Archive for the ‘Übungen’ Category

Achtsamkeit und Führung

Dienstag, November 18th, 2014 von ulli

IMG_2330In Wien gibt es ein interessantes Institut: „International Institute for Leadership and Meditation“, das u.a. Business Meditation anbietet. Da heisst es z.B. vom Gründer Dr. Friedhelm Boschert unter dem Titel „Die neuen Führungsqualitäten kommen von innen“:

„Wirksame Führung baut entscheidend auf der ausgeprägten Fähigkeit zur Selbstführung. In der Lage zu sein, die Gedanken, Gefühle und inneren Ressourcen zielgerichtet zu managen. Wesentliche Führungsqualitäten wie effektives Beziehungsmanagement, das Erspüren zukünftiger Trends, das treffsichere intuitive Entscheiden und eine hohe Stress-Resistenz hängen vor allem von der Fähigkeit ab, sein inneres Wissen und damit seine inneren Ressourcen effizient zu nutzen. Meditation als körperbasiertes Geistes-Training ist der Weg, diese inneren Quellen zu erreichen und zu nutzen.“ (Website)

Der Pressespiegel der Website ist eine Fundgrube.
Vor einem Jahr wurde ein Symposium „Leadership and Meditation“ an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien abgehalten. Alle Vorträge sind hier auf der Website in einem Rückblick auf Video zum Nachhören!

Und hier findest du ein paar sehr professionelle Anleitungen zur kurzen Meditation.

Diese Grosszügigkeit gefällt mir. Dir auch?

Wünschen wir dem Institut viel Erfolg!

(Nachtrag ein paar Tage später:)
Da ist er schon in Form eines Kurier Artikels: Wenn Manager meditieren.

Vorweihnachtliche Gehmeditation in der Mariahilferstrasse

Samstag, November 15th, 2014 von ulli

gehmeditation-30(Foto: imeditatevienna)
Ich bin ja Mitglied im Regionalteam des Netzwerks der Achtsamen Wirtschaft Wien und bin eben dabei, folgende Einladung zu verschicken. Vielleicht möchtest du ja auch kommen? Das wäre schön!

Einladung zur
Öffentlichen Gehmeditation in der Vorweihnachtszeit

in der Wiener Mariahilferstrasse

Einfach leben?

Samstag, 29. November 2014, 11:00 bis 12:00 Uhr

Treffpunkt: 10:45 Uhr, Innere Mariahilferstraße beim Westbahnhof, Christian Broda Platz
Ecke Millergasse beim Zugang zur U-Bahn Station

Auch dieses Jahr wird eine öffentliche Gehmeditation der NAW-Regionalgruppen zeitgleich durch die Einkaufszentren von mehr als 12 Städten im deutschsprachigen Raum durchgeführt.

Mitten im vorweihnachtlichen Konsumtrubel setzt das Netzwerk der Achtsamen Wirtschaft auch in Wien ein stilles Zeichen für inneren Reichtum gegen die äußeren Symbole rein materieller Glücksversprechen.

Wir gehen schweigend vom Westbahnhof bis zum Museumsquartier, bewusst und langsam. Inmitten aller Einkaufshektik bleiben wir ruhig und ganz bei uns.

Einfach leben. Komm! Gehen wir gemeinsam!

Mehr Infos auf:  www.achtsame-wirtschaft.de/regional-wien.html

Fotos zur Gehmeditation 2012 findest du hier.
Damals war das Motto: „Wir haben bereits mehr als genug Bedingungen zum Glücklichsein“

Inspirationen

Montag, November 10th, 2014 von ulli

wasserMoritz aus Berlin hat mir geschrieben und mich auf seine nette Website hingewiesen. Auf inspirationsprinzip.de findest du kleine nette Inspirationen für den Alltag.
Bist du bei einem Beitrag unten angekommen, klickst du einfach auf „Altere Artikel“ und du findest weitere nette Miniaturen, die dich inspirieren können. Danke Moritz!

Die Welt der Innenschau

Montag, August 25th, 2014 von ulli

blumen-klein004Ich gratuliere! Johanna hat ihr Buch fertig.

