Archive for the ‘Umgang mit Konflikten und Krisen’ Category

Wie soll es enden?

Dienstag, Februar 24th, 2015 von ulli

IMG_2635Inni vom ÖBR Hospiz versorgt uns auf ihre charmante Art mit vielen kleinen wichtigen Hinweisen, so z.B. weist sie uns auf diesen interessanten und sehr lesenswerten Artikel in der Süddeutschen Zeitung hin: Der beste Tod

In buddhistischen Kontexten gibt es die Empfehlung, sich jeden Tag sinngemäss zu erinnern:

Wie alles, was lebt, bin auch ich unterworfen Altern, Krankeit und Tod.

Das soll dich nicht depressiv machen, sondern dir im Gegenteil die Kostbarkeit des Lebens vor Augen führen.  Ausserdem relativert es die Wichtigkeiten im Leben. Was ist wirklich wichtig für dich?

Am besten liest du den Artikel und machst dir danach so deine Gedanken.
Ist doch besser als ein fader Fernsehabend oder ein feuchtfröhlicher Heurigenbesuch. Was meinst du?

 

 

 

Die Zeit ist im Jetzt.

Donnerstag, Februar 12th, 2015 von ulli

Bildergebnis für steindl-rastIch habe gestern die Ö1 Radiosendung „Passagen“ nachgehört.  Ein Interview von Johannes Kaup mit dem 88 jährigen Benediktinerbruder David Steindl-Rast. Feinste Geistnahrung. So habe ich etwa zum ersten Mal etwas über das JETZT verstanden. JETZT ist nicht – wie wir es uns immer vorstellen – eine kurze Linie zwischen Vergangenheit und Zukunft. Nein, es ist umgekehrt: Die Zeit ist im Jetzt. Wir können Vergangenes nur in diesem Moment erinnern, Zukünftiges nur in diesem Moment antizipieren. Es ist eigentlich ganz einfach. Oder nicht? Mein kluger Gerhard hat dazu gesagt, „so einfach wie alles, sobald man es verstanden hat“.

Oder ein anderer Gedanke des oftmals als Mystiker bezeichneten Mannes: Du und ich, ja, alle Lebewesen, wir sind verschiedene Ausprägungen des gleichen Selbsts. Schöner Gedanke von Verbundenheit. Interessant auch die dreifache Bedeutung des Wortes „aufgehoben“. Da kannst du mal drüber nachdenken. Die Tiefe der Sprache ist uns ja selten bewusst.
Noch ein paar Splitter: Dankbar sein für jede Gelegenheit, die sich uns bietet, heisst erfülltes Leben. Und wenn wir für etwas nicht dankbar sein können wie Gewalt oder Verlust, dann können wir uns fragen, welche Gelegenheit sich uns mit dieser Erfahrung bietet, zum lernen, zum wachsen.
Glauben heisst dem Leben vertrauen. Fürchte dich nicht! Je mehr wir glauben, desto mehr zweifeln wir auch. Hinter dem Zweifel aber steckt Angst. Deshalb ist es wichtig, uns dieser Angst zu stellen und immer wieder aufs Neue Furchtlosigkeit zu entwickeln. Furchtlosigkeit steckt an, so wie auch Angst ansteckt.

Bis zum 13.2.15 kannst du das Interview noch nachhören. Wirklich sehr spannend und nährend. Hier der Link zum Programm.

Solltest du die Sendung versäumt haben, so findest du viele schöne Interviews  mit dem grossen Weisen im Netz so wie hier beim Schweizer Fernsehen in der Sternstunde Religion.

Auch die Website von David Steindl-Rast ist einen Blick wert. Dort kannst du etwa eine Kerze anzünden. Was im Netz schon alles möglich ist!

Danke grosser Bruder!

Jason Siff am 14.3.15 in Wien

Montag, Februar 9th, 2015 von ulli

Jason with greenery background cutJason Siff war letzten Mai schon kurz in Wien und ich habe seinen Vortrag mit grosser Freude gehört. Er hat u.a. ein Buch mit dem Titel „Unlearning Meditation“ geschrieben, in dem er sich mit der Spannung zwischen Mediationsanleitung und Wirklichkeit befasst. Ein wirklich wichtiges Thema, grade bei uns „WestlerInnen“, die wir immer alles so richtig und korrekt machen wollen. Das gibt oft mehr Stress als Freude. Von seinem Vortrag im letzten Jahr mitgenommen habe ich die Sanftheit, die als zentrale Anleitung im Mittelpunkt seines Lehrens steht. Egal, wie wild es auch in deinem Geist zugeht, ein beruhigend eingeworfenes „sanft, sanft“ ist immer hilfreich.

