Archive for the ‘Umgang mit Konflikten und Krisen’ Category

Ein Mantel des Mitgefühls

Dienstag, Juli 1st, 2014 von ulli
mohnblumen1Ich lese Beatrix‘  Mails sehr gerne, weil immer etwas Spannendes zu finden ist. Hier z.B. ein Zitat von Thich Nhath Hanh:
„Wenn wir jemandem zuhören, damit er sein Herz erleichtern kann, sollten wir ihn nicht unterbrechen – selbst wenn er voll Bitterkeit redet, Schuldzuweisungen ausspricht oder seine Worte von falschen Wahrnehmungen geprägt sind. Es kann schwer sein, dann ruhig zuzuhören. Die Samen der Irritation werden in uns gewässert, und in dem Moment ist es schwer, weiter Mitgefühl zu empfinden.
Mitgefühl ist unser Schutz, den wir für uns aufrecherhalten. Wenn wir uns mit Mitgefühl wie mit einem schützenden Mantel umgeben, können wir auch in schwierigen Momenten tief zuhören.“
Hohe Schule kann ich nur sagen, aber gewiss sehr hilfreich.
Ideale sind Orientierungen, keine Handlungsanleitungen 🙂 Was meinst du?

Eine gute Gelegenheit

Samstag, Juni 14th, 2014 von ulli

transparent2Wie du weisst, mache ich mir ja viele Gedanken darüber, wie mit Konflikten gut umzugehen ist. Wertschätzung ist keine Schönwetterthematik, sondern muss sich im Alltag zwischen Menschen bewähren. Vor allem in schwierigen Phasen.

Nun, dazu hab ich zur Zeit ausreichend Gelegenheit. Es ist auch der Grund, warum ich auf diesem Blog eben nicht so aktiv bin. Weil ich an einem anderen schreibe.

Was würdest du tun, wenn sie dir in einem halben Kilometer Entfernung einen Massentierstall hinstellen wollen?

Ich esse seit einiger Zeit kein Fleisch. Damit habe ich einen der letzten grossen Widersprüche meines Lebens beseitigt. Mitgefühl mit Tieren kontra Schnitzel essen.. Ich wollte diese Entscheidung immer sehr privat und persönlich halten, und nicht viel darüber sprechen. Das gibt bloss emotionale Diskussionen.  Ist mir zu anstrengend. Ich wollte auch gar nicht wissen, wie genau es bei der Massentierhaltung zugeht. Das ist ja echt ein Albtraum, was bringt es, wenn ich das weiss. Ändern kann ich doch nichts.

Nun. Wenn sie in Sichtweite von meinem Daheim 4 Hallen und 8 Silos auf 3600 qm mitten in die schönste Landschaft stellen , und darin 300 Zuchtschweine und 3200 Ferkel industriell behandeln bzw. produzieren wollen, ist es, als ob das Fass überlaufen würde. Die letzten 10 Tage geht es ganz schön rund bei uns. Schau mal:

www.mutleben.at

Zur Zeit wirken die Zufälle in meinem Leben gar nicht sehr zufällig. Kennst du dieses Gefühl?  Als würde jemand an einem interessanten Drehbuch schreiben, in dem du die Hauptrolle spielst. Jetzt also geht es darum zu zeigen, wie mit Konflikten wertschätzend umgegangen werden kann. Eine gute Gelegenheit. Und gar keine so leichte Prüfung.

 

ÖBR Hospiz – ein wertvoller gesellschaftlicher Beitrag

Montag, Juni 2nd, 2014 von ulli

Hospizarbeit ist eine der sinnvollsten Tätigkeiten in unserer Gesellschaft. Viele von uns erkennen das erst in tiefen Krisen, dann jedoch mit grosser Wertschätzung.

Den ÖBR Hospiz kenne ich seit seinen Anfängen, und ich freue mich, wie  grossartig sich die Einrichung entwickelt hat.

