Archive for the ‘Qualität und Medien’ Category

Es tut gut…

Mittwoch, November 26th, 2025 von ulli

… dieser Frau zuzuhören und ihren Gedanken zu folgen. Sie strahlen so eine tiefe Sicherheit aus, obwohl so offen. Aber vielleicht gerade deshalb?
Eine Weile kannst du das Interview mit Eva Masel auf Ö1 noch nachhören. Ich habe die Leiterin der Palliativstation des Wiener AKH hier schon einmal erwähnt, weil mir das Interview mit Florian Ploberger so gut gefiel.
Bei Ö1 Menschenbildern spricht sie mit Mari Lang. Die Fragen sind gut, die Antworten hochinteressant, die Stimmung entspannt.
Wenn du magst, hör selbst:

Leben und Sterben

Übrigens ein sonderbarer Ort für ein Interview: „Einen Ausgleich findet Eva Masel im Stadthallenbad in Wien, wo sie mehrmals pro Woche zum Schwimmen geht. „Für mich ist das wie Psychotherapie“, erzählt sie im Gespräch mit Mari Lang. Sie hat die Palliativmedizinerin beim Sortieren ihrer Gedanken im Wasser begleitet und mit ihr über ihr Aufwachsen und ihren persönlichen Weg in die Palliativmedizin gesprochen.“

Ein Brief an Gerhard

Dienstag, Oktober 14th, 2025 von ulli

Gerhard ist ein alter Freund, einer, der seit vielen Jahren monatlich ein „Rundmail“ ausschickt, an uns, seine „Rundmailgemeinde“. Das sind mehr als 100 Menschen, die er persönlich aus seinem politisch engagierten Leben kennt, die er auf dem Laufenden hält, wie es ihm geht, für die er Gedichte verfasst oder für die er wiederum zur Info-Drehscheibe wird. Gerhard freut sich auch über echte Ansichtskarten und schickt uns öfter Statistiken von wem er wann von wo eine Karte bekommen hat. So einer ist Gerhard, und ich muss sagen, ich schätze ihn sehr. Heute morgen habe ich ihm ein Mail geschickt, in dem ich ihn bitte, eine Info auszusenden.
Das war die etwas längere Einleitung zu dem, was ich hier eigentlich teilen wollte:

lieber gerhard
ich habe kürzlich bei einer sehr berührenden veranstaltung chris kennengelernt. chris arbeitet mit beim verein lichtspiel, der das historische kino in allentsteig neu belebt. das filmarchiv austria hat in allentsteig einen film von 1988 gezeigt, in dem die absiedlung von 42 dörfern mit rund 7000 menschen von 1938 bis 1942 aufgearbeitet wurde. der saal war voll. viele alte menschen, selber noch „aussiedlerkinder“ mit ihren kindern und enkelkindern waren da. du kannst dir vorstellen, wie besonders diese stimmung war. weil gar nicht alle interessierten platz hatten, wird die veranstaltung an einem sonntag mitte november wiederholt: https://www.lichtspiel.at/
davor wurde ein französiches filmdokument gezeigt, das u.a. den alltag im offiziersgefangenenlager auf dem gebiet des heutigen truppenübungsplatz zeigt, ein unter lebensgefahr versteckt gedrehter film. wer weiss heute noch, dass in diesem lager mit rund 6000 französischen offizieren im 2. weltkrieg eine universität gegründet wurde, deren abschlüsse nach der befreiung in frankreich anerkannt wurden? wozu menschen fähig sind!
aber eigentlich wollte ich dich fragen, ob du vielleicht das projekt von chris in deinem rundmail bekannt machen wollen würdest. er dreht einen film über das thayatal und hat ein crowd-funding projekt gestartet, das noch bis zum 27. oktober läuft und es fehlen noch 700 euro. ich finde es schön, diese jungen engagierten menschen unterstützen zu können:
https://www.startnext.com/thaya-dyje
wenn es nicht passt für dich, ist es auch okay. dann hab ichs halt probiert. ich bin nicht mehr bei facebook oder ähnlichen plattformen und dein rundmail ist für mich immer noch das beste „soziale medium“

vielen dank und aus dem waldviertel liebe grüsse, besonders auch an gudrun
und wenn dus ausschickst, an die ganze rundmailgemeinde
ulli

hier stellt chris sein projekt vor. unterstützenswürdig, findest du nicht auch?

Und, was glaubst du hat Gerhard gemacht? Er hat meinen Brief schon heute nachmittag ausgeschickt. So ein Schatz, dieser Mann. Vielen Dank lieber Freund!

Buchempfehlungen

Dienstag, September 2nd, 2025 von ulli

Das erste Buch ist weniger eine LeseEmpfehlung, denn mehr eine PraxisEmpfehlung oder Einladung zum Studium. Wenn du dich ernsthaft damit auseinandersetzen willst, wie dein Geist funktioniert und dich darin üben magst, klarer, wacher und klüger zu werden, dann magst du dich vielleicht mit diesem 560 Seiten starken Buch befassen. Was aber heisst, nicht nur lesen, sondern dich täglich hinzusetzen und darüberhinaus Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren. Falls dich das interessiert, musst du schon sehr entschlossen sein. Aber warum nicht? Es ist nie zu spät, die Perspektive zu verändern. Hier zum Verlag mit einer Leseprobe von Handbuch Meditation von Culadasa John Yates. Ich hab mich nach den ersten 200 Seiten schon an die Dichte und Komplexität gewöhnt und schon jetzt als MeditationsErfahrene viel Neues und Wesentliches gelernt. Also mag ich es empfehlen und bei dieser Gelegenheit ein grosses DANKE an Franz aussprechen, der es mir empfohlen hat. 🙂

