Archive for the ‘Umgang mit Konflikten und Krisen’ Category

Die Kraft der Worte

Freitag, November 29th, 2013 von ulli

Neulich spät abends in der Wiener Neubaugasse. Eben ist mir der Bus davon gefahren, es ist kalt, grau, feucht….
Ganz in Gedanken versunken: Soll ich die gehörte Bemerkung als Beleidigung auffassen oder nicht? Haben die Worte mich gemeint, soll ich sie ernst nehmen? Ich wiederhole das Gehörte wieder und wieder…

Da fliegt mich aus einem Schaufenster ein Schriftzug an, den ich im Weitergehen wiederhole. Nach und nach sickert die Bedeutung der Worte ein, und nach und nach macht sich ein Schmunzeln breit. Ja, das denkt sich netter als das zuvor gedachte. Wie sich das unterschiedlich anfühlt.

Als mir der nächste Bus davon fährt, geh ich gelassen eine Station weiter. Kalt, grau, feucht – und fröhlich mit den neu gelernten Worten:

Hinfallen
Aufstehen
Krone putzen
Weitergehen…

Kai Romhardt im Oktober und November in Wien und Melk

Sonntag, September 22nd, 2013 von ulli

LeserInnen meines Blogs wissen ja bereits, wie sehr ich das „Netzwerk der Achtsamen Wirtschaft – NAW“ schätze. Darum gebe ich gerne in gesammelter Form alle Details zu Kai Romhardts nahen Besuchen in Österreich weiter. Kai, der das Netzwerk gegründet hat und dessen Anliegen ganz wunderbar vermittelt, schreibt in seinem Newsletter:

„Im Oktober und November bin ich mit vier NAW-Veranstaltungen in Österreich zu Gast und freue mich sehr auf die Begegnungen und den Austausch. Sehr unterstützend wäre es, wenn ihr die folgenden Veranstaltungshinweise mit euren Netzwerken teil.

Den Beginn macht am 4. Oktober eine öffentliche Podiumsdiskussion in Wien mit dem Vorsitzenden der grünen Wirtschaft, Volker Plass, in der Buchhandlung Herder. Wir hoffen auf einen inspirierenden Austausch zu Kernthemen grüner und achtsamer Wirtschaft.

Am 5. Oktober veranstalten wir ein Achtsamkeitsseminar zum Thema „Achtsames Arbeiten: Neue Wege des Miteinanders“ im Salvatorianerkloster in der Wiener Innenstadt. Wir schauen gemeinsam in unsere Arbeitsgewohnheiten und lernen bewährte Kontemplations- und Übungsfelder achtsamen Arbeitens kennen, die uns den Weg zu einer sinnvolleren, entspannteren und heilsameren Form des Arbeitens führen können. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit unseren Freunden von M.A.L.E. statt.

Am 6. Oktober widmen wir uns dann dem Thema „Achtsame Führung und Kommunikation: Neue Wege des gemeinsamen Wirkens und Gestaltens“. Zum ersten Male wird dieses Thema damit der Ausgangspunkt eines ganztägigen Achtsamkeitsseminares . Wir werden hierbei in Melk zu Gast sein und wie gewohnt, den wunderbaren Essenssaal der Firma Gugler in einen Meditationsraum verwandeln.

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Unerwarteter Gleichklang

Montag, September 9th, 2013 von ulli

Der Waldviertler Abfallwirtschaftsverband AVH zitiert in seiner letzten Aussendung Milarepa, einen tibetischen Weisen, und fordert auf zu einem „Konsumieren mit Köpfchen“:

 

hier als pdf für bessere Lesbarkeit: alz

Achtsame Wirtschaft – Achtsame Gesellschaft?