Darum freue ich mich sehr, dass Jason Siff wieder nach Wien kommt. Hier findest du alle Details zum eintägigen Retreat in der Theravadaschule Wien:

Thoughts are Not the Enemy
An Introduction to Recollective Awareness Meditation

A Meditation Workshop Taught by Jason Siff

Samstag 14. März 2015, 9:00 bis 16:00 (eine Stunde Mittagspause)

Theravada Schule, 1010 Wien, Fleischmarkt 16, 1. Stock
Kosten: Dana (Spende)

Sprache: Englisch

Recollective Awareness Meditation is a form of Vipassana Meditation that teaches people how to become aware of their thoughts and emotions. It involves allowing thoughts and emotions into the meditation sitting and recollecting one’s experiences in meditation. This gentle and open approach to meditation also leads to calmness and enhanced sensory awareness.

During this retreat, meditation sessions will last 20 to 40 minutes and can be done sitting comfortably or lying down. There will also be instruction for writing down meditation experiences.

Jason Siff was a Buddhist monk in Sri Lanka in the 1980s when he started developing Recollective Awareness Meditation. In 1996, he co-founded the Skillful Meditation Project and has been a full-time meditation teacher since then. He also trains teachers in Recollective Awareness Meditation and conducts retreats and workshops in the US, Canada, Europe, and Australia. He has written two books on meditation, “Unlearning Meditation: What to do when the instructions get in the way” and “Thoughts are Not the Enemy: An Innovative Approach to Meditation,” both published by Shambhala Publications. His primary website is www.skillfulmeditation.org

Hier im PDF Format zum Ausdruck: jason siff in Vienna

Vom 18.3. bis 22.3. 15 ist Jason Siff dann auch im Buddhistischen Zentrum Scheibbs zu einem Retreat.

Also, vielleicht magst du dich mit dem Thema intensiver befassen?

Vegan essen …

Montag, Dezember 22nd, 2014 von ulli

bild gemalt von irmi novak, fotografiert bei patrizia

(Schweinderlbild von Irmi Novak)

Vegan …
… extrem?
… oder extrem konsequent?

Der folgende Beitrag auf der Website des Schweizer Fernsehen tut mir richtig gut. Ich bin die letzten Monate schon vorsichtig geworden, ob und wann ich darüber rede, dass ich keine tierischen Lebensmittel mehr essen möchte. Denn das gab wirklich mitunter selbst bei besten Freundinnen wilde Reaktionen. Abgesehen davon, dass ich die Umstellung – grad bei dem aktuellen Keksangebot – nicht immer und überall schaffe, dürfte für viele Menschen allein das Wort „vegan“ schon eine Provokation sein: http://www.srf.ch/sendungen/dok/warum-veganer-allesesser-provozieren

Wie ist das bei dir?

Hier gehts zum Film, den ich recht spannend finde: vegan-von-menschen-und-anderen-tieren

Und ein etwas anderer – aber leider gar nicht lustiger – Weihnachtsfilm, der Weihnachstmann bei den Schweinen.

Argumentationen und Gegenargumentationen zur veganen Ernährung gibt es im Internet bereits reichlich. Da ist dieses Medium wirklich ein Segen.
Etwas sarkastisch, aber gut auf den Punkt gebracht, ist dieses Bild – das gut zur Jahreszeit passt:

weihnachtsstall

 

Netter Nachtrag: Unlängst bin ich zu einer Routine Gesundenuntersuchung bei einem praktischen Arzt in Gars am Kamp gewesen. Und siehe da, er und seine Frau – auch Ärztin – ernähren sich bereits seit Jahren vegan!! Das nenne ich guten Zufall!  Herr Dr. Dollensky, so sein Name, hat mir eine gross angelegte empirische Arbeit empfohlen:  Campbell, T. Colin; Campbell, Thomas M.: China Study – Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise 

und ein zweiter Nachtrag:   Krankenversicherung empfiehlt vegane Ernährung. Mit dem Link zu einer feinen (englischsprachigen) Broschüre.
Jetzt glaub ich es auch schon langsam: Das vegane Zeitalter ist angebrochen.

und ein letzter Nachtrag: falls du „unsere“ Vorgeschichte zu meiner Ernährungsumstellung noch nicht kennst.. www.mutleben.at

 

Karuna Training – was ist das?

