Archive for the ‘Vernetzung.Initiativen.Termine’ Category

Lichtblicke in den Medien

Montag, Februar 16th, 2026 von ulli

Erstens wieder eine Ö1 Sendung..

Gedanken vom 15.2.2026: Barbara Strohschein über „Die unterschätzte Macht der Ankerkennung“
Sehr hörenswert. Leider nur begrenzt.
Wie Barbara Strohschein über gelingende Beziehungen sprechen kann, ist Wortbalsam..
Interessant ihr Institut Purpose und ihr jüngstes Buch:
„Anerkennung ändert alles. Der Schlüssel zu glücklichen Beziehungen, funktionierenden Teams und einer friedlichen Gesellschaft“, hier mit Leseprobe.

Zweitens ein Standard Essay…
den Gerhard in seinem Rundmail als Tipp von Willi verbreitet hat und den ich – nachdem gelesen – auch weiter verbreiten möchte:
Ist da Licht am Ende des Tunnels? Ein Essay von Hans Platzgumer

Drittens
eine Empfehlung von Florian, der ich selbst noch weiter nachgehen möchte: Den Beiträgen des Wissenschafts-Journalisten Martin Tauss, der für die Furche schreibt und an der Wiener Sigmund Freud PrivatUniversität mitarbeitet. Ein Experte für psychische Gesundheit und Achtsamkeit. Welch hilfreiche Mischung.

Ich hoffe, da ist etwas für dich dabei!

Bewusst Altern

Dienstag, Februar 10th, 2026 von ulli

Falls du dich mit deinem Älter Werden befassen willst, kann ich dir dieses Buch ans Herz legen. Nicht nur zum Umgang mit Altern, sondern auch zum Thema „Krankheit und Sterben“ hat Ram Dass viel zu sagen und sehr oft Dinge, die ich noch nie in dieser Art gehört habe. Manchmal ist mir der Mund richtig offen geblieben und begann mein Herz schneller zu schlagen – weil ich diese Perspektiven noch nie gehört habe, sie dennoch so nachvollziehen kann, und mir so richtig und wichtig erscheinen. Zudem sind Ram Dass Ehrlichkeit im Umgang mit sich selbst und seine Fähigkeit zur Selbstreflexion unglaublich. Was er beschreibt, hat er an sich selbst gelernt.

Der Amerikaner Ram Dass hat seine spirituelle Heimat im Hinduistischen, ein Zugang, der mir eher nicht so geläufig ist. Wenn er von „soul“ spricht, habe ich darum nach für mich passenden Begrifflichkeiten gesucht, wie z.B. „Leben“ oder „Verbundenheit“. So hat es mich nicht weiter aufgehalten, seiner Weisheit und seinem Humor zu folgen.

Seine Ausführungen zu Sterbegleitung oder zur Krankenpflege sind bemerkenswert, da kann eine viel lernen. Seine Kritik, wie wir im Westen mit KrankSein, Sterben und Tod umgehen, finde ich sehr treffend beschrieben und wie er damit versucht umzugehen, inspirierend.

Ram Dass war in jungen Jahren eine Art Guru in den USA und erlitt mit 65 Jahren, als er gerade dieses Buch über bewusstes Altern schrieb, einen Schlaganfall, mit dem er Beweglichkeit und auch Sprache verlor. Er schreibt darüber:

Illness had shattered my self-image, and opened the door to a new chapter in my life. After any major physical “insult,” as they call it, it’s all too easy to see yourself as a collection of symptoms rather than as a total human being, including your spirit — and thus to become your illness. Fear is powerful and contagious, and at first I allowed myself to catch it, worried that if I didn’t do what the doctors ordered, I’d be sorry. But now I’m learning to take my healing into my own hands.

Das Buch „Still here“ ist ein Lieblingsbuch von Sylvia, was mir Referenz genug war, um danach zu suchen. Es war bereits (vom Goldmann Verlag) auf Deutsch übersetzt, ist aber im deutschsprachigen Raum leider vergriffen bzw. wird es antiquarisch nur sehr teuer angeboten.

Exemplare auf Englisch (im Penguin Verlag) sind jedoch einfach und kostengünstig übers Internet zu beziehen, z.B. hier über ZVAB.
Ram Dass ist bereits vor ein paar Jahren gestorben, doch seine Website wird weiter betreut, hier findest du einen Ausschnitt aus dem vorgestellten Buch: Still here.
Er ist also immer noch da 🙂

Wir nehmen das Schild aus dem Fenster…

Montag, Januar 26th, 2026 von ulli

Es tut gut, wenn jemand mutig und ehrlich agiert. Ich kann und mag die Äusserungen nicht zur Gänze inhaltlich beurteilen (da liesse sich einiges kritisch anmerken), aber dass hier viele Dinge offen angesprochen werden, lässt mich aufatmen.
Hier die Rede im Wortlaut.

Ausserdem schau dir an, mit welcher Frau dieser Mark Carney verheiratet ist. Ich muss sagen, nun hat er wirklich meinen Respekt. Und seine Frau auch: Diana Fox Carney
Diana Fox Carney ist eine britische Wirtschaftswissenschaftlerin und Autorin, die sich auf Entwicklungsländer spezialisiert hat. Die beiden lernten einander während des gemeinsamen Studiums beim Sport an der Universität Oxford kennen. Das Paar heiratete 1995, während Carney seine Doktorarbeit abschloss. Aktuell ist Diana Fox Carney Beraterin für Unternehmen und Investoren, die den Übergang zu einer grüneren, naturfreundlichen Wirtschaft suchen. Pikantes Detail: 2012 hat Diana Carney, so berichteten die Medien, ihre Sympathie für die bankenfeindliche Occupy-Bewegung geäussert. Und das obwohl ihr Ehemann Leiter der kanadischen Zentralbank gewesen ist. 😉
Die beiden sind Eltern von vier Töchtern.

