kleine Abhandlung schreiben.

Du hast einen grossen Freundeskreis, bist hochengagiert im gesellschaftlichen Leben und du kannst gut feiern.

und mir fiele noch so vieles ein, aber jetzt muss ich aufbrechen
zu Deiner Geburstagsfeier.
Danke Gottfried, dass du bist, wie du bist!!