Archive for the ‘Umgang mit Konflikten und Krisen’ Category

Du kannst nichts dafür…

Dienstag, August 30th, 2016 von ulli

Glaubst du, dass das Deine Willensentscheidung ist, was du grade machst – das hier zu lesen…? Glaubst Du, dass Du jetzt grade auch was anderes wollen könntest, du Dich aber dafür entschieden hast, genau das jetzt zu wollen?

Glaub‘ nicht, dass das so einfach ist. Wenn du Spass hast am klugen und Horizont erweiterndem Denken, dann ist das hier ein Lesetipp für die letzten Sommertage: Michael Schmidt-Salomons „Jenseits von Gut und Böse“.
Doch Vorsicht. Das Buch könnte Deine Weltsicht erschüttern…
Und vielleicht willst Du danach etwas ganz anderes, als Du Dir jetzt vorstellen kannst.

Ich hab schon MSS‘ nächstes Buch daheim: Hoffnung Mensch. Eine bessere Welt ist möglich.
Klingt ja vielversprechend. Aber ich will es grad noch nicht lesen…

Charlotte Joko Beck

Montag, August 22nd, 2016 von ulli

Joko BeckHast du schon von Charlotte Joko Beck gehört? Sie war eine amerikanische Zen-Lehrerin und ihre beiden Bücher sind einfach umwerfend. Für mich jedenfalls. Ihre Texte sind derart kompromisslos, sodass dir manchmal wirklich die Luft wegbleibt von der ungwöhnlichen Sichtweise und der Radikalität im Denken. Und vieles, das sie schreibt, lässt sich durch Erfahrung bestätigen. Somit bin ich auch geneigt, dem Rest Glauben zu schenken 🙂

Ich habe eben für einen Freund ein Kapitel ihres Buchs „Einfach Zen“ kopiert. Das kann ich dir als Leseprobe empfehlen: joko beck-das kalte lager (pdf).

In einem Nachruf auf ihr Leben schreibt einer ihrer Schüler:

„One of her great virtues as a teacher was that she did not try to clone herself. She let us digest her teaching and grow in our own different directions.“

Das klingt doch gut. Meinst du nicht auch?

DER ZORNIGE BUDDHA

Montag, August 22nd, 2016 von ulli

Ich kenne das Schulprojekt bereits vom Wiener Vesakh Fest, wo die jungen Leute schon einige Male aufgetreten sind.
Sehr spannend. Nun gibt es einen Film darüber!

der zornige buddha

NÖ-Premiere

DER ZORNIGE BUDDHA
Cinema Paradiso St. Pölten, 20.9.16, 20 Uhr

NÖ-Premiere mit Regisseur Stefan Ludwig zu Gast im Kino

Sajókaza, ein Dorf in Ost-Ungarn. Um benachteiligten Roma-Jugendlichen eine Zukunftsperspektive zu bieten, gründet János Orsós ein buddhistisches Gymnasium. In einer rassistisch aufgeheizten Umgebung versucht er, den verarmten Jugendlichen durch Bildung und Spiritualität zu einem selbstbestimmten Leben zu verhelfen und sie im Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung zu stärken. Doch sein Projekt stößt im Klima einer nationalistisch-rassistischen Politik auf Ablehnung und Anfeindungen. Mit seinem Dokumentarfilm taucht Regisseur Stefan Ludwig in den Mikrokosmos eines ungarischen Dorfes ein, stellt eine Vertrautheit zu den jungen ProtagonistInnen her und liefert ein starkes filmisches Plädoyer für Bildung.

Sensibel, zurückhaltend und genau… Ein Bild der Normalität und Intimität, wie es in wahlverwandten Dokumentarfilmen oft ausgespart bleibt. Diagonale

Im Cinema Paradiso St. Pölten am 20.9.16, 20 Uhr,
NÖ-Premiere, nach dem Film Gespräch mit Regisseur Stefan Ludwig

Webseite: http://www.derzornigebuddha.at/  

Facebook: https://www.facebook.com/derzornigebuddha/

Children talking about mindfulness.

Samstag, August 13th, 2016 von ulli

Sehr ermutigend…

Hier wurde es publiziert: www.mindful.org

und der gute Tipp kam – wie viele andere auch schon – von Klaus: Geistreich

Einsichtsdialog in Wien! 30.9. bis 2.10.2016

Donnerstag, August 11th, 2016 von ulli

Bhante Sukhacitto hält Ende September ein Einsichtsdialog Seminar in Wien. Das ist eine wirklich seltene Gelegenheit, und falls du mit Vipassana Meditation schon Erfahrung hast, könnte dich die Erweiterung der Methode um die zwischenmenschliche Dimension interessieren. Es ist wirklich ungemein spannend und erweitert den Horizont beträchtlich.

