Drittens … eine Empfehlung von Florian, der ich selbst noch weiter nachgehen möchte: Den Beiträgen des Wissenschafts-Journalisten Martin Tauss, der für die Furche schreibt und an der Wiener Sigmund Freud PrivatUniversität mitarbeitet. Ein Experte für psychische Gesundheit und Achtsamkeit. Welch hilfreiche Mischung.
Falls du dich mit deinem Älter Werden befassen willst, kann ich dir dieses Buch ans Herz legen. Nicht nur zum Umgang mit Altern, sondern auch zum Thema „Krankheit und Sterben“ hat Ram Dass viel zu sagen und sehr oft Dinge, die ich noch nie in dieser Art gehört habe. Manchmal ist mir der Mund richtig offen geblieben und begann mein Herz schneller zu schlagen – weil ich diese Perspektiven noch nie gehört habe, sie dennoch so nachvollziehen kann, und mir so richtig und wichtig erscheinen. Zudem sind Ram Dass Ehrlichkeit im Umgang mit sich selbst und seine Fähigkeit zur Selbstreflexion unglaublich. Was er beschreibt, hat er an sich selbst gelernt.
Der Amerikaner Ram Dass hat seine spirituelle Heimat im Hinduistischen, ein Zugang, der mir eher nicht so geläufig ist. Wenn er von „soul“ spricht, habe ich darum nach für mich passenden Begrifflichkeiten gesucht, wie z.B. „Leben“ oder „Verbundenheit“. So hat es mich nicht weiter aufgehalten, seiner Weisheit und seinem Humor zu folgen.
Seine Ausführungen zu Sterbegleitung oder zur Krankenpflege sind bemerkenswert, da kann eine viel lernen. Seine Kritik, wie wir im Westen mit KrankSein, Sterben und Tod umgehen, finde ich sehr treffend beschrieben und wie er damit versucht umzugehen, inspirierend.
Ram Dass war in jungen Jahren eine Art Guru in den USA und erlitt mit 65 Jahren, als er gerade dieses Buch über bewusstes Altern schrieb, einen Schlaganfall, mit dem er Beweglichkeit und auch Sprache verlor. Er schreibt darüber:
„Illness had shattered my self-image, and opened the door to a new chapter in my life. After any major physical “insult,” as they call it, it’s all too easy to see yourself as a collection of symptoms rather than as a total human being, including your spirit — and thus to become your illness. Fear is powerful and contagious, and at first I allowed myself to catch it, worried that if I didn’t do what the doctors ordered, I’d be sorry. But now I’m learning to take my healing into my own hands.„
Das Buch „Still here“ ist ein Lieblingsbuch von Sylvia, was mir Referenz genug war, um danach zu suchen. Es war bereits (vom Goldmann Verlag) auf Deutsch übersetzt, ist aber im deutschsprachigen Raum leider vergriffen bzw. wird es antiquarisch nur sehr teuer angeboten.
Exemplare auf Englisch (im Penguin Verlag) sind jedoch einfach und kostengünstig übers Internet zu beziehen, z.B. hier über ZVAB. Ram Dass ist bereits vor ein paar Jahren gestorben, doch seine Website wird weiter betreut, hier findest du einen Ausschnitt aus dem vorgestellten Buch: Still here. Er ist also immer noch da 🙂
Erstens Mitte Dezember haben wir im Festspielhaus St. Pölten diese Aufführung gesehen. Möbius von der Compagnie XY. In diesem rund einstündigen Video kannst du das unglaubliche Stück, in dem die Schwerkraft aufgehoben scheint, in voller Länge nachsehen. Die französiche Gruppe mit rund 40 Personen ist auch deshalb besonders interessant, weil sie seit mehr als 15 Jahren als Kollektiv wie es im folgenden Beitrag heisst, „die akrobatische Sprache durch ihre Praxis der portés, also das Heben, Werfen, Fangen und Tragen“ erforscht: Compagnie XY. Schau dir das an und komm ins Staunen. Es ist mehr Akrobatik als Tanz. Wenn du es live auf der Bühne siehst, bleibt dir mitunter fast die Luft weg, weil du nicht fassen kannst, ob sich das ausgeht… was sich dann irgendwie doch ausgeht. Ein Turm aus vier Menschen, der in sich zusammenfällt und sich wieder aufbaut..
