Archive for the ‘Umgang mit Konflikten und Krisen’ Category

Wir haben es satt!

Samstag, Januar 9th, 2016 von ulli

Wir haben es satt!Letztes Jahr waren 50.000 Menschen auf der Strasse.
Am 16.1.16 findet in Berlin erneut eine Grossdemo statt. Die Info dazu findest du hier.

Ein Aufruf, der Verbreitung verdient und gehört werden sollte:

„Wir haben Agrarindustrie satt!

 Die Landwirtschaft steht am Scheideweg: Wird unser Essen zukünftig noch von Bäuerinnen und Bauern erzeugt oder von Agrarkonzernen, die auf Agrogentechnik und Tierfabriken setzen und zu Dumpingpreisen für den Weltmarkt produzieren?Wir fordern einen anderen Weg! Wir wollen ökologisch hochwertige und gesunde Lebensmittel von Bauernhöfen mit fairen Preisen und Marktbedingungen weltweit!

Agrar- und Ernährungspolitik müssen sich an den Interessen der Menschen, Tiere und Umwelt, nicht der Konzerne orientieren. Dafür gehen wir auf die Straße!

Wir sind Bäuerinnen und Bauern, konventionell und bio, gemüseanbauend und tierhaltend; Verarbeiterinnen und Verarbeiter, Verbraucherinnen und Verbraucher, wir sind NaturschützerInnen und TierschützerInnen, Aktive aus der Entwicklungszusammenarbeit und Erwerbsloseninitiativen; FleischesserInnen, VegetarierInnen und VeganerInnen. Wir sind Menschen vom Land und aus der Stadt, aus Nord und Süd.

Was uns verbindet: wir fordern den Stopp der industriellen Landwirtschaft & Lebensmittelproduktion und eine Förderung bäuerlicher Betriebe!“

Ich werde nicht nach Berlin fahren, habe aber eben eine Spende überwiesen. Vielleicht magst du die Demo auch unterstützen, indem du ihre Anliegen verbreitest oder eine kleine Spende gibst? Oder dich einfach mal nur informierst und über die Sache sprichst.

Darüber dass in Deutschland mittlerweile Agrarfabriken genehmigt werden mit 57.000 Schweinen, 2.000 Kühen oder 450.000 Hühnern.
Wie einer der Bauern der Initiative sagt: Wenn wir nicht bald die Richtung ändern, fahren wir an die Wand.

Er spricht mir aus dem Herzen

Dienstag, Januar 5th, 2016 von ulli

Beim Lesen dieses Interviews war ich öfter in Versuchung, mir einen Stift zu holen und einen Satz als Zitat aufzuschreiben. Doch ich wusste nicht, wo ich hätte aufhören sollen mit dem Aufschreiben…

Michael Schmidt-Salomon, deutscher Philosoph und Religionskritiker  spricht mit der Zeitschrift Ursache und Wirkung „über die Religiosität der neuen Atheisten, Ursachen von Glaubenskrisen und Fundamentalismus sowie über Parallelen zwischen Buddhismus und Humansimus.“ Und er spricht mir aus dem Herzen.

Darum wird das Interview hier verlinkt, jederzeit wiederauffindbar und verfügbar. Und du solltest dir diese Perspektive auch nicht entgehen lassen:

Nachdenken ist vernünftiger als Nachbeten

Hier ein paar der schönen Sätze:

„Wird der Mensch jemals alles wissen? – Natürlich nicht! Schließlich können wir die Welt nicht wahrnehmen, wie sie losgelöst von unserer Wahrnehmung existiert. Deshalb können wir keine Aussagen über die Wirklichkeit an sich machen, sondern nur über die Wirklichkeit für uns, also über jene Aspekte der Realität, die für uns erkennbar sind. Gerade dieses Wissen um die Beschränktheit des eigenen Wissens zeichnet die rationale Wahrheitssuche aus.“

„Nachdenken ist nicht nur vernünftiger als Nachbeten, es macht auch viel mehr Spaß.“

„Ein konsequenter Abschied von den moralischen Kategorien ‚Gut und Böse’ und ‚Schuld und Sühne’ würde uns, wie ich vor allem in dem Buch ‚Jenseits von Gut und Böse’ dargelegt habe, nicht nur in ethischer Hinsicht stärken, sondern uns auch zu einer entspannteren Weltsicht verhelfen, würde unser Verhältnis zu uns selbst und zu anderen entkrampfen, würde Kräfte mobilisieren, die sich unter dem Druck des Moralismus kaum entfalten können. Denn wer sich nicht mehr schuldig fühlt, der zu sein, der er ist, dem fällt es leichter, der zu werden, der er optimalerweise sein könnte.“