Freitag, Dezember 12th, 2014 von ulli

IMG_2354Karuna Training : Fortbildung in kontemplativer Psychologie

Achtsamkeit und mitfühlende Präsenz in der Arbeit mit Anderen

In einer aktuellen Aussendung dazu heisst es:

Karuna Training ist eine zweijährige Fortbildung, die eine fundierte Ausbildung in Methoden der Achtsamkeit und des Mitgefühls sowie konkrete Werkzeuge für die Anwendung in der Arbeit mit sich selbst und Klienten bietet – sie ist sehr praxisorientiert angelegt.
Das fundierte Wissen über die menschliche Psyche aus buddhistischer Sicht verbindet sich hier mit Einsichten der westlichen prozessorientierten therapeutischen Arbeit.

Klingt nach einer feinen Sache, finde ich.

Die Ausbildung beginnt in Wien im Juni 2015, Infoabende dazu gibt es schon im März.  Hier die genauen Infos:  www.karunatraining.at

Eine liebevolle Sicht auf die Erde

Montag, November 10th, 2014 von ulli

buch_tiefenoekologieLetzten Donnerstag war ich bei Lisas Buchpräsentation. Ich kenne Lisa schon seit langem, und umsomehr freue ich mich über ihren Erfolg mit ihrem neuen Buch: Tiefenökologie. Eine liebevolle Sicht auf die Erde. Lisa, also Elisabeth Loibl mit ganzem Namen, arbeitet an der Bundesanstalt für Bergbauernfragen im Landwirtschaftsministerium und geht dort unkonventionelle Wege. Wie gut, dass es diese mutigen Menschen gibt!

Hier die Info zur Veranstaltung, bei der Veronika Bennholdt-Thomsen eingangs einen Kurzvortrag hielt. Auch sie, eine österreichische Soziologin und Ethnologin, ist eine Vordenkerin und Wegweiserin in Sachen Feminismus, Ökologie und Subsistenzwirtschaft. Sie berichtete in ihrem Kurzreferat von Zukunftsforschern, in deren Szenarien „Frauen, Bauern und Natur“ gar nicht vorkämen, und sie erzählte von internationalen Konferenzen zum Thema „Degrowth“. Dafür gibt es im Deutschen nicht einmal ein passendes Wort. Dabei ginge es darum, Dinge konkret zu benennen und Zusammenhänge genau zu konkretisieren. Ausserdem lebten wir in einer Wissenschaftsgläubigkeit, die manchem blinden Glauben an Sekten um nichts nachstehe.

Der Weg des Kreises

Danach gab es eine Runde („der Weg des Kreises“) mit einem Sprechgegenstand. JedeR der rund 30 Anwesenden gab ein kurzes Statement ab. Das war sehr spannend. Wie verschieden wir Menschen sind! Die Bandbreite reichte von reiner Verzweiflung über die aktuellen ökonomischen und ökologischen Entwicklungen über freudigen Optimismus, über pragmatische theoretische Inputs hin zu ganz persönlichen Erfahrungen.  Besonders berührt haben mich die Worte eines Bauern. Er meinte, in seiner Kindheit wäre Feldarbeit eine gemeinschaftliche Arbeit gewesen. Heute würde er tagelang nur am Traktor sitzen und sich dabei ertappen, den Motor des Traktors nicht abzuschalten, weil er sich so allein fühle…

Bei der Vorstellung ihres Buchs sprach Lisa davon, neue Begriffe zu verwenden. Zum Beispiel: Statt Umweltzerstörung: Weltzerstörung. Statt Nachhaltigkeit: Lebendigkeit. Statt Patriarchat: Dominanzsystem. Statt Kapitalismus: Geldfixierung.

Ausserdem fussen ihre Ausführungen auf der Kulturphilosophie Jean Gebsers. Wie ich mich freute das zu hören, bin ich ja auch eine grosse Bewunderin seiner Lehren (siehe dazu einen früheren Blogbeitrag)!

Beziehung zu sich selbst, zu allen anderen und zur Welt

In der Tiefenökologie (ein grossartiges Interview mit  Joanna Macy dazu) geht es letztendlich um Beziehung. Beziehung zu sich selbst, zu allen anderen und zur Welt. Wir sollten uns in die Welt verlieben, in diesen wunderschönen blauen Planeten! Uns als Teil von ihr begreifen – der wir ja sind. Die Illusion der Getrenntheit aufgeben. Würden wir dann weiterhin so mit uns und der Welt umgehen? Sicherlich nicht.

Wir müssten genau hinschauen und nicht nur unseren Verstand benutzen. Es braucht auch ein Spüren, was uns gut tut. Und wir bräuchten Klarheit: Wichtig ist zu wissen, was ich will, was ich tun kann, und womit ich meine Energien sinnvoll einsetze.

Das sind auch die Ziele von Achtsamkeit. Womit sich ein weiterer Kreis schliesst. Ist das nicht wunderbar?