Zweitens Diese Woche waren wir im Festspielhaus bei der Winter-Werkschau, wo die Communities des Hauses die Arbeit des letzten Semesters vorstellen. Was für eine Freude an Kreativität und Vielfalt! Da wird getanzt, gesungen und berichtet.. Hier eine kurze Zusammenschau auf facebook (du musst nicht registriert sein, um ihn dir anzusehen). Viele Menschen mit 60+ zeigen uns, dass Alter keine Kategorie des Stillstands ist, sondern der Lebensfreude und der Experimente. Nächstes Semester könntest auch Du mitmachen bei einer der Gruppen. Die Kosten sind gering, die Betreuung hochprofessionell und der Auftritt am Ende ein Fest. Hier gehts zu mehr Infos: Communities
Drittens Gerhard hat bei einer der Tanzgruppen mitgemacht. So konnte ich aus zweiter Reihe erleben, was sich in solch einer Gruppe entwickeln kann und was hier geleistet wird. Sehr sehr spannend und erfreulich. Hier ein 5-Minuten Beitrag der Tanzgruppe „Atelier 1“ von der Vorstellung am 15.1.26. Vielleicht magst du Dir sogar das ganze Stück auf dem (rund 15 minütigen) Video von der Generalprobe ansehen: Generalprobe von Atelier 1
Schön, dass du da bist! Unser Austausch gestern war so fein, dass ich mir dachte, ich möchte dir ein kleines Geschenk machen. Ein Lyrik-Geschenk. Von Marianne Williamson „Return to Love“. Zum Thema „das Licht nicht unter den Scheffel stellen..“ Vielleicht kennst du das Gedicht ja..
„Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind, Unsere tiefste Angst ist,
dass wir unermesslich machtvoll sind. Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit. Wir fragen uns: „Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, begnadet, phantastisch sein darf?“ Wer bist du denn, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du schrumpfst, damit andere um dich herum, sich nicht verunsichert fühlen. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen. Und wenn wir unser eigenes Licht Erstrahlen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.“
Als Renate gestern von ihrem bedingungslosen Vertrauen sprach, war das ja wirklich ansteckend und irgendwie befreiend. Oder? Wenn ihr das möglich ist… warum nicht auch mir? Als ich das Gedicht von Williamson zum ersten Mal las, war ich ganz überrascht. Was für grosse Worte! Sie zu leben ist etwas anderes. Trotzdem. Wir können uns in die Richtung unserer Sehnsüchte neigen und uns immer wieder dran erinnern. Dazu gleich noch ein Häppchen.. Von Hilde Domin; „Nicht müde werden“…
Nicht müde werden sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.
Bis zum nächsten Austausch! Und noch alles Gute für die Umstellung!
Danke Julia für diesen Tipp. Ende März hast du mir dieses Buch empfohlen und ich habe es mir sogleich bestellt.
Gelesen habe ich es noch nicht. Da war Gerhard, mein Liebster, schneller. Er hat das Buch tagelang nicht mehr aus der Hand gelegt. Sein Urteil hat deine Empfehlung bestätigt. Es ist des Lesens wert. Ich freu mich schon drauf. Für alle, die es noch nicht kennen und sich von dieser Kurzbeschreibung angesprochen fühlen: „Humorvoll und mit Hilfe vieler Fallbeispiele ermutigt der Diplom-Psychologe Björn Süfke Männer dazu, den verlorenen Zugang zur eigenen Innenwelt wiederherzustellen.“: Männerseelen von Björn Süfke.
Doch der Autor ist mir in der Zwischenzeit kein unbekannter mehr. Nach Gerhards Reaktion hab ich mich weiter umgesehen und zwei weitere Bücher von Björn Süfke bestellt. Und nun bekomme ich regelmässig kleine Geschichten daraus vorgelesen. Und die mag ich jungen Eltern – oder Menschen, die heitere Geschichten mit Tiefgang mögen – besonders ans Herz legen.
„Papa, du hast ja Haare auf der Glatze – aus dem Alltag eines Vaters„, so heisst das eine und „Die Ritter des Möhrenbreis„, das andere Buch. In einem erzählt Björn Süfke vom Zusammensein mit seinem 11 Monate alten Sohn Tom, im anderen hat Tom bereits eine Schwester Hannah. Von Geschichte zu Geschichte lernst du die kleine Familie – mit Mutter Katharina – immer besser kennen und freust dich auf Fortsetzung. Am Ende des zweiten Buchs wird ein drittes Baby angekündigt. Das kann ja (noch) heiter(er) werden…
Das und noch viel mehr findest du auf Björn Süfkes Website: https://bjoernsuefke.de/ Sie ist einen Besuch Wert. Auf keinen Fall solltest du den emotionalen Lebenslauf übersehen. Danke Björn Süfke. Für mich sehen Helden so aus wie du. Ich bemühe mich, deinen Namen auswendig zu lernen. Björn Süfke. Björn. Süfke. Süfke Björn. Björn. Es lebe die männliche Zärtlichkeit.
Ich bin eben von einem 3 Wochen Retreat mit Renate Seifarth im Haus Engl zurück. Ein Abenteuer. Ich könnte viel über diese drei Wochen schreiben. Aber lieber erzähle ich dir, was gestern passiert ist. Ich sehe das als Ergebnis, als direkte Folge dieser dreiwöchigen Auseinandersetzung, als eine Art Ernte. Da ist etwas reif geworden.
Gestern fahre ich wie jeden Mittwoch nach Krems ins Museum. Mit der netten Kamptalbahn. Ich habe mein Handy vergessen und schaue in die schöne Landschaft. Es ist fein ruhig und gemütlich.