Zweitens: Wenn du schon mit Meditation Erfahrung hast, weisst du auch, dass sich das Denken willentlich nicht steuern lässt. Was kommen da mitunter für Gedankeninhalte zum Vorschein, über du sich nur so wundern lässt! Wenn es sich um stark selbstkritische Gedanken handelt, dann solltest du dir deinen „inneren Richter“ vielleicht einmal näher ansehen. Besser als Byron Brown es in seinem Buch tut, hab ich es noch nirgendwo gelesen. Die Beschreibungen und Fallbeispiele machen in ihrer Detailgenauigkeit zwischendurch richtig sprachlos. Einfach wundervoll!
Ja, unser „Über Ich“ hat schon Kraft und Macht. Wenn wir es besser verstehen, wird vielleicht eines Tages aus dem Richter ein Verbündeter?
Mit diesem Link mache ich dich gleich mit dem Zentralen Verzeichnis antiquarischer Bücher – ZVAB bekannt. Byrons Buch „Befreiung vom inneren Richter: Die Intelligenz der Seele erkennen“ ist noch nicht soo alt – 2001 erschienen – , aber hier kannst du es gebraucht und günstig erwerben: https://www.zvab.com.
Ich war zu Beginn ein wenig irritiert von (für mich wenig greifbaren) Begriffen wie „wahrer Seele“, und bin froh, dennoch weiter gelesen zu haben.

Als drittes ein Buch, das sich mit der speziell schwierigen Lage nach einer Trennung befasst. Ich habs gelesen, bevor ich es einer Freundin geschenkt habe und bin überzeugt, dass dieses Buch in dieser besonderen Lebenslage wirklich Trost und Balsam bieten kann. Wie Stöhring ihre inneren Stimmungen genau beschreibt ist sehr besonders. Und wie sie sich nach der ersten Trauerphase selbst zu helfen weiss, ermutigend: Ulrike Stöhring: Vielen Dank für alles. Trennung – glücklich überlebt.
Folgender PresseKommentar bringt es auf den Punkt:
Ratgeber für Verlassene gibt’s zahlreich. Doch Ulrike Stöhring hat hier ihre persönliche Geschichte beschrieben und das recht unterhaltsam. Das Buch ist nicht nur für Betroffene eine schöne Lebensunterstützung.“

Alle guten Dinge sind drei –
vielleicht war auch etwas für Dich dabei.

schreib.raum

Dienstag, Juli 29th, 2025 von ulli

so heisst Alexandras Peischers Website und ich würde dir empfehlen, dich dort einmal umzusehen: https://www.schreibraum.com

Ich komme eben von Goldegg zurück, wo ich bei Alexandra ein Schreibseminar besucht habe.
Titel: „Im Schreiben Ruhe und Kraft finden“.
Goldegg im salzburgischen Pongau kennst du vielleicht von den Goldegger Dialogen. Das Schloss, in dem die Dialoge und Seminare stattfinden, macht viel von dem Reiz der gemeinsamen Aktivitäten aus. Auch eine Malakademie logiert im Schlösslein sowie ein Schlosscafe mit 13 verschiedenen Mehlspeisen, eine besser als die andere, mit riesengrossen Portionen. Nicht zu vergessen, die Berge rundum und der kleine Moorsee vor dem Schloss, den du in kaum einer halben Stunde umrundest und an dem dich eine nostalgische Badeanstalt mit alten Holzkabinen entzücken lässt.

In dieser Umgebung lässt sich gut kreativ sein, und wenn dann eins eine Seminarleiterin wie Alexandra hat, darf es auch stundenlang regnen und du bist trotzdem fröhlich. In Einheiten von drei bis vier Stunden hat uns Alexandra mit einer Vielfalt von Schreibansätzen zum Nachdenken, Reflektieren, zum Fantasieren und zum Nonsensieren gebracht.

Wir haben Morgenseiten, unrühmliche Hirnentleerungen, Hirnschwapps und Lobeshymnen verfasst, Gedichte in vielerlei Wort- und Silbenanzahl komponiert, und danach mit Freude und manchmal Verwunderung den anderen zugehört beim Vorlesen ihrer Texte und WortBlüten. Das Vorlesen des Eigenen war immer eine besonders spannende Geschichte. Wir Menschen sind uns ja so wichtig, und Gruppen haben eine eigene Kraft.

Das Seminar war weniger literarisch angelegt, sondern eher als kreative Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt. Das war nicht unanstrengend und so war es gut, den Nachmittag für sich zu haben und das herausgedachte und niedergeschriebene verdauen zu können.

Auch in dieser Hinsicht zeigte Alexandra grosse Kompetenz. Waren SchreibkollegInnen von ihren Prozessen emotional stark betroffen und brachten das in die Runde ein – manche mehr, manche weniger -, nahm sie das konstruktiv in ruhiger und aufmerksamer Weise auf und half es zu integrieren, für die Person als auch für die Gruppe. Das kam nicht so oft vor, hätte aber bei weniger geschicktem Umgang zu längeren Irritationen führen können. So störte es nicht weiter und gab Sicherheit fürs Weiterschreiben. Nicht umsonst ist Alexandra auch im Coachingbereich für Persönlichkeitsfragen zu Hause.

Fast ein ganzes Heft haben wir ausgeschrieben und es macht sicher Sinn, den Texten später in Ruhe nachzugehen und das eine oder andere nachhallen oder weiterspinnen zu lassen. Was war damals in Bali ausser dem Mondmeerschwimmen eigentlich noch erinnerungswürdig?