Montag, September 2nd, 2013 von ulli

„Ich habe einen Traum – von einer achtsamen Gesellschaft, in der die Menschen bewusst miteinander umgehen, in der sie um ihre Werte und Wertigkeiten wissen und sich entsprechend verhalten.  Von einer Gesellschaft, in der wir uns selbst, anderen Menschen und Lebewesen und unserer Umwelt wertschätzend, liebevoll und freundlich begegnen…“ so ähnlich habe ich mein Statement in der Arbeitsgruppe „Achtsame Gesellschaft“ begonnen.

Rahmen der Arbeitsgruppe war das Community Treffen des Netzwerks Achtsame Wirtschaft NAW vom 21. bis 25.8.13 im EIAB in Waldbröl unweit von Köln.

Das EIAB ist das Europäische Institut für Angewandten Buddhismus, das vor vier bis fünf Jahren von Zen-Meister Thich Nhat Hanh gegründet wurde.  Ein Riesenhaus (mit schwieriger Geschichte) in einem weitläufigen Part, in welchem an die 50 Nonnen und Mönche leben, viele davon vietnamesischer Herkunft, mit einer Atmosphäre, die etwas ganz Besonderes ist. Wie soll ich das bloss beschreiben..

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Nachlese

Dienstag, Juli 16th, 2013 von ulli

Den Vortrag „Mit Achtsamkeit zum Umweltbewusstsein“ hab ich hier an anderer Stelle ja schon angekündigt. Es war ein sehr netter Abend. Wie überhaupt die Veranstaltungsserie eine sehr erfreuliche Angelegenheit gewesen ist.

Nun haben Thomas und ich  den Vortrag verschriftlicht, und du kannst das Vortragsmanuskript zum Nachlesen hier als pdf-Datei herunterladen: Vortragsmanuskript-mit Achtsamkeit zum Umweltbewusstsein

Auch die Erinnerungskarte an ILSE – die Begleiterin in die Achtsamkeit (das nette Blümchen hat Thomas‘ Tochter Celine gezeichnet)  kannst du in guter Qualität fürs Ausdrucken beziehen: ILSE-die begleiterin. Hier  in der Variante von 4 Postkarten mit 3 Fragen auf der Rückseite: ILSE3_kaertchen mit fragen

Wie wärs JETZT mit einem
Innehalten – Lächeln – Spüren – Entspannen.Erlauben.Erfahren??

Wir freuen uns über deine Rückmeldung!

Mit Achtsamkeit zum Umweltbewusstsein – Vortrag am 6.6. in Eggenburg

Freitag, Mai 24th, 2013 von ulli

Am Donnerstag, den 6. Juni 13 werden Thomas Schütt und ich im Rahmen der Eggenburger Umwelt- und Energietage einen Abend gestalten zum Thema:

Mit Achtsamkeit zum Umweltbewusstsein

Hier die Beschreibung der Veranstaltung, die um 19:00 im Barocksaal im Grätzel beginnen wird:

„Ein hilfreicher Weg zu absichts- und einsichtsvollem Handeln.

Verändert sich unser Bewusstsein, verändert sich auch unser Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Kultivieren wir Achtsamkeit, sehen wir Alternativen zu vorherrschenden ökonomischen Handlungsmustern und leisten einen wertvollen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität für uns alle.

Ein Abend mit Achtsamkeit in Theorie und Praxis.“

Die Vortragsinfo als pdf Datei:  Achtsamkeitsvortrag-UmweltEnergietage_eggenburg

Und hier der gesamte Folder mit vielen weiteren spannenden Programmpunkten :

UmweltEnergietage_eggenburg

Ich freu mich schon sehr auf den Abend. Die Vorbereitung mit Thomas ist ein Vergnügen. Wir diskutieren, dass uns mitunter die Köpfe rauchen. Ab und zu klingelt auch eine Achtsamkeitsglocke – zur Erinnerung, dass Achtsamkeit nicht blosse Theorie sein darf.