Da geht weiter hinten ein Handy los. Oder spricht da nur jemand laut? Nein, es ist ein künstliches Gespräch und es scheint eine Art Sprachkurs zu sein. Schon zum dritten Mal wird monoton der gleiche Satz auf deutsch gesprochen und auf englisch wiederholt. Oh, das nervt. Meine Ruhe ist in Gefahr. Aber ich bin doch so gelassen nach diesen drei Wochen! Kann mich sowas wirklich stören? Ja. Es stört.
Ich drehe mich um und sehe sehr weit hinten einen Mann sitzen, der konzentriert das laute Handy ans Ohr hält. Er fängt meinen Blick auf. Ich halte den Finger an den Mund. Bitte um Ruhe. Er reagiert sofort und macht leise.
Und dann ist da ein Impuls. Ohne lange zu denken, stehe ich auf und gehe nach hinten. Der Mann ist irritiert, glaubt vermutlich, es kommt noch mehr Kritik. Aber nein, ich lächle ihn an und frage, ob er einen Sprachkurs macht. Und als er ja sagt, meine ich, dann wäre es doch besser, wenn er mit mir sprechen würde. Da würde er sicher mehr lernen. Ob er das möchte? Er lächelt erfreut und ist überrascht, ja sicher mag er. Ich gehe meine Sachen holen und setze mich zu ihm.
20 Minuten später steige ich in Krems aus dem Zug. Ich winke Herrn G. herzlich zu. Er winkt herzlich zurück. Was für eine Begegnung! Eigentlich ein Wunder. Ich kenne nun Herrn G.s Geschichte. Ich weiss, dass er mit Frau und 4 Kindern aus Syrien geflüchtet ist, er dort einer christlichen Minderheit angehörte, deren Stadt überfallen und zerstört wurde. Ich habe die Bilder auf seinem Handy gesehen, vor dem Überfall und danach. Sein Heimweh gespürt und seine Zuversicht, dass es hier besser wird. Er ist ein wunderbarer Familienmensch, in Frau und Kinder verliebt, um die 50, gut qualifizierter Projektmanager, aber mit unsicherem Aufenthaltsstatus. Er fahre jeden Tag 2 Stunden zu einem 3 Stunden Sprachkurs in St.Pölten und wieder 2 Stunden zurück. Er muss jetzt gut Deutsch lernen, um eine Arbeit zu finden. Er ist noch nicht lange da. Wir sprechen die ganze Zeit auf Englisch. Wir haben einen gemeinsamen Bekannten. Wir freuen uns. Dieter hilft ihm und seiner Familie, mit der neuen Umgebung zurechtzukommen. Vor allem seine 17 jährige Tochter möchte gerne eine Ausbildung machen. Wofür sie sich denn interessiert? Er schaut mich ernst an. Er und seine Familie hätten so vieles durchgemacht. Sie würden deshalb Leiden gut verstehen. Seine Tochter möchte etwas mit Psychologie machen, um anderen Menschen zu helfen.
Ich bin berührt. Ich verstehe. Ich freue mich. Und ich verstehe auch: Die drei Wochen Retreat haben mich den Menschen näher gebracht.
Was ich an Dir schätze.. wenn ich an dich denke, sehe ich dich mit einem Lächeln im Gesicht. du bist ein grundfreundlicher Mensch. In deiner Gegenwart lässt es sich gut entspannt sein..
Du bist zu Deinen Mitmenschen und auch zu deinem Hund URnett. Ich glaube, du führst eine sehr harmonische Ehe, du sprichst nur gutes von deiner „Geliebten“. Vor allem anderen bist du soo ein wacher Geist und so ein offener Mensch, mit dir lässt sich wunderbar über Grundsätzliches reden und dein Horizont ist riesengross. Ich kenne dich erst ein paar Jahre, aber unser WhatsApp Austausch umfasst schon mehrere Seiten und zwar vom Feinsten. Viele Deiner Tipps haben schon den Weg auf diesen Blog und in mein Denken gefunden.
Du bist ein tiefgründiger Mensch. Du willst es genau wissen. Du sitzt wegen spannender OnlineSeminare schon mal um zwei Uhr früh vor dem PC. Wieviele Bücher hast du eigentlich schon gelesen?
Du hast einen kranken Mann, den du begleitest, interviewt, seine Lebensgeschichte transkribiert und du hast sie ihm als kleines Büchlein geschenkt. Was für eine Freude! Dabei hast du nebenbei einige Softwareprogramme ausprobiert und kannst darüber eine kleine Abhandlung schreiben.
Du hast einen grossen Freundeskreis, bist hochengagiert im gesellschaftlichen Leben und du kannst gut feiern.
und mir fiele noch so vieles ein, aber jetzt muss ich aufbrechen zu Deiner Geburstagsfeier. Danke Gottfried, dass du bist, wie du bist!!