Eben wurde der wunderbar gestaltete aktuelle Jahresbericht ausgeschickt mit sehr gut lesbaren Beiträgen von HospizmitarbeiterInnen und Betroffenen.
Heute hat ihn Andrea online gestellt, du solltest ihn unbedingt lesen: hier

Ausserdem gibt es auf der Website spannende Blogbeiträge und Lesetipps.  Sieh selbst:
http://www.hospiz-oebr.at

Still – introvertiert – hochsensitiv — zählst du dich dazu?

Mittwoch, Mai 28th, 2014 von ulli

Karin hat mir ein wunderbares Buch geborgt:   „Still – Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt“ von Susan Cain.

Wenn du  manchmal das Gefühl hast, nicht ganz dazuzugehören, weil es dir zu laut oder dicht wird, du Menschenansammlungen eher meidest als suchst und du öfter mal lieber ein gutes Buch liest als auf ein Fest zu gehen, dann können Susan Cains Ausführungen augenöffnend für dich  sein.

Du bist schon richtig,
nur halt reaktiver bzw. sensitiver als andere Menschen, und das hat durchaus auch seine Vorteile.  Du musst nur wissen, wie du gut mit dir umgehst und du in einer extrovertierten Umwelt überleben kannst ;-). „Introvertierte“, wie sie hier bezeichnet werden, reagieren intensiver auf äussere Reize und brauchen deshalb mehr Rückzug und Regeneration. Sie gehen anders an die Dinge heran und führen lieber tiefsinnige Gespräche im Dialog als laute oberflächliche Reden in Gruppen. Introvertierte Menschen brauchen besondere Bedingungen, um ihre Talente zu entwickeln. „Orchideenmenschen“ ist dafür ein schöner Ausdruck.
Sehr spannend, was die Autorin an Material zusammengetragen hat von historischen Hintergründen, biologischen Ursachen bis hin zu kulturellen Unterschieden.

Hier gibt es die Möglichkeit zum Reinlesen und Weiterdenken. Auch ein Interview mit Susan Cain (mehr …)

Körper UND Geist im Blick haben

Donnerstag, Mai 22nd, 2014 von ulli

Ist es im letzten Beitrag darum gegangen, dass sich ALLES in unserem Kopf abspielt, geht es im Buch von Norman Schmid darum, wie wir uns davon ein wenig Ruhe gönnen könnten…

Ich habe Norman Schmid schon bei einem Vortrag der NÖ Gebietskrankenkasse zum Thema Achtsamkeit gehört. Seine Herangehensweise hat mir sehr gut gefallen. Nun hat er ein neues Buch herausgebracht:

„Nicht immer denken. Die Kraft von Achtsamkeit, Stille und Konzentration.“

Dessen Inhalt beschreibt er in einer Aussendung so:

„Zuviel denken macht krank. Es macht erschöpft, ängstlich, gereizt, verzweifelt und leer. Manche macht es auch körperlich oder psychisch krank. Das Gehirn in den „Leerlauf“ schalten zu lassen, ist für die Erholung nicht nur sinnvoll, sondern sogar notwendig.

Mit „Nicht immer denken!“ werden vier wirkungsvolle Strategien vorgestellt, mit denen es gelingt, den rastlosen Geist zur Ruhe zu bringen: Achtsamkeit, kognitive Umstrukturierung, Hypnose und Neurofeedback. Mit Fallbeispielen zu Depression, Angst, Burnout und Psychosomatik werden diese Strategien anschaulich dargestellt und miteinander verknüpft.“

Hier hast du einen Blick in sein Buch.

Norman Schmid lebt in St. Pölten, ist Psychologe und leitet gemeinsam mit seiner Frau, einer AllgemeinMedizinerin, das Institut „Hygieia-Gesundheitsförderung, Praxis für Psychologie und Medizin“. Hier die Website dazu. Einer der Schwerpunkte des Instituts ist Work Life Balance und wird hier genauer vorgestellt.