Bewegung!

Donnerstag, Januar 22nd, 2026 von ulli

Ich bin Eva äusserst dankbar, dass sie mir vor vielen Jahren Gabi Fastner empfohlen hat. Gabi Fastner ist eine wunderbare Vorturnerin auf YouTube und hat für jeden Geschmack ein paar Videos parat. Von Yoga bis Pilates, von gemütlichen Abendeinheiten bis morgendlicher Vagusnervbelebung, vom Workout mit Hanteln bis zum Konditionstraining, in der Dauer von 15 Minuten oder länger. Das ganze ohne Werbung und mit klarer unaufdringlicher Ansage.
Es ist freilich subjektiv, doch für mich kommt sie sehr sympathisch in mein Wohnzimmer und fordert auch immer zu individuellen Abweichungen auf: Mach das in deinem Tempo, mach Pausen, oder mach weiter. Wie es für dich passt. – Das höre ich gern.

Du kannst sie mit Beiträgen von 5 oder 2,50 Euro im Monat unterstützen oder machst ab und zu eine grössere Überweisung. Ich sehe eben, dass sie über 5.000 Videos und über 950.000 AbbonnentInnen hat. Ich bin also nicht allein mit meiner Begeisterung.

Hier ihre Playlists und hier ihre Website.

Danke Gabi Fastner. Mit dir ist Bewegung ein Leichtes.

Vom Schmerz befreit

Samstag, Januar 17th, 2026 von ulli
Vom Schmerz befreit

Ein Buch, das ich mit grossem Interesse gelesen habe und das ich dir empfehlen mag.
Auch wenn eineR nicht an starken chronischen Schmerzen leidet, so ist die Auseinandersetzung mit diesem Zugang hilfreich und spannend. Peter Levine mit Somatic Experiencing geht völlig neue Wege in der Beurteilung von Traumata und dem Umgang damit.

Trauma, das muss nicht unbedingt ein grosses Drama als Ursache haben. Es genügt, als Kind beim Zahnarzt oder vor der Narkose im Krankenhaus in Panik gewesen zu sein, und dass der Prozess nicht gut abgeschlossen werden konnte. Und zwar auf Ebene des Nervensystems, das als Stressreaktionen „Erstarrung, Kollabieren, Kampf oder Flucht“ bei uns „höheren Säugetieren“ vorsieht. Die Erstarrung verkörpert sich dann beispielsweise als jahrelange chronische Muskelspannung, etwa in Nacken und Rücken oder in einer ungesunden Körperhaltung.

Ich habe im Vorfeld schon Levines Buch „Sprache ohne Worte“ gelesen und mich mit seinem Ansatz gut vertraut gemacht. Scheint mir plausibel. Auch sein Umgang, der ein sehr sanftes und langsames Auflösen eventueller Traumata vorsieht, gefällt mir gut. Sich mit dem Körper zu befreunden, Schmerzen als Signale und nicht als lästige Störungen zu sehen, sei hilfreich. Dieses Buch ist allerdings eher wissenschaftlich gehalten und mit rund 450 Seiten ziemlich umfangreich. Falls du den Ansatz genauer kennenlernen willst, genau das Richtige.

Maggie Phillips, eine erfahrene Psychologin und Psychotherapeutin, mit Schwerpunkt Schmerzbehandlung, scheint die perfekte CoAutorin für das eingangs erwähnte, eher anwendungsorientierte Buch, gewesen zu sein. Es ist als Übungsbuch konzipiert und bietet viele verschiedene Herangehensweisen an, aus denen du eine für dich passende herausfinden kannst. Also kein allgemeingültiges Rezept, sondern mehr die Ermunterung zu einem Forschungsprozess. Ganz nach meinem Geschmack.

Und ich darf dir verraten, dass ich schon eine ganz erstaunliche Erfahrung mit einem plötzlich aufgetretenen Hexenschuss hatte. Mitten in der Lektüre des Buchs wandte ich einige der empfohlenen Übungen an. Am nächsten Tag war der Schmerz leichter, am übernächsten Tag verschwunden. Ein kleines Wunder – das mich überzeugt hat. Ich werde sicher weitere Möglichkeiten zum Ausprobieren finden..

Hier der Link zur jüngsten Auflage von „Vom Schmerz befreit“im Kösel Verlag.
Dort findest du auch eine Leseprobe, die u.a. auf Seite 20 den Link zu den downloadbaren akustischen Übungsanleitungen enthält. Damit kannst du dir einen wirklich guten Eindruck verschaffen, wenn du das möchtest.

Hier der Link zu „Somatic Experiencing – Deutschland“ bzw. „Somatic Experiencing – Österreich„.

Frieden

Samstag, Januar 17th, 2026 von ulli

Ich hab mir vorgenommen, künftig nicht nur im stillen Kämmerlein irritiert zu sein, wenn ich einen Medienbeitrag zur zunehmenden Aufrüstung lese, sehe oder höre, sondern aktiv zu werden und zumindest ein Mail zu schreiben.

Was ich diese Woche an eine Printzeitung auch gemacht habe. Antwort habe ich noch keine. Vermutlich ist damit auch nicht zu rechnen. Aber vielleicht macht es ja doch irgendwann, irgendwo einen Unterschied:

Sg Damen und Herren
Mit Ihrem heutigen Beitrag zum Forum „Finanzierung und Sicherheit“ in NÖ haben Sie gezeigt, wie Medien scheinbar neutral berichten, aber tatsächlich parteiisch sind, nämlich „für Aufrüstung“ mit den immer gleichen Argumenten von Wirtschaftsaufschwung und versprochenem Wohlstand für alle.