Vielen Dank an Eva Gasper, Leiterin der Bücherei Eggenburg, die diese Umwelt- und Energietage mit viel Engagement und Begeisterung ins Leben gerufen hat!!
Der Schwerpunkt soll auch die nächsten Jahre Bestandteil des Eggenburger Kulturlebens werden.  Sehr am Herzen liegt Eva die Benefiz-Veranstaltung am 16. 6., „Stimmen aus Afrika“ für die Initative von Martina Kainz,  welche mit grossem Einsatz ein Mädchenförderungsprojekt der Don Bosco-Schwestern in der Republik Benin unterstützt.

Schon beeindruckend, was einzelne Menschen bewirken können und wie gleichzeitig alles ineinander und miteinander in Beziehung steht…

 

Männer und Frauen

Donnerstag, April 18th, 2013 von ulli

Was trennt die Geschlechter? Sind wir uns ähnlicher als verschieden? Oder trennen uns Welten? Welche Wunden haben das Patriarchat, aber auch die feministische Bewegung beim jeweils anderen Geschlecht verursacht und ist eine gemeinsame Verständigung darüber möglich?

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„Ruhe und Klarheit“ – Meditation mit Christoph Köck Ende Mai im Stift Geras

Montag, April 15th, 2013 von ulli

Hast du vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 schon was vor?

An diesem langen Wochenende gibt es direkt im Stift Geras im Waldviertel ein Meditationsseminar mit Christoph Köck, das ich dir sehr empfehlen kann.

Ich bekam vor 10 Jahren meine ersten Inputs zum Thema Achtsamkeit von ihm, und du siehst ja auf dieser Website, was daraus geworden ist: ein grosses Interesse und eine Orientierung für alle Lebenslagen. Was braucht es mehr?

Ich weiss nicht, ob mich ein anderer Lehrer auch so hätte motiveren können. Er vermittelt die buddhistische Lehre sehr „unreligiös“ und alltagstauglich. Das war genau das, was ich für den Einstieg in dieses Thema brauchte.

Christoph ist ein sehr erfahrener Lehrer und hält wunderbare Vorträge. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mir einmal dachte:
Es ist so, als ob ein Reissverschluss zuginge – meine Fragen bekommen ein Visavis an Antworten, und alles macht plötzlich Sinn.. falls du dir vorstellen kannst, was ich meine…

Neben seiner Tätigkeit als Mediationslehrer arbeitet er als personzentrierter Psychotherapeut und versteht es aufs trefflichste, die buddhistische Lehre mit den Anforderungen unserer westlichen Zeit zu verbinden. In der Ankündigung heisst es,

„Oft wünschen wir uns entspannter, offener und freudiger durchs Leben zu gehen, wissen aber nicht genau, wie wir das anstellen sollen. Achtsamkeitsmeditation ist ein Weg der sanften Schulung von Klarheit, innerer Ruhe und Wohlbefinden.“

Wenn dich das anspricht, kannst du dich hier genauer informieren bzw. anmelden:

http://www.stiftgeras.at/de/veranstaltungen_seminare.html

Ortrud Grön: Eine weise Frau, ein grosses Vorbild

Dienstag, März 26th, 2013 von ulli

Patrizia (links im Bild) und Irmgard haben Mitte März Ortrud Grön (rechts im Bild) interviewt, und wenn du schnell bist, kannst du das spannende Gespräch diese Woche noch live auf  OKTO TV sehen.

Wenn es sich nicht ausgeht, dann gibt es die DVD immer noch in der philosophischen Werkstatt zu erwerben.

****

Einen Trailer kannst du dir beim Online Standard ansehen,  wo du auch einen Vorgeschmack auf das Interview bekommst mit folgendem Zitat :

„Warum haben die Menschen nur so viel Angst“, sagt Ortrud Grön. Montagabend auf Okto ist die bekannte Traumforscherin, Psychotherapeutin und Autorin in „Philosophie im Gespräch“ mit Patrizia Elfriede Nessmann zu sehen.
„Menschen, die so aggressiv werden oder glauben, einer Ideologie folgen zu müssen, wissen eben noch nicht genug vom Leben und müssen das auch lernen. Und sie werden es lernen, wie wir alle im Lernprozess bleiben“, ist die 88-Jährige zuversichtlich.“ (Der Standard 24.3.13)

In Patrizias Aussendung heisst es weiter: (mehr …)

Geschlechterrollen in Hospiz und Palliative Care

Freitag, März 22nd, 2013 von ulli

Vor ca. 2 Wochen, genauer am 9.  März,  besuchte ich in Horn eine sehr gute Veranstaltung zum Thema „Gender“ im Kontext von Hospiz und Palliativbewegung. Das 12. Hospiz Symposium wurde vom Mobilen Hospiz Horn veranstaltet.