Work Life Balance beschreiben die beiden folgendermassen:

„Work-life-balance umschreibt den Einklang von Arbeit/Leistung mit Privatleben/Freizeit. Es geht darum, ein Gleichgewicht zu erreichen, bei dem die verschiedenen Lebensbereiche in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Dadurch wird sowohl die Gesundheit als auch die Persönlichkeitsentwicklung gefördert.“

Ganzheitlich…

Dass beides, Körper und Psyche gleichermassen im Blick sein müssen, ist ein ganzheitlicher medizinischer Ansatz, den ich nur unterstützen kann.

Auch Kurt Langbein, den ich diese Woche bei einem spannenden Vortrag gehört habe, fordert eine integrative Medizin in seinem jüngsten Buch „Weissbuch Heilung„. Der Autor des Bestsellers „Bittere Pillen“ und erfolgreicher Publizist hat selbst eine Krebserkrankung überwunden und sich intensiv mit den Defiziten der Schulmedizin aber auch mit den Potentialen der Selbstheilung befasst.

Kurt Langbein hat dazu auch einen wunderbaren Film gemacht: „Heilen ohne Pillen und Skalpell“. Dabei stellt er die Frage, wie geistige Faktoren körperliche Gesundheit beeinflussen. Du solltest dir zumindest den Filmtrailer ansehen, wo es heisst, dass zwischenmenschliche Beziehungen sogar genetische Veränderungen bewirken können. Resume:  „Gesundheit und Krankheit werden sehr stark durch psychosoziale Kontexte beeinflusst.“

Sehr authentisch und sehr ermutigend.

Wie kraftvoll, mutig und wie schön, wenn Menschen ihre schmerzvollen Erfahrungen teilen. Und erstaunlich, wie daraus neue Impulse von Heilung und Freude entstehen.

Findest du nicht auch?

 

 

Alles spielt sich im Kopf ab.

Montag, Mai 19th, 2014 von ulli

In einem Newsletter von Heinz Meisnitzer habe ich eben folgendes Zitat von Byron Katie gefunden

„Es ist einem Menschen ganz und gar unmöglich, nicht zu glauben, was er nun mal glaubt. Der Mensch muss seine Gedanken glauben und zwar solange, bis er sie prüft. Wut, Traurigkeit oder Frustration lassen uns wissen, dass wir Krieg führen gegen das, was ist. Alles Leiden spielt sich im Kopf ab. Es hat weder mit dem Körper noch mit den Lebensumständen etwas zu tun. Die Welt des Leids besteht aus ungeprüftem Denken.“ (Byron Katie)
Manchmal haben uns ja wirklich Glaubenssätze im Griff, sodass uns ganz schummrig wird davon. The Work ist eine gut geeignete Methode, dahinter zu schauen. Ich hab meine Erfahrungen mit dem Ansatz hier schon mal beschrieben. Aber wie es auch Heinz in seinem aktuellen Newsletter so grossartig offen und anschaulich schildert, können wir in unserem Alltag auf diese hilfreichen Methoden allzuleicht vergessen.
Wir müssen uns einfach daran erinnern, dass unsere Gedanken nicht unbedingt wahr sein müssen, immer wieder. Und damit kommen wir wieder zur Achtsamkeit – die in ihrem ursprünglichen buddhistischen Kontext mit „sati“ benannt wurde –  auch zu übersetzen mit „Erinnern“.
Was tust du, um nicht zu vergessen? um dich zu erinnern?
Falls du es etwas wissenschaftlicher ausgedrückt hören willst… Zum angesprochenen Thema passt auch ein Zitat des Wahrnehmungsforschers Hornemann v. Laer aus dem aktuellen Programm der beratergruppe neuwaldegg sehr treffend:
„Die Aufklärung ist bisher nur zur Hälfte passiert. Wir haben das Denken aufgeklärt. Das Aufklären der Wahrnehmung steht uns noch bevor.“ (Hornemann v. Laer)
Ich freu mich drauf. Du auch?

Karoline und die Achtsamkeit

Sonntag, Mai 4th, 2014 von ulli

Ich habe Karoline vor ein paar Jahren kennengelernt und schätze sie sehr. Sie ist sicher eine wunderbare MBSR Lehrerin, und sie hat eben ihre Termine für 2014 ausgeschickt.