Elke Heidenreich im Schweizer Fernsehen in der Sternstunde Philosophie im Gespräch mit Yves Bossart. Eine Freude, diese lebhafte Frau, eine Freude dieses Interview, eine Freude, sich mit dem Altern zu befassen… Wenn du Zeit hast, schau dir das an.
Ein Vorbild fürs Älter werden. Die gute Frau ist 81 Jahre alt. Und ich weiss schon, welches Buch ich mir besorgen muss, oder besser welche ihrer Bücher..
Aktuell lese ich viel, mitunter einige Bücher gleichzeitig. Aber einige auch zu Ende. Hier einige spannende Publikationen…
Doch als erstes ein Hörgenuss zur freien Rede. Ich bin Renate Schmidtkunz unendlich dankbar für ihre Ö1 Sendereihe *Im Gespräch*, speziell für dieses Interview mit Iris Hefets, Psychotherapeutin aus Berlin, zum Thema Frieden und Wahrheit/Realtität – oder aktueller zu Krieg und Verlust von Wahrheit. Ich habe schon lange nicht derart essentielle und (für mich) wahre Aussagen gehört. Eine Freude für Hirn und Herz. Aber mach dir selbst ein Bild. Hör dir das bitte an. Alle sollten wir es uns anhören, und darüber reden stundenlang… Hier als Podcast zum Glück noch länger nachzuhören.
Passend zu meinem Blogtitel ein Buch von Reinhard Haller „Das Wunder der Wertschätzung“. Es liefert eine tiefe Auseinandersetzung zum Thema und was mir besonders gut gefällt: Wertschätzung wirkt in zwei Richtungen: „Sie kommt den Mitmenschen zugute und hebt gleichzeitig das eigene Selbstbewusstsein.“ (S40) Wertschätzend zu sein, bedarf guten Selbstwerts, steigert diesen aber auch.
Das weiss ich aus eigener Erfahrung. Es ist mir schon zur Gewohnheit geworden, im Alltag, kleine (aufrichtige) Wertschätzungsgeschenke zu verteilen: dem Busfahrer für seine klaren Ansagen, der Kassiererin auf der Tankstelle für ihr frühes Aufstehen, der Stadt Waidhofen/Thaya für ihren Bürger-Rat (!).. Jedes Mal kommt Freude zurück, über die ich mich wieder freue .. Und sie klingt lange nach. Hier kannst du einen Blick ins Buch machen, das sehr inspirierend wirkt, noch wertschätzender zu werden.
Haller betont die gesellschaftliche Brisanz, wenn Wertschätzung, wie er konstatiert, zwischen den Menschen zunehmend abnimmt. Denn Wertschätzung verbindet uns.
Im Mangel an Verbundenheit sieht der britische Autor und Journalist Johann Hari die Ursache für die globale Zunahme an Depressionen. In seinem dicken, aber flüssig zu lesenden Buch „Der Welt nicht mehr verbunden“ bringt Hari (nicht zu verwechseln mit Yuval Noah Harari) Fakten und Beispiele, aber auch Lösungen und Handlungsfelder. Besonders gefällt mir, dass er von seiner eigenen Depressionsgeschichte ausgeht und dass er am Ende des Buches nicht sagt, nun sei er endgültig geheilt. Aber er befolge seine eigenen Lehren… Seine Recherchen und Analysen bringen viele neue Einblicke. Hari kann schlüssig die These aufstellen: Depression ist weitgehend eine Reaktion auf allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen und weniger eine Folge individueller (physiologischer) Krankheit. Also eigentlich eine gesunde Reaktion auf Fehlentwicklungen… Hier gehts zum Verlag von Haris Buch, das 2019 erschienen ist. Ich habe mir das Buch aus der Bücherei mitgenommen, weil ich Haris letztes Buch *Abgelenkt* ungemein erhellend finde. Darin geht es um den Umgang mit digitalen Medien. Es liegt noch auf meinem Buchstapel. Irgendwas hat mich abgelenkt, es fertig zu lesen ;-).
Irgendwie ist all das eben genannte Gelesene und Gehörte miteinander verknüpft und von der Sorge um aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen umschattet. Dazu kann ich – bei allem Problembewusstsein – nur (wertschätzend) sagen, dass wir nicht vergessen sollten, wie gut es uns aktuell in diesem Land geht. Wir haben noch nie in solch materiellen Luxus gelebt. JedeR von uns lebt in unseren Breitengraden besser als jeder Fürst im Mittelalter.. Auch das Miteinander ist im Allgemeinen empathischer, höflicher und freundlicher geworden.
Das ist mir besonders bewusst geworden, als ich jüngst ein Buch von Thomas Bernhard (*Ein Kind*) aus einem offenen Bücherschrank mitgenommen habe. Liest du seinen Kindheitsbericht, wirst du sehr dankbar, wie sich der Umgang zwischen Menschen in dieser kurzen Zeit entwickelt hat. Ich will da nichts schönreden, ich will nur darauf hinweisen. So rosig war auch die Vergangenheit nicht.