Also am besten liest du das ganze Interview…

 

„Paradigmenwechsel in der Wirtschaft“

Samstag, Dezember 19th, 2015 von ulli

IMAG0077Den so betitelten Artikel von Franziska Fink aus der aktuellen „Ursache & Wirkung“ wollte ich schon rauskopieren und verteilen, so gut hat er mir gefallen. Nun ist er mir über den Newsletter der Beratergruppe Neuwaldegg ins Haus geflattert. Ich habe ja hier schon von Buchautor Laloux („Reinventing Organizations“) berichtet. Auch die NeuwaldeggerInnen befassen sich also mit diesen Ansätzen, wie schön!

Hier zum interessanten Artikel „Paradigmenwechsel in der Wirtschaft“,
hier zur Learning Journey, die diesem Artikel zugrundeliegt.

Auch Stefan Faatz (den ich vom NAW-Netzwerk Achtsame Wirtschaft kenne) und der „evolution at work“ mitgegründet hat, war mit auf der Reise in die USA. Auch seine Website ist ein Fundus für neue Organisationsideen. So wirst du eingangs sogleich begrüsst mit „HURRA! Hier gehts zu den Organisationen des 21ten Jahrhunderts…“

Im Neuwaldegger Newsletter wird auch ein Buch von Ruth Simsa und Michael Patak vorgestellt: „Kunststück Führung. Worauf es erfolgreichen Führungskräften ankommt.„Darin befindet sich ein Beitrag von Kai Romhardt vom NAW. Wieder ein Kreis, der sich schliesst. Du kannst den Artikel „Achtsame Führung oder wie führen sich Buddhisten“ hier nachlesen.

Und noch ein letzter sich schliessender Kreis. Am 21.1.16  lädt u.a. die Frauenabteilung der Arbeiterkammer Wien zu einer Veranstaltung: „GUTE PFLEGE AUS SICHT DER BESCHÄFTIGTEN“. Einer der Hauptreferenten ist Jos de Blok, Mitbegründer und Geschäftsführer der holländischen Pflege-NGO „Buurtzorg“ („Bester Arbeitgeber Hollands 2015”). Buurtzorg ist eine der von Laloux untersuchten hochspannenden Unternehmen. Ich habe hier auf ein Videoreferat mit ihm verwiesen. Wenn du ihm zuhörst, glaubst du dich in der Utopie angekommen. Und es funktioniert!
Die Details zur AK Veranstaltung kannst du in diesem PDF Papier: Gute Pflege nachlesen.

NACHTRAG: Hier die Nachlese inklusive dem sehr inspirierenden Vortrag von Jos de Blok. Du musst diesen Mann einfach mögen!

Ja, die Ereignisse rücken näher.
Ob die Frage berechtigt ist, wie die Neuwaldegger sie diskutieren?
„Hierarchie war gestern – und was ist heute?“.

Die Welt wird friedlicher

Freitag, Dezember 18th, 2015 von ulli

IMAG0075Eine nette Perspektive. Eine der historischen Fakten und nicht des subjektiven Eindrucks… (welche auf unserem Medienkonsum basiert).

So heisst es in dem Interview von Amnesty: Herr Pinker rechnet mit Frieden:

„Wenn Sie die Fernsehnachrichten einschalten, erfahren Sie immer nur von Dingen, die passiert sind. Nie von Dingen, die nicht passiert sind.“

oder a.a.O.:

„Es gibt noch sehr viel mehr Beweise für den Rückgang von Gewalt! Wenn man beispielsweise berechnet, wie viele Menschen in den vergangenen Jahrzehnten durch Krieg und Völkermord umkamen, geht die statistische Kurve steil nach unten. Kriege zwischen Großmächten, Kriege zwischen reichen Ländern, Kriege in Westeuropa – das war über Jahrhunderte die Norm, nun ist es ganz verschwunden. Selbst Gewalt in der Ehe, Missbrauch von Kindern, Prügelstrafen und Hassverbrechen sind zurückgegangen. Mir wurde klar: Ich bin auf eine große Geschichte gestoßen – die eigentlich nie erzählt wird.“

Wer gibt diese Dinge von sich? Wie in der Einleitung zu lesen:

„Der Kanadier Steven Pinker, Evolutionspsychologe an der Universität Harvard, gilt als einer der einflussreichsten Denker der Welt. Aber ausgerechnet seine größte These können die wenigsten glauben: Die Menschen werden immer netter.“

Ich glaube das schon. Das ist doch erfreulich, oder?