Fast nebenbei wird im letzten Absatz des Beitrags als leidiges Bürokratiehemmnis die Neutralität Österreichs erwähnt. Wenn man auch einen Teil vom Kuchen haben will, gibt es für solche Nebensächlichkeiten keinen Platz mehr. Sicherheit über alles und Sicherheit nur auf eine Art: Verteidigung mit Waffen.
In den letzten Jahren werden die Menschen – immer unverhohlener – von den Medien dauerberauscht mit Parolen zum „Vertrauen in Aggression“ und zur „Alternativlosigkeit von Gewalt“. Dabei, so wissen wir aus der Geschichte, kennen Kriege keine Sieger, sondern nur Verlierer – und das über Generationen.
Ich möchte dazu nicht mehr still sein, sondern mich melden. Ich möchte dem Kriegsgeheul ein „Friedensgeheul“ entgegensetzen.
Warum berichten Sie nicht über friedliche Konfliktlösungsansätze, wie sie von ernstzunehmenden ExpertInnen entwickelt wurden? Etwa vom Salzburger Friedensbüro:
https://www.friedensbuero.at/materialien/kranich-ausgaben-zum-herunterladen/
z.B. wie in der letzten Ausgabe beschrieben
https://www.friedensbuero.at/wp-content/uploads/2025/12/kranich_04_25_digital.pdf
Das sind keine naiven weltfernen Ideen, aber sicher lässt sich damit nicht das Rüstungsgeschäft ankurbeln.
Welche Welt wollen Sie Ihren Kindes und Kindeskindern hinterlassen?
Medien und v.a. SIE tragen Verantwortung

Unterschrift
...

Das ganze unter dem Betreff „Meldepflicht – Friedensgeheul„. Damit vielleicht mehr eine künstlerische Intervention denn ein üblicher Leserbrief. Aber egal, ich habe mich danach besser gefühlt.

Was hältst du davon? Wenn jedeR von uns jede Woche drei Emails schriebe, das wäre doch schon etwas..
Ich habe grad wirklich noch zwei Mails an prominente TeilnehmerInnen der angesprochenen Veranstaltung geschrieben. Ein kleiner Beitrag, aber nicht nichts…

Inhaltlich ging es übrigens um einen Wirtschaftsgipfel in Niederösterreich, wie hier in ORF News behandelt: „EU-Aufrüstung: Betriebe fordern weniger Auflagen“. So weit, so beunruhigend.

Tanz in St.Pölten, 1 2 3

Samstag, Januar 17th, 2026 von ulli

Erstens
Mitte Dezember haben wir im Festspielhaus St. Pölten diese Aufführung gesehen. Möbius von der Compagnie XY. In diesem rund einstündigen Video kannst du das unglaubliche Stück, in dem die Schwerkraft aufgehoben scheint, in voller Länge nachsehen. Die französiche Gruppe mit rund 40 Personen ist auch deshalb besonders interessant, weil sie seit mehr als 15 Jahren als Kollektiv wie es im folgenden Beitrag heisst, „die akrobatische Sprache durch ihre Praxis der portés, also das Heben, Werfen, Fangen und Tragen“ erforscht:
Compagnie XY. Schau dir das an und komm ins Staunen. Es ist mehr Akrobatik als Tanz. Wenn du es live auf der Bühne siehst, bleibt dir mitunter fast die Luft weg, weil du nicht fassen kannst, ob sich das ausgeht… was sich dann irgendwie doch ausgeht. Ein Turm aus vier Menschen, der in sich zusammenfällt und sich wieder aufbaut..

Zweitens
Diese Woche waren wir im Festspielhaus bei der Winter-Werkschau, wo die Communities des Hauses die Arbeit des letzten Semesters vorstellen. Was für eine Freude an Kreativität und Vielfalt! Da wird getanzt, gesungen und berichtet..
Hier eine kurze Zusammenschau auf facebook
(du musst nicht registriert sein, um ihn dir anzusehen).
Viele Menschen mit 60+ zeigen uns, dass Alter keine Kategorie des Stillstands ist, sondern der Lebensfreude und der Experimente. Nächstes Semester könntest auch Du mitmachen bei einer der Gruppen. Die Kosten sind gering, die Betreuung hochprofessionell und der Auftritt am Ende ein Fest. Hier gehts zu mehr Infos:
Communities

Drittens
Gerhard hat bei einer der Tanzgruppen mitgemacht. So konnte ich aus zweiter Reihe erleben, was sich in solch einer Gruppe entwickeln kann und was hier geleistet wird. Sehr sehr spannend und erfreulich.
Hier ein 5-Minuten Beitrag der Tanzgruppe „Atelier 1“ von der Vorstellung am 15.1.26.
Vielleicht magst du Dir sogar das ganze Stück auf dem (rund 15 minütigen) Video von der Generalprobe ansehen: Generalprobe von Atelier 1

Da kriegt eine doch Lust aufs Mitmachen, oder?

Ein Traum: Der Lindenhof in Eggenburg

Dienstag, Januar 6th, 2026 von ulli

Ein wunderbares Projektkonzept, das da kommende Woche am 16. und 17.1.26 in Eggenburg vorgestellt wird. Es geht um die zukünftige Nutzung eines Areals, das wirklich – wie Projektentwicklerin Elisabeth Schuh es nennt – Magie und Inspiration ausstrahlt.
Den Lindenhof. Glaubst du nicht auch, dass diese Gebäude und dieser Park wachgeküsst werden möchten?

Schau dir einfach das Filmchen, die Bilder und Ideen an:

https://zukunft-lindenhof.at/

Mögen die Träume wahr werden!