Vielleicht magst du ja im September einen MBSR Kurs bei ihr machen?  MBSR ist die Abkürzung für „mindfulnes based stress reduction“, und was das genau ist, kannst du gemeinsam mit den genauen Terminen auf Karolines Website nachlesen:

www.karoline-leitner.at

Auch in den dunkelsten Momenten unsers Lebens…

Donnerstag, April 17th, 2014 von ulli


Morgen am Karfreitag  gibt es um 15:30 einen schönen Filmbeitrag im Bayrischen Fernsehen, den mir Alexandra empfohlen hat. Oben findest du den Trailer dazu: Die Farben der Seele. Sieht wirklich sehr vielversprechend aus.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein Lieblingsbuch ein, Pierre Stutz: Verwundet bin ich und aufgehoben. Kennst du das?  Sehr hilfreich in schwierigen Zeiten. Und das sind schliesslich die Zeiten, in denen es Hilfe braucht. Wann sonst.

In diesem Buch ist ein wunderbares Zitat von Martin Gutl, das ich schon öfter weitergegeben habe:

„Selbst ratlos sein
und doch viele beraten können.
Selbst gebrochen sein
und doch vielen als Halt dienen.
Selbst Angst haben
und doch Vertrauen ausstrahlen.
Das alles ist Menschsein,
ist wirkliches Leben.“

Stark, oder?

Der Begleiter: Von Mensch und Hund – von Hund und Mensch

Montag, April 14th, 2014 von ulli

Mitternacht. Noch schnell ein Blick ins neue Buch. Eigentlich lese ich ja keine Romane mehr zum Zeitvertreib. Zeit ist mir viel zu kostbar, um sie zu „vertreiben“. Aber dieses Buch kam durch besondere Umstände zu mir. Damit ist es eine Ausnahme und erhält eine Chance.

Aus der Chance wurden drei stundenlange Nachtsessions, in denen ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.  Bernhard Hoffmanns „Der Begleiter“ ist kein gewöhnliches Buch. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint. Es ist die Geschichte eines  amerikanischen Journalisten, der in eine  Kleinstadt fährt und durch Zufall einer seltsamen Story auf die Spur kommt. Genauer ist er einem Hund auf der Spur, einem „Boddhisattva“ Hund, der die Geschicke mehrerer Menschen der Kleinstadt auf ungewöhnliche Weise zum Besseren wendet.

Finn Henderson, so heisst der Journalist, macht sich so seine Gedanken. Indem du ihm bei seinen Interviews mit den unterschiedlichsten Menschen der Kleinstadt Schritt für Schritt folgst, macht sich zunehmend in dir das gleiche Gefühl breit wie in ihm. Da steckt irgendwas besonderes hinter diesen Hunde-Geschichten, etwas, das du nicht zu fassen kriegst. Was ist das bloss?

Spannend wie ein Krimi unterscheidet es sich von einem herkömmlichen Thriller dadurch, dass die Spannung stets freudvoll und einladend ist. Am Ende legst du das Buch aus der Hand mit einem heiteren erbaulichen Gefühl. Du hast viel erfahren über Menschen, über Hunde und über Hunde-und-Menschen. Am Ende siehst du dir das Cover an und du verstehst. Am Ende siehst du dir den Buch-Trailer an, und du verstehst.  Und du würdest am liebsten nächtelang so weiter lesen. Keine Spur von Zeitvertreib, reiner Genuss. Ich denke, das Buch könnte Kult werden. Nicht nur für HundefreundInnen.

Zum Gesamtkunstwerk des Begleiters gehört der Trailer, den du eingangs abspielen kannst sowie eine nette Website, wo du mehr zur Geschichte erfährst: http://www.der-begleiter.at.

Das Buch ist bald im Buchhandel erhältlich und schon jetzt bei heyn zu bestellen.