Ich würde diese Perspektive sogar ergänzen. Nie zuvor haben (in absoluten Zahlen) so viele Menschen Zugang zu materiellem Reichtum, zu Gesundheit und Bildung gehabt wie heute. JedeR von uns in diesem Land lebt heute bequemer als jeder Fürst im Mittelalter. Allein die Wärme im Haus, die Wohnung, das Trinkwasser, die Sicherheit, die Lebenserwartung, der Zugang zu Wissen …. haben ein historisch einmaliges Ausmass für so viele Menschen erreicht…

Ich meine nicht, dass wir wegschauen sollten, wieviel Armut, Hunger, Ungerechtigkeit und Gewalt es in weiten Teilen der Welt und bei uns immer noch gibt. Jeder Fall ist einer zu viel. Doch da schliesse ich mich der Meinung von Herrn Pinker an, wenn er Amnesty AktivistInnen den folgenden Rat gibt:

„Aktivisten sollten aufhören, ständig zu jammern, dass die jüngste Krise die allerschlimmste sei, dass es uns so schlecht gehe wie nie und dass die Welt sowieso dem Untergang geweiht sei! Damit vermittelt man anderen Leuten doch nur das Gefühl, dass es nichts bringt, sich einzusetzen – dass Jahrzehnte des Aktivismus reine Zeitverschwendung waren…“

Nein. Zeitverschwendung war es sicher nicht 🙂

Am besten liest du den ganzen Artikel selbst nochmal durch. Oder schaust dir Steve Pinkers Website an, wo du auch wunderbare Fotos findest: www.stevepinker.com/
Zum Abschluss ein letzter Gedanke: Jeder Mensch der sich JETZT freut, erhöht die Freude in der Welt um dieses „Freude-Ausmass“ und macht die Welt damit zu einem etwas erfreulicheren Ort. Rein mathematisch. Rein faktisch. Es muss uns bloss bewusst sein. 🙂

Mindfulness in schools

Donnerstag, Dezember 10th, 2015 von ulli

Es ist eigentlich ganz einfach. Ist es nicht? Schau dir dieses Video an und du weisst, was ich meine:

Ungleichheit geht uns alle an

Montag, November 2nd, 2015 von ulli

INEQ 386Die obersten 10 Prozent vereinen über 60 Prozent des Vermögens auf sich, während die untersten 40 Prozent weniger als 1 Prozent der Vermögen besitzen.
Wo gibt es diese krassen Unterschiede?
In Österreich. Welche Auswirkungen hat das und warum geht uns das alle an?

An der WU gibt es seit kurzem ein Forschungsinstitut „Economics of Inequality„, das sich mit diesem Thema befasst.

Medienberichte zur Eröffnung und seinen Themen findest du hier:

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/775309_Die-Relevanz-von-Ungleichheit.html

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/775046_Ungleichheit-kann-die-Demokratie-gefaehrden.html

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/774392_Wenn-die-Mittelschicht-verarmt.html

Es ist revolutionär dass das Tabuthema der Ungleichheit den Eingang in die akademische Forschung gefunden hat.
Bleibt zu hoffen, dass den Forschungsergebnissen auch Taten folgen…

 

Echte Helden

Samstag, Oktober 10th, 2015 von ulli

Marion Vogel/ Sparda-Bank München
So etwas Erfreuliches hab ich schon lange nicht gelesen.
Helmut Lind ist ein Name, den ich mir merken will. Warum? Weil er für mich ein grösserer Held ist als manch anderer „starke Mann“  der Geschichte. Einer, der gegen den Strom schwimmt. Da gehört Mut und Kraft dazu. Aber am besten liest du selbst: Wenn ein Bankenchef umdenkt.

Wir brauchen mehr solcher Helden. Wo seid Ihr???

Die Website, auf der der Beitrag publiziert wurde,   ist auch mal einen Blick Wert… ethik-heute.org

Auch diesen Tipp habe ich … von Klaus. Danke!