Gestern habe ich übrigens einer Mutter gesagt, die sich nach einem kleinen Hoppala bei ihrem 3 jährigen Kind liebevoll entschuldigt hat, wie grossartig ich es finde, dass sich Mütter bei ihren Kleinkindern entschuldigen. Sie hat mich daraufhin mit grossen überraschten Augen angesehen. Das sei doch selbstverständlich… und sie hat sich über die Wertschätzung gefreut. Und ich mich über meinen Mut, sie anzusprechen und den so erzeugten magischen Moment der Verbundenheit.
Also wie wärs mit mehr Wertschätzung in deinem Leben? Zur Stärkung unser aller Vertrauen?
Habe eben dieses Video angeschaut und bin noch ganz erfreut über so ein feines kluges Gespräch. Spannend wie ein gutes Buch, inhaltlich ungemein wertvoll. Gleichzeitig locker und leicht geführt und dabei den Horizont erweiternd.
Eva Katharina Masel im Gespräch mit Florian Ploberger. Zwei interessante Menschen, die Freude haben miteinander über Wesentliches wie Sterben und Vergänglichkeit zu sprechen und dabei auch viel lachen und Persönliches von sich erzählen.
Eva Katharina Masel ist Leiterin der Klinischen Abteilung für Palliativmedizin am AKH Wien der Medizinischen Universität Wien, wo sie auch den Lehrstuhl für Palliativmedizin inne hat. Ausserdem ist sie Stellvertretende Ärztliche Direktorin des AKH und in diversen Gremien und Organisationen aktiv. Zu unser aller Glück schreibt und experimentiert sie gern und widmet sich auch in Büchern und Podcasts dem Palliativthema.
Ihr jüngstes Buch, das in dem Interview besprochen wird, werde ich mir jedenfalls bald besorgen, in den angesprochenen Podcast bald hineinhören. In der Beschreibung des Videos heisst es:
“Gut gelaufen: Schöne Abschiede vom Leben” erzählt berührend von Liebe, Hoffnung, Vergebung und Dankbarkeit in letzten Stunden und zeigt, warum Sterben Teil des Lebens ist. Der Podcast “hochpalliativ” will die bewusste Auseinandersetzung mit der Endlichkeit thematisieren.
Doch zuvor will ich diesen Beitrag zu Ende schreiben… Was gibt es zum Interviewer zu sagen?
Florian Plobergerist Allgemeinmediziner mit den Schwerpunkten TCM und tibetischer Medizin, der auch schon einiges an Fachliteratur publiziert hat. Sein Büchlein „Eine Horde Affen und ein halber Schafskopf“ ist kein Fachbuch, sondern eine Schilderung persönlicher Erfahrungen im Kontext seines Heilberufs und verbindet viele Welten. Ich habe es nahezu in einem durch gelesen, so ein Lesegenuss war das. Auch die Zeichnungen im Buch sind total nett. Nicht zu vergessen die feinen weisen Sprüche zwischendurch.
Das Interview mit Eva Katharina Masel ist das erste, das ich gehört habe und nur eines von vielen spannenden Gesprächen von Florian Plobergers,
Sogar auf der EU Ebene wird jetzt mit Bürgerräten experimentiert. Das scheint mir für die DemokratieEntwicklung der Zukunft ein guter Weg. Darum hab ich mir eben den Newsletter bestellt auf https://www.buergerrat.de/
Was ist eigentlich aus Marlene Engelhorns „Guter Rat“ geworden? Die Treffen zur Rückverteilung von 25 Millionen Euro sind abgeschlossen und ich freue mich, dass das Experiment gelungen ist: https://guterrat.info/
für diese wunderbare Online-Community, die du da in den letzten 4 Jahren aufgebaut hast. Von der letzten 6 Tage Challenge zum Thema „Konzentration“ nehme ich viel an Inspiration mit. Und ja, diese Musik wäre ein passender Background für die Rebellion gegen die Zerstreuung.
Brings: Liebe gewinnt
Ausserdem werde ich mir das Buch „Abgelenkt“ besorgen von Johann Hari. Hier direkt die Beschreibung vom Verlag Riva mit Leseprobe.
Und mal sehen, was ich alles an Änderungen im Umgang mit digitalen Medien unternehmen werde. Ich habe so vieles frisch verstanden, dass da sicher einiges von den vielen kreativen Ideen umgesetzt wird. Weil ich es FÜR etwas tue und nicht GEGEN etwas. Ich tue es FÜR ein präsentes bewusstes tiefes ErLeben, für mich und für meine Umgebung – als kleinen Schritt für einen konstruktiven gesellschaflichen Wandel. Wahrlich eine gute Motivation.