Einführung in den Vipassana Einsichtsdialog
mit Betrachtungen zur
„Spirituellen Freundschaft – Kalyana-mitta“

Freitag 30. 9. 2016, 19.00 bis 21.30 (Einführungsvortrag; auch ohne Seminar besuchbar)
Samstag 1. 10.2016,  9.30 – 18.00
Sonntag 2. 10.2016, 9.30 bis 17.00
Teilnahme auch nur am Samstag möglich

Ort:
Theravada-Schule, Buddhistisches Zentrum, 1. Stock,
Fleischmarkt 16, 1010 Wien

Anmeldung
bei Harald Reiter unter haraldrei@gmail.com
oder Tel. 0664 – 45 113 51

In der Ankündigung heisst es:

Bhante Sukhacitto, geb. 1963, kam in Thailand im Jahre 1986 erstmals mit der Buddhalehre in Berührung, wo er auf den Lehrer Ajahn Buddhadasa traf. Seit 1990 ist er voll ordinierter Mönch. Im Jahre 1993 kehrte er in den Westen zurück und sammelte Erfahrungen in verschiedenen anderen buddhistischen Traditionen. Er lebte mehrere Jahre in Klöstern der Ajahn Chah Tradition in England und in der Schweiz. Vor 11 Jahren lernte er den Einsichtsdialog kennen und wurde von Gregory Kramer u. a. ausgebildet und lehrt diese Praxis nun seit 6 Jahren in verschiedenen Ländern.

Die Kraft und die Herausforderung des gemeinsamen Meditierens: Einsichtsdialog ist eine zwischenmenschliche Meditationspraxis auf der Grundlage von Vipassana. Durch den Dialog wird die Achtsamkeit und Geistesruhe der traditionellen stillen Meditationsübung in die Interaktion mit anderen eingebracht. Das ermöglicht uns Dinge, die wir normalerweise in der Geschäftigkeit unseres Lebens übersehen, wahrzunehmen und zu verstehen und mehr Akzeptanz für (mehr …)

Freiheit und Verantwortung

Donnerstag, August 11th, 2016 von ulli

foto 033Mit der gleichnamigen Tagung wird die Verbindung von gesellschaftlichen Themen und spiritueller Bewusstseinsschulung hergestellt. Eine schöne Zusammenführung, wie sie noch viel zu selten geschieht.

Die Tagung wird von Sylvia Kolk veranstaltet, deren theoretische und praktische Arbeit ich schon seit vielen Jahren überaus schätze. Sie findet vom 23. bis 25.9.16 in Hamburg statt.

Genaue Informationen dazu: www.sylvia-kolk.de

Auf der Website findest du neben der Info zu den ReferentInnen (u.a. Christian Felber, Natalie Knapp, Claus Eurich, Michael Lüders) folgende Information:

„Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, in einer Art Zwischenraum. Die traditionellen Denk- und Handlungs­strukturen können die globalen Probleme unserer Zeit nicht mehr lösen.

Diese Tagung ist eine Resonanz auf diese Herausforderung, wie auch unsere Veranstaltungsreihe Umdenkprozesse, die seit 2014 in unterschiedlichen Formaten im Buddhistischen Stadt-Zentrum Hamburg stattfindet. Uns liegt die Entwicklung und Gestaltung eines engagierten und zeitgemäßen Buddhismus am Herzen. Wir wollen nicht nur unser individuelles Leid verstehen und überwinden, sondern auch dessen Zusammenhänge mit ökologischen, wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Verwerfungen und Umbrüchen erforschen und nach deren Ursachen fragen.“

Spannend, findest du nicht auch?

 

Achtsamkeit bei Süchten und Abhängigkeiten

Donnerstag, Juli 14th, 2016 von ulli

John hat mich persönlich angeschrieben, mit sorgfältig formulierten Worten. Das gefällt mir. Auch sein Beitrag gefällt mir, den ich somit  guten Gewissens weiterempfehlen möchte.