Vielleicht magst du auch einmal ein Seminar bei Alexandra besuchen? Zum Beispiel im Oktober in Alexandras schreib.raum in Innsbruck: „Selbstfürsorge und achtsames Schreiben.“ Wenn ja, solltest du schnell sein, es ist vielleicht bald ausgebucht.

Vor kurzem hat Alexandra auch ein Buch publiziert. Ich habs mir mitgenommen und freu mich schon aufs Durchstöbern: Versuchen Sie’s mal mit schreiben – Ein effektives Werkzeug für Coaching, Beratung und Erwachsenenbildung.

Ich bin nach dem Seminar jedenfalls sehr lebendig heim gekommen und werde in nächster Zeit wieder öfter und bewusster schreiben. Vielleicht vergnügte Gedichte wie Mascha Kaléko? hier im Blog schon 2010 zitiert und immer wieder eine Freude…

Kreativität ist jedenfalls ein Lebensmittel. Findest du nicht auch?
Wo pflegst du eigentlich deine Kreativitätsquellen?

Trauernd?

Mittwoch, Juli 16th, 2025 von ulli

Falls du oder jemand anderer in deiner Umgebung grad eine harte Zeit mit dem Abschied naher Menschen durchmach(s)t, so kann ich dir den Ansatz von Roland Kachler als Unterstützung empfehlen. Ich habe den deutschen Psychotherapeuten Roland Kachler vor kurzem bei einem Vortrag im Kardinal König Haus in Wien erlebt und mir eins seiner Bücher mitgenommen.

Vortrag und Buch haben mich so überzeugt, dass ich tags darauf in der Herder Buchhandlung in der Wollzeile fünf Expemplare des eben gelesenen Buchs gekauft habe und seitdem rundherum verschenke. Es heisst „Meine Trauer wird dich finden.“ und ist schon in der 12. Auflage erschienen. Hier Zusammenfassung und Leseprobe.

Was mir an seinem Ansatz so gut gefällt? Kachler hat den Zugang zu konstruktiver Trauer aus eigener Betroffenheit nach dem Verlust seines jugendlichen Sohnes entwickelt und sagt selbst, dass er zuvor ganz andere Theorien vertreten hatte. Er spricht nicht vom „Loslassen müssen“, sondern vom Pflegen und Weiterentwickeln der Beziehung zu den Verstorbenen. Ja, dass sich Konflikte sogar noch nach dem Tod eines nahen Menschen klären lassen. Er plädiert für das Zulassen des Schmerzes, einer ja natürlichen Reaktion auf den Verlust, und hält nicht viel von den kolportierten Trauerphasenmodellen.
Was mir besonders gut gefällt: Er meint, in der ersten Trauerzeit sei man „im Auftrag des Verstorbenen unterwegs“ und solle dem Bedürfnis nachgeben, viel über gemeinsame Erinnerungen zu reden. Wozu man im Idealfall gute ZuhörerInnen finden sollte. Vielleicht Dich?

Hier der Link zu seiner Website, wo du noch weitere Bücher von ihm findest, darunter auch Sachbücher für TherapeutInnen: https://kachler-roland.de/

Da werde ich mich auch noch weiter umsehen. Gerade zu diesem existentiellen Thema können wir nicht genug Kompetenz aufbauen. Meinst du nicht auch?

Ein freier Geist

Freitag, Mai 16th, 2025 von ulli

Gestern habe ich auf Ö1 „Menschenbilder“ nachgehört. Einige der Gedanken davon tauchen immer wieder auf. Schon der Titel der Sendung ist sehr nett; „Liebe dich selbst, dann kann dich die ganze Welt gern haben.“

Alfred Kirchmayr, Theologe und Psychotherapeut, mag sich selber und ist ein freier Denker.
Er sagt so Sachen wie „Je mehr christlich eine Partei im Namen hat, umso unsozialer ist sie“ oder „Die Kirche missbraucht das Christentum“. Da bleibt dir ja kurz die Luft weg, oder?

Vor vielen Jahren hat er mit Erwin Ringel ein Buch herausgebracht, in dem die katholische Kirche kritisiert wurde. Sie sei zu autoritär (fordere Unterwerfung) , beharre auf einem unrealistischen Reinheitsbegriff und hätte ein schlechtes Verhältnis zu Körper, Gefühlen, zu allem Weiblichen, so auch zu den Frauen.

Dabei sei „Religio“ die Sehnsucht nach Verbundenheit, die Einsicht, dass alles miteinander zu tun hat, die Schönheit, sich aufgehoben zu fühlen in einem Ganzen… So stamme auch das Wort „katholisch“ von „allumfassend“.

Das und viele andere spannende Gedanken, auch zur Psychotherapie, wurden angesprochen. Vielleicht magst dus ja auch nachhören. Eine Weile gehts noch:

https://oe1.orf.at/programm/20250511/794462/Alfred-Kirchmayr-Psychotherapeut-und-Theologe

oder das Buch lesen:

Alfred Kirchmayr und Erwin Ringel: „Religionsverlust durch religiöse Erziehung“, Verlag Der Apfel, Wien, 241 Seiten.

Danke Ö1 und den SendungsgestalterInnen.

Im Gedenken

Montag, Mai 5th, 2025 von ulli

an ein Ehepaar aus Gars..
an Gisela Laferl, Gemeinderätin in Wien und an ihren Mann Isidor Wozniczak, die bis zum 2. Weltkrieg gemeinsam die Waldpension führten. Sein Schicksal hat mich besonders berührt und wird auch dich nicht unberührt lassen.