Ich bin grad einigen besonderen Persönlichkeiten auf der Spur. Geschichten von Frauenleben des letzten Jahrhunderts. Angefangen hat es mit diesem Film. Einem Film über Ruth Denison (1922-2015), einer amerikanischen Meditationslehrerin. Ein ruhiger starker Film. Du solltest dir Zeit nehmen dafür, er dauert eine Stunde und 40 Minuten..
Ruth Denison wurde in Deutschland geboren und starb mit 93 Jahren in den USA. Ihre Jugend war vom Nationalsozialismus geprägt, sie unterrichtete als Grundschul-Lehrerin und hatte in den Kriegswirren danach vieles zu erleiden. Der Vorsatz, sie wolle Gutes tun, würde sie diese Zeit überleben, begleitete sie in die Zukunft. In den 50er Jahren wanderte sie in die USA aus und ging ihren bemerkenswerten Weg. Ein schöner Nachruf dazu von Frank Leder und Annabelle Zinser findet sich in buddhismus aktuell: Ruth Denison – Pionierin des Buddhismus im Westen
Darin findet sich der Satz: „In den Kriegswirren durchlitt Ruth Todesangst und Gewalt in Zeiten von Flucht und Gefangenschaft in sowjetischen Arbeitslagern. Wenn sie in ihren Seminaren manchmal darüber sprach, dann ohne Bitterkeit oder Vorwurf: „Wir müssen für alles bezahlen“, war ihre Kurzformel für Karma. Sie teilte die Erfahrungen aus diesen dunklen Zeiten und machte jenen SchülerInnen, die selbst ein schweres Schicksal zu tragen haben und die Ruth für ihre Güte und Mitgefühl bewunderten, durch ihr Beispiel Mut...“
Über Ruth Denison führte mich der Weg zu Charlotte Selver und ihrer Sensory Awarness Arbeit (die Ruth Denison in ihre Mediationskurse eingebaut hatte). Auch Charlotte Selver (1901 – 2003) ist geborene Deutsche, die 1938 zwangsweise in die USA emigrieren musste und bis ins hohe Alter unterrichtete. Hier ein 10 Minuten Filmbeitrag dazu Charlotte Selver: Being More Present – Becoming More Substantial
Weiters nachzulesen ein Interview mit Stefan Laeng-Gilliatt, langjähriger Schüler von Charlotte Selver, das den Sensory Awareness Ansatz beschreibt und zum „Achtsamkeits“Ansatz der letzten Jahre und zum (Zen) Buddhismus in Beziehung setzt:
Stefan Laeng-Gilliatt unterrichtet selbst und verfolgt das Projekt Charlotte Selver Oral History and Book Project. Dort werden wertvolle Informationen zum Lebenswerk dieser bemerkenswerten Frau gesammelt. Ausserdem habe ich dort wieder einen spannenden buddhismus aktuell Artikel von 2018 gefunden:
Bemerkenswert darin, wie Charlotte Selver in den 50er Jahren Alan Watts kennenlernte. Eine Tante hatte ihr von ihm erzählt und gemeint „er spricht von dem, was du tust.“ Das wäre eine schöne Überschrift für eine andere Geschichte…
Ich hatte es vermutet und mich dann gefreut, richtig zu liegen, dass Charlotte Selver in jungen Jahren bei Elsa Gindler in Berlin gelernt hatte, Gindlers Ansatz in den USA später als „Sensory Awarness“ benannt, weiter gelehrt und vertieft hat.
Elsa Gindler (1885 – 1961) begründete gemeinsam mit Heinz Jakoby eine Schule für Bewegungspädagogik mit einem neuen Körperforsch- und -spür-Ansatz ohne Namen, noch heute in Deutschland hochgehalten in der Heinrich Jakoby Elsa Gindler Stiftung, wo du auch einige Publikationen zu Personen und Bewegungsansatz finden kannst.
In der Wikipedia Eintragung findest du Elsa Gindlers spannende Lebensgeschichte und den Satz: „Gindler sagte von sich selbst einmal, sie sei eine … eifrige Pionierin für die Körperbildung der Frau gewesen.“ Ausserdem ist ein Hinweis zu finden, nachdem Elsa Gindler bei Hedwig Kallmeyer und diese wiederum bei Genevieve Stebbin gelernt habe, eine US-amerikanische Tänzerin des 19. Jahrhunderts. Da geht also eine weibliche Linie nicht nur bis ins heute sondern auch schon voran. Danke für eure starken Schultern! und eure Neugier.
Elsa Gindler war in den 20er Jahren massgeblich am Aufbau einer Gymnastikbewegung in Deutschland beteiligt, distanzierte sich jedoch, als diese von den Nationalsozialisten vereinnahmt wurde und beendete 1933 ihre Mitarbeit im Vorsitz des Deutschen Gymnastikbunds. Sie blieb in Deutschland und half von Nazis verfolgten Menschen, womit sie sich auch selbst in Gefahr brachte. Nach dem Krieg setzte sie ihre Arbeit in Berlin fort.