Wunderbar organisiert, gehaltvolle Vorträge, gute Information, zahlreiches und interessiertes Publikum – was braucht eine erfolgreiche Veranstaltung mehr?!

Ich kann mich dem Artikel in der  regionalen Presse nur anschliessen: Es war wirklich eine Pionierleistung, sich dieses Themas anzunehmen, und das sehr gelungen:

250 Personen verfolgten die Vorträge und die anschließende Podiumsdiskussion. Die hochkarätigen Vortragenden aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern diskutierten über soziale und kulturelle Auswirkungen des Geschlechts. Sie gingen auf Unterschiede zwischen Frauen und Männern insbesondere in den Bereichen Leiden, Schmerz und Trauer ein. Als über alle Vorträge gespannte Conclusio kann man den dringlichen Hinweis zur Sensibilität in Bezug auf die Geschlechterrollen nennen. Wir können unsere Wirkung auf andere Menschen nicht beeinflussen, sie lösen bei uns gewisse Denkmuster aus. Was wir tun können, ist darüber nachzudenken und bewusst damit umzugehen um Rollenklischees zu vermeiden. (Hilda Schwameis – Bezirksblätter Horn)

Da ich keine genauere Nachlese im Netz finden konnte, möchte ich hier einige Infos zusammentragen. Das könnte schliesslich eine wertvolle Materialsammlung für am Thema Interessierte sein. (mehr …)

Das spürt sich weise an…

Donnerstag, März 7th, 2013 von ulli

Habe im aktuellen brennstoff  ein Zitat von André Heller oder besser von Leon Zelman entdeckt:

„Ich habe Leon gefragt, was die innere und äußere Konsequenz seiner Erfahrungen im Konzentrationslager war.

Er sagte: »Die Haupterfahrung ist,
die Menschen müssen lernen zu lieben, statt zu hassen,
zu lieben, sich selbst und andere.

Ich weiß auch, dass man die Grobheit nur durch Behutsamkeit auflösen kann,
die Gefühllosigkeit nur durch gelebte Feinfühligkeit und Mitgefühl,
das Schrille, Dröhnende durch ein Bekenntnis zum Zarten und dass,
wer die Welt verändern möchte, zunächst und vor allem
sich selbst verändern muss.„

 

„André Heller zitiert in Wienereien oder ein absichtlicher Schicksalsnarr seinen verstorbenen Freund Leon Zelman, dem auch sein Lied »Leon Wolke« ( siehe Youtube ) gewidmet ist.“
heisst es im brennstoff weiter.

Ich hab mir das Leon Wolke Lied von Andre Heller eben angehört. Das ist tieftraurig. und gut.

 

Kontemplation für beschäftigte Leute

Donnerstag, Februar 21st, 2013 von ulli

Christine hat mich auf die folgenden Zeilen hingewiesen und ich finde sie richtig gut. Sie sind aus einem Blogbeitrag von Kai Romhardt, dem Gründer des Netzwerks Achtsame Wirtschaft (bei dem ich Mitglied bin).

Am besten holst du dir die Liste, druckst sie aus, hängst sie über deinen Schreibtisch, legst sie in deinen Kalender und wählst dir für jeden Tag eine für dich passende Zeile zum Ausprobieren und Üben aus..