Das Erbe der Käthe Leichter

Mittwoch, November 26th, 2025 von ulli

ist gross. Riesengross. Und Käthe Leichters Enkelin Kathy Leichter ist eine würdige Erbin – indem sie ist, wie sie ist und tut, was sie tut.


…In diesem Zusammenhang noch ein Zusammenhang…

Ich bin seit kurzem Mitglied im Verein „Rote Spuren„. Dort wird Geschichte von unten aus ArbeiterInnenperspektive erzählt. Die kürzlich besuchte Führung mit Brigitte Drizhal auf dem Zentralfriedhof zum Thema „Widerständische Frauen“ wird mir unvergesslich bleiben.
Wir haben dort u.a. die Gruppe 40 besucht, seit 2013 eine nationale Gedenkstätte für die von den Nationalsozialisten hingerichteten WiderstandskämpferInnen.
Hier die Website dazu mit Porträts von den ermordeten Menschen.

Dass es zu dieser Gedenkstätte kam, ist vor allem Käthe Sasso zu verdanken. Einer grossartigen Frau, die erst 2024 verstorben ist: Hier ein paar Infos zu ihrer beeindruckenden Lebensgeschichte. Einen sehr sehenswerten Dokumentationsfilm über Käthe Sasso „Erschlagt mich, ich verrate nichts!“ kannst du auf vod anschauen. Ihre Menschenliebe blieb trotz des Erlebten ungebrochen.

Ingrid hat mir erzählt, dass Käthe Sasso noch in hohem Alter den 2010 verstorbenen Heinz Leichter kennengelernt hat, den Sohn von Käthe Leichter, den Vater von Cathy Leichter. Die beiden hätten sich glänzend verstanden.

So schliessen sich die Kreise. Schon spannend, oder?

Achtsamkeit an Schulen

Dienstag, Oktober 28th, 2025 von ulli

Im folgenden Artikel geht es um Achtsamkeit für Lehrende und Lernende:
https://www.schule-der-wertschaetzung.at/wp-content/uploads/2025/10/Kurier-Artikel-2025-09-2.pdf

Was für ein wichtiger Beitrag. Hier findest du die Website zur Initiative „Das Herz der Schule neu entdecken“:

Ein Brief an Gerhard

Dienstag, Oktober 14th, 2025 von ulli

Gerhard ist ein alter Freund, einer, der seit vielen Jahren monatlich ein „Rundmail“ ausschickt, an uns, seine „Rundmailgemeinde“. Das sind mehr als 100 Menschen, die er persönlich aus seinem politisch engagierten Leben kennt, die er auf dem Laufenden hält, wie es ihm geht, für die er Gedichte verfasst oder für die er wiederum zur Info-Drehscheibe wird. Gerhard freut sich auch über echte Ansichtskarten und schickt uns öfter Statistiken von wem er wann von wo eine Karte bekommen hat. So einer ist Gerhard, und ich muss sagen, ich schätze ihn sehr. Heute morgen habe ich ihm ein Mail geschickt, in dem ich ihn bitte, eine Info auszusenden.
Das war die etwas längere Einleitung zu dem, was ich hier eigentlich teilen wollte:

lieber gerhard
ich habe kürzlich bei einer sehr berührenden veranstaltung chris kennengelernt. chris arbeitet mit beim verein lichtspiel, der das historische kino in allentsteig neu belebt. das filmarchiv austria hat in allentsteig einen film von 1988 gezeigt, in dem die absiedlung von 42 dörfern mit rund 7000 menschen von 1938 bis 1942 aufgearbeitet wurde. der saal war voll. viele alte menschen, selber noch „aussiedlerkinder“ mit ihren kindern und enkelkindern waren da. du kannst dir vorstellen, wie besonders diese stimmung war. weil gar nicht alle interessierten platz hatten, wird die veranstaltung an einem sonntag mitte november wiederholt: https://www.lichtspiel.at/
davor wurde ein französiches filmdokument gezeigt, das u.a. den alltag im offiziersgefangenenlager auf dem gebiet des heutigen truppenübungsplatz zeigt, ein unter lebensgefahr versteckt gedrehter film. wer weiss heute noch, dass in diesem lager mit rund 6000 französischen offizieren im 2. weltkrieg eine universität gegründet wurde, deren abschlüsse nach der befreiung in frankreich anerkannt wurden? wozu menschen fähig sind!
aber eigentlich wollte ich dich fragen, ob du vielleicht das projekt von chris in deinem rundmail bekannt machen wollen würdest. er dreht einen film über das thayatal und hat ein crowd-funding projekt gestartet, das noch bis zum 27. oktober läuft und es fehlen noch 700 euro. ich finde es schön, diese jungen engagierten menschen unterstützen zu können:
https://www.startnext.com/thaya-dyje
wenn es nicht passt für dich, ist es auch okay. dann hab ichs halt probiert. ich bin nicht mehr bei facebook oder ähnlichen plattformen und dein rundmail ist für mich immer noch das beste „soziale medium“

vielen dank und aus dem waldviertel liebe grüsse, besonders auch an gudrun
und wenn dus ausschickst, an die ganze rundmailgemeinde
ulli

hier stellt chris sein projekt vor. unterstützenswürdig, findest du nicht auch?

Und, was glaubst du hat Gerhard gemacht? Er hat meinen Brief schon heute nachmittag ausgeschickt. So ein Schatz, dieser Mann. Vielen Dank lieber Freund!

Meditation, Focusing und Alexandertechnik

Montag, Oktober 6th, 2025 von ulli

Alexandra Pfohlmann, eine wunderbare (tibetisch buddhistische) Meditationslehrerin, spricht in folgendem Video über Mediation und Focusing, eine seltene Kombination. Hörs dir an, falls dich das Thema interessiert. Alexandra hat einen feinen Humor und eine lebendige alltagsnahe Herangehensweise, die mir gut gefällt.