Titel:  Johanna Schuh: „Naikan – Die Welt der Innenschau“

Johanna bringt ihre Freude in ihrem Newsletter selbst so zum Ausdruck:

„Seit einigen Minuten halte ich es in den Händen! Ich kann kaum aufhören, darin zu blättern! Ich finde das ziemlich aufregend, muss ich ehrlich zugeben!

Mein Buch ist da. Mein Buch, das mich in den letzten drei Jahren beschäftigt hat, in dem ich meine Sichtweisen zu Naikan für die Welt – für Euch – gesammelt und entwickelt habe … Einsichten aus der Innenwelt für die Außenwelt quasi.

Innere Ruhe finden und sich selbst entdecken – das ist der Untertitel meines Buches. Für mich sind diese beiden Leitthemen wie zwei Beine, auf denen Naikan steht und geht – jeder gedankliche Schritt beruht darauf. Wenn die Beine tragfähig sind, dann können sie den Körper sicher bewegen. So vielfältig die Gedanken in meinem Buch sind, ich wollte sie immer auf den sicheren Boden der Erfahrung stellen.

Das gedruckte Buch gibt es als Paperback und als Hardcover. Bestellbar überall in Buchhandlungen und online auf allen Plattformen.

Paperback 14,99 Euro – ISBN: 978-3-95802-156-3
Hardcover 21,99 Euro – ISBN: 978-3-95802-157-0

Das E-Book wird am 10.9. erscheinen. Eine Leseprobe und ein Inhaltsverzeichnis findet Ihr hier:

http://tao.de/emaillander?books/ID14146/Naikan—Die-Welt-der-Innenschau „

Das ist ja wirklich eine Freude. Das muss ich mir gleich mal näher ansehen. Was Johanna macht, macht sie 100 prozentig, voller Qualität und voller Hingabe.

Na schau, und ihre Website hat Johanna auch eben neu gestaltet: http://naikan.ws/

Na, ich sags ja… 🙂

Ein Mantel des Mitgefühls

Dienstag, Juli 1st, 2014 von ulli
mohnblumen1Ich lese Beatrix‘  Mails sehr gerne, weil immer etwas Spannendes zu finden ist. Hier z.B. ein Zitat von Thich Nhath Hanh:
„Wenn wir jemandem zuhören, damit er sein Herz erleichtern kann, sollten wir ihn nicht unterbrechen – selbst wenn er voll Bitterkeit redet, Schuldzuweisungen ausspricht oder seine Worte von falschen Wahrnehmungen geprägt sind. Es kann schwer sein, dann ruhig zuzuhören. Die Samen der Irritation werden in uns gewässert, und in dem Moment ist es schwer, weiter Mitgefühl zu empfinden.
Mitgefühl ist unser Schutz, den wir für uns aufrecherhalten. Wenn wir uns mit Mitgefühl wie mit einem schützenden Mantel umgeben, können wir auch in schwierigen Momenten tief zuhören.“
Hohe Schule kann ich nur sagen, aber gewiss sehr hilfreich.
Ideale sind Orientierungen, keine Handlungsanleitungen 🙂 Was meinst du?

Eine gute Gelegenheit

Samstag, Juni 14th, 2014 von ulli

transparent2Wie du weisst, mache ich mir ja viele Gedanken darüber, wie mit Konflikten gut umzugehen ist. Wertschätzung ist keine Schönwetterthematik, sondern muss sich im Alltag zwischen Menschen bewähren. Vor allem in schwierigen Phasen.

Nun, dazu hab ich zur Zeit ausreichend Gelegenheit. Es ist auch der Grund, warum ich auf diesem Blog eben nicht so aktiv bin. Weil ich an einem anderen schreibe.

Was würdest du tun, wenn sie dir in einem halben Kilometer Entfernung einen Massentierstall hinstellen wollen?

Ich esse seit einiger Zeit kein Fleisch. Damit habe ich einen der letzten grossen Widersprüche meines Lebens beseitigt. Mitgefühl mit Tieren kontra Schnitzel essen.. Ich wollte diese Entscheidung immer sehr privat und persönlich halten, und nicht viel darüber sprechen. Das gibt bloss emotionale Diskussionen.  Ist mir zu anstrengend. Ich wollte auch gar nicht wissen, wie genau es bei der Massentierhaltung zugeht. Das ist ja echt ein Albtraum, was bringt es, wenn ich das weiss. Ändern kann ich doch nichts.