Hier nur ein paar Splitter daraus:

*Möge ich die natürlichen Pausen des Tages als Geschenke genießen und nicht mit Zusatzaktivitäten zupacken.
*Möge ich ein Bewusstsein dafür entwickeln, in welchem Geisteszustand ich mich gerade befinde und entsprechend handeln oder nicht handeln.
*Möge ich mir selbst nichts vormachen, meine Handlungen nicht rationalisieren und keine Geschäftigkeit vortäuschen.
*Möge ich Aufgaben nachgehen, an deren tieferen Sinn ich glaube und meine Lebenskraft nicht in den Dienst sinnloser Zwecke stellen.
*Möge ich die freudige Entspanntheit von Singletasking erfahren und unnötiges Multitasking beenden.
*Möge ich die wahren Antreiber in meinem Leben erkennen und mich nicht mit Aktivität und Arbeit betäuben.
*Möge ich mich nicht von der Geschäftigkeit und Atemlosigkeit meines Umfeldes anstecken lassen.
*Möge ich beim Zuhören, den inneren Parallelvortrag sanft zum Schweigen bringen indem ich mich auf meinen Atem konzentriere und nicht jedem Gedankenimpuls folge.
*Möge ich die Kraft und den Willen finden, mein Smartphone auch einmal zu Hause zu lassen.
*Möge ich es ertragen, auf Dritte sichtbar unbeschäftigt zu wirken.
*Möge ich jeden Tag aufs Neue über meine Unvollkommenheit lachen.

Gefällt dir das auch? Dann hol dir doch die ganze Liste.

Danke Christine für den Tipp!

Guter Stoff…

Donnerstag, Februar 14th, 2013 von ulli

Neuer guter Stoff zum Hören, Schauen und Nachsinnieren.

Einer meiner lieben Brüder hat mir ein paar links geschickt,  zu drei Vorträgen, die wirklich spannend klingen:

Angst durchleben — Freude gewinnen von Jürgen Stepien***

Die Liebe neu erfinden von Wilhelm Schmid

Beide Vorträge wurden von  der Vorarlberger Arbeiterkammer im Rahmen der Reihe  „Wissen fürs Leben“ auf ihrem You Tube Kanal publiziert. Feine Institution kann ich da nur sagen.

und noch ein dritter Vortrag,

Die Veränderbarkeit von Haltung und Geist aus neurobiologischer Sicht von Gerald Hüther*

Da warten noch viele anregende Stunden auf mich.
Vielleicht ist auch für dich etwas dabei.

*zu Hüther: trotz Kontext und akustischer Störungen sehr sehr spannende Inhalte, wie z.B. Verschränktheit von Kognition und Emotion, von Begeisterung und Lernen, der Rolle von Erfahrung zur Haltung, den Faktoren von Salutogenese (Verstehbarkeit, Gestaltbarkeit und Sinnhaftigkeit), unser Bedürfnis nach Verbundensein UND Autonomie, dem Zusammenhang von Unglück und Wirtschaftssystem und der Notwendigkeit eines anderen Geistes in unserer Kultur und in unseren Organisationen… von Selbstorganistion und Selbstheilung und  der Veränderbarkeit nur durch das Schaffen neuer Erfahrungsräume.  Von der Wichtigkeit die Erfahrung zu machen, wie schön es ist, sich gemeinsam um etwas zu kümmern und etwas hinzukriegen. – Etwas, das ein Leben lang immer wieder wirkt, weil es an Grunderfahrung anknüpft. Es ist also nie zu spät gute Erfahrungen zu machen und sich selbst und gegenseitig dazu zu verhelfen.
Ja, das gefällt mir. Also dann: Auf gutes Gelingen!
 