John Aldridge’s Ultimate Guide to Mindfulness for the Treatment of Addiction . This guide outlines how mindfulness is able to help people defeat addiction once and for all. See more at http://www.rehab4alcoholism.com/article/45/ultimate-guide-to-mindfulness-and-addiction

Hoffentlich findet dieses Wissen auch bei uns bald mehr Verbreitung.

Unser Geist ist kein Freund

Samstag, Juni 25th, 2016 von ulli

Das klingt ja fast ein wenig schockierend, dass unser Geist nicht unser Freund sein soll. Findest du nicht auch?
In folgendem Filmchen wird erklärt, was mit dieser Aussage gemeint ist, und wie wir dieses Wissen hilfreich nutzen können.

Eigentlich ganz plausibel. Selbst wenn wir nicht meditieren, können wir leicht verstehen, wovon hier die Rede ist.

Wenn dir der Film gefallen hat, findest du noch mehr Filme auf diesem You Tube Videokanal.
Komplexe psychologische und buddhistische Zusammenhänge sehr gut und einfach auf den Punkt gebracht.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben!!
… wie z.B. an Mae Chee Brigitte, auf deren Website du noch viel viel viel mehr spannende Infos finden kannst: www.meditationthailand.com

 

Bertha von Suttner kehrt nach Harmannsdorf zurück! 2. bis 12. Juni 2016

Donnerstag, Juni 2nd, 2016 von ulli

Bertha von Suttner, Pressefoto von Armin BardelEben hat mich Anita Ziehers Newsletter mit den letzten Infos erreicht. Wenn du gutes Theater über eine der spannendsten Persönlichkeiten der Friedensbewegung und eine der interessantesten Frauen der Zeitgeschichte sehen willst, dann solltest du dir das nicht entgehen lassen. Da ich diese Infos unten nicht auf Anitas Webseiten gefunden habe, gebe ich die Zeilen des Newsletters hier in voller Länge wieder. (Entschuldige bitte die verlorenen Zeilenumbrüche)

 

Liebe Theaterinteressierte,
diese Woche geht es los: Bertha von Suttner kehrt nach Harmannsdorf zurück! Regisseurin Brigitte Pointner, Produktionsassistentin Sophia Fischer, Interviewer Udo Bachmair und ich arbeiten intensiv an den Vorbereitungen. Wir freuen uns schon sehr auf die Aufführungen in diesem historischen Ambiente – der Ort ist wirklich etwas Besonderes, das spüre ich jedes Mal, wenn ich dort bin…
Bevor es los geht gibt (mehr …)

Gerald Hüther Mitte Juni in Klosterneuburg und Wien

Mittwoch, Mai 25th, 2016 von ulli

Ich könnte diesem Mann stundenlang zuhören! Wie bei diesem Vortrag von der Denkwerkstatt Zukunft 2014 über Glücksgefühle.
Und ich werde ihn das erste Mal nicht auf  Video sondern live erleben, und zwar am 15. Juni 16 in Klosterneuburg.
Hier die Infos dazu: http://www.lernwelt.at .Die Karten gibts über ÖTicket. Ausserdem ist er am 13. Juni bei Johannes Kaup im Radio Kulturhaus zu Gast zum Thema: Mehr Hirn fürs Herz – Warum wir nur gemeinsam weiterkommen.

Die von Gerald Hüther (mit)gegründeten Initiativen
„Schule im Aufbruch“,
„Kulturwandel in Unternehmen und Organisationen“,
„Männer für morgen“ und
„Akademie für Potentialentfaltung“

halte ich für sehr interessant und zukunftsweisend.

Einige davon haben auch schon in Österreich Ableger.

Als Willkommen heisst es bei der „Akademie für Potentialentfaltung“:

„Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen.“

Das glaube ich auch.

 

Konstruktiver Journalismus – im konstruktiven Ö1 Radiokolleg

Samstag, April 9th, 2016 von ulli

IMG_3296Als ich vor einigen Jahren diesen Blog begonnen habe, hatte ich Ansprüche im Sinn, wie sie in dieser wunderbaren Ö1 Sendung  beschrieben werden. Dem defizitorientierten Bild der Medien und auch unserer Alltagswahrnehmung etwas entgegenzusetzen. Ganz ohne in dünne Schönfärberei und seichte Banalitäten abzugleiten.
Wie wir unseren Geist füttern, dahin entwickeln wir uns. Wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten, schafft unsere Realität. Es macht einen Unterschied, ob wir in der U Bahn die Gratiszeitschrift durchlesen oder Ö1 hören. Wir unterschätzen den Einfluss der „Geistnahrung“ auf unser Wohlbefinden und verwechseln unsere Gewohnheitsmuster, die Dinge zu sehen, mit Realität.