Nun. Wenn sie in Sichtweite von meinem Daheim 4 Hallen und 8 Silos auf 3600 qm mitten in die schönste Landschaft stellen , und darin 300 Zuchtschweine und 3200 Ferkel industriell behandeln bzw. produzieren wollen, ist es, als ob das Fass überlaufen würde. Die letzten 10 Tage geht es ganz schön rund bei uns. Schau mal:

www.mutleben.at

Zur Zeit wirken die Zufälle in meinem Leben gar nicht sehr zufällig. Kennst du dieses Gefühl?  Als würde jemand an einem interessanten Drehbuch schreiben, in dem du die Hauptrolle spielst. Jetzt also geht es darum zu zeigen, wie mit Konflikten wertschätzend umgegangen werden kann. Eine gute Gelegenheit. Und gar keine so leichte Prüfung.

 

Alles spielt sich im Kopf ab.

Montag, Mai 19th, 2014 von ulli

In einem Newsletter von Heinz Meisnitzer habe ich eben folgendes Zitat von Byron Katie gefunden

„Es ist einem Menschen ganz und gar unmöglich, nicht zu glauben, was er nun mal glaubt. Der Mensch muss seine Gedanken glauben und zwar solange, bis er sie prüft. Wut, Traurigkeit oder Frustration lassen uns wissen, dass wir Krieg führen gegen das, was ist. Alles Leiden spielt sich im Kopf ab. Es hat weder mit dem Körper noch mit den Lebensumständen etwas zu tun. Die Welt des Leids besteht aus ungeprüftem Denken.“ (Byron Katie)
Manchmal haben uns ja wirklich Glaubenssätze im Griff, sodass uns ganz schummrig wird davon. The Work ist eine gut geeignete Methode, dahinter zu schauen. Ich hab meine Erfahrungen mit dem Ansatz hier schon mal beschrieben. Aber wie es auch Heinz in seinem aktuellen Newsletter so grossartig offen und anschaulich schildert, können wir in unserem Alltag auf diese hilfreichen Methoden allzuleicht vergessen.
Wir müssen uns einfach daran erinnern, dass unsere Gedanken nicht unbedingt wahr sein müssen, immer wieder. Und damit kommen wir wieder zur Achtsamkeit – die in ihrem ursprünglichen buddhistischen Kontext mit „sati“ benannt wurde –  auch zu übersetzen mit „Erinnern“.
Was tust du, um nicht zu vergessen? um dich zu erinnern?
Falls du es etwas wissenschaftlicher ausgedrückt hören willst… Zum angesprochenen Thema passt auch ein Zitat des Wahrnehmungsforschers Hornemann v. Laer aus dem aktuellen Programm der beratergruppe neuwaldegg sehr treffend:
„Die Aufklärung ist bisher nur zur Hälfte passiert. Wir haben das Denken aufgeklärt. Das Aufklären der Wahrnehmung steht uns noch bevor.“ (Hornemann v. Laer)
Ich freu mich drauf. Du auch?

Spiel mit Puppen und Emotionen

Donnerstag, März 6th, 2014 von ulli

Letzten Samstag war ich bei einem Workshop  oder besser „Playshop“ des nö. Hospizverbands, wo ich gemeinsam mit einer Gruppe netter Frauen von Olaf Möller das Spielen mit grossen Handpuppen kennengelernt und geübt habe.

So viel gelacht hab ich schon lange nicht!  Olaf  zeigte uns mit seinen liebenswürdigen Charakterpuppen neben viel Technik und Methodik, dass schwierige Emotionen mitunter mit Humor sehr viel leichter zu nehmen sind. Du brauchst dir nur das Video anzusehen, dann weisst du, was ich meine.

Olaf kommt aus Deutschland und ist wunderbar lustig. Er sprüht regelrecht vor Witz und Lebendigkeit. Seine „Performance“ hat aber auch eine Art Tiefgang, der mir sehr gefiel.  So war es eigentlich auch stimmig, als ich auf Olafs Literaturliste Marshall Rosenbergs: Gewaltfreie Kommunikation und Julia Camerons „Der Weg des Künstlers“ entdeckte –  zwei Bücher/Zugänge, die mich früher schon mal intensiv beschäftigt haben.