***mittlerweile haben Gerhard und ich auch den Vortrag zu Angst und Freude des Psychotherapeuten und Psychoonkologen Jürgen Stepien gehört. … Vom Feinsten!!!
Es gibt nichts sinnvolleres, als einen Sonntag abend auf diese Weise zu verbringen. Wir waren beide sehr angetan von den anregenden und tiefgehenden Worten. Auch wenn vieles für uns überraschend und neuartig argumentiert wurde, die Essenz war uns vertraut: Angst kann nicht weggedrückt werden, sie ist Teil des Lebens. Mit ihr umgehen zu lernen, ist der Schlüssel, bringt Lebendigkeit und Freude. Ein Zitat, das ich mir merken will: Angst klopft an die Tür, der Mut öffnet und da ist .. nichts.
Ich musste danach gleich die Website des Herrn besuchen. Auch die ist sehr zu empfehlen, v.a. die Impulse: http://www.stepien-impulse.de
Was es da alles schon an Weisheit und Ermutigung gibt – von Menschen für Menschen. Wir brauchen bloss die Augen aufzumachen und zu schauen und zu lauschen und zu spüren..

Selbstmitgefühl

Dienstag, Februar 5th, 2013 von ulli

Anfang Februar besuchte ich ein wunderbares Seminar:

Selbstmitgefühl mit Christine Brähler

Nun bin ich entschlossen, den Rest meiner Tage im Bemühen um grösste Liebenswürdigkeit mit mir (und damit mit anderen)  zu verbringen.  Das werde ich ab sofort kräftig und gezielt üben. Mit den Methoden des MSC,  des Mindful Self Compassion.
Hand aufs Herz – Fällt dir etwas Sinnvolleres ein?

Komm und sieh selbst:

http://www.selbstmitgefühl.de/ deutsche Seite von Christine Brähler

http://www.mindfulselfcompassion.org/ englische Seite von Christopher Germer

http://www.self-compassion.org/ englische Seite von Kristin Neff

**Insbesondere die gesprochenen, herunterladbaren  Meditationsanleitungen auf Christopher Germers Website möchte ich dir besonders warm empfehlen. Das tut wohl, in jeder Lebenslage!

Christopher Germer kommt übrigens im Oktober 2013 nach Wien zu einem Seminar.

 

Dieses Gedicht hat Christine vorgelesen, das klingelt vielleicht…

Mary Oliver – Wildgänse
Du musst nicht gut sein
Du musst nicht auf Knien gehen
Hundert Meilen durch die Wüste, um Buße zu tun.
Lass einfach das weiche Tier deines Körpers lieben, was es liebt.
Erzähl mir von deiner Verzweiflung, ich erzähle Dir von meiner
Inzwischen dreht die Welt sich weiter.
Inzwischen bewegen sich die Sonne und die klaren Regentropfen
Übers Land,
über Ebenen und die tiefen Wälder,
die Berge und Flüsse.
Inzwischen fliegen die Wildgänse hoch im klaren Blau wieder nach Hause.
Wer immer du bist, einsam oder nicht,
die Welt öffnet sich deiner Vorstellung,
ruft nach dir wie die wilden Gänse, rauh und aufregend –
und verkünden immer wieder deinen Platz
In der Familie der Dinge.

 

Klimaerwärmung?

Montag, Februar 4th, 2013 von ulli

ERINNERUNG an etwas Wesentliches… ERINNERUNG an die Achtsamkeit

Hast Du HEUTE…
schon deine Stimmung bemerkt?

bloss ein, zwei, drei Atemzüge lang?
Was denkt sich? Welche Bilder tauchen auf? Was spürst du, wenn du der Frage nachsinnst: „Wie geht es mir eigentlich?“

Ich glaube, es war in der aktuellen Psychologie heute-Zeitschrift, wo ich den Satz gelesen habe: Persönlichkeit ist wie das Klima, und unsere Stimmungen sind wie das Wetter.*

Wie wir letzte Woche gesehen haben, kann sich das Wetter enorm schnell ändern. Gerade noch lag alles im tiefen Schnee, schon ist es wieder grün und frühlinghaft. Und morgen soll es vielleicht wieder schneien.

Wie ist das Wetter in dir? Magst du auch die regnerischen Tage, oder sollte immer die Sonne scheinen? Wie schnell ändert sich das Wetter in dir, und wie hättest du es gerne?