Ein Augenblick Leben

Montag, November 10th, 2014 von ulli

In den Wiener Kinos läuft gerade ein besonderer Film: DSC00797Ein Augenblick Leben, das berührende Vermächtnis von Robert Linhart.
Ein Dokumentarfilm mitten aus Wien von Anita Natmeßnig.
Nachdem ich vom ersten Film der Regisseurin „Zeit zu gehen“ so beeindruckt war, habe ich mir letzte Woche auch diesen Film angesehen. Leise, langsam, unspektakulär und doch immer wieder so am Kern. Robert Linharts Rat über seinen Tod hinaus: Raucht nicht. Und: Die Leute sollen sich selber mehr mögen. Dann mögen sie auch die anderen mehr.

Das sollten wir doch hören.
Hier die website dazu: http://einaugenblickleben.at/

Polly Young-Eisendraht – funkelnd in einem Schatz aus Büchern

Montag, November 10th, 2014 von ulli

blumen von su Meine Freundin Su hat ihre Bücher aussortiert. Sie will sich von zu Vielem trennen.
Damit bin ich um einen Schatz reicher. Ein ganzes Regalbrett voll neuer wertvoller Geistnahrung!
Viele Bücher, vor allem zum Buddhismus, insbesondere Zen.
Auch alle Bücher von Steven Batchelor (Säkularer Buddhismus), dessen Biografie („Confession of a Buddhist Atheist„) ich unlängst las und wovon ich sehr inspiriert war. Du findest darin die gut recherchierte Lebensgeschichte des Menschen Siddhartha Gautama, der uns besser als Buddha bekannt ist. Batchelor hat in ausführlicher Kleinarbeit die Fakten von den Mythen getrennt, und das Ergebnis ist kulturhistorisch überaus interessant. Ausserdem „menschelt“ es sehr. Mitunter glaubst du dich in einer Seifenoper, wie es da rund um Buddha in den Geschichten der Könige mit ihren Familien zugeht.

Aber eigentlich wollte ich dir von dem ersten Buch aus dem Schatz berichten. Es heisst „Die starke Persönlichkeit“ und stammt von Polly Young-Eisendraht. Ich werde diesen Namen nie mehr vergessen, so sehr hat mich ihr Schreiben beeindruckt. Polly Young-Eisendraht ist Psychoananalytikerin, genauer Jungianerin, und Zen-Buddhistin und Feministin. Eine gute Mischung für mich. Für dich auch? In dem Buch geht es um den konstruktiven Umgang mit den Schwierigkeiten im Leben, den grossen und kleinen. Und was den Unterschied ausmacht, dass etwa manche Menschen an einer trostlosen traumatischen Kindheit zerbrechen und andere daran wachsen.
So wird als ein Beispiel für das Wachsen Joanna Macy beschrieben, die ich hier im Blog als Gründerin der Tiefenökologie schon mal erwähnt habe.

Leider gibt es das eben erwähnte Buch nur noch im Antiquariat, aber es dürfte noch relativ einfach zu bekommen sein.  Ausserdem gibt es, wie ich eben gesehen habe,  viele weitere Bücher von Polly Young-Eisendraht. Ich habe in den Weiten des Internet nach ihr gesucht und sie sogleich gefunden. Sie ist trotz Jahrgang 1947 noch voll aktiv und präsent: http://young-eisendrath.com/. Traurigerweise ist ihr Ehemann im letzten Monat gestorben, nachdem er jahrelang an Alzheimer litt. Auch zu dieser eigenen tragischen Geschichte hat sie aktuell ein Buch publiziert („The Present Heart: A Memoir of Love, Loss, and Discovery“), das sicher für viele Gleichbetroffene eine wirksame Anleitung zur Selbsthilfe sein wird. Auch zu Paardynamik und Kindererziehung hat sie viele Bücher verfasst. (Wenn mein Regal nicht schon so voll wäre!!…)

Ich hab mir einen ihrer (englischen) Vorträge auf you tube angehört. Sie spricht darin über den weit verbreiteten Selbsthass us-amerikanischer Menschen. Ich denke, dazu können wir in Europa auch was lernen. Der Fernsehbeitrag dauert nur 17 Minuten und ist sehr gehaltvoll. Nachdem Polly Young-Eisendraht die Ursachen für unser Leiden in unserer Kontrollgläubigkeit, Selbstwichtigkeit und selbstbezogenen negativen Emotionen sieht, empfiehlt sie als Gegenmittel drei simple Dinge:

  • Erinnere dich: Du bist winzig und die Welt ist gross
  • Verbringe einen oder ein paar Tage ohne Spiegel
  • Komm in Kontakt mit deiner unmittelbaren Umgebung

Dadurch erkennst du, wie faszinierend diese Welt ist und wie sie mit dir in Kontakt kommen will, überall und in jedem Moment.
Am besten du hörst dir den Vortrag selber an:

„Getting Free Of Self-Importance Is The Key To Happiness“  – Polly Young-Eisendraht

Danke liebe Su für deine wertvollen Samen! Und auch das Blumenfoto ist von dir!!