Er wurde kurz vor Kriegsende am 2. Mai 1945 erschossen…

Enkeltochter Barbara Mück führt die Waldpension in Gars am Kamp bis heute weiter. Vorgestern gab es an diesem Ort eine Gedenkveranstaltung, wo Enkelsohn Anton Mück die traurige Geschichte des Grossvaters erzählte.

Es ist so wichtig, diese tragischen Schicksale zu würdigen und nicht zu vergessen.
Du kannst beider Geschichten in diesem Artikel von „DieZeitschrift“ nachlesen: „Die Waldpension„…

…oder am 14.5.25 im Museum Horn bei einer Kooperationsveranstaltung mit dem Bildungs- und Heimatwerk Rosenburg bei einem Vortrag anhören: „Ende und Neubeginn: Horn, NÖ 1945-1955 – Gedenkveranstaltung“.

In einer genaueren Ankündigung heisst es:

Niklas Perzi
(Zeithistoriker am Institut für Geschichte des ländlichen Raums St. Pölten)
referiert über die Lage (Nieder-)Österreichs nach der
Befreiung vom verbrecherischen NS-Regime. Der Vortrag beschäftigt
sich mit dem (Über-)Leben nach 1945, den persönlichen und
wirtschaftlichen Nöten, aber auch mit Aufbruch und Neubeginn und
Perspektiven für das Land und die Menschen.

Anton Mück (Museumsdirektor vom Museum Horn)
widmet sich dem Gedenken zum 80. Todestag seines Großvaters, des Widerstandskämpfers Isidor Wozniczak, der am 2. Mai1945 im Mödringer Graben bei Horn von Nazis ermordet wurde. Seine Gesinnung als sozialdemokratischer Hauptvertrauensmann und Bezirksfürsorgerat ließ ihn für ein demokratisches Österreich kämpfen, frei vom verbrecherischen Nationalismus der NSDAP.

Ein Danke an die Veranstalter.

Dazu passt auch:
Vor kurzem war ich in der VHS Krems bei einem Vortrag von Edith Blaschitz über das Gefangenenlager Stalag XVII b in Krems-Gneixendorf. Ich bin in Krems aufgewachsen und hatte als Kind nie von der Existenz dieses Lagers gehört…
Hier ein interessanter Standard Artikel dazu: Das vergessene Kriegsgefangenenlager der Nazis in der Wachau.
Prof. Blaschitz leistet an der Donau Uni Krems (neu: Universität für Weiterbildung) einen unschätzbaren Beitrag für die zeitgemässe Aufarbeitung der niederösterreichischen Zeitgeschichte. Ihr „Stabsbereich „Digital Memory Studies“ beschäftigt sich mit film- und mediengeschichtlichen Themen, vor allem mit solchen, die mit kollektiver Identitätsbildung, Erinnerungskulturen oder mit Geschlechterrollen im Zusammenhang stehen.

Dabei werden auch neue Methoden eingesetzt, die die Bevölkerung vor Ort einbeziehen. Im folgenden Link wird die Ausstellung und eine Publikation zu einem spannenden Citizen Science Projekt im Kremser Bezirk beschrieben: NS-Zwangsarbeit und Lager

Einfach grossartig, oder?

Es gibt sie ja doch noch…

Freitag, April 25th, 2025 von ulli

…. die Stimmen für friedliche Lösungen. Dazu ein Beitrag von Hans Holzinger in den Salzburger Nachrichten von Ende März 2025:

Sicherheit oder Scheinsicherheit? Kritische Anmerkungen zur militärischen Hochrüstung Europas

Liest sich interessant und enthält jede Menge weiterführender Hinweise.

Ich weiss noch, wie mir die von der EU verkündeten 800 Milliarden für Aufrüstung durch Mark und Bein gegangen sind und ich in den Medien eine kritische Auseinandersetzung dazu vermisste. Nun, hier habe ich sie ein wenig später doch noch gefunden.

Im Juni wird es in Salzburg eine Friedenskonferenz geben „Raus aus der Erschöpfung„. Wäre doch spannend hinzufahren. Was meinst du?
PS: Das Friedensbüro Salzburg sucht bis Ende Juni in einer Mission 30 neue Mitglieder. Auch eine gute Gelegenheit diese sinnvolle Initiative zu unterstützen.

Männerseelen

Dienstag, April 22nd, 2025 von ulli

Danke Julia für diesen Tipp. Ende März hast du mir dieses Buch empfohlen und ich habe es mir sogleich bestellt.

Gelesen habe ich es noch nicht. Da war Gerhard, mein Liebster, schneller. Er hat das Buch tagelang nicht mehr aus der Hand gelegt. Sein Urteil hat deine Empfehlung bestätigt. Es ist des Lesens wert. Ich freu mich schon drauf.
Für alle, die es noch nicht kennen und sich von dieser Kurzbeschreibung angesprochen fühlen: „Humorvoll und mit Hilfe vieler Fallbeispiele ermutigt der Diplom-Psychologe Björn Süfke Männer dazu, den verlorenen Zugang zur eigenen Innenwelt wiederherzustellen.“: Männerseelen von Björn Süfke.

Doch der Autor ist mir in der Zwischenzeit kein unbekannter mehr. Nach Gerhards Reaktion hab ich mich weiter umgesehen und zwei weitere Bücher von Björn Süfke bestellt. Und nun bekomme ich regelmässig kleine Geschichten daraus vorgelesen. Und die mag ich jungen Eltern – oder Menschen, die heitere Geschichten mit Tiefgang mögen – besonders ans Herz legen.