Von Alexandra kommt der Hinweis auf David I. Rome, der in seinem Buch ebenso Focusing und Meditation verbindet:
Your Body Knows the Answer: Using Your Felt Sense to Solve Problems, Effect Change, and Liberate Creativity

Es wurde auch auf deutsch übersetzt, ist aber im Netz nicht so leicht zu finden. Es heisst: Dein Körper gibt die Antwort (Nicht zu verwechseln mit dem Buch: Dein Körper weiss die Antwort von Martin Siems – auch ein gutes Buch, das sich aber allein mit Focusing befasst)

Alexandra hat weiters auf Kevin McEvenue hingewiesen, ein kanadischer Lehrer, der Focusing und Alexandertechnik zusammenfügt:
https://wholebodyfocusing.com/.

Schön, wenn die Dinge, die eine interessieren, aus unterschiedlichen Richtungen zusammenkommen. Findest du nicht auch?

PS: Alexandra bietet übrigens im Haus Engl in Bayern ein Seminar zu Meditation und Focusing an. „Das Engl“ ist ein Retreatzentrum in der Nähe von Passau, das ich dir aufs Allerwärmste empfehlen mag.
PS2: Falls du in Passau vorbeikommst, schau dir unbedingt das Glasmuseum an. Was für eine unglaubliche Fülle an Glaskunst! In einem unglaublich schönen Gebäude.

PS2: Das deutsche Focusing Institut (DFI) hat im letzten Newsletter auf einen feinen Blog hingewiesen. Da gibt es einen Beitrag, der sich mit dem Zusammenbringen verschiedener Ansätze befasst, aber noch viel mehr Spannendes: https://www.deutsches-focusing-institut.de/focusing/focusing-blog

Buchempfehlungen

Dienstag, September 2nd, 2025 von ulli

Das erste Buch ist weniger eine LeseEmpfehlung, denn mehr eine PraxisEmpfehlung oder Einladung zum Studium. Wenn du dich ernsthaft damit auseinandersetzen willst, wie dein Geist funktioniert und dich darin üben magst, klarer, wacher und klüger zu werden, dann magst du dich vielleicht mit diesem 560 Seiten starken Buch befassen. Was aber heisst, nicht nur lesen, sondern dich täglich hinzusetzen und darüberhinaus Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren. Falls dich das interessiert, musst du schon sehr entschlossen sein. Aber warum nicht? Es ist nie zu spät, die Perspektive zu verändern. Hier zum Verlag mit einer Leseprobe von Handbuch Meditation von Culadasa John Yates. Ich hab mich nach den ersten 200 Seiten schon an die Dichte und Komplexität gewöhnt und schon jetzt als MeditationsErfahrene viel Neues und Wesentliches gelernt. Also mag ich es empfehlen und bei dieser Gelegenheit ein grosses DANKE an Franz aussprechen, der es mir empfohlen hat. 🙂

Zweitens: Wenn du schon mit Meditation Erfahrung hast, weisst du auch, dass sich das Denken willentlich nicht steuern lässt. Was kommen da mitunter für Gedankeninhalte zum Vorschein, über du sich nur so wundern lässt! Wenn es sich um stark selbstkritische Gedanken handelt, dann solltest du dir deinen „inneren Richter“ vielleicht einmal näher ansehen. Besser als Byron Brown es in seinem Buch tut, hab ich es noch nirgendwo gelesen. Die Beschreibungen und Fallbeispiele machen in ihrer Detailgenauigkeit zwischendurch richtig sprachlos. Einfach wundervoll!
Ja, unser „Über Ich“ hat schon Kraft und Macht. Wenn wir es besser verstehen, wird vielleicht eines Tages aus dem Richter ein Verbündeter?
Mit diesem Link mache ich dich gleich mit dem Zentralen Verzeichnis antiquarischer Bücher – ZVAB bekannt. Byrons Buch „Befreiung vom inneren Richter: Die Intelligenz der Seele erkennen“ ist noch nicht soo alt – 2001 erschienen – , aber hier kannst du es gebraucht und günstig erwerben: https://www.zvab.com.
Ich war zu Beginn ein wenig irritiert von (für mich wenig greifbaren) Begriffen wie „wahrer Seele“, und bin froh, dennoch weiter gelesen zu haben.

Als drittes ein Buch, das sich mit der speziell schwierigen Lage nach einer Trennung befasst. Ich habs gelesen, bevor ich es einer Freundin geschenkt habe und bin überzeugt, dass dieses Buch in dieser besonderen Lebenslage wirklich Trost und Balsam bieten kann. Wie Stöhring ihre inneren Stimmungen genau beschreibt ist sehr besonders. Und wie sie sich nach der ersten Trauerphase selbst zu helfen weiss, ermutigend: Ulrike Stöhring: Vielen Dank für alles. Trennung – glücklich überlebt.
Folgender PresseKommentar bringt es auf den Punkt:
Ratgeber für Verlassene gibt’s zahlreich. Doch Ulrike Stöhring hat hier ihre persönliche Geschichte beschrieben und das recht unterhaltsam. Das Buch ist nicht nur für Betroffene eine schöne Lebensunterstützung.“

Alle guten Dinge sind drei –
vielleicht war auch etwas für Dich dabei.

schreib.raum

Dienstag, Juli 29th, 2025 von ulli

so heisst Alexandras Peischers Website und ich würde dir empfehlen, dich dort einmal umzusehen: https://www.schreibraum.com

Ich komme eben von Goldegg zurück, wo ich bei Alexandra ein Schreibseminar besucht habe.
Titel: „Im Schreiben Ruhe und Kraft finden“.
Goldegg im salzburgischen Pongau kennst du vielleicht von den Goldegger Dialogen. Das Schloss, in dem die Dialoge und Seminare stattfinden, macht viel von dem Reiz der gemeinsamen Aktivitäten aus. Auch eine Malakademie logiert im Schlösslein sowie ein Schlosscafe mit 13 verschiedenen Mehlspeisen, eine besser als die andere, mit riesengrossen Portionen. Nicht zu vergessen, die Berge rundum und der kleine Moorsee vor dem Schloss, den du in kaum einer halben Stunde umrundest und an dem dich eine nostalgische Badeanstalt mit alten Holzkabinen entzücken lässt.