Hier gehts zum von Sonja Bettel gestalteten  Radiokolleg zum Thema „Konstruktiver Journalismus“ das leider nur noch ein paar Tage zum Nachhören ist.

Wie schön, (mehr …)

Elisabeth Wehling – Framing

Freitag, März 18th, 2016 von ulli

IMG_3245Passagen
Ö1, Montag, 21. März 2016, 16:00

Im Zeit-Raum: Sprache – Macht – Politik: Wie politisches „Framing“ unsere Demokratie beeinflusst.

Johannes Kaup im Gespräch mit Elisabeth Wehling und Franz Fischler.

„Elisabeth Wehling lehrt kognitive Linguistik an der University of California, Berkeley. Seit 2013 leitet sie Forschungsprojekte zu politischer Ideologie, öffentlichen Diskursen und unbewusster Meinungsbildung. Sie arbeitet mit den Methoden der Neuro- und Verhaltensforschung sowie der Kognitionslinguistischen Diskursanalyse. Brandneu im Gepäck hat Elisabeth Wehling ihr Buch, das in Wien Europapremiere feiert: „Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht“.“

Hier mehr Info zu Elisbeht Wehlings Arbeit. Auf diesen Beitrag freue ich mich schon lange. Hier die ganze Info zum Ö1 Beitrag

 

Altruismus und Mitgefühl sind erlernbar

Freitag, März 11th, 2016 von ulli

regenbogen1Nimm dir Zeit und schau dir diesen Film an.
Wer weiss, vielleicht verändert er dein Leben?

Hier gehts zum Link auf youtube:

Die Revolution der Selbstlosen (arte Doku)

Falls nicht, hattest du zumindest für eineinhalb Stunden inspirierende „Geistnahrung“… Im Film heisst es einmal, dass bereits ein einstündiges Videospiel unser Gehirn verändert..

Eigentlich können wir gar nichts folgenlos tun. Ganz schön radikal eigentlich. Findest du nicht auch?

Mein aktuelles Lieblingsbuch…

Donnerstag, März 10th, 2016 von ulli

ist verfasst von  Storch, M., Cantieni, B., Hüther, G.  und  Tschacher, W. (2010).

und heisst: Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen; mit Ergänzungskapitel „Embodiment im Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)“

Hier eine – sehr sachliche –  Rezension dazu und da findest du das Buch beim Fachverlag Huber – Hogrefe.

Wenn du dich für den Zusammenhang von Geist und Körper interessierst, ist das genau der richtige Stoff für dich. Von wissenschaftlichen Erkenntnissen bis zur Anleitung zu einer guten Körperhaltung findest du alles in diesem Buch. Eine gute Aufbereitung von Theorie und Praxis, die sich – wie in meinem Fall – beruflich gut einsetzen lässt, bei der du aber auch für deinen persönlichen Alltag viel mitnehmen kannst.

Maja Storch und das Zürcher Ressourcenmodell (ZRM) habe ich auf dem Blog hier ja schon mal mit einem Link zu einem ihrer witzigen Vorträge vorgestellt. Die Frau hat Humor, Sachkompetenz, Weisheit und Wissenschaftlichkeit, alles zusammen. Wie sie die Dinge pragmatisch und simpel auf den Punkt bringt, ist einfach genial.

Gerald Hüther kennst du vermutlich. Einen seiner spannenden Vorträge findest du auf diesem Blog hier verlinkt. Tschacher und Cantieni kenne ich selbst noch nicht, v.a. Benita Cantieni werde ich mir noch näher ansehen. Ihr Ansatz hat Ähnlichkeiten mit Eric Franklins Herangehensweise, die du ja auch schon hier kennengelernt hast.

Die vier sehr unterschiedlichen AutorInnen haben sich im Buch „Embodiment“ zu einem Wagnis zusammengefunden, wie sie im Vorwort schreiben. Ich wünsche mir mehr von diesen interdisziplinären Experimenten. Du auch?

Grossen Dank an Hanne, in deren Bücherregal ich das Buch entdeckt habe und die mich schon vor langer Zeit auf das ZRM aufmerksam gemacht hat. Hanne weiss einfach, worauf es ankommt ….