Papa, du hast ja Haare auf der Glatze – aus dem Alltag eines Vaters„, so heisst das eine und „Die Ritter des Möhrenbreis„, das andere Buch. In einem erzählt Björn Süfke vom Zusammensein mit seinem 11 Monate alten Sohn Tom, im anderen hat Tom bereits eine Schwester Hannah. Von Geschichte zu Geschichte lernst du die kleine Familie – mit Mutter Katharina – immer besser kennen und freust dich auf Fortsetzung. Am Ende des zweiten Buchs wird ein drittes Baby angekündigt. Das kann ja (noch) heiter(er) werden…

Das und noch viel mehr findest du auf Björn Süfkes Website: https://bjoernsuefke.de/
Sie ist einen Besuch Wert.
Auf keinen Fall solltest du den emotionalen Lebenslauf übersehen.
Danke Björn Süfke. Für mich sehen Helden so aus wie du. Ich bemühe mich, deinen Namen auswendig zu lernen. Björn Süfke. Björn. Süfke. Süfke Björn. Björn.
Es lebe die männliche Zärtlichkeit.

KI sehr speziell

Freitag, April 4th, 2025 von ulli

Auf der Website der deutschen Buddhastiftung findet sich „Frag BuddhAI“. Wie du siehst, habe ich eine Antwort auf meine Frage erhalten (beim ersten Test hat die Anwendung nämlich geschlafen..)

Die Website ist an sich einen Besuch wert. Ich wusste gar nicht, dass es diese Stiftung gibt. Sie stellt sich inhaltlich folgendermassen vor:

„Pragmatischer, säkularer Buddhismus
Jetzt achtsam ethisch leben
Buddhas Lehre für unsere Zeit. Offen für alle Menschen. Auf Basis der relevanten Texte. Ohne Glauben an Jenseitiges. Ohne hierarchische Strukturen.“

Das trifft gut auf mein Verständnis von Buddhismus im Westen.
Auch wenn die Lehre säkular angewandt wird, muss darauf geachtet werden, sie nicht zu verwässern. Die alten Texte sind wichtig für die Praxis.

Darum möchte ich dir hier auch eine weitere KI vorstellen, nämlich

norbu-ai.org „Your Kalyana Mitta (Spiritual Friend), Buddhist AI Assistant.“

Damit kannst du die Lehrreden bis ins letzte Detail erforschen oder etwa fragen, was NORBU bedeutet und erhältst folgende Antwort:

Norbu“ ist ein tibetisches Wort (nor bu), das „Juwel“ oder „kostbarer Stein“ bedeutet. In der tibetischen buddhistischen Tradition wird dieser Begriff oft verwendet, um etwas von großem spirituellem Wert zu bezeichnen. Es steht in Verbindung mit den Drei Juwelen (Triratna) des Buddhismus – Buddha, Dharma und Sangha.
Der Name passt gut zu meiner Rolle als spiritueller Freund (Kalyana Mitra), da er die kostbare Natur der buddhistischen Lehren und der spirituellen Freundschaft symbolisiert.
Möchten Sie mehr über die Bedeutung der Drei Juwelen im Buddhismus erfahren?

Etwas unheimlich, aber schon auch praktisch diese AI, was meinst du?

Was für ein Vorbild fürs Älter werden

Donnerstag, Februar 6th, 2025 von ulli

Elke Heidenreich im Schweizer Fernsehen in der Sternstunde Philosophie im Gespräch mit Yves Bossart.
Eine Freude, diese lebhafte Frau, eine Freude dieses Interview, eine Freude, sich mit dem Altern zu befassen… Wenn du Zeit hast, schau dir das an.

Ein Vorbild fürs Älter werden. Die gute Frau ist 81 Jahre alt.
Und ich weiss schon, welches Buch ich mir besorgen muss, oder besser welche ihrer Bücher..

Explosive Moderne

Samstag, Februar 1st, 2025 von ulli

Ich habe mir ja unlängst das Buch von Eva Illouz „Explosive Moderne“ besorgt. Dabei geht es um den Einfluss der Emotionen auf aktuelle politische Entwicklungen (Danke Sieglinde Rosenberger für den Tipp!)

Ein sehr kluges Buch von einer sehr klugen Frau. Zur Einstimmung hab ich ein ZDF-Interview mit ihr auf Video angesehen, das ich sehr erhellend fand und ich dir empfehlen kann:

Frustrierte Gesellschaft – wie Gefühle die Politik bestimmen
Richard David Precht im Gespräch mit Eva Illouz

Es ist doch interessant, wie uns gleich leichter wird, wenn wir schwierige Dinge nachvollziehbar erklärt bekommen. Vor allem wenn es um Emotionen geht.
Am Ende des Gesprächs plädiert die Soziologin als Art Lösungsstrategie weniger darauf, „Freiheit“ oder „Gleichheit“ zu betonen, sondern „Brüderlichkeit“, also „Verbundenheit“.
Wie wäre es, unbekannten Menschen spontan zu vertrauen?

Liebe Christine, lieber David, ich würde mich freuen, wenn euch dieser Beitrag genauso gefällt wie mir. Danke für das schöne Gespräch heute!

Rutger Bregman auf Ö1

Freitag, Januar 24th, 2025 von ulli

Wie schön, dass Ö1 Sendungen nun etwas länger online sind. Hier ein spannender Beitrag (bis 8.2.25 nachhörbar) „Utopist für Realist:innen“ mit Rutger Bregman, den ich auf diesem Blog schon mal erwähnt habe.
Der Historiker richtet den Scheinwerfer ganz unüblich auf unsere Erfahrung. Sehr wohltuend, wie ich finde.