Unser Trainer hat u.a. in Grossbritannien bei der sehr spannenden  Franki Anderson Improvisation und Theater gelernt, und ziemlich sicher sind auch Olafs Fooling Seminare eine grossartige Erfahrung (leider aktuell nicht in Österreich). In der Beschreibung der Seminare (ganz ohne Puppen) heisst es:

Fooling ist eine ganz besondere Art von Improvisationstheater, die mit der Wahrheit des Augenblicks spielt.

Was ist wichtiger als das? Der Archetyp des Narren verschafft uns einen wunderbaren Zugang zu unserer kreativen, kraftvollen und lebenslustigen Seite.

Das hat uns Olaf neben dem Handpuppenspiel sehr gut am eigenen Beispiel gezeigt. So ein gelungener Tag! So eine Freude!

 

Warum sind wir nicht öfter verspielter?

Samstag, Februar 15th, 2014 von ulli

Gerhard und ich machten heute einen feinen „Achtsamkeitsspaziergang“. Und das nachdem ich eigentlich nicht raus wollte und mit einem guten Buch vor dem Ofen sass und der Wärme wegen mehr dahindöste als konzentriert las.

Einmal draussen wurde ich dann wacher – und noch wacher wurde ich mit unserem neuen Spiel…

abwechselnd eine Achtsamkeitsübung vorzuschlagen für eine gewisse Wegstrecke …

  • so z.B. bis zum ersten Schranken (wo der Wald beginnt) die Fussohlen spüren,
  • dann bis zum zweiten Schranken Tiere bemerken (Vögel und Holzwürmer ;-)),
  • bis zum Ausblicksplatz fünf verschiedene Gerüche feststellen (etwas  schwierig so viele..)
  • bis zur nächsten Weggabelung sich fünf Dinge gleicher Art zeigen (Bäume, Gräser, Hölzer, Pilze, Blätter…)
  • bis zur Lichtung nur auf das Hören achten (Flugzeuglärm, ferne Autos, Hunde, Rehbockbellen…)
  • und und und
  • beim Rückweg durch die Kellergasse schreiten wie ein Königspaar (von Filmteam begleitet)
  • und bis zum Dorf still die Schritte zählen (wir waren nur 7 auseinander!).

Wir wurden immer einfallsreicher und immer lustiger. Was für eine Freude am Spiel! So präsent war ich schon lange nicht bei einem Spaziergang.  So einfach kann es gehen, die gewohnheitsmässig kreisenden Gedanken in neue Bahnen zu lenken..

Belohnt wurden wir durch den Aufgang des Vollmonds  kurz vor dem Heimkommen.
Ich blieb stehen, die Kälte störte mich nicht, und schaute zu, wie sich der Mond hinter den Wolken hervorschob und zwischen den Stämmen der entfernten Dorflinden erhob, eine langsame und doch deutlich sichtbare Bewegung von links unten nach rechts oben. Ein Schauspiel  zum Herz Erwärmen. Bei dem ein gut trainierter „Achtsamkeitsmuskel“ gute Dienste tut. Wie schnell wenden wir uns sonst von derlei Schönheit ab!

Warum wir den Mond so sehr mögen?
Vermutlich, weil er das Dunkel erleuchtet, so hat Su gestern gesagt.
Wie schön, wenn sich die Schleier lichten.

Findest du nicht auch?

Erinnern braucht Erinnern und Erinnern und Erinnern

Sonntag, Januar 26th, 2014 von ulli

„Sati“, das Pali Wort für Achtsamkeit hat u.a. die Bedeutung von „Erinnern“.

Darum möchte ich dir einige Erinnerungshilfen vorstellen, die ich gerne verwende bzw.  mir eben habe einfallen lassen.

Kunstworte

ALI  erinnert an:  Achtsam.Lächeln.Innehalten
(von Kai Romhardt, Netzwerk der achtsamen Wirtschaft)

PRO TE  erinnert an:  Pause.Relax.Open.Trust Emergence
und heisst ausserdem auf Latein „für dich“.  PRO TE sind die Anfangsbuchstaben einiger der Guidelines von Gregory Kramers Einsichtsdialog.

ILSE erinnert an: Innehalten.Lächeln.Spüren.Erfahren
und wurde im letzten Sommer gemeinsam von mir und Thomas entwickelt inkl. Erinnerungskarte.