In dieser Umgebung lässt sich gut kreativ sein, und wenn dann eins eine Seminarleiterin wie Alexandra hat, darf es auch stundenlang regnen und du bist trotzdem fröhlich. In Einheiten von drei bis vier Stunden hat uns Alexandra mit einer Vielfalt von Schreibansätzen zum Nachdenken, Reflektieren, zum Fantasieren und zum Nonsensieren gebracht.

Wir haben Morgenseiten, unrühmliche Hirnentleerungen, Hirnschwapps und Lobeshymnen verfasst, Gedichte in vielerlei Wort- und Silbenanzahl komponiert, und danach mit Freude und manchmal Verwunderung den anderen zugehört beim Vorlesen ihrer Texte und WortBlüten. Das Vorlesen des Eigenen war immer eine besonders spannende Geschichte. Wir Menschen sind uns ja so wichtig, und Gruppen haben eine eigene Kraft.

Das Seminar war weniger literarisch angelegt, sondern eher als kreative Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt. Das war nicht unanstrengend und so war es gut, den Nachmittag für sich zu haben und das herausgedachte und niedergeschriebene verdauen zu können.

Auch in dieser Hinsicht zeigte Alexandra grosse Kompetenz. Waren SchreibkollegInnen von ihren Prozessen emotional stark betroffen und brachten das in die Runde ein – manche mehr, manche weniger -, nahm sie das konstruktiv in ruhiger und aufmerksamer Weise auf und half es zu integrieren, für die Person als auch für die Gruppe. Das kam nicht so oft vor, hätte aber bei weniger geschicktem Umgang zu längeren Irritationen führen können. So störte es nicht weiter und gab Sicherheit fürs Weiterschreiben. Nicht umsonst ist Alexandra auch im Coachingbereich für Persönlichkeitsfragen zu Hause.

Fast ein ganzes Heft haben wir ausgeschrieben und es macht sicher Sinn, den Texten später in Ruhe nachzugehen und das eine oder andere nachhallen oder weiterspinnen zu lassen. Was war damals in Bali ausser dem Mondmeerschwimmen eigentlich noch erinnerungswürdig?

Vielleicht magst du auch einmal ein Seminar bei Alexandra besuchen? Zum Beispiel im Oktober in Alexandras schreib.raum in Innsbruck: „Selbstfürsorge und achtsames Schreiben.“ Wenn ja, solltest du schnell sein, es ist vielleicht bald ausgebucht.

Vor kurzem hat Alexandra auch ein Buch publiziert. Ich habs mir mitgenommen und freu mich schon aufs Durchstöbern: Versuchen Sie’s mal mit schreiben – Ein effektives Werkzeug für Coaching, Beratung und Erwachsenenbildung.

Ich bin nach dem Seminar jedenfalls sehr lebendig heim gekommen und werde in nächster Zeit wieder öfter und bewusster schreiben. Vielleicht vergnügte Gedichte wie Mascha Kaléko? hier im Blog schon 2010 zitiert und immer wieder eine Freude…

Kreativität ist jedenfalls ein Lebensmittel. Findest du nicht auch?
Wo pflegst du eigentlich deine Kreativitätsquellen?

Trauernd?

Mittwoch, Juli 16th, 2025 von ulli

Falls du oder jemand anderer in deiner Umgebung grad eine harte Zeit mit dem Abschied naher Menschen durchmach(s)t, so kann ich dir den Ansatz von Roland Kachler als Unterstützung empfehlen. Ich habe den deutschen Psychotherapeuten Roland Kachler vor kurzem bei einem Vortrag im Kardinal König Haus in Wien erlebt und mir eins seiner Bücher mitgenommen.

Vortrag und Buch haben mich so überzeugt, dass ich tags darauf in der Herder Buchhandlung in der Wollzeile fünf Expemplare des eben gelesenen Buchs gekauft habe und seitdem rundherum verschenke. Es heisst „Meine Trauer wird dich finden.“ und ist schon in der 12. Auflage erschienen. Hier Zusammenfassung und Leseprobe.

Was mir an seinem Ansatz so gut gefällt? Kachler hat den Zugang zu konstruktiver Trauer aus eigener Betroffenheit nach dem Verlust seines jugendlichen Sohnes entwickelt und sagt selbst, dass er zuvor ganz andere Theorien vertreten hatte. Er spricht nicht vom „Loslassen müssen“, sondern vom Pflegen und Weiterentwickeln der Beziehung zu den Verstorbenen. Ja, dass sich Konflikte sogar noch nach dem Tod eines nahen Menschen klären lassen. Er plädiert für das Zulassen des Schmerzes, einer ja natürlichen Reaktion auf den Verlust, und hält nicht viel von den kolportierten Trauerphasenmodellen.
Was mir besonders gut gefällt: Er meint, in der ersten Trauerzeit sei man „im Auftrag des Verstorbenen unterwegs“ und solle dem Bedürfnis nachgeben, viel über gemeinsame Erinnerungen zu reden. Wozu man im Idealfall gute ZuhörerInnen finden sollte. Vielleicht Dich?