Seminarempfehlung „Dem seelischen Erbe entwachsen“

Montag, April 14th, 2014 von ulli

Beatrix Teichmann-Wirth und Clarissa Costa bieten von 13.6. bis 15.6.14 ein spannendes Seminar an.
Es trägt den Titel „Dem seelischen Erbe entwachsen“.
Das Thema, die Folgen der Kriegstraumatisierung unserer Eltern,  ist Beatrix seit einiger Zeit ein großes Anliegen und sie findet, dass die Heilung dieser Folgen eine Notwendigkeit ist, dass es uns gut geht und um eine friedliche Zukunft zu verwirklichen.

Hier die genaue Info: Seelisches Erbe Folder

Ich habe vor längerer Zeit einen Blogbeitrag geschrieben, der sich mit der im Seminar verwendeten Literatur befasst. Wirklich empfehlenswert.

Evas Geschichte

Montag, April 14th, 2014 von ulli

„Die Geschichte „zivilisierte Menschen oder Mörder“ habe ich geschrieben, weil ich meine Mitmenschen darauf aufmerksam machen will, dass wir auf unsere Taten aufpassen sollten.“ sagt Eva.

Eva hat eine Geschichte geschrieben, die mir wirklich gut gefällt. Darum möchte ich sie dir hier vorstellen.

Eva schreibt Geschichten, in denen öfter mal der Tod oder Tote vorkommen, was viele Menschen erschreckt. Mich nicht. Dich vielleicht? Ich finde, das mit der freez hour auch ziemlich interessant… (Genau in dem Moment, als ich das schreibe, drückt der Sturm die Tür hinter mir auf…)

Wenn du den Schluss von Evas Geschichte liest, wirst du sehen, wie sehr Eva am Lebendigen interessiert ist und am Lebenswerten für uns alle.

Eva ist gerade 14 Jahre alt. Ich denke, sie wird uns noch viele gute Geschichten erzählen. Danke Eva!

Aber nun zum Eigentlichen, zu Evas Geschichte:

Zivilisierte Menschen oder Mörder

„Dieses Treffen wurde zusammengerufen wegen einer sehr störenden Ursache.“ sagte eine atemlose Stimme aus dem Dunkeln. „was ist es denn?“ fragte eine andere tonlose Stimme. „Das geht dich nichts an, Lichtlos, Du bist noch zu jung dafür“ erwiderte die erste Stimme. „Jetzt sei doch nicht so herzlos, Heartless“ meinte Nobeat.“Du kannst es ihr ja sagen – so schlimm ist es doch nicht, oder?“

„Nun gut, ich erzähle es Euch“ sagte Heartless. „Moonlight hat mir erzählt, dass die ….die…. die“ (mehr …)

Schon wieder Ö1

Dienstag, April 8th, 2014 von ulli

Was soll ich machen. Der Radiosender ist einfach eine Quelle an Inspiration. Diesmal ein Interview in der Sendereihe „Passagen – Im Zeit-Raum“

mit Niko Paech,

Befreiung vom Überfluss – Aufbruch in eine Postwachstumsökonomie

noch bis nächsten Montag nachzuhören online:

http://oe1.orf.at/programm/368730

Wirklich sehr hörenswert eine Stunde lang.

Gleich von zwei Freundinnen empfohlen. Danke Rosmarie, danke Veronika!

 

Der letzte Koffer

Dienstag, April 1st, 2014 von ulli

Was würdest du in deinen letzten Koffer packen?

Was andere Menschen in ihre Koffer packten, kannst du dir vom 29.3. bis 26.4.14 im Wiener Museumsquartier anschauen. Ausserdem gibt es spannende Veranstaltungen rundherum.
Hier die Info dazu:

Ein Koffer für die letzte Reise, Einmal Jenseits und Zurück.

Du kannst aber auch deinen eigenen Koffer gestalten, fotografieren und das Foto einschicken (Menupunkt:  „Koffer selber packen“). Die Bilder werden dann im Web gesammelt.

Überleg mal, was würdest du wirklich gerne mitnehmen?