In der von Mark Williams entwickelten Methode MBCT (ein 8 Wochen AchtsamkeitsProgramm zur Verhinderung von Rückfällen in die Depression) gibt es eine Anleitung zu einer „dreiminütige Atempause“ mit  Beobachten.Atmen.KörperSpüren-Öffnen, die eineR als BAKÖ erinnern könnte.

In einem Seminarprogramm las ich unlängst vom BALI Prinzip, wobei
BALI stand für:  Bewusst Werden.Annehmen.Loslassen.Integrieren

Klingt ja auch einigermassen erinnerungswert und -würdig.
Wie ist das bei dir? Vielleicht magst du da auch ein wenig erfinderisch sein und für dich Wichtiges in einem Kunstwort bündeln? Was könnte das sein?

 

Achtsamkeitsglocken

Als Auslöser für die Erinnerung an das Kunstwort eignen sich neben gut placierten Bildern, regelmässigen und unregelmässigen Geräuschen (Telefonklingeln) auch „moderne“ Achtsamkeitsglocken wie z.b. (mehr …)

Weihnachten, Feiertage, Jahresende, Jahresanfang

Montag, Dezember 30th, 2013 von ulli

Ich hoffe, du bist nach der dichten Adventzeit mittlerweile  in ruhigen Gewässern angelangt. Ich möchte einen der letzten Tage des Jahres nutzen, um ein paar Dinge zu sammeln, die gut getan haben und die für dich vielleicht auch von Wert sind.

Worauf bist du stolz?

Als erstes möchte ich mich an die feine Wintersonnwendfeier bei Christine erinnern. Keine 10 Tage her und schon so weit weg…  Wir standen ums Feuer und warfen Unmengen von Kräutern in die Flammen, alle von Christine selbst gepflanzt und geerntet: Lavendel, Johanniskraut, Frauenmantel und Salbei.
Das war ein Geruch und ein Geknister und wunderschön anzusehen!

Christine las ein Gedicht vor von Marianne Williamson – „A Return To Love“, wo es heisst, dass es unser  Licht ist und nicht unsere Dunkelheit, was wir am meisten fürchten. Das Gedicht (hier schon einmal besprochen), das auch durch Nelson Mandelas Antrittsrede berühmt wurde, beginnt mit den Zeilen: „Unsere tiefste Angst ist nicht, ungenügend zu sein. Unsere tiefste Angst ist es, dass wir über alle Maßen kraftvoll sind.“
Wir schwiegen lange im Nachklang dieser ungewöhnlichen Sichtweise. Uns klein zu machen nutzt der Welt nicht. Wie das stimmt! Doch ist es nicht eine unserer liebsten Gewohnheiten, uns im Mangel und Defizit zu sehen und uns mit anderen zu vergleichen? Ich denke, es braucht schon einiges an Übung, uns gegen den Strom zu bewegen (wie ja auch Rick Hanson meint mit seiner Praxis von „Taking in the Good“, die ich hier schon mal beschrieben habe).

Wir machten schliesslich eine Runde zum Thema: „Worauf ich stolz bin, was ich gut ausdrücken kann, worin ich wirklich gut bin..“
Die eine war gut „ehrlich und direkt“, der andere konnte „gut zuhören“, der nächste war „gut beharrlich“. Ich war stolz auf meine Fähigkeit zur Mitfreude, für die ich mich kein bisschen anstrengen muss. Eine junge Frau endete die Beiträge mit den Worten „Ich kann mich gut in andere einfühlen.“ Das war fürwahr ein guter Abschluss.

Worauf bist DU stolz, welches Licht bringst du in die Welt?

Ist es nicht besser, uns auf das zu konzentrieren, was schon da ist, was wir schon umsetzen und einbringen? Und nicht immer nur auf das, was wir anders haben, wohin wir uns verändern wollen? Gerade zu Jahresende ein guter Gedanke. Wäre es nicht grossartig, das Passende und Funktionierende regelmässig zu erinnern und einzuüben?
So wie Anja es mit ihrem 8 jährigen Felix macht. Nach unserer „SelbstWertschätzungsRunde“ erzählte sie uns, dass sie und ihr Sohn schon seit vielen vielen Jahren beim Gute Nachtsagen den Tag damit beenden, fünf Dinge zu finden, die wirklich gut gelaufen waren, worüber sie froh und dankbar seien.  Tag für Tag. Und sie würden immer etwas finden. Wäre es nicht schön, wenn alle Kinder so aufwachsen würden!