Danke Ines Mitterer für diesen inspirierenden Radiobeitrag zum Jahresbeginn!
Eine ausführlichere Sendungsbeschreibung findet sich unter diesem Programmlink.
Dort gibt es auch eine Literaturliste, die ich hier festhalten möchte, weil sie so spannend klingt.
Lauter Schätze!
„Im Grunde Gut“, Rutger Bregman, Rowohlt Verlag
„Utopien für Realisten“, Rutger Bregman, Rowohlt Verlag
„Moralische Ambition“, Rutger Bregman, Rowohlt Verlag
„Über das Helle“, Stefanie Jaksch, Haymon Verlag
„Hoffnung“, Philip Blom, Hanser Verlag
„Zuversicht jetzt“, Sara Fromm, Manz Verlag
„Der Geist der Hoffnung“, Byung-Chul Han, Ullstein Verlag
„Hoffnung“, Nermin Ismail, Kremayr & Scheriau
„Solidarität“, Natascha Strobl, Kremayr & Scheriau
„A Paradise built in hell“, Rebecca Solnit, Viking Press

Nun habe ich mir – in der Buchhandlung meines Vertrauens – Bregman neuestes Buch bestellt: „Moralische Ambition.“ In der Buchbeschreibung heisst es, dass es handelt „von Menschen, die nicht nur Ideale hatten, sondern ihr Leben auch nach diesen Idealen ausrichteten – und den Lauf der Welt veränderten.
Klingt doch gut.

Rutger Bregman ist selbst so ein Pionier und hat eine bemerkenswerte Initiative gestartet: The School for Moral Ambition. Wünschen wir ihm – und uns – alles Gute dafür!

Wenn ich schon dabei bin. Auch ein zweites Buch ausserhalb dieser Liste habe ich eben bestellt, um die Welt – bzw. die Menschen – besser zu verstehen: Explosive Moderne von Eva Illouz.
Ich werde dir berichten. 🙂

Auch ein Lesetipp von Gottfried (Danke!) ist in diese Richtung hilfreich: „Can We Build a World Where We All Belong?“

Zu alldem passt vielleicht ein Spruch, den ich eben in Eva Endres weise-Zitate-Kalenderbuch „Zur Freude des Tages“ (nur noch gebraucht zu haben) gelesen habe:
Du bist nicht das, was du denkst, dass du bist;
sondern was du DENKST, das bist du!“
So lasst uns unsere Gedanken mit Sorgfalt pflegen.

Lesen und Hören – Verbinden und Verbundenheit

Mittwoch, November 6th, 2024 von ulli

Aktuell lese ich viel, mitunter einige Bücher gleichzeitig. Aber einige auch zu Ende. Hier einige spannende Publikationen…

Doch als erstes ein Hörgenuss zur freien Rede. Ich bin Renate Schmidtkunz unendlich dankbar für ihre Ö1 Sendereihe *Im Gespräch*, speziell für dieses Interview mit Iris Hefets, Psychotherapeutin aus Berlin, zum Thema Frieden und Wahrheit/Realtität – oder aktueller zu Krieg und Verlust von Wahrheit. Ich habe schon lange nicht derart essentielle und (für mich) wahre Aussagen gehört. Eine Freude für Hirn und Herz. Aber mach dir selbst ein Bild. Hör dir das bitte an. Alle sollten wir es uns anhören, und darüber reden stundenlang…
Hier als Podcast zum Glück noch länger nachzuhören.

Passend zu meinem Blogtitel ein Buch von Reinhard Haller „Das Wunder der Wertschätzung“. Es liefert eine tiefe Auseinandersetzung zum Thema und was mir besonders gut gefällt: Wertschätzung wirkt in zwei Richtungen: „Sie kommt den Mitmenschen zugute und hebt gleichzeitig das eigene Selbstbewusstsein.“ (S40) Wertschätzend zu sein, bedarf guten Selbstwerts, steigert diesen aber auch.

Das weiss ich aus eigener Erfahrung. Es ist mir schon zur Gewohnheit geworden, im Alltag, kleine (aufrichtige) Wertschätzungsgeschenke zu verteilen: dem Busfahrer für seine klaren Ansagen, der Kassiererin auf der Tankstelle für ihr frühes Aufstehen, der Stadt Waidhofen/Thaya für ihren Bürger-Rat (!).. Jedes Mal kommt Freude zurück, über die ich mich wieder freue .. Und sie klingt lange nach.
Hier kannst du einen Blick ins Buch machen, das sehr inspirierend wirkt, noch wertschätzender zu werden.

Haller betont die gesellschaftliche Brisanz, wenn Wertschätzung, wie er konstatiert, zwischen den Menschen zunehmend abnimmt. Denn Wertschätzung verbindet uns.

Im Mangel an Verbundenheit sieht der britische Autor und Journalist Johann Hari die Ursache für die globale Zunahme an Depressionen. In seinem dicken, aber flüssig zu lesenden Buch „Der Welt nicht mehr verbunden“ bringt Hari (nicht zu verwechseln mit Yuval Noah Harari) Fakten und Beispiele, aber auch Lösungen und Handlungsfelder. Besonders gefällt mir, dass er von seiner eigenen Depressionsgeschichte ausgeht und dass er am Ende des Buches nicht sagt, nun sei er endgültig geheilt. Aber er befolge seine eigenen Lehren…
Seine Recherchen und Analysen bringen viele neue Einblicke. Hari kann schlüssig die These aufstellen: Depression ist weitgehend eine Reaktion auf allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen und weniger eine Folge individueller (physiologischer) Krankheit. Also eigentlich eine gesunde Reaktion auf Fehlentwicklungen… Hier gehts zum Verlag von Haris Buch, das 2019 erschienen ist.
Ich habe mir das Buch aus der Bücherei mitgenommen, weil ich Haris letztes Buch *Abgelenkt* ungemein erhellend finde. Darin geht es um den Umgang mit digitalen Medien. Es liegt noch auf meinem Buchstapel. Irgendwas hat mich abgelenkt, es fertig zu lesen ;-).