Es „mettat“ gerade sehr …

Donnerstag, September 10th, 2015 von ulli

4323_Herzmeditationen_Umschlag.pdf, page 2 @ Preflight ( 4323_He … und das ist auch gut so. „Metta“ ist ein buddhistischer Begriff für Freundlichkeit und Güte. – Qualitäten, die sich mit „Metta Praxis“ entwickeln lassen.

Marie Mannschatz und Angelika Baur haben eben ein neues Buch herausgegeben. Hier eine erste Ankündigung: Buchankuendigung_Buddhas Herzmeditation

Ich werde dir davon berichten, wenn ich es gelesen habe. Die Website dazu klingt sehr einladend: www.herz-meditation.de

Ingrid hat mir heute die Website vom Metta Insitute mit Franz Ostaseski geschickt. Und Ingrids Tipps sind immer besonders gut: www.mettainstitute.org.

Viele gute Möglichkeiten, unser Herz zu entwickeln. Mit Metta!

 

Inside Out

Donnerstag, September 3rd, 2015 von ulli

Alles steht KopfEin neuer Disney Animationsfilm lässt die Freude in mir tanzen.

Mit dem Kinderfilm „Inside Out“, im deutschen Sprachraum „Alles steht Kopf“ wird ein Blick auf unsere emotionale Innenwelt möglich, wie ich ihn in den Massenmedien noch nie zuvor gesehen habe. Man merkt, dass amerikanische Emotionsforscher beraten haben.  Der Trailer lässt hoffen, dass mit dem Film die Komplexität und Differenziertheit unseres Innenlebens auf leichte Art verständlich gemacht wird. Der Film zeigt, wie verschiedene Teile in uns, hier genannt als Freude und Kummer, Wut, Angst und Ekel, von äusseren Faktoren getriggert werden und einen inneren Aushandlungsprozess oder Konflikt starten..  und was dabei heraus kommt, mehr oder weniger passend und hilfreich.

Ich bin deshalb so begeistert, weil ich mit einem ähnlichen CoachingAnsatz arbeite: der Arbeit mit der inneren Familie (IFS Internal Family System), oder dem inneren Team (von Schultz von Thun). Beide Ansätze sind wunderbar geeignet, sich mit inneren Konflikten auf distanzierte und freundliche Weise zu befassen und uns weiser und bewusster zu machen. So ist es auch interessant, wie in den Interviews rund um den Film immer „witzigerweise“ gefragt wird, „und welcher Teil ist bei Ihnen jetzt im Vordergrund?“. Auf diese Art können wir viel entspannter über unsere Gefühle kommunzieren – ein Thema, das im Alltag allzuoft wegen Überforderung oder Kompetenz ausgelassen wird.

Ich danke Christiane für den Tipp und bin schon gespannt auf den Film! Er hat im Oktober Premiere.

Hier gibts eine Filmbesprechung mit Trailer.

Ich hab freilich gleich weiter recherchiert und im Netz ein Interview mit einem der beratenden Psychologen Dacher Keltner gefunden:
A Conversation With the Psychologist Behind ‚Inside Out‘

Sehr interessant. Keltners Doktorvater ist Paul Ekman, den ich schon lange aus der Literatur kenne und schätze. Ausserdem ist er mit dem Dalai Lama in Austausch… Wie spannend, wie diese Welten immer wieder zusammenfinden! Ich habe ja unlängst das Buch vom Dalai Lama hier vorgestellt: Ethik ist wichtiger als Religion.

Emotionale Intelligenz würde die nächste Revolution unserer Gesellschaft auslösen, da bin ich ganz sicher…

Was meinst du?

 

Reinventing Organisations – Das gibt Hoffnung…

Mittwoch, August 26th, 2015 von ulli

coverOrganisationen neu erfinden… Da ist etwas in Bewegung. Hast du schon davon gehört? Kannst du dir vorstellen, dass ein Unternehmen für mobile Pflege mit ganz neuer Herangehensweise in nur wenigen Jahren von 4 auf 9000 Beschäftigte gewachsen ist? Und dabei MitarbeiterInnen und KundInnen zufrieden sind?

In Holland ist das geschehen. Am besten schaust du dir die beiden Vorträge unten an. Sie machen Hoffnung auf ein anderes Wirtschaften, mit Selbstorganisation und Ganzheitlichkeit. Mittlerweile arbeiten 60% der mobilen Krankenschwestern in den Niederlanden bei der Organisation Buurtzorg, (und mich würde nicht wundern, wenn 100% dort arbeiten wollten. – Danke Ingrid für den Tipp!!)