 

„Darm mit Charme“ – Über den Inhalt hinaus…

Sonntag, Februar 21st, 2016 von ulli

Bildergebnis für darm mit charmeVermutlich kennst du das Buch von Giulia Enders „Darm mit Charme“ schon. Ich scheine eine der letzten zu sein, die es eben mit grosser Begeisterung gelesen hat.
Dabei fasziniert mich einerseits der Inhalt des Buchs (hat es vielleicht auch mit Maja Storchs Strudlwurm vom letzen Beitrag zu tun..?).

Bildergebnis für jill enders

Genauso fasziniert bin ich allerdings von der neuen Herangehensweise, dem neuen Denken, das hier sichtbar wird. Hier zeigen zwei junge Frauen (Giulia Enders Schwester Jil Enders hat das Buch grossartig innovativ illustriert), auf welche Art wir – uns selbst ganz nahe – Phänomene erforschen, durchdenken und kommunizieren können.

So mutig, kreativ, selbstsicher und gleichzeitig unkonventionell, kritisch und differenziert. Mit viel sozialer und emotionaler Intelligenz. Ganzheitlich wäre auch noch ein passender Begriff dafür.
Wie schön, dass der Erfolg des Buchs beweist (November 2015: 1,6 Mio verkaufte Exemplare in Deutschland, Übersetzung in 36 Sprachen), dass dieser Stil nicht nur bei mir gut ankommt.
Hier ein erfrischendes Video mit viel Kompetenz – in jeder Hinsicht.

Ist das etwa „weibliche Wissenschaft“?

Der Strudlwurm in uns

Montag, Februar 15th, 2016 von ulli

IMG_3228Maja Storch hat – zusammen mit Frank Krause – das Züricher Ressourcenmodell (ZRM) entwickelt, das ich wirklich sehr hilfreich finde. Ähnliche Ansätze wie in diesem Modell verwende ich auch in meinem Coachingalltag und ich weiss, wie  wirksam sie sind.

Maja Storch arbeitete an der Uni Zürich und hat u.a. das Institut für Selbstmanagement und Motivation Zürich (ISMZ) gegründet.

Auf ihrer Website stellt sie sich vor mit den Worten:

„Mein Beruf ist Erfinderin. Ich liebe es, neue Dinge zu denken und meine Gedanken in Praxis umzusetzen. Mir macht es besonders Spass, auch komplizierte Sachverhalte in einer Sprache zu vermitteln, die von vielen Menschen verstanden werden kann.

Dies tue ich in meinen Vorträgen, in meinen Workshops und Seminaren, in der Psychotherapie, in der Supervision und im Coaching.“

Und sie tut das mit viel Humor, Herz und Verstand, was du bei ihren Vorträgen im Internet erleben kannst. Einige nette Videos kannst du auf ihrer Website finden.

Hier ein schöner Vortrag auf Radio Vorarlberg „Klug entscheiden mit Kopf und Bauch„, in dem Maja Storch u.a. die Eigenheiten des Storch“schen Strudlwurms vorstellt:

„Nimmt er etwas positiv auf, geht er auf etwas zu. Ist eine Zielsetzung für ihn negativ, geht er automatisch weg. Ein Beispiel hierfür ist die Darmspiegelung. Der Verstand sagt ab 55 Jahren, dass es eine wichtige Vorsorgemaßnahme sei. Das Würmchen sagt jedoch: Wir brauchen kein fremdes Auge im Hintern“.“

Hier noch ein kurzes anschauliches Video, dass die Herangehensweise des ZRM auf nette Weise erklärt. Die Begriffe „Verkörperung“, „Embodiment“ oder „somatische Marker“ (Damasio) spielen in dem Ansatz eine grosse Rolle, indem sie auf einfache Art den Zusammenhang von Körper und Bewusstsein anschaulich machen.

Der Körper ist die erste Grundlage der Achtsamkeit, so hat es Buddha schon vor 2500 Jahren gelehrt. Wenn wir nicht spüren, was uns bewegt, können wir uns auch nicht verändern. Oftmals verstehen wir diese Dinge besser, wenn sie im Rock der Neuropsychologie und in gewohnter Alltagssprache daherkommen. Unser Verstand lässt sich dann leichter ins Boot holen. Gewürzt mit Humor und Sachkompetenz lassen sich die Theorien noch leichter annehmen und in Praxis umsetzen. Auch das Bauchgefühl, unser Strudlwurm, fasst Vertrauen. Maja Storch ist eine wunderbare Entwicklerin und Vermittlerin. Was für eine Freude!