Irgendwie ist all das eben genannte Gelesene und Gehörte miteinander verknüpft und von der Sorge um aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen umschattet. Dazu kann ich – bei allem Problembewusstsein – nur (wertschätzend) sagen, dass wir nicht vergessen sollten, wie gut es uns aktuell in diesem Land geht. Wir haben noch nie in solch materiellen Luxus gelebt. JedeR von uns lebt in unseren Breitengraden besser als jeder Fürst im Mittelalter.. Auch das Miteinander ist im Allgemeinen empathischer, höflicher und freundlicher geworden.

Das ist mir besonders bewusst geworden, als ich jüngst ein Buch von Thomas Bernhard (*Ein Kind*) aus einem offenen Bücherschrank mitgenommen habe. Liest du seinen Kindheitsbericht, wirst du sehr dankbar, wie sich der Umgang zwischen Menschen in dieser kurzen Zeit entwickelt hat. Ich will da nichts schönreden, ich will nur darauf hinweisen. So rosig war auch die Vergangenheit nicht.

Gestern habe ich übrigens einer Mutter gesagt, die sich nach einem kleinen Hoppala bei ihrem 3 jährigen Kind liebevoll entschuldigt hat, wie grossartig ich es finde, dass sich Mütter bei ihren Kleinkindern entschuldigen. Sie hat mich daraufhin mit grossen überraschten Augen angesehen. Das sei doch selbstverständlich… und sie hat sich über die Wertschätzung gefreut.
Und ich mich über meinen Mut, sie anzusprechen und den so erzeugten magischen Moment der Verbundenheit.

Also wie wärs mit mehr Wertschätzung in deinem Leben? Zur Stärkung unser aller Vertrauen?

Ella Carina Werner

Donnerstag, Oktober 31st, 2024 von ulli

Nach den vielen Beiträgen zum Thema Hospiz, Tod und Sterben, hier etwas anderes. Ich bin öfter auf der Suche, dem Thema Sterben etwas Leichteres abzugewinnen und Ella Carina Werner zeigt mit ihren satirischen Geschichten, dass schwere Kost mitunter auch zu Lachanfällen führen kann. Zumindest bei mir. Ich bin schon süchtig nach ihren Geschichten.

Kleine Kostprobe gefällig?

Das stammt aus Werners Buch mit dem witzigen Titel *Man kann auch ohne Kinder keine Karriere machen*. Ein anderes Buch habe ich eben runtergeschluckt: *Der Untergang des Abendkleids*. Darin eine Geschichte zum Gespräch mit der Mutter über deren Begräbnis (siehe dieses kurze Video – die Mutter ist übrigens nicht gestorben..).
Weitere Bücher von Ella Carina Werner sind bereits auf Medimops bestellt.

Mehr zu dieser besonderen Frau auf Ella Carina Werners Website – mit der Ankündigung ihres ersten Gedichtbandes: *Der Hahn erläutert unentwegt der Henne, wie man Eier legt. Feministische Tiergedichte.*
Darauf freue ich mich schon.
Habe ich dich neugierig gemacht?

Noch was. Das erste der zitierten Bücher war Marie Marcks gewidmet. Dem Namen nachgehend bin ich auf eine weiteren Schatz gestossen. Du hast vielleicht schon von ihren Karikaturen in der Süddeutschen gewusst, ich leider nicht. Marie Marcks (1922 – 2014), eine Pionierin auf verschiedenen Gebieten, deren Werk ich dir auch wärmstens empfehlen kann. Hier ein Beispiel für ihre Art die Welt zu beschreiben:

Nachtrag..
Mittlerweile habe ich zwei weitere Bücher von Ella Carina Werner „verschluckt“. Ich habe selten so gute Lektüre genossen.

Die „Rahmenhandlung“ zu dem einen Buch über Ella Carinas Kindheit und Mutter „Die mit dem Bauch tanzt“ kannst du hier im Spiegel Archiv lesen: „Bauchtanz-Boom in Deutschland -Ursula, Königin der Nacht.“ Eine faszinierende urspannend zu lesende Geschichte, die mich dazu gebracht hat, mich im Internet um Bauchtanzkurse umzuschauen. Gesundheitsstrategie vom Feinsten!
Aber bitte tu dir den Gefallen und lies dieses Buch! (ich fürchte es ist gar nicht mehr neu zu bekommen, aber hier findest du es vermutlich noch..)

Das andere Buch schenke ich eben den gestressten Eltern pubertierender Kinder. Aber es hat mich auch an meine Jugend erinnert. Oh Gott oh gott… Hier der Link zu:
„Ich glaube, ich bin jetzt mit Nils zusammen. Das Beste aus wieder ausgegrabenen Jugend-Tagebüchern“
Viel Freude damit!

Sterben als Prozess – und freie Rede als Herausforderung

Donnerstag, Oktober 31st, 2024 von ulli

Wieder mal Ö1 mit einem guten Radiokolleg. Passend zu Novemberbeginn diese Woche „Das Sterben, ein Prozess“ von Margit Atzler. Aufgeteilt auf vier Folgen zu jeweils rund 20 Minuten mit den Themen „Wovor haben wir Angst“, „Was passiert beim Sterben?“, „Warum müssen wir sterben?“ und „Wer das Sterben begleitet.“

Sehr hörenswert und mit wunderbaren Menschen wie Ursula Lyon oder Alexandra Masetti, die das Death Cafe in Wien leitet und eine „Schule des Sterbens“ gegründet hat. Ich war schon öfter bei den bereichernden Death Cafes und werde nächstes Jahr ein Seminar von Alexandra besuchen, wo wir uns mit Gedanken zu einem guten Sterben auseinandersetzen werden.