Vortrag von Frederic Laloux: Reinventing Organisations (deutsche Sprache)

Gerhard und ich waren von den Ausführungen und der neuen Denkweise einfach begeistert, haben gleich weiter recherchiert und auch noch diesen Vortrag des Gründers von Buurtzog im Netz gefunden: Jos de Blok on Organizational Structures (in English)

Und als nächstes lesen wir das Buch von Laloux: Reinventing Organizations – Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit.

Hier gehts zur Website mit noch mehr Details: www.reinventingorganizations.com

Und was sagst du?
Sie bewegt sich doch 🙂

„Liebevoller werden mit sich selbst“

Dienstag, Juli 14th, 2015 von ulli

IMG_2783Selbstmitgefühl ist das neue Zauberwort, das meiner Ansicht nach eigentlich alle zwischenmenschlichen Probleme lösen müsste. Gehen wir gut mit uns um, wenn es uns schlecht geht, brauchen wir unsere schwierigen Emotionen nicht zu unterdrücken oder an anderen auszulassen. Wir dürfen ängstlich und schwach sein, bis wir wieder stark sind. Wenn wir uns innerlich klein fühlen, müssen wir es nicht überspielen oder über Leistung und Konsum kompensieren. Wenn wir zu uns selbst freundlich sind, scheint den ganzen Tag die Sonne, auch wenn es stürmt und schneit. Es ändert sich nichts weniger als unsere Perspektive auf die Welt, unsere Weltanschauung. Wir beginnen die Welt, neu anzuschauen und werden zu friedlichen, hilfreichen und angenehmen Mitmenschen  🙂

Auf diesem Blog findest du einige Einträge zum Thema Selbstmitgefühl oder Selbstfreundlichkeit. Die zentralen AutorInnen sind Kristin Neff, Tara Brach und Christopher Germer. Nun habe ich eben entdeckt, dass auch Christine Brähler schon ein Buch dazu verfasst hat! Es heisst:  „Selbstmitgefühl entwickeln – Achtsam leben – Liebevoller werden mit sich selbst.“

Ich habe bei Christine schon ein Seminar besucht und bin überzeugt, dass sie ebenso grossartig Bücher schreibt, wie sie Semiare hält. Also hier ihre Website, wo du die Details zu ihren Büchern findest: www.selbstmitgefühl.de

Sehe ich gestern Christines neues Buch, fällt mir  heute ein Exemplar der „Welt der Frau“ in die Hände . Titelstory: „Wie wir lernen, uns zu lieben„.
Du weisst, wie sehr ich die Zeitschrift der katholischen Frauenbewegung schätze, die seit mehr als 50 Jahren qualitätsvollen Journalismus bietet. Wie schön, wie  sich hier Achtsamkeit -mit ihren buddhistischen Wurzeln- auf sanfte und leise Weise mit bodenständiger christlicher Religion verbindet. Also wenn du grade nicht viel Zeit hast, um ein Buch zu lesen: In dem Artikel findest du die Grundzüge zu Selbstmitgefühl bestens zusammengefasst: Welt der Frau.

Viel Freude damit!

Meditation als Schlüsselfaktor der Zukunft

Mittwoch, Juli 8th, 2015 von ulli

Meditierende FrauGestern Abend beim Autofahren hatte ich zufällig  das Radio angedreht, und du kannst dir vorstellen, wie gut ich hingehört habe, als plötzlich mein Lieblingsthema besprochen wurde. Wirklich eine Hörenswürdigkeit.

Die Sendung Dimensionen auf Ö1 mit dem Titel: „Atmen. Meditieren. Führen. Meditation als Schlüsselfaktor der Zukunft“ wird hier beschrieben: Dimensionen – die Welt der Wissenschaft und ist noch 6 Tage zum Nachhören auf 7 Tage Ö1.