Hier der Link zu seiner Website, wo du noch weitere Bücher von ihm findest, darunter auch Sachbücher für TherapeutInnen: https://kachler-roland.de/

Da werde ich mich auch noch weiter umsehen. Gerade zu diesem existentiellen Thema können wir nicht genug Kompetenz aufbauen. Meinst du nicht auch?

Sind die weissen Tauben müde?

Mittwoch, Mai 21st, 2025 von ulli

Hans Peter Graß ist es jedenfalls noch nicht. Ich hab hier schon früher von der bevorstehenden Salzburger Friedenstagung „Raus aus der Erschöpfung“ Mitte Juni u.a. mit Harmut Rosa berichtet. Ich kann leider nicht hinfahren, bin aber Mitglied des Salzburger Friedensbüros geworden und beziehe seither seinen spannenden Newsletter.

Im aktuellen Newsletter wird auf ein Interview mit dem langjährigen Geschäftsführer Hans Peter Graß über Gründung und Entwicklung des Friedenbüros hingewiesen, das ich eben nachgehört habe. Nun kann ich anbinden an meine eigenen Erfahrungen aus den 80er Jahren mit der Friedensbewegung. Wie gut von ihm herauszuarbeiten, dass die aktuelle Situation ähnlich ist, aber doch schon vieles anders. So sind Zivildiener mittlerweile akzeptierte und wichtige Arbeitskräfte in den sozialen Einrichtungen und die „gsunde Watschn“ ist zumindest tabuisiert, wenn noch nicht ganz verschwunden.

Ausserdem weiss ich jetzt, dass es eine Sendung “Begegnungswege” im Freien Radio Salzkammergut gibt. Und dass die “Begegnungswege” von Maria und Matthias Reichl vom Bad Ischler Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit gestaltet werden. „Der Schwerpunkt der Sendung liegt auf nicht  nichtkommerziellen, unzensierten und globalisierungskritischen Weltnachrichten mit Musik.“

Da der Ausschnitt des Interviews ein wenig aprubt endet, werde ich mich da ein wenig weiter umhören. Spannend, was es alles gibt und wie Menschen sich für wertvolle Ziele engagieren. Wie schön.

Im Gedenken

Montag, Mai 5th, 2025 von ulli

an ein Ehepaar aus Gars..
an Gisela Laferl, Gemeinderätin in Wien und an ihren Mann Isidor Wozniczak, die bis zum 2. Weltkrieg gemeinsam die Waldpension führten. Sein Schicksal hat mich besonders berührt und wird auch dich nicht unberührt lassen.

Er wurde kurz vor Kriegsende am 2. Mai 1945 erschossen…

Enkeltochter Barbara Mück führt die Waldpension in Gars am Kamp bis heute weiter. Vorgestern gab es an diesem Ort eine Gedenkveranstaltung, wo Enkelsohn Anton Mück die traurige Geschichte des Grossvaters erzählte.

Es ist so wichtig, diese tragischen Schicksale zu würdigen und nicht zu vergessen.
Du kannst beider Geschichten in diesem Artikel von „DieZeitschrift“ nachlesen: „Die Waldpension„…

…oder am 14.5.25 im Museum Horn bei einer Kooperationsveranstaltung mit dem Bildungs- und Heimatwerk Rosenburg bei einem Vortrag anhören: „Ende und Neubeginn: Horn, NÖ 1945-1955 – Gedenkveranstaltung“.

In einer genaueren Ankündigung heisst es:

Niklas Perzi
(Zeithistoriker am Institut für Geschichte des ländlichen Raums St. Pölten)
referiert über die Lage (Nieder-)Österreichs nach der
Befreiung vom verbrecherischen NS-Regime. Der Vortrag beschäftigt
sich mit dem (Über-)Leben nach 1945, den persönlichen und
wirtschaftlichen Nöten, aber auch mit Aufbruch und Neubeginn und
Perspektiven für das Land und die Menschen.

Anton Mück (Museumsdirektor vom Museum Horn)
widmet sich dem Gedenken zum 80. Todestag seines Großvaters, des Widerstandskämpfers Isidor Wozniczak, der am 2. Mai1945 im Mödringer Graben bei Horn von Nazis ermordet wurde. Seine Gesinnung als sozialdemokratischer Hauptvertrauensmann und Bezirksfürsorgerat ließ ihn für ein demokratisches Österreich kämpfen, frei vom verbrecherischen Nationalismus der NSDAP.

Ein Danke an die Veranstalter.

Dazu passt auch:
Vor kurzem war ich in der VHS Krems bei einem Vortrag von Edith Blaschitz über das Gefangenenlager Stalag XVII b in Krems-Gneixendorf. Ich bin in Krems aufgewachsen und hatte als Kind nie von der Existenz dieses Lagers gehört…
Hier ein interessanter Standard Artikel dazu: Das vergessene Kriegsgefangenenlager der Nazis in der Wachau.
Prof. Blaschitz leistet an der Donau Uni Krems (neu: Universität für Weiterbildung) einen unschätzbaren Beitrag für die zeitgemässe Aufarbeitung der niederösterreichischen Zeitgeschichte. Ihr „Stabsbereich „Digital Memory Studies“ beschäftigt sich mit film- und mediengeschichtlichen Themen, vor allem mit solchen, die mit kollektiver Identitätsbildung, Erinnerungskulturen oder mit Geschlechterrollen im Zusammenhang stehen.

Dabei werden auch neue Methoden eingesetzt, die die Bevölkerung vor Ort einbeziehen. Im folgenden Link wird die Ausstellung und eine Publikation zu einem spannenden Citizen Science Projekt im Kremser Bezirk beschrieben: NS-Zwangsarbeit und Lager

Einfach grossartig, oder?