 

Inspirationen

Montag, November 10th, 2014 von ulli

wasserMoritz aus Berlin hat mir geschrieben und mich auf seine nette Website hingewiesen. Auf inspirationsprinzip.de findest du kleine nette Inspirationen für den Alltag.
Bist du bei einem Beitrag unten angekommen, klickst du einfach auf „Altere Artikel“ und du findest weitere nette Miniaturen, die dich inspirieren können. Danke Moritz!

Christine heilt mit Herzlichkeit

Donnerstag, Oktober 30th, 2014 von ulli

blumeHeute bin ich bei Christine auf der Liege gelegen. Irgendwann war ich weg und ich weiss nicht wo. Dabei hat Christine nicht wirklich viel gemacht. Wie macht sie das bloss?

Diese Frau ist wirklich besonders. Ich glaube, sie heilt mit ihrer Herzlichkeit.. Ich war jedenfalls nach ihrer Behandlung abgehoben und trotzdem ganz da. Ist unser Körper nicht ein Wunder? Wie er sich gut anfühlen kann!

Du findest Christines physiotherapeutische Praxis in der Gegend von Krems. Und ich kann dir ihre Hände wärmstens empfehlen.

Hier die Website:  www.schwaiger-physio.at

„Ihr tragt die Krone der Schöpfung doch nur als Schmuck auf den Köpfen“

Mittwoch, Oktober 15th, 2014 von ulli

Danke an Sandra, dass du dieses berührende Lied auf facebook gepostet hast!
Es passt gut zur Stimmung auf dem Tierrechtskongress von letzter Woche.
10000 Tränen und die Hoffnung, dass wir Menschen unser Verhalten ändern, wo wir das Leiden anderer Lebewesen verursachen.

Hier die Website der berge: www.hoertberge.de

Kennst du übrigens den Spruch von Leo Tolstoi?
„Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben“

Ich habe selbst auch viele Jahre lang Fleisch gegessen. Aber wo ich jetzt weiss, wie gross das Leiden dahinter ist, ist mir der Appetit gründlich vergangen. Ich wollte auch lange nicht hinsehen, aber nun bin ich froh, dass ich es getan habe.
Ein Widerspruch weniger in meiner Geschichte. Das Leben an sich wertschätzen, darum geht es.

Was hat ein Ausflug in die Steiermark mit dem Tierrechtskongress zu tun?

Donnerstag, Oktober 9th, 2014 von ulli

Es ist schon eine Weile her, aber ich will es einfach nicht vergessen und will es hier festzuhalten. Unser Sommerausflug mit dem Mobilen Hospiz Horn ging dieses Jahr in die Steiermark.

Lebensbegleitung-002_736_54014460e900 Raphael_ziege_882_540144abae96(Fotos Sterntalerhof)

Dort haben wir als erstes den Sterntalerhof besucht. Der Name sagt schon, dass der Ort etwas besonderes ist. Der Sterntalerhof „schenkt Kindern ein Heute, dessen Morgen in den Sternen steht. “ Das heisst, er

 

„kümmert sich um
– Familien mit schwer-, chronisch und sterbenskranken Kindern.
– ist eine Herberge (ursprünglicher Begriff von Hospiz!), in der Zuversicht wieder keimen kann. …“

Das Projekt ist zur Gänze von Spenden finanziert und strahlt eine Atmosphäre aus, die durch und durch authentisch und berührend ist. Ich mag dir jetzt nicht wiederholen, was uns bei der Führung alles erzählt und gezeigt wurde. Am besten schaust du dir die Website selbst an mit den schönen Fotos und dem Film gleich auf der ersten Seite: http://www.sterntalerhof.at

Dass es dieses Projekt gibt, und wie dort Menschen miteinander umgehen, kann neben dem ernsten Anlass doch auch fröhlich stimmen.  Es zeigt unser ganzes menschliches Potential! Wie da den Kindern Mut gemacht wird, und ihren Eltern und Geschwistern! Und das Zusammenleben mit Tieren ist ein wesentlicher Teil des Projekts. TherapiePferde spielen eine grosse Rolle. Und auch sonst gibt es viele Tiere zum Schmusen und Kuscheln, was den Kindern und auch den Eltern guttut.