 

Lebensmittelkonkurrenz zwischen Tier und Mensch

Freitag, Juni 26th, 2015 von ulli
IMG_1855„Ohne Fleischerzeugung würde Ackerfläche für Welternährung reichen“ …
dieser so betitelte Artikel erschien nicht auf einer VeganWebsite sondern in landwirtschaftlichen Themenkreisen. Die widersprüchlichen Postings darunter zeigen das sehr deutlich 😉
Ich jedoch finde diese Denkweise sehr hilfreich und freue mich über jede Diskussion in diese Richtung.
Lies den Beitrag bitte selbst auf topagrar.com.
Die Zahlen überzeugen, es braucht einfach nur noch mehr Sensibilität und weniger Verdrängung.
Wir haben in unserer grünen Gemeindegruppe eben nicht nur eine Bienenschutzaktion durchgeführt, sondern veranstalten auch demnächst mit Andrea einen veganen Kochkurs.
Es heisst also: Klein anfangen, Schritt für Schritt.
Ich freu mich schon auf den Kochkurs. Andrea ist so eine nette kompetente Frau. Du kannst hier auch ihre Rezepte nachkochen: veganwerden.info

Tara Brach – Radikale Akzeptanz

Donnerstag, Juni 18th, 2015 von ulli

brachEin Lesetipp für ein radikales Buch, verfasst von der amerikanischen Psychotherapeutin und Meditationslehrerin Tara Brach (2013): Mit dem Herzen eines Buddha – Heilende Wege zu Selbstakzeptanz und Lebensfreude – im Original: Radical Acceptance: Embracing Your Life With the Heart of a Buddha

Dieses Buch ist wirklich radikal, im besten Sinne. Die Dinge sehen wie sie sind, klar und freundlich. Und vor allem uns selbst sehen, wie wir sind, ehrlich und mitfühlend. Nicht irgendwie, sondern radikal mitfühlend.

Das ist kein neuer Ratgeber in Richtung ewig glückliches Leben. Wir üben Selbstmitgefühl nicht, weil es uns besser gehen soll, sondern weil es uns – auch immer wieder – schlecht geht. Angst und Schwäche sind Teil des Lebens. Kennst du jemand, der nicht weiss, was Angst ist? So ein Glück, dass wir diese Gefühle kennen! Das macht uns schliesslich zu empathischen Mitmenschen.

Doch laufen wir immer wieder vor den unangenehmen Emotionen davon. Das ist zwar auch ganz normal, aber das Davonlaufen macht alles nur noch schlimmer. Warum nicht lernen, mit dem Schwierigen besser umzugehen? Ist es nicht so, dass wir gerade in Krisen viel lernen können? Der Schlüssel zum geschickteren Umgang damit ist, dass wir geduldig und liebevoll mit uns selbst werden.

Auf diesem Blog habe ich von Helgas aktuellen Kursen in Wien und der Steiermark berichtet und hier von einem anderen Kurs, den ich selbst mal besucht habe.  Auch Karoline bietet Kurse in Wien und NÖ an.

Wichtige internationale AutorInnen sind Kristin Neff und Christopher Germer, und nun kann ich auch Tara Brach wärmstens empfehlen. Ihre Radikalität hat mich tief beeindruckt.

Fair Planet Festival – 16. Mai 15 in Linz

Freitag, Mai 15th, 2015 von ulli

Bild 106So etwas Erfreuliches!

Das morgen stattfindende Fair-Planet-Festival in Linz!

Das“ zertifizierte Green Event“ hat sich zum Ziel gesetzt, Tierrechte mit Menschenrechten und Umweltschutz zu verbinden.
Eine faire Welt für alle beinhaltet Themen wie Demokratie, fairer Handel, Antirassismus, Klimaschutz und Biodervisität.
Daher ist auch das gesamte Angebot vegan, biologisch sowie regional oder fair trade.

Getreu nach dem Motto „Wir bewegen die Erde“.

Ich wünsche den VeranstalterInnen und BesucherInnen schönes Wetter, gute Stimmung und viel viel Freude.

Mir habt ihr die Freude schon gemacht, allein damit, dass es so ein Fest gibt. Danke!

 

Meditation gegen Depression

Freitag, April 24th, 2015 von ulli

IMG_2649 Zur Zeit rauscht es durch die Medien, dass Achtsamkeitsübungen gleich wirksam wie Medikamente gegen Rückfälle in die Depression sind. Am besten liest du selbst. Manche Artikel sind ausführlicher als andere:

Standard

 orf.at

kurier.at

heilpraxis.net

paradisi.de

forbes

Wieviele Jahre wird es noch dauern, dass Achtsamkeitsübungen auf dem Lehrplan der Schulen stehen? Was gibt es Wirksameres, als uns selbst besser zu verstehen?