Es gibt sie ja doch noch…

Freitag, April 25th, 2025 von ulli

…. die Stimmen für friedliche Lösungen. Dazu ein Beitrag von Hans Holzinger in den Salzburger Nachrichten von Ende März 2025:

Sicherheit oder Scheinsicherheit? Kritische Anmerkungen zur militärischen Hochrüstung Europas

Liest sich interessant und enthält jede Menge weiterführender Hinweise.

Ich weiss noch, wie mir die von der EU verkündeten 800 Milliarden für Aufrüstung durch Mark und Bein gegangen sind und ich in den Medien eine kritische Auseinandersetzung dazu vermisste. Nun, hier habe ich sie ein wenig später doch noch gefunden.

Im Juni wird es in Salzburg eine Friedenskonferenz geben „Raus aus der Erschöpfung„. Wäre doch spannend hinzufahren. Was meinst du?
PS: Das Friedensbüro Salzburg sucht bis Ende Juni in einer Mission 30 neue Mitglieder. Auch eine gute Gelegenheit diese sinnvolle Initiative zu unterstützen.

Männerseelen

Dienstag, April 22nd, 2025 von ulli

Danke Julia für diesen Tipp. Ende März hast du mir dieses Buch empfohlen und ich habe es mir sogleich bestellt.

Gelesen habe ich es noch nicht. Da war Gerhard, mein Liebster, schneller. Er hat das Buch tagelang nicht mehr aus der Hand gelegt. Sein Urteil hat deine Empfehlung bestätigt. Es ist des Lesens wert. Ich freu mich schon drauf.
Für alle, die es noch nicht kennen und sich von dieser Kurzbeschreibung angesprochen fühlen: „Humorvoll und mit Hilfe vieler Fallbeispiele ermutigt der Diplom-Psychologe Björn Süfke Männer dazu, den verlorenen Zugang zur eigenen Innenwelt wiederherzustellen.“: Männerseelen von Björn Süfke.

Doch der Autor ist mir in der Zwischenzeit kein unbekannter mehr. Nach Gerhards Reaktion hab ich mich weiter umgesehen und zwei weitere Bücher von Björn Süfke bestellt. Und nun bekomme ich regelmässig kleine Geschichten daraus vorgelesen. Und die mag ich jungen Eltern – oder Menschen, die heitere Geschichten mit Tiefgang mögen – besonders ans Herz legen.

Papa, du hast ja Haare auf der Glatze – aus dem Alltag eines Vaters„, so heisst das eine und „Die Ritter des Möhrenbreis„, das andere Buch. In einem erzählt Björn Süfke vom Zusammensein mit seinem 11 Monate alten Sohn Tom, im anderen hat Tom bereits eine Schwester Hannah. Von Geschichte zu Geschichte lernst du die kleine Familie – mit Mutter Katharina – immer besser kennen und freust dich auf Fortsetzung. Am Ende des zweiten Buchs wird ein drittes Baby angekündigt. Das kann ja (noch) heiter(er) werden…

Das und noch viel mehr findest du auf Björn Süfkes Website: https://bjoernsuefke.de/
Sie ist einen Besuch Wert.
Auf keinen Fall solltest du den emotionalen Lebenslauf übersehen.
Danke Björn Süfke. Für mich sehen Helden so aus wie du. Ich bemühe mich, deinen Namen auswendig zu lernen. Björn Süfke. Björn. Süfke. Süfke Björn. Björn.
Es lebe die männliche Zärtlichkeit.

KI sehr speziell

Freitag, April 4th, 2025 von ulli

Auf der Website der deutschen Buddhastiftung findet sich „Frag BuddhAI“. Wie du siehst, habe ich eine Antwort auf meine Frage erhalten (beim ersten Test hat die Anwendung nämlich geschlafen..)

Die Website ist an sich einen Besuch wert. Ich wusste gar nicht, dass es diese Stiftung gibt. Sie stellt sich inhaltlich folgendermassen vor:

„Pragmatischer, säkularer Buddhismus
Jetzt achtsam ethisch leben
Buddhas Lehre für unsere Zeit. Offen für alle Menschen. Auf Basis der relevanten Texte. Ohne Glauben an Jenseitiges. Ohne hierarchische Strukturen.“

Das trifft gut auf mein Verständnis von Buddhismus im Westen.
Auch wenn die Lehre säkular angewandt wird, muss darauf geachtet werden, sie nicht zu verwässern. Die alten Texte sind wichtig für die Praxis.

Darum möchte ich dir hier auch eine weitere KI vorstellen, nämlich

norbu-ai.org „Your Kalyana Mitta (Spiritual Friend), Buddhist AI Assistant.“

Damit kannst du die Lehrreden bis ins letzte Detail erforschen oder etwa fragen, was NORBU bedeutet und erhältst folgende Antwort:

Norbu“ ist ein tibetisches Wort (nor bu), das „Juwel“ oder „kostbarer Stein“ bedeutet. In der tibetischen buddhistischen Tradition wird dieser Begriff oft verwendet, um etwas von großem spirituellem Wert zu bezeichnen. Es steht in Verbindung mit den Drei Juwelen (Triratna) des Buddhismus – Buddha, Dharma und Sangha.
Der Name passt gut zu meiner Rolle als spiritueller Freund (Kalyana Mitra), da er die kostbare Natur der buddhistischen Lehren und der spirituellen Freundschaft symbolisiert.
Möchten Sie mehr über die Bedeutung der Drei Juwelen im Buddhismus erfahren?

Etwas unheimlich, aber schon auch praktisch diese AI, was meinst du?