Danach zu Zotter

Die zweite steirische Station war Zotters Schokolodadenmanufaktur. Ich war zum ersten Mal dort und völlig erstaunt, dass der Parkplatz voll war mit Autos und Bussen wie bei einem Volksfest. Freilich war das viele Schokoladekosten und die kreative Information zur Herstellung und Herkunft sehr interessant und spannend. Wer hätte das gedacht, wieviel Aufwand hinter dieser süssen Köstlichkeit steckt!

Zotter_Kaelbchen_1_c_Rautenstrauch_4917(Fotos Zotter)

Was mich jedoch noch mehr beeindruckt hat, war der Essbare Tiergarten. Hast du davon schon gehört? Schau dir das bitte hier mal an!

Ein Tiergarten mit Haustieren und Nutztieren. Ein riesiges Gelände, in dem sich Schweine und Truthendln, Kühe und Gänse tummeln. Mit einer Philospophie, die mir aus dem Herzen spricht. Da heisst es

„Schaut dem Essen in die Augen“ –  Tiere und Pflanzen sind Lebewesen und keine Produkte. Deshalb wollen wir sie auch mit Achtung und Liebe behandeln.“

Tier_158Ich hab mich dort lange vor ein Gatter gestellt und ein paar Schweinen zugesehen, wie sie sich fröhlich im Schlammloch gesuhlt haben. So ein Paradies!

Seit unserer Schweinestallgeschichte bin ich sensibilisiert. Mir gefällt das Projekt Zotters sehr.
Aber noch lieber wärs mir, wenn die Tiere einfach leben dürften. Und wir mit ihnen.

Und darum gehe ich heute zum Tierrechtskongress nach Wien.
Mal sehen, was mich dort erwartet. Ich werde dir berichten.

Umgang mit Emotionen

Sonntag, September 14th, 2014 von ulli

fruehling-24Ich möchte dir ein Seminar empfehlen.

Christine Klett-Esters, Ärztin für Psychotherapie in Kiel, kommt nach Wien und gibt eine Einführung, wie man altes buddhistisches Wissen in unserer westlichen Kultur für den Umgang mit Emotionen einfach und praktisch anwenden kann.
Näheres zum Hintergrund auf: http://www.tarab-institut.de/
Der von Veronika organsierte Vortrag und das Workshop finden am Freitag, den 17. und Samstag/Sonntag 18./19. Oktober 2014 im: http://www.yoga7.at als Gastseminar statt.
Hier der Folder mit allen Details: unity in duality

Kai Romhardt wieder in Wien

Freitag, September 12th, 2014 von ulli

von anitaMeine BlogleserInnen wissen, wie sehr ich Kai (hier seine schöne neue Website!) schätze. Am 12.10.2014 ist er endlich wieder in Wien! Diesmal hält er im Rahmen des Netzwerks der Achtsamen Wirtschaft (in dessen Wiener Kernteam ich mittlerweile aktiv bin) ein Seminakai romhardtr zum Thema:

Achtsamkeit und Wachstum

Im aktuellen NAW Newsletter heisst es dazu:

„Wie der Buddhismus die Sicht auf unsere Wirtschaft und unser Wirtschaften im Alltag revolutioniert … Aus Sicht der buddhistischen Lehre führen klassische Arten des Wirtschftswachstums oder Karriere nicht zuverlässlich zu heilsamen Entwicklungen, weder für den Einzelnen noch für die Gesellschaft. Wir sollten genau schauen, was in uns und um uns herum wächst. Jedes neu errichtete Gefängnis geht voll ins Bruttosozialprodukt ein. Auch auf den klassischen Karrierepfaden finden die wenigsten Menschen ihr Glück, sie können uns in die Irre führen…
Kai kann Zusammenhänge wie diese ganz wunderbar vermitteln! Falls Sie an diesem Thema interessiert sind, sollten Sie sich das Seminar nicht entgehen lassen. Hier geht es zum Veranstaltungsflyer mit allen Details.“

Der Tod ist ganz ungefährlich

Donnerstag, September 11th, 2014 von ulli

reuterEin Buchtipp, für den ich Harald sehr dankbar bin:

Wilfried Reuter: Der Tod ist ganz ungefährlich:
Buddhistische Hilfen im Umgang mit Alter, Krankheit, Tod, Jhana Verlag

Auch ohne Vorerfahrung in buddhistischer Theorie ist das Buch sehr leicht zu lesen und sehr hilfreich.
Alter, Krankheit und Tod werden als „Götterboten“ bezeichnet, die uns auf die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben hinweisen.