Zum Beispiel JETZT…

Liebe Februar-Grüsse,

Ulli

* Es hiess genau: „Persönlichkeit verhält sich zu Emotion wie Klima zum Wetter“. Das aktuelle Psychologie Heute liest sich sehr spannend, mehr dazu hier:  Der emotionale Wetterbericht 

Auch der Leitartikel des Neurowissenschafters David Richardson ist recht  interessant. Er beschreibt unterschiedliche emotionale Stile, und dass sie veränderbar sind. Er meditiert und ist folgender Ansicht:

„Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass jeder, der sich forschend mit dem Geist beschäftigt, dass jeder Psychologe von Meditation nur profitieren kann.  Sie ist eine Übung, die einen dem eigenen Bewusstsein näherbringt. Nach meiner Überzeugung hilft das, ein besserer Psychologe zu sein.“ (S. 29)

Diese Überzeugung kann ich nur teilen. Ich gehe sogar einen Schritt weiter:  Jeder Mensch, der sich für seine eigenen Emotionen und sein Verhalten interessiert, kann davon profitieren.

Zum schwindlig werden…

Donnerstag, Januar 24th, 2013 von ulli

Ein kurzer Film mit schnellen Bildern.

Unsere Geschichte in zwei Minuten, mit ein wenig Überbetonung der Jetzt-Zeit. Freilich nehmen wir uns besonders wichtig, und vermutlich würde jeder Autor, jede Autorin andere Schwerpunkte setzen.

Wie würdest du sie sehen?

Unsere Geschichte in zwei Minuten..

Danke Agnes für den Link!

Und noch ein Link zu einer 3,3 Minuten Fassung der Schönheiten unserer Erde, diesmal von Andrea:

Human Planet

Wer liebt, leidet nicht

Dienstag, Januar 1st, 2013 von ulli

Dieser Vortrag von Robert Betz hat es in sich.

Falls du eineinhalb Stunden Stoff zum Nachdenken über deine (Nicht)Beziehung brauchst, so kann ich dir seine Worte wärmstens  empfehlen. Nicht gerade sanft sein Stil, aber dafür umso eindrucksvoller.

Nimm, was für dich passt und den Rest laß großzügig ziehen..

Wer liebt, leidet nicht, ein Vortrag von Robert Betz

 

Danke Sigrid für den Hinweis!!

Wiener Charta – ein grossartiges Projekt

Samstag, Dezember 8th, 2012 von ulli

So kreativ kann Politik auch sein. Die Wiener Charta war  wirklich ein wunderbares soziales Experiment, das von März bis November diesen Jahres in Wien realisiert wurde.  Dazu heisst es auf der zugehörigen Website :

Die Wiener Charta ist ein zukunftsweisendes Projekt, eine Form der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, die es in dieser Form europaweit bisher noch nicht gegeben hat. Es ging darum, Grundsätze und Spielregeln für gutes Zusammenleben zu erarbeiten. Das Besondere an diesem Projekt war, dass die Wienerinnen und Wiener die Themen selbst bestimmten und die Charta in Diskussionen aktiv mitgestalteten. Es wurde nichts verordnet – die Stadt Wien ermöglichte diesen Prozess und bot einen Rahmen dafür. Erarbeitet wurde die Charta von den Wienerinnen und Wienern selbst.

Und was war das Ergebnis? 

Die Details kannst du auf der Website genauer nachlesen, hier der Grundsatz und die  Themen im Überblick. Sind das auch deine Themen?

Damit wir gut miteinander auskommen, braucht es Respekt. Respekt heißt, andere Menschen zu akzeptieren, wie sie sind – so wie man selbst auch akzeptiert und respektiert werden will. Unsere gemeinsame Grundlage sind die Menschenrechte.