Karnismus – was ist das?

Montag, Februar 8th, 2016 von ulli

… die Geschichte vom FleischEssen. Das Video findet sicher viele Gegner und Gegnerinnen, wird aber auch manchen Menschen mehr Klarheit bringen. Bewusstheit ist das grosse Anliegen von Melanie Joy. Bei all dem Nebel ein hoher Anspruch.

Schau mal, wie du drauf reagierst. Solltest du vorzeitig abdrehen, frag dich: Warum gerade jetzt…

Ich habe es mir bis zum Ende angesehen. Das braucht schon Mut und Bereitschaft zur Auseinandersetzung. Ich würde das Thema gerne noch rationaler anschauen. Wenn nur noch Argumente zählen, wird es auch mehr Zuhörende geben, glaube ich. Jeder vorwurfsvolle Ton erzeugt Widerstand, grad bei diesem Thema.
Wie ist das bei dir? Was denkst du darüber?

„Is mindfulness making us ill?“

Samstag, Januar 23rd, 2016 von ulli

IMG_3110So betitelt ist ein Artikel in „the guardian“ über mögliche Schattenseiten von verordneter Achtsamkeitspraxis in amerikanischen Unternehmen bzw. im sorglosen Umgang mit Handy Apps. Was bei diesen Angeboten oftmals versprochen wird, wirkt nicht bei allen Menschen gleichermassen. Besonders bei psychisch labilen oder traumatisierten Menschen kann Meditation unbeabsichtigte Folgen haben und zu Ängsten und Depressionen führen. Meditation setzt einen einigermassen gesunden Geist voraus. Verordnete Programme in Unternehmen dürften darauf mitunter keine Rücksicht nehmen.

Ein Zitat aus dem Artikel, zeigt wie widersprüchlich mit dem Thema umgegangen wird: (mehr …)

Bewegung beginnt im Kopf – Eric Franklin

Samstag, Januar 23rd, 2016 von ulli

Bewegung beginnt im Kopf: Locker, leicht, dynamisch mit der Franklin-Methode®Ich habe das Buch „Bewegung beginnt im Kopf“ von Eric Franklin von einer Physiotherapeutin empfohlen bekommen. 100 Punkte, kann ich nur sagen.
Wenn du deine Haltung verbessern, dich körperlich entspannter und insgesamt wohler fühlen willst, möchte ich dir dieses Buch allerwärmstens ans Herz legen.
Ich befasse mich ja schon lange mit Achtsamkeit, und die Kombination mit dem in diesem Buch vermittelten Ansatz der „Ideokinese“ bzw. der konkreten Anwedung der „Konstruktiven Ruhe“ ist einfach genial. Die Vermittlung der anatomischen Grundkenntnisse einerseits und die spielerischen luftigen Imaginationen andererseits lassen sich grossartig mit der Achtsamkeitspraxis verbinden. –  Schliesslich ist die erste Grundlage der Achtsamkeit der Körper. Doch auch ohne meine Vorgeschichte ist die Wirksamkeit der Ideokinese sicher sehr gross.

Die motivierte kontinuierliche Übung führt zu einem grossartigen lockeren und bewussteren Körpergefühl. Ich denke, dass sich damit viele Knie-, Hüft- und Schulterprobleme einfach lösen liessen. Warum nur wird Wissen wie dieses nicht in unseren Schulen vermittelt und eingeübt?!
Auch ein längeres stilles Sitzen bei der Meditation geht mit dem Erinnern der leicht merkbaren Bilder sehr viel müheloser. Der Zusammenhang von Geist und Körper, von Vorstellung und realer Bewegung wird selten so greifbar und deutlich wie mit diesen Erfahrungen.

Franklin ist v.a. in der Tanzszene bekannt und da Ilse, meine liebe Tanzfreundin, alle seine Bücher im Regal hat, studiere ich nun schon weitere seiner Publikationen wie „Entspannte Schulter – gelöster Nacken“ und  „Beckenboden Power„.
Und es gibt noch so viele weitere Bücher! (hier die ganze Liste)