Einige der Grundaussagen: Unser Körper ist nicht zu unserem Vergnügen da, sondern zur Einsicht in Weisheit. Wir sollten uns überlegen, was unsere Werte, was für eine Vision wir für unser Leben haben und welche Kraftquellen uns dabei nähren. Hast Du Dir das schon mal überlegt?

Hier findest du eine inhaltliche Buchbeschreibung von Ingrid Dilger, die so beginnt:

„In seinem Buch mit dem provokanten Titel „Der Tod ist ganz ungefährlich“ beschäftigt sich Wilfried Reuter mit den Tabuthemen Alter, Krankheit und Tod. Normalerweise werden vorwiegend die negativen Aspekte gesehen, die mit diesen Themen verbunden sind. In dem Buch dagegen werden auf sehr einfühlsame und inspirierende Weise die Chancen beschrieben, die in diesen ungeliebten Zuständen liegen. Das Buch ist ein Plädoyer für die bewusste Vorbereitung auf Alter, Krankheit und Tod, für einen Perspektivwechsel, der Alter, Krankheit und den Sterbeprozess als Katalysator für tiefere Einsichten in die Lebenszusammenhänge sieht, statt sie zu bekämpfen oder zu ignorieren, wie es in unserer Gesellschaft üblich ist…“

Mit diesem Buch ist das „gegen den Strom schwimmen“ ganz einfach. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Es gibt auch einen gleichnamigen Vortrag auf DVD von Wilfried Reuter (der aus der gleichen Tradition wie meine „Lieblingslehrerin“ Sylvia Kolk stammt).
In einem Trailer dazu spricht Reuter von einem Gespräch von Zwillingen im Mutterbauch, ob es ein Leben nach der Geburt gibt. Ob du jetzt an Wiedergeburt glauben magst, oder nicht. Das anzuhören ist wirklich witzig… Es dauert keine 4 Minuten: hier

 

Hast du es eilig?

Donnerstag, September 11th, 2014 von ulli

008 Hast Du es eilig –
gehe langsam.

Hast Du es sehr eilig -bleibe stehen.

Hast Du es noch eiliger –
setze Dich hin.

Den Spruch hab ich auf einer witzigen Postkarte des Künstlers Gilbert Bender aus Deutschland gefunden. Er praktiziert Zen und weiss vermutlich aus eigener Erfahrung, wie hochwirksam diese scheinbare Paradoxie sein kann. Meditation verhilft dazu, den Blick auf scheinbar Wichtiges zu relativieren. Hast Dus schon mal probiert? Einfach still sitzen und nach innen gehen…?

Zeitgemässe Arbeitszeiten?

Montag, August 25th, 2014 von ulli

blumen-klein100

„Zeitgemäße Arbeitszeiten? Kommentare zu aktuellen Arbeitszeitdebatten“

18.9.2014, 17:00 in Wien IX

Eine schöne Veranstaltung zu einem wichtigen Thema. Eine zeitgemässe wichtige Frage in einer Zeit, in der die einen keine Arbeit haben und die anderen über zuviel Arbeit klagen. Hier der schöne bunte Folder mit den Details.

Hoftheater mit Flaschengeist-Märchen

Montag, August 25th, 2014 von ulli

blumen-klein009Samstag kam eine liebe Freundin zu Besuch. Wir fuhren gemeinsam ins Waldvierlter Hoftheater nach Pürbach-Schrems und hatten einen sehr feinen Abend.

Das Ambiente: ein alter umgebauter Bauernhof in voller Schönheit. Ein Theater, das es nun schon bald 30 Jahre gibt mit vielfältigem Spielplan und bestens besucht. Wie machen sie das bloss?

Das Stück: „Der Flaschengeist“, einerseits traurig und kritisch, weil es um den schwierigen Umgang von „reichen ÖsterreicherInnen“ mit „mittellosen MitgrantInnen“ ging. Andererseits lustig und märchenhaft, weil sich ein Dämon abmühte, die Dinge zu verändern – und es ihm schliesslich auch gelang.
Diesen Widerspruch von ernst und lustig, tief und kabarettvoll gut gelöst, ein grossartiges dynamisches Bühnenbild, gute Effekte, beeindruckend gespielt.

Wir sind nach der Vorstellung noch geniesserisch und plaudernd auf weichen Polstermöbeln herumgelungert und danach gemütlich heimgefahren. Wirklich Kultur vom Feinsten. Und wir freuen uns so, dass es dieses Theater überhaupt gibt, in der Weite des Waldviertels mit dieser Qualität und von dieser Dauer. Ein schönes Projekt, das wirklich rundum Freude macht.