„Fremd, anders und allein – Hospiz und Palliative Care abseits des Mainstreams“ – eine Nachlese

Donnerstag, März 20th, 2014 von ulli

Am 8.3.14 war ich beim Symposium des Mobilen Hospiz Horn (wie hier bereits im Jänner angekündigt)  und möchte noch ein paar Erinnerungen zusammenfassen, bevor sie in Vergessenheit geraten.

Da es online vom (unabhängigen) Verein des Mobilen Hospiz Horn eine Nachlese gibt, die wunderbarerweise sogar die Vortragsfolien umfasst (ich werde sie bequemerweise für dich direkt verlinken), werde ich bloss ein paar subjektive (mehr …)

Spiel mit Puppen und Emotionen

Donnerstag, März 6th, 2014 von ulli

Letzten Samstag war ich bei einem Workshop  oder besser „Playshop“ des nö. Hospizverbands, wo ich gemeinsam mit einer Gruppe netter Frauen von Olaf Möller das Spielen mit grossen Handpuppen kennengelernt und geübt habe.

So viel gelacht hab ich schon lange nicht!  Olaf  zeigte uns mit seinen liebenswürdigen Charakterpuppen neben viel Technik und Methodik, dass schwierige Emotionen mitunter mit Humor sehr viel leichter zu nehmen sind. Du brauchst dir nur das Video anzusehen, dann weisst du, was ich meine.

Olaf kommt aus Deutschland und ist wunderbar lustig. Er sprüht regelrecht vor Witz und Lebendigkeit. Seine „Performance“ hat aber auch eine Art Tiefgang, der mir sehr gefiel.  So war es eigentlich auch stimmig, als ich auf Olafs Literaturliste Marshall Rosenbergs: Gewaltfreie Kommunikation und Julia Camerons „Der Weg des Künstlers“ entdeckte –  zwei Bücher/Zugänge, die mich früher schon mal intensiv beschäftigt haben.

Unser Trainer hat u.a. in Grossbritannien bei der sehr spannenden  Franki Anderson Improvisation und Theater gelernt, und ziemlich sicher sind auch Olafs Fooling Seminare eine grossartige Erfahrung (leider aktuell nicht in Österreich). In der Beschreibung der Seminare (ganz ohne Puppen) heisst es:

Fooling ist eine ganz besondere Art von Improvisationstheater, die mit der Wahrheit des Augenblicks spielt.

Was ist wichtiger als das? Der Archetyp des Narren verschafft uns einen wunderbaren Zugang zu unserer kreativen, kraftvollen und lebenslustigen Seite.

Das hat uns Olaf neben dem Handpuppenspiel sehr gut am eigenen Beispiel gezeigt. So ein gelungener Tag! So eine Freude!

 

Optimismus – und das Gute sehen

Montag, März 3rd, 2014 von ulli

Beatrix ist eine ganz Besondere. So frisch und lebendig und immer in interessanen Projekten. Es ist eine Freude, sie zu kennen. Von Beatrix habe ich die links zu folgenden Videos:

Als erstes ein kurzes Interview (8 min) mit Alice Herz – Sommer,  geboren in Prag, Holocaust Überlebende und glücklich mit 108 Jahren…
Sie preist die Schönheit der Musik und der Natur und sagt Dinge wie:  „Ich weiss um das Schlechte, aber ich schaue auf das Gute.„, „Humor ist etwas Besonderes.“ oder „Uns ist nicht bewusst, wie verwöhnt wir eigentlich sind.“ Es tut wirklich gut zu sehen, wie sie es sagt. Schau dir die weise alte Dame nur gut an. Vorbilder wie sie gibt es selten:

 „There are so many reasons to be happy„, singt auch Joe Reilly in seinem Song „Breathing“
im 2. von Beatrix empfohlenen Video. Horch mal:

Danke Beatrix für die Samen, die du verstreust!

Achtsamkeit für Jugendliche

Dienstag, Februar 4th, 2014 von ulli

Soryu Forall hat in den USA in seinem Center for Mindful Learning spezielle Achtsamkeitsprogramme für SchülerInnen und Jugendliche entwickelt.