So habe ich mir von Ilse auch Mabel E. Todds Buch „Der Körper denkt mit“ (Verlag Huber, hier als e-book mit Leseprobe) ausgeborgt, das in 1. Auflage bereits 1937 publiziert wurde!
Mabel Elsworth Todd  ist die eigentiche Begründerin der „Ideokinese“, und es gefällt mir, wie Eric Franklin sich respektvoll auf sie bezieht. Ihr Buch ist erwartungsgemäss weit schwieriger zu lesen, aber für die Vertiefung gut geeignet.
Im Netz zu finden ist ein Artikel des Tanzpädagogen John Graham, der ihren Ansatz in wenigen Seiten beschreibt:“Es ist höchste Zeit mit dem Körper zu denken!“

Der Autor schreibt:
„Um bewusste Kontrolle über unser Strukturgleichgewicht im menschlichen Körper zu erhalten, müssen wir seine Einzelteile, ihre Beziehungen zueinander und die Kräfte, die auf sie von außen wie auch von innerhalb der Struktur wirken, studieren. … Ich empfinde „The Thinking Body“ als die zufriedenstellendste Methode, um Anatomie, Physiologie, Kinesiologie, Mechanik und Physik des menschlichen Körpers zu studieren. Dieses Studium verstärkt den eigenen Respekt für die Verantwortung, die wir haben können, über uns selbst zu lernen. Es erfüllt uns mit Erstaunen, Freude und Interesse, wie die Teile in unserer Körperstruktur angeordnet sind, um die Bewegung zu verbessern.„

Diese Freude kann ich mit meiner Erfahrung bestätigen.
Ein paar Bilder, die dir zeigen, wie Eric Franklin Zusammenhänge oder Übungen veranschaulicht:

Bildergebnis für eric franklinBildergebnis für eric franklinBildergebnis für franklin methode
Danke an Eric Franklin, der dieses Wissen so zeitgemäss und humorvoll weitervermittelt!

Bist du neugierig geworden?

Hier zur Website mit Kursangeboten, Blog und vielen (freien) Videos: http://franklin-methode.ch

Botschafter der Veränderung : Bhutan

Dienstag, Januar 19th, 2016 von ulli

Diese Woche war Dr. HA VINH THO in Wien, eingeladen beim Bank Austria Salon im alten Rathaus (gemeinsam mit Marlene Streeruwitz, einer wunderbar unabhängigen kühnen Denkerin, über die ich ein ander Mal schreiben möchte). Ich war dort. Es war ein echtes Erlebnis, ihn zu sehen und zu hören. Der ganze Abend war ein Gesamtkunstwerk, das mich nachhaltig beeindrucken wird (Hier einige Fotos dazu.). Manchmal gibt es diese Ereignisse. Kennst du das?

Dr. HA VINH THO ist Leiter des Gross National Happiness (GNH) Center in Thimphu, der Hauptstadt des Königreichs Buthan. Aus diesem Grund hab ich mir ein Interview mit ihm angehört. Es dauert nur 6 Minuten. Schau es dir an.

Ein längerer Beitrag findet sich hier: Earth Talk: Ha Vinh Tho – The Bhutan Experiment. Dr. HA VINH THO spricht am Schumacher College über die Erfahrungen in Bhutan, wobei er auch die Herausforderungen nicht unerwähnt lässt.

Und wenn dich dieses ambitionierte Modell weiter interessiert, das sich wie Science fiction anhört, kann ich dir auch den folgenden Arte Beitrag von rund 20 Minuten empfehlen. Darin werden die Dinge konkret. Es geht um biologische Landwirtschaft, Vermeidung von Müll, Werbungsverzicht, Messen und Definition von Glück. Wie Kinder erzogen werden und wie materieller Reichtum mit immateriellem Wohlbefinden in Beziehung gebracht wird, wie der soziale Aspekt im Unternehmertum betont wird…

Am Ende des Beitrags siehst du eine Versammlung von hunderten jungen Menschen, die Botschafter der Veränderung sein möchten. Sie schliessen ihre Augen und lauschen auf ihren Atem… „Solange ihr lebt, werdet ihr atmen.“ Sie werden ein gutes Leben haben.

Hoffentlich gelingt die Veränderung. Und hoffentlich dringt ihre Botschaft bis zu uns.

Dass andere Staaten die Botschaft schon gehört haben, kannst du beim Bruttonationalglück-Artikel auf Wikipedia nachlesen.
Hier ist auch ein gut gemachtes Filmchen zu finden, das du nicht übersehen solltest:

Am besten gehst du direkt nach Bhutan und schaust dir die Ergebnisse der letzten Erhebung 2015 an. So viele glückliche Menschen! www.grossnationalhappiness.com