Hier kommst du über die Ö1 Website auf Kurzbeschreibung, Links und Nachhörmöglichkeit, und hier hast du länger Zeit, die Beiträge über den ORF Podcast nachzuhören.

Und weil wir schon bei Ö1 sind. Schon seit 2 Wochen möchte ich die Sendung „Im Gespräch“ von Renate Schmidkunz mit Iris Hefets nachhören. Ich habe den Beginn des Beitrags im Auto gehört und war wie elektrisiert. Da unterhalten sich zwei Menschen mit einer Wahrhaftigkeit, die dir fast den Atem nimmt. Dabei ging es um schwere Themen wie Krieg und Frieden, den Nahostkonflikt, das Verhältnis von Deutschen und Israelis und … um die freie Rede.
PS: Ich habe die Begeisterung über diesen letzten Radiobeitrag mit einer 84 jährigen sehr kranken Frau geteilt, die mir im weiteren Gespräch auch sagte, sie habe keine Angst vor dem Tod und habe vor, mit einem Lächeln auf den Lippen zu sterben. – Menschen wie diese Frau sind Vorbilder. Und damit schliesst sich ein kleiner Kreis.

Einmal mehr ein Dank an Ö1 und seine wunderbaren RadiomacherInnen.

Ein zuhörendes waches Gegenüber

Montag, Oktober 28th, 2024 von ulli

Habe eben dieses Video angeschaut und bin noch ganz erfreut über so ein feines kluges Gespräch. Spannend wie ein gutes Buch, inhaltlich ungemein wertvoll. Gleichzeitig locker und leicht geführt und dabei den Horizont erweiternd.

Eva Katharina Masel im Gespräch mit Florian Ploberger. Zwei interessante Menschen, die Freude haben miteinander über Wesentliches wie Sterben und Vergänglichkeit zu sprechen und dabei auch viel lachen und Persönliches von sich erzählen.

Eva Katharina Masel ist Leiterin der Klinischen Abteilung für Palliativmedizin am AKH Wien der Medizinischen Universität Wien, wo sie auch den Lehrstuhl für Palliativmedizin inne hat. Ausserdem ist sie Stellvertretende Ärztliche Direktorin des AKH und in diversen Gremien und Organisationen aktiv. Zu unser aller Glück schreibt und experimentiert sie gern und widmet sich auch in Büchern und Podcasts dem Palliativthema.

Ihr jüngstes Buch, das in dem Interview besprochen wird, werde ich mir jedenfalls bald besorgen, in den angesprochenen Podcast bald hineinhören. In der Beschreibung des Videos heisst es:

“Gut gelaufen: Schöne Abschiede vom Leben” erzählt berührend von Liebe, Hoffnung, Vergebung und Dankbarkeit in letzten Stunden und zeigt, warum Sterben Teil des Lebens ist. Der Podcast “hochpalliativ” will die bewusste Auseinandersetzung mit der Endlichkeit thematisieren.

Die Links zu Buch und Podcast findest du auf Eva Katharina Masels Website: www.masel.at/buch-gut-gelaufen. Dort habe ich eben einen Artikel gefunden, den ich unbedingt lesen muss, da er mehrere meiner Interessen verbindet:
Buddhismus und Palliative Care – Die Verbindung im Leid

Doch zuvor will ich diesen Beitrag zu Ende schreiben…
Was gibt es zum Interviewer zu sagen?

Florian Ploberger ist Allgemeinmediziner mit den Schwerpunkten TCM und tibetischer Medizin, der auch schon einiges an Fachliteratur publiziert hat.
Sein Büchlein „Eine Horde Affen und ein halber Schafskopf“ ist kein Fachbuch, sondern eine Schilderung persönlicher Erfahrungen im Kontext seines Heilberufs und verbindet viele Welten. Ich habe es nahezu in einem durch gelesen, so ein Lesegenuss war das. Auch die Zeichnungen im Buch sind total nett. Nicht zu vergessen die feinen weisen Sprüche zwischendurch.

Das Interview mit Eva Katharina Masel ist das erste, das ich gehört habe und nur eines von vielen spannenden Gesprächen von Florian Plobergers,

hier zum Zuhören
Podcast CHANGE – INSPIRATION FÜR DEN WANDEL
und hier zum Ansehen
Bacopa – Podcast

Ich freu mich schon auf Fortsetzung. Du auch?

Bürgerrat

Montag, September 23rd, 2024 von ulli

Sogar auf der EU Ebene wird jetzt mit Bürgerräten experimentiert. Das scheint mir für die DemokratieEntwicklung der Zukunft ein guter Weg. Darum hab ich mir eben den Newsletter bestellt auf https://www.buergerrat.de/

Was ist eigentlich aus Marlene Engelhorns „Guter Rat“ geworden? Die Treffen zur Rückverteilung von 25 Millionen Euro sind abgeschlossen und ich freue mich, dass das Experiment gelungen ist: https://guterrat.info/

The living process

Donnerstag, August 22nd, 2024 von ulli

Ruth hat in ihrem aktuellen Newsletter eben einen Podcast empfohlen. Das muss sogleich notiert werden..

„The living process“ Focusing Podcast mit Greg Madison: hier auf Spotify 

Planten un Blomen

Donnerstag, August 22nd, 2024 von ulli

falls du dir einen ruhigen Film über ein wunderbares Fleckchen Erde in der Grosstadt Hamburg anschauen magst, hier eine Empfehlung…