Das war also das Feuer zur längsten Nacht des Jahres.

Gefreut hab ich mich auch

— über Lucis WeihnachtsEmail mit folgenden Worten: (mehr …)

Still sein in lauter Zeit

Freitag, November 29th, 2013 von ulli

Morgen Samstag, am 30.11., 10:45 kannst du mitmachen bei der  NAW-Gehmeditation in der Mariahilferstrasse mit der Frage „Was genügt?“:
Peace is every step.

Am Donnerstag, dem 12.Dezember 2013 wird wieder auf allen Wiener U-Bahn Linien gleichzeitig meditiert. Mehr Info dazu: 2. Wiener U-Bahn Meditationssternfahrt

Der aktuelle Brennstoff  setzt sich umfassend mit Stille auseinander. Diese Zeitschrift ist immer ein Genuss.

 

Achtsame Wirtschaft – Achtsame Gesellschaft?

Montag, September 2nd, 2013 von ulli

„Ich habe einen Traum – von einer achtsamen Gesellschaft, in der die Menschen bewusst miteinander umgehen, in der sie um ihre Werte und Wertigkeiten wissen und sich entsprechend verhalten.  Von einer Gesellschaft, in der wir uns selbst, anderen Menschen und Lebewesen und unserer Umwelt wertschätzend, liebevoll und freundlich begegnen…“ so ähnlich habe ich mein Statement in der Arbeitsgruppe „Achtsame Gesellschaft“ begonnen.

Rahmen der Arbeitsgruppe war das Community Treffen des Netzwerks Achtsame Wirtschaft NAW vom 21. bis 25.8.13 im EIAB in Waldbröl unweit von Köln.

Das EIAB ist das Europäische Institut für Angewandten Buddhismus, das vor vier bis fünf Jahren von Zen-Meister Thich Nhat Hanh gegründet wurde.  Ein Riesenhaus (mit schwieriger Geschichte) in einem weitläufigen Part, in welchem an die 50 Nonnen und Mönche leben, viele davon vietnamesischer Herkunft, mit einer Atmosphäre, die etwas ganz Besonderes ist. Wie soll ich das bloss beschreiben..

(mehr …)

Loslassen – Ruhe finden – Energie tanken

Montag, August 12th, 2013 von ulli

Ende August, genau am Samstag, den 31.8.13 (verschoben auf 19.10.13!!! ), veranstaltet die Regionalgruppe Melk des Netzwerks der Achtsamen Wirtschaft ein

Einführungsseminar in die Achtsamkeitspraxis

unter dem Titel:

Loslassen – Ruhe finden – Energie tanken.

Hier das interessante Programm mit den genauen Infos:  achtsamkeitspraxis-melk

Vielleicht möchtest du das  Seminar mit einem Wachau-Ausflug verbinden?
Egal ob mit oder ohne Blick auf die Donau,  es wird sicher ein guter Tag.

Und zum Vormerken für den Herbst. Am 5. 10 und 6.10.13 kommt Kai Romhardt nach Wien und Melk zu jeweils eintägigen Achtsamkeitsseminaren zum Thema „Achtsam Arbeiten“ bzw. „Achtsame Führung und Achtsame Kommunikation„. Hier die Infos dazu: Flyer-AchtsamArbeiten-Wien-05-10-2013-final-VV bzw.Flyer-Achtsame-Fuehrung-Melk-2013-V

Wissensklarheit

Freitag, August 2nd, 2013 von ulli

Ich war eben auf einem 10 Tages-AchsamkeitsRetreat bei Sylvia Kolk in der Gegend von Hamburg. Eine grossartige Lehrerin, eine erfahrene, konzentrierte Gruppe von 40 Frauen, ein feiner Ort, bestes Essen und schönes Wetter. Glühende Sonnenaufgänge und glühende Sonnenuntergänge. 10 Tage Schweigen und Innenschau, weise Vorträge und Ankommen im Jetzt.  Davonschwimmen und wieder zurückkommen, mal leichter mal schwieriger, ehrlich und wesentlich. Üben eben. Praxis.