In den Biografien der drei Frauen tauchen prominente Namen auf wie Alan Watts, Aldous Huxley, Elsa Lindenberg und Wilhelm Reich, Ruth Cohn, Laura und Fritz Perls, Erich Fromm, Moshe Feldenkrais, Daisetz Teitaro Suzuki, Richard Baker, Shunryu Suzuki, Carl Rogers und Ida Rolf, um nur einige mir bekannte zu nennen. Sie alle wurden in ihren unterschiedlichen Wirkungsbereichen beeinflusst von der besonderen somatischen Körperarbeit, die von den drei Frauen entwickelt und erforscht wurde.
Interessiert hat mich der unterschiedliche Einfluss von und Umgang mit der nationalsozialistischen Zeit der drei Frauen. Wie hätten sich die Dinge ohne diese dunkle Ära entwickelt?
Interessiert hätte mich weiters, ob es nicht auch Verbindungen der drei Frauen zu Eugene Gendlin und Irene Tasker bzw. F.M. Alexander gegeben hat. Bis jetzt habe ich keine entdeckt. Aber das kann noch werden.
Danke liebe Andrea für deine Wertschätzung, die zu diesem Artikel geführt hat.
Jammern ist einfach, aber wie ist es mit aktivem Wertschätzen?
Ich schreibe gerne Mails und Briefe, wenn mir etwas gefällt. So zum Beispiel unlängst an die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr:
„liebe frau bürgermeisterin kahr, eben hat mir ein freund die zwei links geschickt: Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr erhielt World Mayor Award und World-Mayor-Preis geht an Elke Kahr Darin wird über die verleihung des World Mayor Award an sie berichtet. ich habe die beiträge mit interesse gelesen, dachte erst, es ginge um die nominierung von bürgermeisterinnen, von denen es ja nicht so viele gibt.. was auch schon eine riesenleistung wäre… doch sind sie unter allen bürgermeisterInnen weltweit ausgezeichnet! das ist ja wundervoll! ich habe schon viel gutes von ihnen und ihrer arbeit gehört und frage mich, wie sie das wohl machen. was so wenige schaffen… jedenfalls freue ich mich von ganzem herzen mit und wünsche ihnen nicht nur weitere anerkennung von aussen, sondern dass sie sie auch in vollen zügen geniessen können, die grosszügigkeit kommt immer zurück. mit besten grüssen aus dem (fernen) waldviertel up ich schreibe diesen brief, damit sie wissen, dass ganz viele leute nun so denken – von denen aber die meisten es nicht schreiben werden..„
Was mich allerdings dann immens erstaunt hat, war, dass innerhalb einer Stunde ein Antwortmail kam! Mit folgenden Worten:
„Ganz herzlichen Dank für die lieben Worte Frau P. Es ehrt mich, aber letztendlich das gesamte Team und unsere Stadt Graz mit ihrer Bevölkerung. Ohne deren Zuspruch wäre ich ja nicht Bürgermeisterin. Wünsche Ihnen alles Gute, Zuversicht, Gesundheit und viel Freude – mit lieben Grüßen aus Graz – Elke Kahr„
Da war ich sprachlos und ich hab mich wieder gefreut. Ist diese Frau nicht wunderbar?!
Bis vor kurzem wusste ich nicht, was eine Topothek ist. Jetzt weiss ich es, nämlich eine „Plattform, auf der historisches Material in Form von Fotos, Videos und Dokumenten durch ehrenamtliche Citizen Scientists aufgefunden, digitalisiert und zugänglich gemacht wird.“ Ziel ist es „Unsere Geschichte gemeinsam in Erinnerung zu behalten“.
In Österreich gibt es eine Topothek – Website, unter deren Dach eine Vielzahl an Projekten zusammengeführt werden. Sehr viele davon in Niederösterreich. In dem kurzen Video erfährst du mehr dazu. Für mich interessant ist die Topothek der Stadt Krems, da ich in dieser Stadt aufgewachsen bin.
Ist das nicht eine grossartige Initiative, die Geschichte von unten erlebbar und erinnerbar zu machen?! Ich werde mal sichten, was an alten Fotos und Filmen meiner Vorfahr*innen ich da beisteuern kann.
Noch bis Frühlingsbeginn kannst du hier kostenlos gehaltvolle Vorträge zum Thema „Mut“ hören. In bewährter Qualität von pioneers of change. Ich finde es ja so nett, sie in Oberwölblinng zu wissen, ganz nahe der Stadt meiner Kindheit. Was für Möglichkeiten wir mittlerweile haben, uns zu vernetzen, zu verbinden und zu inspirieren.