Das Stück, der Flaschengeist, wird noch öfter gespielt, vielleicht hast du Lust?

Frauenbiografien – und wie gut es tut, Vorbilder zu erleben

Montag, August 4th, 2014 von ulli

blumen-klein012Ich mag Biografien. Ich mag noch mehr Biografien von vorbildhaften Frauen. Und seit ein paar Tagen weiss ich, dass ich besonders die Biografien von spirituellen Frauen mag. Das hat Kraft!

Ich spreche von diesem Buch: Auf dem Herzensweg -Lebensgeschichten spiritueller Frauen, von Sabrina Gundert im Irdana Verlag, hier der Link  zum näheren Anschauen.

In einem der dort zu findenden Kommentare finde ich auch meine Meinung wider:

»In jeder der Frauen können wir eine Schwester erkennen. Die Geschichten machen ganz einfach Mut, weil sie zeigen – was wir eigentlich wissen! – dass jede Durststrecke nur ein Abschnitt ist und wir, wenn wir uns den Freudenblumen am Wegesrand zuwenden, der Richtung vertrauen dürfen. Die porträtierten Frauen schließen wir bei der Lektüre ins Herz – was für liebevolle, Mut machende Begleiterinnen!« Villa Unspunnen, Schweiz

Und wie so oft tut sich von dieser Adresse gleich ein weiterer (Herzens)Weg auf zu Sabrina Gunderts Blog, wo du dir u.a. eine Tagesinspiration ziehen kannst. Wirklich nett: www.handgeschrieben.de

Übrigens: Eine der im Buch porträtierten Frauen ist Sylvia Kolk, bei der ich eben gemeinsam mit 40 anderen Frauen an der Elbmündung ein 10 Tage Meditationsretreat  gemacht habe. Zum Thema Mitgefühl. Mein Ziel danach: Freundlich bis in die Knochen zu sein…

Sylvia ist ein unglaublich inspirierendes Vorbild dafür. Intellektuell gross, klar in den Anleitungen und Vorträgen, und mitfühlend bis hoch über den Himmel hinaus. Konzentrierte Gelassenheit, Freundlichkeit und Stärke in einer Person. Und erst ihr Humor! Nicht umsonst heisst ihr Zentrum in Hamburg: LKW: Liebe-Kraft-Weisheit. Schade, dass Hamburg so weit weg ist. Im Herbst wird es im Zentrum eine Tagung geben zum Thema: Kultur des Bewusstseins. Der Eröffnungsvortrag von Sylvia trägt den Titel: Erst aufs Kissen gehen – dann die Welt retten!

Das gefällt mir. Dir auch?

Lyrik tut der Seele gut..

Dienstag, Juli 1st, 2014 von ulli

Hier noch schnell zwei Gedichte, die mir Alfons geschickt hat, und die er wiederum auf  Facebook bei Heidi K.  entdeckt hat…
Sind sie nicht wunderschön?DSC00635

Ich wage es,

an mich selbst zu glauben
an meinen Drang nach Reife,
an meine Liebesfähigkeit,
an meine Begabung zur Freundschaft,
an meine entschiedene Ausdauer,
an meine immer neue Hoffnung.

Aber auch wenn ich versage und Fehler mache,
wenn ich unnötig verletze,
wenn ich anderen die Freiheit nehme,
wenn ich kleinkariert werde,
wenn ich mich nicht mehr erneuere,
wenn ich hart und unnahbar werde,
auch dann will ich glauben,
dass neben der Zerstörung
auch das Lebensförderliche in mir wohnt,
und ich will es hervorlocken
mit meiner Hoffnung und meinem Mut.

Ulrich Schaffer

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Wer die Dunkelheit nicht annimmt, kann das Licht nicht genießen. Jede Blume, jeder Baum verbringt als Same oder Zwiebel eine lange Phase in der Dunkelheit oder Zurückgezogenheit, bevor die Knospen sich zeigen und die Blüte erblüht.
So geht auch der Mensch durch Phasen der Dunkelheit.
Nimm sie an, geh nach innen und halte dein Herz offen für die Liebe und das Vertrauen in das Leben. Schicke das Licht deiner Aufmerksamkeit mit Liebe auf die bisher nicht angeschauten Schattenseiten in dir: auf das, was du bisher an dir (und anderen) abgelehnt hast, was du noch nicht liebst, was du dir (und anderen) noch nicht verziehen hast, was du nicht sein willst,
aber doch auch bist.
Deine Liebe zu dem bisher Abgelehnten lässt dich in deiner Schönheit erblühen und strahlen.

Robert Betz

Danke Alfons! Du bist wirklich ein Bruder für mich 🙂