Was soll ich dir sagen? Ich ziehe diese Art „Urlaub“ jedem Helikopterfliegen auf Neuseeland oder Beachhopping auf den Bahamas vor. Spannender, bereichender und schöner kann das auf keinen Fall sein.

Da sind grosse Vorhaben für die nächste Zeit, das Gelernte und Erkannte in den Alltag zu integrieren.

Eins vor allem möchte ich mehr beachten: die Wissensklarheit, die ja ein zentraler Aspekt von Achtsamkeit ist. Kleine und grosse Dinge wie folgt zu reflektieren:

  1. Was ist mein Ziel, was ist meine Motivation, was möchte ich erreichen?
  2. Mit welchem Mitteln möchte ich das tun?
  3. Und: Ist das gewählte Mittel WIRKLICH geeignet, das Ziel zu erreichen?

Klingt irgendwie nach Managementseminar und ein wenig anstrengend.

Aber mit der richtigen Motivation und Einsicht eine hilfreiche und alternativlose Herangehensweise an die Erfahrung. Scheitern immer wieder erlaubt, in aller Freundlichkeit 🙂

Willst dus auch mal probieren mit der Frage:

Was bringt mir mehr Freude und Leichtigkeit ins Leben?

Nachlese

Dienstag, Juli 16th, 2013 von ulli

Den Vortrag „Mit Achtsamkeit zum Umweltbewusstsein“ hab ich hier an anderer Stelle ja schon angekündigt. Es war ein sehr netter Abend. Wie überhaupt die Veranstaltungsserie eine sehr erfreuliche Angelegenheit gewesen ist.

Nun haben Thomas und ich  den Vortrag verschriftlicht, und du kannst das Vortragsmanuskript zum Nachlesen hier als pdf-Datei herunterladen: Vortragsmanuskript-mit Achtsamkeit zum Umweltbewusstsein

Auch die Erinnerungskarte an ILSE – die Begleiterin in die Achtsamkeit (das nette Blümchen hat Thomas‘ Tochter Celine gezeichnet)  kannst du in guter Qualität fürs Ausdrucken beziehen: ILSE-die begleiterin. Hier  in der Variante von 4 Postkarten mit 3 Fragen auf der Rückseite: ILSE3_kaertchen mit fragen

Wie wärs JETZT mit einem
Innehalten – Lächeln – Spüren – Entspannen.Erlauben.Erfahren??

Wir freuen uns über deine Rückmeldung!

KALYANA MITTA – Waldviertler Meditationsgruppe

Montag, Juni 24th, 2013 von ulli

KALYANA MITTA  stammt aus der alten indischen Pali-Sprache und bedeutet übersetzt „edle Freundschaft“. Als Buddha einst gefragt wurde, ob edle Freundschaft  nicht die Hälfte des „heiligen“ Lebens ausmache, so antwortete er „Sage das nicht, Anando, sage das nicht, es ist das ganze heilige Leben, edle Freunde zu haben.“ (Samyutta Nikāya; 45,2)

Beate, Christine, Siegi, Gerhard und ich haben im Sommer 2013  die „KALYANA MITTA – Waldviertler Meditationsgruppe“ gegründet.

Wir sind eine ÜbungsGruppe und treffen uns  jeden ersten Freitag im Monat von 18:00 bis ca. 20:00  zur gemeinsamen Meditationspraxis.
Motto: Wir müssen und nicht innig lieben oder die gleichen Ansichten teilen.  Mit unserem Zusammenkommen in Achtsamkeit und Stille unterstützen wir uns gegenseitig in unserer Praxis. Basis dafür sind Übungen aus dem Kontext der buddhistischen Theravada Tradition, wobei uns die Verbindung  zu den psychologischen und philosopischen Grundlagen des Westens sehr wichtig ist.

WO?
Die Gruppe trifft sich in unserem Haus  (verkehrsgünstig gelegen in der Gegend von Horn, Eggenburg und Gars – die genauen Daten schick ich dir bei Interesse per email).