  • “Miteinander auskommen”
    Umgangsformen im Alltag, Rücksicht im Zusammenleben
    Verhalten im Straßenverkehr und in den öffentlichen Verkehrsmitteln
  • “Nicht immer dasselbe”
    Ich und die, die anders sind als ich
    Deutsch sprechen – andere Sprachen sprechen
    Jung und Alt
  • “Aufgeräumt wohlfühlen”
    Sauberkeit in der Stadt
    Öffentlicher Raum – Lebensraum für uns alle

Ich hab dann auch noch in den einzelnen Protokollen herumgeblättert und eine kleine  Statement-Sammlung zusammengestellt. Ist doch nett. (mehr …)

Unsere Sterblichkeit

Samstag, November 3rd, 2012 von ulli

Hast Du dieser Tage – naheliegend an Allerseelen – schon an Vergänglichkeit, Sterben und Tod gedacht?

Einige Fragen von Max Frisch dazu:

  • Haben Sie Angst vor dem Tod und seit welchem Lebensjahr?
  • Haben Sie keine Angst vor dem Tod (…), aber Angst vor dem Sterben?
  • Möchten Sie unsterblich sein?
  • Möchten Sie wissen, wie Sterben ist?
  • Können Sie sich ein leichtes Sterben denken?
  • Wenn Sie jemand lieben: warum möchten Sie nicht der überlebende Teil sein, sondern das Leid dem anderen überlassen?

Den ganzen Fragebogen und weitere sehr anregende Beiträge zum Thema Vergänglichkeit findest du im aktuellen „brennstoff„, den ich dir wärmstens empfehlen kann.

Die direkte Auseinandersetzung mit unserer eigenen Sterblichkeit – soweit meine eigene Erfahrung – macht das Leben erst richtig lebendig. Wenn du auch dieser Meinung bist, kannst du neben dem brennstoff noch ein paar Tage das Radio Kolleg dieser Woche nachhören, wo es um „Sterben in Zeitlupe“ ging. Besonders für die letzte Sendung vom Mittwoch, den 31.10.12 brauchst du aber gute Nerven. Darin wird detailgenau beschrieben, wie sich der Körper nach dem Tod verändert, besser gesagt auflöst. Da entstehen Bilder, die Kraft brauchen und Mut zur Realität.

Zuguterletzt möchte ich dich noch auf den ARD-Themenschwerpunkt „Leben mit dem Tod“ vom 17. bis 23. 11.2012  hinweisen. Da bedaure ich es, keinen Fernseher zu haben. Ein wirklich beeindruckendes Programm (hier als pdf).

Jede Angst ist letztendlich eine Form von Todesangst.

Wie wäre es angstfrei zu leben?

Nachtrag: Eine Sendung in der ARD Mediathek befasst sich mit Sterben aus tibetisch-buddhistischer Sicht: Reiseführer für Sterbende – Das Tibetische Totenbuch.

Wissen ist für alle

Donnerstag, Oktober 25th, 2012 von ulli

Ich habe Thomas gefragt, ob ich seine feine Liste zitieren darf und seine Antwort war:
„Wissen ist für alle“.

Es ist schon unglaublich, welcher Reichtum an Sichtweisen und Weltzugang uns heute zur Verfügung steht. Da wird oft geklagt über die unüberschaubaren Informations“fluten“, doch genausogut können wir es als Schatz sehen, als Früchte und Fülle.

Achtsamkeit hilft uns mit dem Übermaß gut umzugehen, und das richtige Maß für uns zu finden. Doch auch dazu gibt es verschiedenste Ansätze und Anknüfpungen, und es stellt sich die Frage: Wo anfangen?

Wie gut, wenn es da schon Vorauswahlen gibt, so wie Thomas „kleiner“ Literaturauszug…

BUCHTITEL

Der achtsame Weg durch die Depression
Mark Williams


Die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie der Depression: ein neuer Weg der Rückfallsprophylaxe
Zindel Segal


Achtsam essen. Vergiss alle Diäten und entdecke die Weisheit deines Körpers
Jan Chozen Bays


Einsichts-Dialog. Weisheit und Mitgefühl durch Meditation im Dialog
Gregory Kramer


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