 

Dialogikum Phönixberg mit Roland Düringer

Samstag, April 11th, 2015 von ulli

Der erste Video-Mitschnitt vom Dialogikum Phönixberg 2014 ist online!
„Ars vivendi. Ist das Leben eine Kunst?“
Barbara Pachl-Eberhart und Roland Düringer im Dialog mit Johannes Kaup.
Live-Mitschnitt vom 10.7.2014 – Video, 122min“

Beim Dialogikum Phönixberg geht es um eine „frohe, innige Auseinandersetzung mit den großen Themen unseres Menschseins: Tod und Auferstehung, Trauer und Hoffnung, Verletzlichkeit und neuer Mut.“

Ist das nicht einfach wunderbar, wie das formuliert ist?

Auch die Ankündigung für 2015 klingt überaus spannend, und zwar:

Bewusstsein und Bildung
Der lernende Mensch in seinem Umfeld
8.-12.7.2015 im niederösterreichischen Pielachtal
Mit: André Heller, Matthias Beck, Christoph Quarch, Barbara Pachl-Eberhart, Margret Rasfeld, Karlheinz Brodbeck, Jan Teunen und Ulrich Reinthaller

In der Email Aussendung, die ich hier zitiere, heisst es am Ende:
„Es ist uns ein Geschenk, dieses Geschenk mit Ihnen teilen zu dürfen. Teilen Sie es gerne weiter!
Wir freuen uns, wenn Sie uns und unser Video weiterempfehlen.“

Es ist mir eine Ehre 🙂

Ein ziemlich gutes Leben

Montag, März 30th, 2015 von ulli

„Ein ziemlich gutes Leben bis zum Ende“, genau so heisst der Vortrag von Georg Fraberger im Kunsthaus Horn
am 23.04.2015 um 19:30.

Veranstaltet wird der Abend vom Mobilen Hospiz Horn. Herr Fraberger ist eine bekannte Persönlichkeit in der Gegend und du solltest dir die Karten rechtzeitig sichern. Ich werde vermutlich an der Kassa sitzen und freu mich schon auf den Abend!

Hier findest du alle Details

Hier der link zur psychologischen Praxis von Herrn Fraberger, dessen besondere persönliche Geschichte sicher vielen Menschen sehr viel Mut macht: www.leib-seele-geist.at

 

Die Diagnose Krebs

Sonntag, März 22nd, 2015 von ulli

dr-beatrix-teichmann-wirth… ist ein Schock. Der Umgang der Schulmedizin ist zumeist auf das Körperliche beschränkt und lässt die Betroffenen in dieser Ausnahmephase auf der psychischen Ebene allein.

Da ist es gut, wenn Menschen wie Beatrix Teichmann-Wirth die Dinge in die Hand nehmen und etwas Hilfreiches in diese Richtung entwickeln. Ich kenne Beatrix persönlich und schätze sie sehr. Ihr Zugang zur Krebsdiagnose und – erkrankung  ist  achtsam, klug, authentisch und erhellend. Ich habe schon letztes Jahr Buchbeiträge von ihr gelesen,  und finde, dass eineR sich auch in gesunden Zeiten durchaus mit dieser Extremerfahrung befassen sollte.

Hier Beatrix‘ Blog und Angebot: http://krebscoaching.org/

Da fällt mir noch Kurt Langbein ein, der seine Krebserkrankung ebenfalls dazu genutzt hat, anderen von seinen Erfahrungen weiterzugeben: http://www.langbein-partner.com

Oder David Servan-Schreibers hochspannendes AntiKrebsbuch, das u.a. Achtsamkeit als hilfreiche Strategie im Umgang mit Krebs empfiehlt. Aber noch sehr viel mehr…

Auch Christoph Schlingensief hat seine Krebserkrankung in Büchern und Projekten aufgearbeitet, das ist aber schon etwas schräger…

Sei wie es sei, von anderen lernen, ist immer wichtig. Wir sind verschiedener und gleichzeitig ähnlicher als wir glauben. Wir können viel verstehen von den Beispielen anderer. Was meinst du?

 

Empathie und Wertschätzung, wenn sie am nötigsten sind

Sonntag, März 1st, 2015 von ulli

IMG_2644Eine wirklich traurige Geschichte, und gleichzeitig eine wirklich schöne Geschichte vom Leben. Sonst fällt mir kein passender Kommentar ein.

Ich habe den Artikel eben erst gelesen und möchte mich einfach nur verneigen und Danke sagen und Alles Gute wünschen: http://derstandard.at/2000011957599/Eine-Frau-verliert-Mann-und-Kind-Grosses-Unglueck-ueberleben