(mehr …)

Du bist unschuldig…

Montag, Juni 24th, 2013 von ulli

Ein Text zum Aufwachen zwischendurch:

„Lass Dich fallen. Lerne Schlangen zu beobachten. Pflanze unmögliche Gärten. Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein. Mache kleine Zeichen, die ‚Ja‘ sagen und verteile sie überall in Deinem Haus. Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit. Freue Dich auf Träume. Weine bei Kinofilmen. Schaukele so hoch Du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht. Pflege verschiedene Stimmungen. Verweigere ‚verantwortlich zu sein.‘ Tu es aus Liebe. Mach eine Menge Nickerchen. Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Das Geld wird folgen. Glaube an Zauberei. Lache eine Menge. Bade im Mondlicht. Träume wilde, phantastische Träume. Zeichne auf die Wände. Lies jeden Tag. Stell Dir vor, Du wärst verzaubert. Kichere mit Kindern. Höre alten Leuten zu. Öffne Dich. Tauche ein. Sei frei. Preise Dich selbst. Lass die Angst fallen. Spiele mit allem. Unterhalte das Kind in Dir. Du bist unschuldig. Baue eine Burg aus Decken. Werde nass. Umarme Bäume. Schreibe Liebesbriefe.“

Anlass dafür ist, dass es gestern am Wegwartehof  im Waldviertel eine Wändemalaktion gab. Dani hat mitgemacht und mir den Text geschickt. Ist dir die Stelle aufgefallen mit dem Wände anzeichnen?

Wie Worte Kraft haben. Fantastisch, oder?

Ich hatte gelesen, der Text sei von Joseph Beuys, wurde aber eines besseren belehrt. Danke Ben!

 

Weinviertler Jakobsweg

Montag, Juni 10th, 2013 von ulli

Letzte Woche ging ich mit einer Freundin ein Stück des Weinviertler Jakobswegs. Wirklich ein Genuss.

Wenig bergauf und bergab. Überraschend viel Wald.  Schöne abwechslungsreiche Wege. Gut beschildert, und was wir ganz nett fanden, die Selbstbedienungskeller. So selbst probiert in der Kellergasse in Falkenstein, kurz vor Poysdorf und nach Kleinhadersdorf.  Das funktioniert, auf der Basis von Vertrauen. Schon seit Jahren.

Auch die Unterkünfte waren fein.
Ganz nette Menschen und das wunderbarste Frühstück findest du in Mistelbach, kurz bevor der Jakobsweg die Stadt verlässt, bei Familie Eckel.

Also – Lust auf Wandern oder einen Ausflug? http://www.jakobsweg-weinviertel.at/

Achtsamkeitskurs mit Marie Mannschatz vom 10. bis 14.7.13 in Seitenstetten

Sonntag, Mai 19th, 2013 von ulli
In Maries Aussendung steht geschrieben:
„Mein diesjähriger Achtsamkeitskurs in Österreich findet vom 
Mittwoch, den 10. Juli bis Sonntag, den 14. Juli 2013 
in dem schön gelegenen alten Benediktiner-Kloster Seitenstetten statt. Dieser Kurs bietet eine klassische Einführung in die Achtsamkeitspraxis im Schweigen. Es gibt noch einige freie Einzelzimmer!
Informationen zur Anmeldung:
Sie gehen auf www.st-benedikt.at  und folgen dem button „Alle Veranstaltungen“ hin zu meinem Seminar „Achtsamkeit als Kraftquelle für den (beruflichen) Alltag“. Dort klicken Sie auf E-Mail und melden sich beim Bildungszentrum St.-Benedikt an.“
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Marie Mannschatz – Schülerin von Jack Kornfield – ist eine wunderbare Lehrerin, von der ich schon viel Weises gelernt habe.
Ausserdem schreibt sie grossartige Bücher.
Sie ist nur einmal pro Jahr in Österreich. Also eine seltene Gelegenheit.
Wie wärs?

Folgendes Zitat von Martin Buber steht auf Maries Website unter ihrer Vita, es gefällt mir..

“Beziehung ist Gegenseitigkeit. Mein Du wirkt an mir, wie ich an ihm wirke. Unsere Schüler bilden uns, unsre Werke bauen uns auf. … Wie werden wir von Kindern, wie von Tieren erzogen! Unerforschlich einbegriffen leben wir in der strömenden All-Gegenseitigkeit. … Der Mensch wird am Du zum Ich. Gegenüber kommt und entschwindet, Beziehungsereignisse verdichten sich und zerstieben, und im Wechsel klärt sich, von Mal zu Mal wachsend, das Bewusstsein des gleich bleibenden Partners, das Ich-Bewusstsein.”