Der Online Summit ist schon in seiner Halbzeit (aber gegen relativ geringes Entgelt kannst du den dauerhaften Zugang auf alle Vorträge erwerben). Was habe ich schon alles gehört in diesen letzten Tagen, von dem ich vorher nichts wusste! Wie bestätigt fühle ich mich in meinem Weltzugang, wie erstaunt bin ich über so manchen Gleichklang, so manches Wiedererkennen. Mehr als einen Votrag pro Tag möchte ich aber gar nicht hören. Das Verdauen und Integrieren braucht auch seine Zeit. Eben verdaut sich Thilo Hinterberger…
Danke Internetz. Danke Ihr Pionier*innen! Danke an alle, die sich die Vorträge anhören und sich auseinandersetzen.
Mögen die gesäten Samen spriessen auf offenem fruchtbarem Boden, in schattigen Nischen und in versteckten Ecken. Ich sehe Blumenwiesen, überall Blumenwiesen 🙂
Sylvia Kolk ist eine wunderbare weise Person. Nicht nur das. Sie teilt ihre Weisheit und zeigt uns, mit welchen Mitteln wir auch dahin kommen können: Zu einem wacheren, bewussteren, lebendigen, fröhlichen, gelassenen Leben.
Sylvia ist offen für Neues. Neben einer Online Community hat sie nun einen Podcast begonnen: „praktisch, zeitgemäss, kritisch“.
Hier kannst du reinhören. Diese 12 Minuten werden dich erfrischen, was immer du grade tust. Versprochen!
Letzte Woche am Kremser Wochenmarkt habe ich wieder eine dieser „Gemüseheldinnen“ kennengelernt. Für mich sind sie die Zukunft unserer Ernährungssouveränität und ich bin voll der Bewunderung für ihr Tun. „Ernährungssouveränität“ spricht – mit einem etwas sperrigen Wort – etwas ganz wichtiges an: Dass alle Menschen ausreichend gutes gesundes ökologisch hergestelltes Essen haben und zwar selbstbestimmt produziert und gehandelt (hier mehr dazu…). Wenn es nach mir ginge, bräuchten wir kein Fleisch mehr zu essen und keine Milchprodukte.. Die Produktionsbedingungen der Massentierhaltung sind einfach zu schrecklich und zerstören unsere Lebensgrundlagen….
Ich habe auf diesem Blog schon mal von den MarktgärtnerInnen geschrieben. Maria Buchegger, die eingangs erwähnte Gemüsebäuerin, zählt vermutlich auch dazu, sie betreibt den Eichhornhof – Gemüse mit Herz in Dorfstetten, im westlichen Niederösterreich. Am besten schaust du ihre Website selbst an. Sie ist vernetzt mit Franziska Lerch vom Lerchenhof, den ich hoffentlich hier schon erwähnt habe. Ausserdem kennt sie unseren Gemüsebauern gut, Markus Hohenecker vom CSA Kamptal. Seit wir jede Woche sein Kistl beziehen, bin ich nur noch selten in Supermärkten unterwegs. – Wo ich mich jedesmal wundere, was es alles an Produkten gibt, die – mit viel Aufwand beworben – in Massen gegessen und getrunken werden..
Maria Buchegger und ich sprachen über die neue Initiatve soilful, von der ich kürzlich erst erfahren habe, einer Initiative, die Gemüsefarmen für und mit Unternehmen aufbaut. Einen der Mitbegründer kenne ich vom Netzwerk Achtsame Wirtschaft. Das passt alles gut zusammen.
Einfach wundervoll, diese neuen Projekte!
Und zur grossen Freude stand am Markt noch eine Blumenbäuerin aus dem Waldviertel. Ein reiner Sinnesgenuss, dieser Anblick.
Auch dazu gibt es eine Website: Blumenvielfalt vom Emilienhof.
Was braucht es, diese Initiativen zu unterstützen?
Wo kaufst du dein Gemüse?
Wo möchtest du es gerne kaufen?
Wunderbar dieses soziale Experiment und wunderbar das Ergebnis. Der Bericht des Klimarats, einer zufällig ausgewählten, repräsentativen Gruppe von 100 Menschen in Österreich ist da und liest sich sehr spannend. Ein lebhafter Prozess bestens begleitet und aufgearbeitet… Das könnte die Demokratiebasis der Zukunft sein.
Am besten schaust du dir das selbst an…
Eines der Ergebnisse, das mir neben vielen anderen sehr gut gefällt:
Innovative klimafreundliche Produktions- und Vertriebswege für landwirtschaftliche Produkte fördern Innovative klimafreundliche Produktions- und Vertriebs– wege sollen gefördert werden. Dazu zählen zum Beispiel Food Coops, CSA (Community-based Agriculture) oder Soli– darische Landwirtschaft, Produktions- und Vertriebsgenos– senschaften und die Unterstützung von Bauernmärkten sowie Alternativen zur monokulturellen Landwirtschaft, wie Permakultur und andere Mischkulturen. Dadurch werden lange Transportwege vermieden, Regionalität und Saisonalität bekommen einen größeren Stellenwert, der lokale Gemeinschaftssinn wird gestärkt (Bauernmarkt), und die Wertschätzung für landwirtschaftliche Produkte aus dem eigenen Umfeld nimmt zu.