Vor allem das Mind the Music Programm finde ich grossartig. Da heisst es z.B.

Kinder und Teenager mögen es! Dies ist eine Gelegenheit für Jugendliche ihre Leidenschaften zu erforschen und es motiviert sie herauszufinden was sie tun und erreichen können. Sie können nicht nur träumen, sondern Schritte unternehmen, um ihre Träume zu realisieren.

Leider ist mir in Österreich noch niemand bekannt, der derartige Programme in Schulen oder Jugendzentren anbietet. In Deutschland gibt es mit Sabine Heggemann nur eine einzige Trainerin dazu.

Vielleicht weisst du noch mehr darüber?

 

„Den Samen der Achtsamkeit in die Wirtschaft pflanzen“

Sonntag, Januar 26th, 2014 von ulli

Noch bis nächsten Samstag kannst du auf Ö1 folgende Sendung nachhören

Tao – aus den Religionen der Welt

Samstag
25. Jänner 2014
19:05

„Den Samen der Achtsamkeit in die Wirtschaft pflanzen“ – Buddhistische Wirtschaftsethik.

Mit einem Download Abo hast du sogar noch rund ein Monat lang Zeit.

Hier gehts zur Programmbeschreibung.

Hospiz-Symposium in Horn am 8.3.14

Sonntag, Januar 19th, 2014 von ulli

Schon im letzten Jahr besuchte ich das Symposium des mobilen Hospiz Horn und war sehr angetan von der Qualität der Veranstaltung. Thema war Geschlechterrollen in der Hospizarbeit (hier meine Nachlese dazu). Auch heuer wieder wird es spannend mit dem Titel…

„fremd, anders und allein – Hospiz und Palliative Care abseits des Mainstreams“.

Die genaue Info findest du im Folder: 12. Hospizsymposium in Horn oder auf der Website. Ich werde hingehen und ganz sicher wieder eine kleine Nachlese auf diesem Blog schreiben. Übrigens: Der Verein mobiles Hospiz Horn ist unabhängig von Land oder Caritas.

Dabei fällt mir ein, dass ich nicht dazu gekommen bin,  auf die Enquete des niederösterreichischen Landeshospizverbandes vom letzten Oktober hinzuweisen. Thema war „Nähe und Distanz“. Eine sehr gelungene Sache.

Du kannst hier noch die interessanten Vorträge nachhören. Besonders gut in Erinnerung ist mir noch der Vortrag von Dr. Reschitzegger. Er verband in seinem Referat gekonnt literarische Zitate mit fundiertem Fachwissen, eine seltene Symbiose und wirklich hörenswert.
Also wie wärs?

 

Glaubst du an die Vollkommenheit?

Freitag, Dezember 13th, 2013 von ulli

Dann hast du ein schwieriges Leben. Schwieriger als es sein muss.

Rick Hanson befasst sich in seinem aktuellen Newsletter ausführlich mit dem Thema, und es tut richtig gut, seine Zeilen zu lesen.  Schau mal:

The Practice

Relax anxiety about imperfection.

Why?

„Imperfections“ are all around, and they include: messes, dirty clothes, weeds, snarled traffic, rain during a picnic, wine stains on carpet; injury, illness, disability, pain; problems, issues, obstructions, losses – including with others; objects that are chipped, frayed, broken; mistakes, errors; confusion, lack of clarity; war, famine, poverty, oppression, injustice.

In a nutshell, an imperfection – as I mean it here – is a departure from a reasonable ideal or standard (e.g., dog poop on your shoe is not ideal, nor is the hunger that afflicts one in six people worldwide). These departures-from-ideal have costs, and it’s reasonable to do what you can about them.

But we usually don’t leave it at that: we get anxious – uneasy, nervous, troubled, stressed – about imperfection itself, rather than recognizing it as a normal, unavoidable, and widespread aspect of life. Instead of dealing with (mehr …)