Frieden
Ich hab mir vorgenommen, künftig nicht nur im stillen Kämmerlein irritiert zu sein, wenn ich einen Medienbeitrag zur zunehmenden Aufrüstung lese, sehe oder höre, sondern aktiv zu werden und zumindest ein Mail zu schreiben.

Was ich diese Woche an eine Printzeitung auch gemacht habe. Antwort habe ich noch keine. Vermutlich ist damit auch nicht zu rechnen. Aber vielleicht macht es ja doch irgendwann, irgendwo einen Unterschied:
Sg Damen und Herren
Mit Ihrem heutigen Beitrag zum Forum „Finanzierung und Sicherheit“ in NÖ haben Sie gezeigt, wie Medien scheinbar neutral berichten, aber tatsächlich parteiisch sind, nämlich „für Aufrüstung“ mit den immer gleichen Argumenten von Wirtschaftsaufschwung und versprochenem Wohlstand für alle.
Fast nebenbei wird im letzten Absatz des Beitrags als leidiges Bürokratiehemmnis die Neutralität Österreichs erwähnt. Wenn man auch einen Teil vom Kuchen haben will, gibt es für solche Nebensächlichkeiten keinen Platz mehr. Sicherheit über alles und Sicherheit nur auf eine Art: Verteidigung mit Waffen.
In den letzten Jahren werden die Menschen – immer unverhohlener – von den Medien dauerberauscht mit Parolen zum „Vertrauen in Aggression“ und zur „Alternativlosigkeit von Gewalt“. Dabei, so wissen wir aus der Geschichte, kennen Kriege keine Sieger, sondern nur Verlierer – und das über Generationen.
Ich möchte dazu nicht mehr still sein, sondern mich melden. Ich möchte dem Kriegsgeheul ein „Friedensgeheul“ entgegensetzen.
Warum berichten Sie nicht über friedliche Konfliktlösungsansätze, wie sie von ernstzunehmenden ExpertInnen entwickelt wurden? Etwa vom Salzburger Friedensbüro:
https://www.friedensbuero.at/materialien/kranich-ausgaben-zum-herunterladen/
z.B. wie in der letzten Ausgabe beschrieben
https://www.friedensbuero.at/wp-content/uploads/2025/12/kranich_04_25_digital.pdf
Das sind keine naiven weltfernen Ideen, aber sicher lässt sich damit nicht das Rüstungsgeschäft ankurbeln.
Welche Welt wollen Sie Ihren Kindes und Kindeskindern hinterlassen?
Medien und v.a. SIE tragen Verantwortung
Unterschrift
...
Das ganze unter dem Betreff „Meldepflicht – Friedensgeheul„. Damit vielleicht mehr eine künstlerische Intervention denn ein üblicher Leserbrief. Aber egal, ich habe mich danach besser gefühlt.
Was hältst du davon? Wenn jedeR von uns jede Woche drei Emails schriebe, das wäre doch schon etwas..
Ich habe grad wirklich noch zwei Mails an prominente TeilnehmerInnen der angesprochenen Veranstaltung geschrieben. Ein kleiner Beitrag, aber nicht nichts…
Inhaltlich ging es übrigens um einen Wirtschaftsgipfel in Niederösterreich, wie hier in ORF News behandelt: „EU-Aufrüstung: Betriebe fordern weniger Auflagen“. So weit, so beunruhigend.